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Im Fokus
Meisterwerke privater Sammlungen

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Liber Horarum von Gerard David
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertLiber Horarum von Gerard David
Der Liber Horarum des Gerard David gilt als einer der glanzvollen Höhepunkte der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1484 und 1486 in Brügge, vereint das Stundenbuch die künstlerische Meisterschaft der Gent-Brügger Schule in einer Handschrift von außergewöhnlicher Schönheit und Feinheit.
Der Brügger Maler Gerard David (um 1455–1523), Schüler von Hans Memling und letzter großer Meister seiner Epoche, schuf 15 der insgesamt 37 Miniaturen selbst. Seine detailreichen, farbintensiven Szenen – etwa die innige Darstellung der Madonna mit dem Kind – zeigen eine eindrucksvolle Synthese aus realistischer Beobachtung und spiritueller Tiefe.
Reiche Bordüren mit Blüten, Früchten, Tieren und grotesken Figuren, kunstvolle Initialen in Blau, Rot und Gold sowie ein edler Ledereinband mit silberner Schließe machen das Werk zu einem Gesamtkunstwerk spätgotischer Frömmigkeit und Ästhetik. Heute wird die Handschrift in der Biblioteca del Escorial bei Madrid aufbewahrt.

Leonardo da Vinci: Zeichnungen und Miscellania
Leonardo da Vinci15. JahrhundertLeonardo da Vinci: Zeichnungen und Miscellania
Die Zeichnungen und Miscellania des Leonardo da Vinci (1452–1519) gehören zu den faszinierendsten Zeugnissen des schöpferischen Genies der Renaissance. Diese aufwendig gestaltete Prachtedition versammelt eine Auswahl seiner bedeutendsten Skizzen, Studien und Notizen – von anatomischen und botanischen Zeichnungen über technische Entwürfe bis zu künstlerischen Kompositionsstudien.
Die Blätter spiegeln Leonardos unstillbare Neugier und seinen universellen Forschergeist wider. Jedes Motiv – ob Flugmaschine, Wasserstudie, Landschaft oder menschlicher Körper – zeugt von der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Philosophie, die sein Werk prägt.
Die Edition wurde nach den Originalen in den Sammlungen der Royal Library at Windsor Castle und des Codex Atlanticus gefertigt und in feinster Reproduktion auf Kunstdruckpapier wiedergegeben. Sie präsentiert Leonardos Werk in musealer Qualität und macht die schöpferische Energie des größten Universalgenies der Renaissance erlebbar.

Codex Gisle
Liturgische Handschriften14. JahrhundertCodex Gisle
Der Codex Gisle, auch Goldenes Graduale der Gisela von Kerssenbrock genannt, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Musikkultur und Buchmalerei in Deutschland. Entstanden um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Marienbrunn bei Osnabrück, wurde das monumentale Graduale von der Chorleiterin Gisela von Kerssenbrock eigenhändig niedergeschrieben und illuminiert.
Das Werk umfasst nahezu 1.500 gregorianische Gesänge – mehr als doppelt so viele wie gewöhnliche Gradualien – und diente über 500 Jahre als liturgisches Gesangsbuch des Klosters. Seine außergewöhnliche Ausstattung mit 53 historisierten Initialen, 15 blau-goldenen Zierbuchstaben und über 200 Goldinitialen macht es zu einem der prächtigsten Musikmanuskripte des Mittelalters.
Die kunstvollen Miniaturen auf poliertem Goldgrund verbinden tiefe Frömmigkeit mit einer beeindruckenden visuellen Ausdruckskraft. Als Meisterwerk weiblicher Schaffenskraft innerhalb der klösterlichen Kultur ist der Codex Gisle ein herausragendes Zeugnis der romanisch-gotischen Buchkunst Westfalens.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex
Literatur | Dichtung15. JahrhundertNibelungenlied – Hundeshagener Codex
Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.
Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.
Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertGebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Das um 1569 entstandene Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der nordeuropäischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Der Herzog ließ kostbare Einzelblätter aus dem Besitz seines Onkels, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zu einem prachtvollen Band vereinen. Die Miniaturen stammen von herausragenden Künstlern ihrer Zeit, darunter Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon sowie Sebald Beham.
Mit seinen 44 meisterhaft ausgeführten Miniaturen, teils mit Blattgold und Silber verziert, stellt das Gebetbuch ein außergewöhnliches Kompendium religiöser Bildkunst der Renaissance dar. Szenen aus dem Leben Christi, Mariendarstellungen und Heiligengestalten verbinden sich zu einem farbgewaltigen biblischen Bilderzyklus.
Das Werk befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Kassel, wohin es nach einer bewegten Geschichte und wechselvollem Schicksal im 20. Jahrhundert zurückkehrte. Es gilt als ein herausragendes Zeugnis für die Kunstförderung und Sammelleidenschaft des „Renaissancefürsten“ Johann Albrecht von Mecklenburg (1525–1576).

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Kreuzeslob
Literatur | Dichtung9. JahrhundertKreuzeslob
Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.
Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.
Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

Der Mercator Weltatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Mercator Weltatlas
Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.
Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

Das Buch der Erde
Sonstiges Genres20. JahrhundertDas Buch der Erde
Das Buch der Erde ist ein großformatiges Sach- und Bildwerk über die Entstehung, Struktur und Vielfalt unseres Planeten. Es behandelt die Erde als Lebensraum in ihren geologischen, geographischen und ökologischen Zusammenhängen. In anschaulichen Texten, Karten und Fotografien werden Themen wie Erdgeschichte, Kontinentaldrift, Klima, Flora und Fauna sowie die Rolle des Menschen im globalen Ökosystem dargestellt.
Die prachtvolle Ausstattung des Bandes unterstreicht seinen repräsentativen Charakter: geprägter Einband in Schwarz mit silbernen Reliefs der Weltkugeln, Metallecken und Titelprägung in Silber und Blau. Das Werk verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit visueller Ausdruckskraft und dokumentiert den Wissensstand über unseren Planeten im späten 20. Jahrhundert – ein repräsentatives Beispiel populärwissenschaftlicher Buchkunst jener Zeit.

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Bibeln | Evangeliare11. JahrhundertEvangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.
Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.
Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

Der Brockhaus | 2002
Nachschlagewerk21. JahrhundertDer Brockhaus | 2002
Die zehnbändige Ausgabe des Brockhaus von 2002 steht in der langen Tradition der berühmten deutschen Enzyklopädie, deren Ursprung bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Diese speziell für den schulischen Gebrauch konzipierte Edition vereint lexikalische Präzision mit hochwertiger Ausstattung.
Die Bände 1 bis 5 enthalten das alphabetische Hauptlexikon, während die übrigen Bände thematisch gegliedert sind: Deutsch, Mathematik und Physik, Chemie und Biologie, Geographie, Politik und Wirtschaft. Ergänzt wird das Werk durch eine CD-ROM-Ausgabe mit digitalem Zusatzmaterial.
Mit über 125.000 Stichwörtern, rund 7.500 Abbildungen und 450 Karten bietet die Ausgabe ein umfassendes Nachschlagewerk der frühen 2000er-Jahre. Die Einbände aus schwarzem, gefüttertem Cabra-Leder mit Echtsilberschnitt verleihen der Reihe einen repräsentativen Charakter. Ein Beispiel für die Verbindung von Bildungstradition, moderner Wissensvermittlung und bibliophiler Gestaltung.

Codex Gisle
Liturgische Handschriften14. JahrhundertCodex Gisle
Der Codex Gisle, auch Goldenes Graduale der Gisela von Kerssenbrock genannt, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Musikkultur und Buchmalerei in Deutschland. Entstanden um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Marienbrunn bei Osnabrück, wurde das monumentale Graduale von der Chorleiterin Gisela von Kerssenbrock eigenhändig niedergeschrieben und illuminiert.
Das Werk umfasst nahezu 1.500 gregorianische Gesänge – mehr als doppelt so viele wie gewöhnliche Gradualien – und diente über 500 Jahre als liturgisches Gesangsbuch des Klosters. Seine außergewöhnliche Ausstattung mit 53 historisierten Initialen, 15 blau-goldenen Zierbuchstaben und über 200 Goldinitialen macht es zu einem der prächtigsten Musikmanuskripte des Mittelalters.
Die kunstvollen Miniaturen auf poliertem Goldgrund verbinden tiefe Frömmigkeit mit einer beeindruckenden visuellen Ausdruckskraft. Als Meisterwerk weiblicher Schaffenskraft innerhalb der klösterlichen Kultur ist der Codex Gisle ein herausragendes Zeugnis der romanisch-gotischen Buchkunst Westfalens.

Portolan-Atlas des Battista Agnese
Geographie | Karten16. JahrhundertPortolan-Atlas des Battista Agnese
Der in Venedig entstandene Portolan-Atlas des Battista Agnese zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften des 16. Jahrhunderts. Der genuesische Gelehrte schuf ein Werk, das die neuesten geographischen Erkenntnisse seiner Zeit – darunter die Route der Weltumsegelung Magellans – in kunstvoll illuminierter Form vereinte.
Die dreißig Blätter des Atlas zeigen Welt- und Regionalkarten von außerordentlicher Präzision, begleitet von astronomischen Tafeln, einer Armillarsphäre und kosmographischen Texten. Goldverzierungen, fein abgestufte Farben und mythologische Szenen verleihen dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.
Der Portolan-Atlas diente nicht der Navigation, sondern der Betrachtung und dem Studium der geordneten Welt im Zeitalter der Entdeckungen – ein seltenes Zeugnis venezianischer Kartographie und künstlerischer Gelehrsamkeit der Renaissance.

Pariser Alexanderroman
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertPariser Alexanderroman
Der zwischen 1420 und 1425 entstandene Pariser Alexanderroman gehört zu den herausragenden Handschriften der französischen Spätgotik. In 86 Miniaturen und über hundert vergoldeten Initialen wird die Lebensgeschichte Alexanders des Großen in farbintensiven, detailreichen Szenen entfaltet. Der anonyme Buchmaler, bekannt als „Alexandermeister“, verband erzählerische Fantasie mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe: Landschaften, Städte, Tiere, höfische Feste und Kampfszenen erscheinen in leuchtender Farbigkeit und feiner Ausarbeitung.
Das Werk beruht auf volkstümlichen Überlieferungen des Alexanderstoffs, die im Mittelalter als Spiegel ritterlicher Tugend und königlicher Bildung galten. Wahrscheinlich war die Handschrift für einen jungen Adligen am französischen Hof bestimmt. Ein späterer Besitzvermerk mit dem Monogramm HR weist auf König Heinrich VIII. hin. Heute wird der Codex in der British Library in London aufbewahrt.

Briçonnet-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBriçonnet-Stundenbuch
Das um 1485 in Tours entstandene Briçonnet-Stundenbuch zählt zu den herausragenden Werken der französischen Renaissance-Buchmalerei. Die Handschrift enthält 25 ganzseitige Miniaturen, die Jean Poyer zugeschrieben werden, einem der führenden Maler am Hof der französischen Könige.
Poyer verband in seinen Darstellungen die Präzision niederländischer Malerei mit der Eleganz der französischen Hofkunst. Architektur, Landschaften und Figuren erscheinen in klarer Komposition und leuchtender Farbigkeit. Die Miniaturen sind von goldgerahmten Trompe-l’œil-Dekoren eingefasst und erinnern in ihrer Wirkung an zeitgenössische Tafelbilder.
Als Auftraggeber gilt vermutlich Guillaume Briçonnet, Finanzminister unter Karl VIII. und späterer Kardinal. Das Werk wurde nicht als Gebetshilfe, sondern als repräsentatives Schaustück geschaffen – ein Beispiel für die Verbindung von Andacht, Malerei und höfischer Kultur im Frankreich des späten 15. Jahrhunderts.

Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertFlämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Die Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen entstand zwischen 1485 und 1490 im Umfeld der Genter-Brügger Schule. Sie gilt als eine der frühesten illustrierten Lehrhandschriften für ein fürstliches Kind. Der junge Philipp, Sohn Maximilians I. und Maria von Burgund, sollte anhand der Miniaturen die Geschichte und Größe seiner Dynastie kennenlernen.
Elf ganzseitige Bilder mit begleitenden Texten zeigen Szenen aus der Geschichte des burgundischen Herzogtums – von Karl dem Großen bis zu den mythischen Anfängen des Hauses. Die Darstellungen verbinden höfische Eleganz mit erzählerischer Anschaulichkeit: Krönungen, Schlachten und Andachtsszenen entfalten sich vor flämischen Stadtlandschaften.
Die Miniaturen stammen vom Meister der Trivialen Köpfe, einem Schüler des Meisters Edward IV. Die Handschrift spiegelt zugleich Glanz und Verklärung einer Epoche, die mit dem Niedergang des burgundischen Herzogtums bereits ihrem Ende entgegenging.

Herrscher des Himmels
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)12. JahrhundertHerrscher des Himmels
Die Tierkreiszeichen und ihre mythologische Deutung gehören seit der Antike zum festen Bestand religiöser, astrologischer und künstlerischer Traditionen. Besonders im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit erfreuten sie sich großer Beliebtheit und fanden Eingang in prachtvoll ausgestattete Handschriften.
Die Miniaturen aus verschiedenen europäischen Codices zeigen die zwölf Sternzeichen in meisterlicher Vielfalt: Vom Stammheimer Missale (um 1160–1180) über berühmte Stundenbücher wie die Très Riches Heures du Duc de Berry oder die Grandes Heures der Anne de Bretagne bis hin zu flämischen und französischen Kalenderhandschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Ob Wassermann, Widder oder Zwillinge – die Darstellungen verbinden astrologisches Wissen mit detailreicher Malerei und höfischer Kultur.
Die ausgewählten Blätter illustrieren nicht nur den Einfluss der Gestirne auf das menschliche Leben, sondern auch den hohen Stellenwert der Astrologie in der Vorstellungswelt des Mittelalters. Sie sind zugleich ein kostbares Zeugnis europäischer Buchkunst.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Traktat der Rechenkunst von Lorenzo dem Prächtigen
Abhandlungen | Weltliche Werke14. JahrhundertTraktat der Rechenkunst von Lorenzo dem Prächtigen
Das prachtvolle Traktat der Rechenkunst wurde von Lorenzo I. de’ Medici, genannt „der Prächtige“ (1449–1492), als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni, den späteren Papst Leo X., in Auftrag gegeben. Grundlage der Handschrift ist das arithmetisch-geometrische Lehrwerk des Florentiner Mathematikers Filippo Calandri, das 1491 erstmals im Druck erschien.
Die Handschrift umfasst etwa 100 Seiten und 230 Miniaturen, die zu den schönsten Zeugnissen florentinischer Buchmalerei des 15. Jahrhunderts zählen. Ganzseitige Rechentafeln in Goldschrift, ornamentale Bordüren, Putten und mythologische Figuren verbinden didaktischen Inhalt mit künstlerischer Opulenz. Das Wappen der Medici erscheint immer wieder als Ausdruck dynastischer Identität.
Die Miniaturen werden Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, zugeschrieben. In ihrer reichen Farbigkeit und Detailfülle spiegelt sich der humanistische Geist der Medici – ein Werk, das Kunst, Wissen und Repräsentation in einzigartiger Weise vereint.

Brockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Die Brockhaus Enzyklopädie A–Z Wissen in 12 Bänden ist eine kompakte Ausgabe des traditionsreichen Wissenswerks, das seit dem 18. Jahrhundert als Synonym für Bildung und Verlässlichkeit gilt. Sie bietet einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Themen aus Wissenschaft, Kultur, Geschichte, Politik und Technik – alphabetisch geordnet, klar strukturiert und allgemeinverständlich formuliert.
Jeder Band vereint die enzyklopädische Genauigkeit und redaktionelle Sorgfalt des Hauses Brockhaus mit einer modernen, anschaulichen Gestaltung. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Karten veranschaulichen das Wissen und machen die Edition zu einem gleichermaßen informativen wie ästhetisch ansprechenden Nachschlagewerk.
Brockhaus – A–Z Wissen steht in der Tradition der großen Enzyklopädie, bietet aber in kompakter Form den Zugang zu verlässlichem Wissen für den modernen Leser – ein Spiegelbild der Welt in 12 Bänden.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Stundenbuch der Isabel la Catolica
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabel la Catolica
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den prachtvollsten Zeugnissen der flämischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Entstanden in der Werkstatt Willem Vrelants in Brügge, gelangte es vermutlich als Geschenk von Juana Enríquez oder von Ferdinand von Aragón anlässlich der Hochzeit 1469 in den Besitz der kastilischen Königin Isabella (1451–1504), genannt „La Catolica“.
Mit 730 Seiten, 72 ganzseitigen Miniaturen und insgesamt über 3.400 Illuminationen entfaltet das Werk eine überwältigende Fülle an Farben, Gold und Ornamenten. Szenen aus Bibel und Heiligenlegenden stehen neben fein ausgearbeiteten Bordüren, Initialen und kunstvoll gestalteten Hintergründen, die in Qualität und Detailreichtum der Tafelmalerei ebenbürtig sind.
Als Höhepunkt flämischer Miniaturkunst verkörpert das Stundenbuch sowohl höfische Prachtentfaltung als auch religiöse Andacht. Es gilt als ein Meisterwerk Vrelants und als einer der größten Schätze der spätmittelalterlichen Buchmalerei Spaniens.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Echternacher Evangelistar
Liturgische Handschriften11. JahrhundertEchternacher Evangelistar
Das Evangelistar aus der Abtei Echternach entstand um 1030 im Skriptorium des salischen Hausklosters, das im Mittelalter für seine außergewöhnliche Buchkunst bekannt war. Der Codex umfasst 155 Pergamentfolios mit liturgischen Lesungen aus den vier Evangelien in der Ordnung des Kirchenjahres.
Die Handschrift zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Ausstattung aus: Goldtinte, Purpurgründe und leuchtende Pigmente bestimmen das Erscheinungsbild. Zahlreiche ganzseitige Illuminationen – darunter die Majestas Domini, Evangelistenporträts und Szenen aus dem Leben Christi – veranschaulichen die stilistische Vielfalt des Skriptoriums. Spätantike, byzantinische und karolingische Einflüsse verschmelzen zu einer eigenständigen Bildsprache.
Besondere Bedeutung haben innovative Darstellungen wie die eigenständige Verkündigung an die Hirten oder der frühe Stephanuszyklus, die neue ikonographische Akzente setzen. Das Echternacher Evangelistar gilt als eines der herausragenden Zeugnisse ottonischer Buchmalerei und dokumentiert eindrucksvoll die künstlerische Kraft dieser Schreibwerkstatt.

Deutsches Gebetbuch der Markgräfin von Brandenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertDeutsches Gebetbuch der Markgräfin von Brandenburg
Das Deutsche Gebetbuch der Markgräfin Susanna von Bayern zählt zu den prachtvollsten Beispielen süddeutscher Buchkunst des frühen 16. Jahrhunderts. Der 1520 vollendete Codex entstand vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Kasimir, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, und wurde streng nach den persönlichen Vorstellungen der jungen Fürstin ausgestattet. Auf 47 großformatigen Miniaturen entfaltet sich ein farbintensives Bildprogramm, das von flämischen, italienischen und deutschen Vorbildern inspiriert ist. Ergänzt wird es von 214 reich ornamentierten Rahmen und zahlreichen Initialen, deren Goldglanz den repräsentativen Charakter des Werkes unterstreicht.
Der erst 18-jährige Augsburger Buchmaler Narziß Renner zeichnete für die künstlerische Ausführung verantwortlich. Seine Miniaturen verbinden fein beobachtete Alltagsszenen mit ikonographischen Motiven des Gebetsbuchs und enthalten mehrfach subtile Bezüge zu Susannas Lebenswelt, darunter Jagddarstellungen, höfische Figuren und spielerische Putten. Der Codex gilt heute als eines der eindrucksvollsten Zeugnisse deutscher Renaissancebuchmalerei.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der goldene Atlas der Nautik
Geographie | Karten16. JahrhundertDer goldene Atlas der Nautik
1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.
Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.
Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Brockhaus | Chronik des Automobils
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Automobils
Die dreibändige Ausgabe Chronik des Automobils bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Automobils vom frühen Nachkriegszeitalter bis in die Moderne. In klar gegliederten Kapiteln verbindet das Werk technische Fortschritte, gesellschaftliche Veränderungen und die Entstehung legendärer Fahrzeugtypen zu einer erzählerischen Gesamtgeschichte. Jedes Buch widmet sich einer eigenen Epoche und zeigt, wie Mobilität, industrielle Innovation und kulturelle Leitbilder einander beeinflusst haben. Die reich bebilderten Darstellungen und sorgfältig aufbereiteten Texte machen die Ausgabe zu einer fundierten Dokumentation der automobilen Kulturgeschichte. Besonders hervorzuheben ist die ausgewogene Darstellung sowohl ikonischer Klassiker als auch weniger bekannter Entwicklungen, die zusammen ein präzises Panorama der automobilen Evolution zeichnen.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.
Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Die Volksbibel
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertDie Volksbibel
Diese Volksbibel vereint Altes und Neues Testament in der deutschen Einheitsübersetzung und präsentiert sich in einem roten Einband mit goldgeprägten Ornamenten, der an klassische Bibelausgaben des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert. Der Band umfasst mehr als 1300 Seiten und zeichnet sich durch eine sorgfältig gesetzte Typografie aus, die den Text klar strukturiert und gut lesbar macht. Ganzseitige Farbtafeln mit Werken bedeutender Meister sowie ein umfangreiches Kartenmaterial vertiefen die biblischen Erzählräume und schaffen eine Verbindung zwischen Text, Kunst und historischer Geografie.
Die Ausgabe steht exemplarisch für moderne, reich ausgestattete Bibeldrucke, die den traditionellen Schrifttext in einen erweiterten kulturgeschichtlichen Kontext stellen. Durch ihre ausgewogene Gestaltung vermittelt sie ein würdiges und zugleich zugängliches Leseerlebnis.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

Bestiarium aus St. Petersburg
Bestiarien12. JahrhundertBestiarium aus St. Petersburg
Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.
Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II
Spiele | Jagd13. JahrhundertFalkenbuch Kaiser Friedrichs II
Das sogenannte Falkenbuch Kaiser Friedrichs II., lateinisch „De arte venandi cum avibus“, zählt zu den außergewöhnlichsten naturkundlichen Handschriften des Mittelalters. Entstanden im 13. Jahrhundert im Umfeld des staufischen Hofes, vereint das Werk gelehrte Überlieferung mit systematischer eigener Beobachtung. Friedrich II., selbst leidenschaftlicher Falkner und Naturforscher, stützte sich sowohl auf arabische Fachtexte als auch auf empirische Studien, die für seine Zeit bemerkenswert modern sind.
Der Text widmet sich der Falknerei ebenso wie der allgemeinen Vogelkunde und wird von einer außergewöhnlich reichen Bildausstattung begleitet. Hunderte von Darstellungen zeigen Vögel in charakteristischen Haltungen, ergänzt durch Szenen aus der Praxis der Jagd sowie Abbildungen von Menschen, Tieren und Gerätschaften. Die Illustrationen zeichnen sich durch eine bis dahin unbekannte Genauigkeit und Naturnähe aus.
Über Jahrhunderte hinweg galt das Falkenbuch als maßgebliches Referenzwerk. Seine Verbindung von Wissenschaft, Beobachtung und Bildkunst macht es zu einem zentralen Zeugnis mittelalterlicher Naturauffassung.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Kreuzeslob
Literatur | Dichtung9. JahrhundertKreuzeslob
Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.
Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.
Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAstronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.
Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.
Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Bibeln | Evangeliare11. JahrhundertEvangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.
Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.
Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

Godescalc-Evangelistar
Liturgische Handschriften8. JahrhundertGodescalc-Evangelistar
Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.
Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.
Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

Meisterwerke aus dem Musée Condé im Schloss Chantilly
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)10. JahrhundertMeisterwerke aus dem Musée Condé im Schloss Chantilly
Das Musée Condé im Château de Chantilly zählt zu den bedeutendsten Bibliotheken Europas. Seine Sammlung vereint einige der kostbarsten Zeugnisse mittelalterlicher Buchkunst und frühen Buchdrucks, die vom 10. bis zum 16. Jahrhundert entstanden. In dem prachtvollen Renaissance-Schloss, das von Anne de Montmorency im 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert durch den Herzog von Aumale dem Institut de France vermacht wurde, verbinden sich Kunst, Architektur und Geschichte zu einem einzigartigen Ensemble.
Die Auswahl Meisterwerke aus dem Musée Condé zeigt herausragende Blätter aus illuminierten Handschriften, darunter Arbeiten aus der Schule der Très Riches Heures du Duc de Berry, Buchmalerei des Hochmittelalters und frühe französische Druckkunst. Goldene Initialen, feine Miniaturen und leuchtende Farben veranschaulichen die Entwicklung der europäischen Buchkunst über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Literatur | Dichtung15. JahrhundertGuido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.
Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.
Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

Stundenbuch der Maria Stuart
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch der Maria Stuart
Mit nur 4,8 x 3,2 cm gilt das Stundenbuch der Maria Stuart als das kleinste bekannte Stundenbuch der Kunstgeschichte. Entstanden um 1510–1515 im französischen Tours, vereint es auf rund 300 Seiten liturgische Texte mit prachtvoller Ausstattung. 14 Miniaturen zeigen Szenen aus dem Leben Christi, eingebettet in fein ausgearbeitete Innenräume und stimmungsvolle Landschaften, während Initialen, Bordüren und Goldornamente die Handschrift zu einem Meisterwerk der nordalpinen Renaissance machen.
Ursprünglicher Auftraggeber war vermutlich König Franz I. von Frankreich, der es seiner Gemahlin Claude de France schenkte. Über deren Enkel Franz II. gelangte das Werk in den Besitz von Maria Stuart (1542–1587), deren Name es heute trägt. Nach einer wechselvollen Geschichte blieb es im Besitz europäischer Herrscherhäuser und wird seit 1837 vom Haus Württemberg gehütet.
Ein einzigartiges Zeugnis königlicher Frömmigkeit, das kostbare Kunstfertigkeit und außergewöhnliche Provenienz in sich vereint.

Berliner Alexanderroman
Literatur | Dichtung13. JahrhundertBerliner Alexanderroman
Der sogenannte Berliner Alexanderroman gehört zu den eindrucksvollsten Handschriften der mittelalterlichen Alexanderüberlieferung. Entstanden gegen Ende des 13. Jahrhunderts, vereint das Werk höfische Literatur mit einer außergewöhnlich reichen Bildausstattung. Der Roman schildert das Leben Alexanders des Großen als Mischung aus historischer Erinnerung und fantastischer Legende und entwirft das Idealbild eines weisen, tapferen und maßvollen Herrschers.
Besonders herausragend ist die Ausstattung der Berliner Handschrift. Über hundert prachtvolle Miniaturen mit reichem Gold- und Silbereinsatz begleiten den Text und führen den Betrachter durch ferne Länder, große Schlachten und mythische Welten. Neben höfischen Szenen erscheinen fremdartige Völker, wundersame Tiere und fantastische Abenteuer, die den mittelalterlichen Blick auf die Welt widerspiegeln.
Der Berliner Alexanderroman ist damit nicht nur ein literarisches Zeugnis von europäischem Rang, sondern auch ein Meisterwerk der Buchmalerei, das Geschichte, Mythos und Imagination auf einzigartige Weise verbindet.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Fest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen
Liturgische Handschriften16. JahrhundertFest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen
Das Fest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen zählt zu den herausragenden Beispielen deutscher Renaissance-Buchkunst. Um 1507 im Auftrag von Friedrich III. der Weise geschaffen, entstand die Handschrift in der Nürnberger Werkstatt des Buchmalers Jakob Elsner. Seit 1547 wird sie in der Universitätsbibliothek Jena aufbewahrt.
Das liturgische Werk enthält Epistellesungen für 18 Festtage zwischen Weihnachten und einem Kirchweihfest. Drei ganzseitige Miniaturen, 17 historisierte Initialen sowie reich ausgestattete Rankenrahmen verleihen der Handschrift ihre außergewöhnliche Pracht. Besonders hervorzuheben ist die großformatige Darstellung der Grablegung und Beweinung Christi, die auf einem Holzschnitt von Albrecht Dürer basiert.
Als fürstliches Privatbuch vereint das Fest-Epistolar repräsentativen Anspruch, liturgische Funktion und die künstlerische Qualität der deutschen Renaissance in eindrucksvoller Weise.

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Literatur | Dichtung15. JahrhundertGuido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.
Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.
Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

Marco Polo - Das Buch der Wunder
Literatur | Dichtung15. JahrhundertMarco Polo - Das Buch der Wunder
Das im Frankreich des 15. Jahrhunderts entstandene Buch der Wunder zählt zu den prachtvollsten illustrierten Handschriften seiner Zeit. Auf 192 Seiten mit 84 großformatigen Miniaturen entfaltet sich die Reiseerzählung des venezianischen Kaufmanns Marco Polo, dessen Berichte über Asien im Mittelalter europaweit Faszination auslösten. Die Illustrationen verbinden leuchtende Farbigkeit mit reichem Goldeinsatz und verleihen den geschilderten Begegnungen mit fernen Ländern und Völkern eine eindrucksvolle visuelle Präsenz.
An der Ausstattung waren bedeutende Pariser Werkstätten beteiligt, darunter der Boucicaut-Meister sowie weitere herausragende Miniatoren der Zeit. Das Werk vereint geographische Beobachtung, ethnographisches Interesse und mittelalterliche Imagination zu einem vielschichtigen Panorama des Orients.
Als luxuriöse Prachthandschrift steht das Buch der Wunder exemplarisch für die hohe Kunst französischer Buchmalerei und für die anhaltende Wirkung von Marco Polos Reisebericht in der europäischen Vorstellungswelt.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Musterbuch des Giovannino de Grassi
Abhandlungen | Weltliche Werke14. JahrhundertMusterbuch des Giovannino de Grassi
Das Musterbuch des Giovannino de Grassi zählt zu den bedeutendsten Künstlerhandbüchern der späten Gotik. Entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts im Umfeld des Mailänder Hofes der Visconti, diente es Generationen von Malern, Bildhauern und Architekten als visuelles Repertoire. Urheber ist Giovannino de Grassi, Baumeister des Mailänder Doms und eine der prägenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit.
Die Handschrift versammelt detailreiche Zeichnungen von exotischen Tieren, Menschengestalten und figürlichen Gruppen in charakteristischen Haltungen. Diese Studien boten praktikable Vorlagen für künstlerische Arbeiten unterschiedlichster Art.
Besondere Berühmtheit erlangte das Werk durch die Darstellung von 24 Buchstaben des Alphabets, die aus Menschen- und Tierfiguren gebildet sind. In dieser Verbindung von Naturbeobachtung, Ornament und Erfindungskraft verkörpert das Musterbuch einen Höhepunkt italienischer Zeichenkunst an der Schwelle zur Renaissance.

Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Sammlung Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek vereint herausragende Einzelblätter aus bedeutenden Handschriftenbeständen der Bayerische Staatsbibliothek. Als eine der führenden Forschungsbibliotheken Europas bewahrt sie seit Jahrhunderten kostbare Zeugnisse mittelalterlicher Buchkunst, die die kulturelle Geschichte des deutschen Sprachraums maßgeblich geprägt haben.
Die Auswahl umfasst Werke vom 9. bis zum 16. Jahrhundert, darunter das Evangeliar Ottos III., das Sakramentar Heinrichs II. oder das Brevier Kaiser Friedrichs III. Die Miniaturen reichen von ottonischer Monumentalität über romanische Strenge bis hin zu spätgotischer Farbigkeit. Szenen wie die Krönung Heinrichs II., der Schwanenritter oder die Flucht nach Ägypten spiegeln geistliche wie höfische Themenwelten.
Als kuratierte Zusammenstellung vermittelt die Sammlung ein eindrucksvolles Panorama der mittelalterlichen Buchmalerei zwischen Reichenau, Regensburg, Salzburg, Flandern und Wien.

Schätze der British Library
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)7. JahrhundertSchätze der British Library
Die Sammlung Schätze der British Library vereint herausragende Einzelblätter aus bedeutenden Handschriftenbeständen der British Library. Die Institution, hervorgegangen aus königlichen Sammlungen und bibliophilen Schenkungen, zählt zu den größten Nationalbibliotheken der Welt und bewahrt eine der reichsten Handschriftensammlungen Europas.
Die Auswahl umfasst Werke vom späten 7. bis zum beginnenden 16. Jahrhundert und spiegelt die Vielfalt mittelalterlicher Buchkunst wider. Vertreten sind unter anderem die Lindisfarne-Evangelien, das Benedictionale des Æthelwold, der Psalter Heinrichs des Löwen sowie prächtige Stundenbücher aus Paris, Savoyen und Bologna.
Die Miniaturen zeigen Evangelistenbilder, Szenen aus dem Marienleben und Darstellungen der Anbetung Christi. Gemeinsam eröffnen sie ein Panorama der Buchmalerei von insularer Frühkunst über ottonische und romanische Zentren bis hin zur internationalen Gotik.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Das große Buch der Liebe
Literatur | Dichtung14. JahrhundertDas große Buch der Liebe
Das Breviari d’Amour, im späten 13. Jahrhundert von Matfre Ermengaud verfasst, zählt zu den außergewöhnlichsten Werken der okzitanischen Literatur. Der Franziskanermönch verband in diesem monumentalen Text theologische Reflexion, Rechtslehre und die Lyrik der Troubadoure zu einer einzigartigen Synthese aus Glauben, Wissen und Poesie.
Das Werk umfasst rund 34.500 Verse in achtsilbigen Reimpaaren und entfaltet eine enzyklopädische Darstellung der göttlichen und menschlichen Liebe. Ermengaud gliedert sein Werk in Abschnitte über Schöpfung, Naturgesetz und das Wirken göttlicher Liebe, begleitet von 29 ganzseitigen und über 190 kleineren Miniaturen.
In leuchtenden Farben und feinem Goldgrund illustriert, steht das Breviari d’Amour für die geistige Vielfalt des 13. Jahrhunderts. Es vereint scholastische Gelehrsamkeit und poetische Ausdruckskraft zu einem einzigartigen Zeugnis mittelalterlicher Kultur.

Die große Bertelsmann Lexikothek
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie große Bertelsmann Lexikothek
Die große Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutenden enzyklopädischen Editionsprojekten des 20. Jahrhunderts und vereint Wissen aus unterschiedlichsten Fachgebieten in einer repräsentativen Buchreihe. In systematisch aufgebauten Bänden werden Themen aus Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften und Kultur umfassend erschlossen und durch Kartenmaterial, Abbildungen sowie ergänzende Register erweitert.
Die Reihe steht exemplarisch für eine Epoche, in der gedruckte Nachschlagewerke als zentrale Wissensspeicher dienten und zugleich gestalterischen Anspruch mit inhaltlicher Breite verbanden. Hochwertige Einbände und eine klare typografische Struktur unterstreichen den enzyklopädischen Charakter des Gesamtwerks und machen die Lexikothek zu einem prägenden Zeugnis bürgerlicher Bildungskultur des 20. Jahrhunderts.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Das silberne Duett
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. JahrhundertDas silberne Duett
Das sogenannte Silberne Duett verbindet die Kunst der Buchmalerei der Renaissance mit der Rechenkunst des Florentiner Humanismus. Grundlage der Handschrift ist das Traktat der Arithmetik und Geometrie des Filippo Calandri, das Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, um 1490 als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni – den späteren Papst Leo X. – in Auftrag gab.
Die prachtvolle Handschrift umfasst rund 100 Seiten mit etwa 230 Miniaturen, reich verziert mit Gold, Rankenornamenten und dem Wappen der Medici. Ganzseitige Rechentafeln, auf farbigen Hintergründen in Goldschrift ausgeführt, verbinden didaktischen Zweck mit luxuriöser Darstellung.
Die Miniaturen stammen von Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, einem der führenden florentinischen Buchmaler seiner Zeit. Das Werk ist in italienischer Sprache verfasst und gilt als kostbares Beispiel für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und humanistischer Bildung im Florenz des späten 15. Jahrhunderts.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Chronik der Kreuzzüge: Die Passages von d'Outremer
Literatur | Dichtung15. JahrhundertChronik der Kreuzzüge: Die Passages von d'Outremer
Die Passages d’Outremer zählen zu den umfangreichsten mittelalterlichen Chroniken der Kreuzzüge. Das Werk wurde 1474 von Sébastien Mamerot im Auftrag des französischen Adeligen Louis de Laval verfasst und bietet eine ausführliche Darstellung der Kreuzzüge aus spätmittelalterlicher Perspektive.
Der reich ausgestattete Codex verbindet historische Ereignisse mit erzählerischen und teils legendenhaften Elementen. Im Mittelpunkt stehen die Unternehmungen der Kreuzfahrer im Heiligen Land sowie die Entstehung der sogenannten Kreuzfahrerstaaten.
Besondere Bedeutung kommt der künstlerischen Ausstattung zu: Die Handschrift wurde von Jean Colombe und seiner Werkstatt illuminiert. Auf zahlreichen großformatigen Miniaturen entfalten sich weitläufige Landschaften, detailreiche Architektur und vielgestaltige Szenen mit großen Figurenensembles.
Das Werk gilt als bedeutendes Zeugnis spätmittelalterlicher Geschichtsschreibung und Buchkunst an der Schwelle zur Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Godescalc-Evangelistar
Liturgische Handschriften8. JahrhundertGodescalc-Evangelistar
Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.
Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.
Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

Stundenbuch des Étienne Chevalier
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. JahrhundertStundenbuch des Étienne Chevalier
Das Stundenbuch des Étienne Chevalier entstand zwischen 1448 und 1457 und gilt als eines der größten Meisterwerke der französischen Buchmalerei. Es wurde vom königlichen Schatzmeister Étienne Chevalier bei Jean Fouquet in Auftrag gegeben, dessen Name untrennbar mit dem Aufbruch der französischen Kunst in die Renaissance verbunden ist.
Die Handschrift umfasste ursprünglich 47 Miniaturen, ausgeführt in leuchtenden Farben, feinster Lichtführung und mit meisterhafter Raumillusion. Fouquet vereinte flämische Präzision, italienische Perspektive und französische Eleganz zu einer neuen, klaren Bildsprache. Architektonische Details, edle Stoffe und anmutige Figuren verleihen den Szenen eine feierliche, zugleich menschliche Präsenz.
Obwohl das Werk im 18. Jahrhundert auseinandergerissen wurde, zählen die erhaltenen Miniaturen im Musée Condé in Chantilly und in Museen weltweit zu den Höhepunkten europäischer Malerei des 15. Jahrhunderts. Das Stundenbuch markiert den Übergang von der Gotik zur Renaissance in der französischen Buchkunst.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex
Literatur | Dichtung15. JahrhundertNibelungenlied – Hundeshagener Codex
Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.
Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.
Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Atlas Heinrichs VIII.
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas Heinrichs VIII.
Der genuesische Kartograph Battista Agnese (ca. 1500–1564) schuf in seiner venezianischen Werkstatt einige der prächtigsten Atlanten der Renaissance. Um 1542 fertigte er für König Heinrich VIII. von England ein Meisterwerk, das Kosmosdarstellungen, Portolankarten und eine berühmte Weltkarte in ovaler Projektion vereint.
Das Werk beginnt mit Wappen und Titulatur des Königs, gefolgt von Armillarsphäre, Tierkreisdarstellungen und astronomischen Tabellen. Die Karten zeigen die drei Ozeane, das Mittelmeer, Europa und schließlich die Welt als Gesamtschau. Verzeichnet sind auch die Routen Magellans und Pizarros, kunstvoll hervorgehoben in Schwarz und Gold. Eine funktionsfähige Kompassrose ist in den Einband eingelassen – ein technisches wie künstlerisches Detail von seltener Faszination.
Später gelangte der Atlas in die Bibliothek der römischen Familie Barberini, deren Wappen den Einband ziert. Heute gilt er als ein herausragendes Zeugnis kartographischer Kunst und höfischer Repräsentation der Renaissance.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.
Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.
Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Hainricus-Missale
Liturgische Handschriften13. JahrhundertHainricus-Missale
Das Hainricus-Missale, entstanden um 1217 im Benediktinerkloster Weingarten, gilt als eines der herausragenden Werke romanischer Buchkunst in Deutschland. Unter Abt Berthold entwickelte sich das dortige Skriptorium zu einem Zentrum kreativer Buchmalerei, aus dem diese prachtvolle Handschrift hervorging. Ihr Schöpfer, der Mönch Hainricus, verewigte sich selbst auf dem silbernen Einband und in mehreren Miniaturen – ein außergewöhnliches Zeugnis künstlerischer Selbstrepräsentation im Mittelalter.
Der Codex vereint fünf ganzseitige Miniaturen, zwei illuminierte Textseiten, 24 Kalendermedaillons und 35 historisierte Initialen in reicher Gold- und Silbermalerei. Farbige Ranken, Tierwesen und figurenreiche Szenen verbinden sich zu einer harmonischen Einheit aus liturgischer Bedeutung und künstlerischem Glanz.
Mit seiner original erhaltenen Bindung und der unversehrten Leuchtkraft seiner Farben vermittelt das Hainricus-Missale bis heute den Eindruck romanischer Pracht in vollendeter Form.

Stundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart
Maria Stuart (1542–1587), Königin von Schottland und Frankreich, besaß ein prachtvolles Stundenbuch, das sie in ihren letzten Stunden begleitete. Gefertigt im frühen 16. Jahrhundert in Flandern, wohl in Gent oder Brügge, umfasst es 385 Seiten mit 41 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Initialen und farbenprächtigen Rahmendekoren. Die leuchtenden Farben und Vergoldungen zählen zum Schönsten, was die flämische Buchmalerei dieser Zeit hervorgebracht hat.
Dem Gebetbuch ist ein außergewöhnliches Dokument beigegeben: die Hinrichtungsurkunde Maria Stuarts, von Elisabeth I. am 1. Februar 1587 unterzeichnet. Nur wenige Tage später wurde Maria wegen angeblicher Beteiligung an einem Attentat hingerichtet.
Das Stundenbuch mit seinen kostbaren Miniaturen und floralen Rahmungen gilt als ein Meisterwerk an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance. Zusammen mit der Hinrichtungsurkunde bietet es einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben einer der tragischsten Gestalten der europäischen Geschichte.

Benediktionale und Pontifikale
Liturgische Handschriften15. JahrhundertBenediktionale und Pontifikale
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Gebetbuch des Zisterzienserordens
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch des Zisterzienserordens
Das Gebetbuch des Zisterzienserordens, auch bekannt als Herrenalber Gebetbuch, entstand zwischen 1482 und 1484 im Zisterzienserkloster Herrenalb in Baden-Württemberg. Es wurde vom Laienbruder Ludwig von Bruchsal in Auftrag gegeben und von Johann Zürn aus Neibsheim, dem Kantor des Klosters, geschrieben und ausgestattet.
Die Handschrift umfasst 206 Pergamentseiten mit einem Kalender, Bußpsalmen, Marien- und Heiligengebeten, darunter Texte zum Heiligen Bernhard von Clairvaux. Ihren besonderen Rang verdankt sie den 30 ganzseitigen Miniaturen, die Szenen der Passion Christi in außergewöhnlicher Ausdruckskraft darstellen. Bemerkenswert ist, dass die Malereien auf Kupferstiche großer oberrheinischer Meister wie Martin Schongauer und des Meisters E.S. zurückgehen – eine seltene Rückübersetzung der Druckgrafik in das Medium der Buchmalerei.
Durch diese Verbindung von technischer Innovation und spiritueller Andacht wurde das Werk zu einem einzigartigen Zeugnis spätgotischer Frömmigkeit und Kunstfertigkeit. Heute wird das Herrenalber Gebetbuch in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt.

Stundenbuch von Modena
Stundenbücher | Gebetbücher14. JahrhundertStundenbuch von Modena
Das Stundenbuch von Modena, entstanden um 1390 in Mailand, ist eines der herausragendsten Zeugnisse italienischer Buchmalerei der Gotik. Im Auftrag des venezianischen Patriziers Balzarino de Pusterla schuf der Miniaturist Tomasino da Vimercate, ein Schüler des berühmten Giovanni de Grassi am Hof der Visconti, ein Werk von unvergleichlicher Pracht und technischer Raffinesse.
Der Codex umfasst 544 Seiten und enthält 28 ganzseitige Miniaturen, rund 2.500 goldverzierte Initialen sowie fein ornamentierte Bordüren. Die Darstellungskraft des Künstlers zeigt sich in der präzisen Modellierung der Gesichter, den leuchtenden Farben und der harmonischen Verbindung von Blattgold, Rankenornamentik und naturalistischen Details. Szenen wie der Drachenkampf des heiligen Georg gehören zu den eindrucksvollsten Miniaturen der italienischen Gotik.
Das Werk entstand während der kulturellen Blüte unter Gian Galeazzo Visconti, dessen Mäzenatentum Mailand zu einem Zentrum der Kunst machte. Das Stundenbuch ist ein Musterbeispiel höfischer Frömmigkeit und ästhetischer Vollendung und wird heute in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt.

De Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Medizin | Botanik | Alchemie16. JahrhundertDe Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Das 1542 in Basel erschienene Werk De Historia Stirpium Commentarii Insignes des Arztes und Botanikers Leonhart Fuchs gilt als eines der bedeutendsten Kräuterbücher der Renaissance. Auf über 500 reich illustrierten Seiten werden mehr als 500 Pflanzen beschrieben, darunter zahlreiche bis dahin wenig bekannte Arten.
Berühmt wurde das Werk insbesondere durch seine meisterhaften Holzschnitte, die eine neue Stufe botanischer Darstellungskunst erreichten. Sie verbinden wissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Eleganz und machten Fuchs’ Kräuterbuch zu einem Grundlagenwerk der frühen Botanik.
Für Sammler und Liebhaber ist De Historia Stirpium nicht nur ein medizinisch-botanisches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Kulturdenkmal des 16. Jahrhunderts, das den Geist humanistischer Gelehrsamkeit ebenso widerspiegelt wie die Kunstfertigkeit frühneuzeitlicher Druckgraphik.

Utrecht-Psalter
Psalterien9. JahrhundertUtrecht-Psalter
Der Utrecht-Psalter, zwischen 820 und 840 in der Benediktinerabtei Hautvillers bei Reims entstanden, gilt als eines der einflussreichsten Werke karolingischer Buchmalerei und als ältester illustrierter Psalter der abendländischen Kunstgeschichte. Er wurde im Auftrag des Reimser Erzbischofs Ebbo geschaffen und zählt heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Die Handschrift enthält die 150 Psalmen, begleitet von 166 dynamischen Federzeichnungen, die in ihrer Expressivität und Lebendigkeit einzigartig sind. Die rasch hingeworfenen, doch präzisen Figuren entfalten ein vibrierendes Bildgeschehen, das in direktem Bezug zum Text steht. Die Kombination aus theologischer Tiefe und künstlerischer Spontaneität verleiht den Szenen eine eindringliche Wirkung, die weit über ihre Zeit hinausweist.
Der Stil des anonymen Meisters – oft als „Da Vinci des 9. Jahrhunderts“ bezeichnet – prägte die karolingische Kunst und beeinflusste die europäische Bildsprache über Jahrhunderte. Der Psalter gelangte um 1000 nach England und wird heute in der Universitätsbibliothek Utrecht aufbewahrt.

Wolfenbütteler Sachsenspiegel
Chroniken | Geschichte | Recht14. JahrhundertWolfenbütteler Sachsenspiegel
Der Wolfenbütteler Sachsenspiegel ist die jüngste und zugleich prachtvollste der vier erhaltenen Bilderhandschriften des bedeutenden mittelalterlichen Rechtsbuches. Er entstand im dritten Viertel des 14. Jahrhunderts und überliefert den Text des Eike von Repgow, der im frühen 13. Jahrhundert das sächsische Gewohnheitsrecht erstmals schriftlich festhielt.
Die Handschrift enthält 776 Miniaturen, die auf 86 Seiten das mittelalterliche Rechtsleben veranschaulichen. Die Bilder erläutern den Text und zeigen Szenen des Alltags, Architekturformen, Waffen, Kleidung und Gegenstände, wodurch der Codex eine wichtige Quelle für die Kulturgeschichte des Mittelalters ist. Trotz seines kostbaren goldverzierten Schmucks war das Manuskript von Anfang an zur praktischen Nutzung bestimmt, was zahlreiche Gebrauchsspuren belegen.
Nach einer weitgehend unbekannten Überlieferungsphase gelangte die Handschrift in die Sammlung Herzog Augusts von Braunschweig-Lüneburg und befindet sich heute in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.

Notitia Dignitatum
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertNotitia Dignitatum
Die Notitia Dignitatum ist eines der bedeutendsten Dokumente zur Verwaltungsgeschichte des Römischen Reiches. Sie bildet das Kernstück einer prachtvollen Sammelhandschrift des 15. Jahrhunderts mit dem Titel Descriptio orbis terrarum, die heute in der Biblioteca Nacional de España in Madrid aufbewahrt wird (Ms. Reserva 36). Dieses umfangreiche Kompendium vereint zwölf Abhandlungen zu Politik, Geographie und Verwaltung, die von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter reichen.
Die berühmte Notitia Dignitatum tam civilium quam militarium, ursprünglich zu Beginn des 5. Jahrhunderts verfasst, beschreibt die zivile und militärische Struktur des Imperium Romanum. Sie listet Ämter, Provinzen, Heereseinheiten und Zuständigkeiten auf und vermittelt so ein detailliertes Bild der spätantiken Reichsorganisation. In der humanistischen Abschrift des 15. Jahrhunderts ist der Text mit über 100 Miniaturen ausgestattet – darunter Wappen, Stadtsymbole, Karten und Personifikationen, die verschiedene Epochen der abendländischen Buchkunst widerspiegeln.
Das Werk, entstanden im geistigen Umfeld italienischer Humanisten, vereint wissenschaftliche Präzision und künstlerische Schönheit und gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse römischer Verwaltungstradition in der Renaissance.

Apokalypse von Paris
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertApokalypse von Paris
Die Apokalypse von Paris, entstanden um 1250 in Salisbury – dem damaligen Sarum –, zählt zu den frühesten Apokalypse-Handschriften Englands. Sie stammt aus der Hand des Meisters von Sarum, eines herausragenden Miniaturisten der englischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts, dem auch der Psalter von Amesbury und das Missale von Henry Chichester zugeschrieben werden.
Auf 100 reich verzierten Seiten entfaltet sich ein Zyklus von Miniaturen, die den Text der Offenbarung des Johannes in leuchtenden Farben und mit großzügigem Goldschmuck illustrieren. Jede Szene ist in fein komponierten Registern angelegt, gerahmt von grün-goldenen Ornamentbändern. Die anmutigen, gotisch verfeinerten Figuren kontrastieren mit den dramatischen Visionen der Apokalypse – ein faszinierendes Spannungsverhältnis von Schönheit und Schrecken.
Die Handschrift, heute in der Bibliothèque nationale de France (ms. Français 403), blickt auf eine illustre Besitzgeschichte zurück: Sie gehörte unter anderem Karl V. von Frankreich, dem Herzog von Anjou, Louis de Bruges und König Ludwig XII. von Frankreich.

Stundenbuch des Bischofs Morgades
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch des Bischofs Morgades
Das sogenannte Stundenbuch des Bischofs Morgades ist ein außergewöhnliches Beispiel historischer Buchbegeisterung des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bischofs von Vic, José Morgades y Gili (1826–1901), wurde ein Kompendium aus Fragmenten flämischer und spanischer Handschriften zusammengetragen, deren Entstehung vom frühen 15. Jahrhundert bis in die Zeit der Renaissance reicht.
Die Handschrift umfasst 110 Seiten mit 34 ganzseitigen Miniaturen und 60 reich dekorierten Textseiten. Die kunstvollen Bordüren, ornamentalen Initialen und farbintensiven Darstellungen spiegeln die Vielfalt der spätgotischen und frühneuzeitlichen Buchmalerei wider.
Im handlichen Format eines mittelalterlichen Stundenbuches vereint der Codex verschiedene künstlerische Traditionen und bietet einen seltenen Überblick über zwei Jahrhunderte Buchkunst. Heute gilt er als bemerkenswertes Zeugnis des historischen Interesses des 19. Jahrhunderts an der Bewahrung und Wertschätzung mittelalterlicher Handschriften.

Atlas des Andrea Benincasa
Geographie | Karten15. JahrhundertAtlas des Andrea Benincasa
Der Atlas des Andrea Benincasa aus dem Jahr 1476 gehört zu den bedeutendsten kartographischen Werken des 15. Jahrhunderts. Der in Ancona tätige Kartograph entstammte einer berühmten Familie von Seekartenherstellern und verband in seinem Werk präzise nautische Kenntnis mit künstlerischer Raffinesse. Der Atlas umfasst fünf kostbare Portolankarten, die das Mittelmeer, das Schwarze Meer und den Atlantik in beeindruckender Detailfülle darstellen.
Die sorgfältig kolorierten Karten zeigen Häfen, Küstenverläufe, Gebirge und Städte, begleitet von lateinischen Beschriftungen und figürlichen Darstellungen bedeutender Herrscher und Heiligtümer. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung der sagenhaften Insel Antilia – eine Vorahnung der Neuen Welt, die Kolumbus erst Jahre später entdecken sollte.
Mit seinen klaren Linien, dekorativen Windrosen und präzisen Maßverhältnissen steht Benincasas Werk am Übergang zwischen mittelalterlicher Portolankunst und der Kartographie der Entdeckerzeit. Es zählt zu den letzten großen Zeugnissen einer Epoche, in der Seekarten noch Kunstwerke waren.

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Literatur | Dichtung15. JahrhundertGuido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.
Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.
Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Königspsalter der Sainte-Chapelle
Psalterien13. JahrhundertKönigspsalter der Sainte-Chapelle
Der Königspsalter der Sainte-Chapelle, auch bekannt als Psalter der Blanche von Kastilien, gehört zu den erlesensten Werken frühgotischer Buchkunst. Der prachtvolle Codex entstand um 1230 in Paris und vereint künstlerische Raffinesse mit königlicher Repräsentation. Seine Entstehung wird mit Blanche von Kastilien, Königin von Frankreich und Mutter Ludwigs IX., in Verbindung gebracht – einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.
Die Handschrift umfasst 384 Seiten auf Pergament mit 27 ganzseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und neun vergoldeten Initialen. Jede Seite ist in leuchtende Farben und schimmerndes Blattgold getaucht. Die Darstellungen erinnern in ihrer Strahlkraft und Komposition an die Glasfenster der französischen Kathedralen, während ornamentale Drôlerien und Tierfiguren die Ränder beleben.
Eingebunden in einen selten erhaltenen romanischen Einband, verbindet der Psalter frühgotische Malerei mit der Eleganz höfischer Buchkunst. Er befindet sich heute in der Bibliothèque de l’Arsenal in Paris.

Absolute Durero
Fotobuch-EditionVor dem 5. JahrhundertAbsolute Durero
Mit Absolute Durero liegt ein eindrucksvoller Kunstband vor, der das Schaffen Albrecht Dürers in seiner ganzen Vielfalt würdigt. Die sorgfältig zusammengestellte Auswahl umfasst Gemälde, Kupferstiche, Holzschnitte und Zeichnungen und vermittelt ein lebendiges Bild eines Künstlers, der die Kunst der Renaissance nördlich der Alpen maßgeblich prägte.
Die hochwertigen Reproduktionen lassen Dürers außergewöhnliche Detailgenauigkeit und sein feines Gespür für Proportion und Ausdruck eindrucksvoll hervortreten. Zugleich wird seine Rolle als Vermittler zwischen künstlerischer Tradition und wissenschaftlicher Neugier sichtbar, die sich in seinen Studien zu Perspektive und Naturbeobachtung widerspiegelt.
So eröffnet der Band einen vielschichtigen Zugang zu einem Werk, das bis heute durch Präzision, Ausdruckskraft und geistige Tiefe besticht.

Leonardo da Vinci | Prachtedition II | Anatomische Studien
Leonardo da Vinci15. JahrhundertLeonardo da Vinci | Prachtedition II | Anatomische Studien
Die Anatomischen Studien des Leonardo da Vinci (1452–1519) zählen zu den herausragenden Zeugnissen der Verbindung von Kunst und Wissenschaft in der Hochrenaissance. Zwischen 1483 und 1513 entstand ein umfassendes Konvolut von rund 400 Zeichnungen, in denen Leonardo die Struktur, Bewegung und innere Mechanik des menschlichen Körpers erforschte.
In präzisen Feder- und Silberstiftzeichnungen untersuchte er Muskeln, Knochen, Sehnen und Organe, erfasste den menschlichen Körper als komplexes System und verband naturwissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Sensibilität. Die Blätter zeigen Ganzkörperdarstellungen, anatomische Schnitte und Detailstudien – etwa zur Hand, zum Schädel oder zur Lage des ungeborenen Kindes im Mutterleib – und dokumentieren den Übergang von morphologischen zu physiologischen Fragestellungen.
Die Sammlung, heute in der Royal Library at Windsor Castle aufbewahrt, enthält auch Vorstudien zur Felsgrottenmadonna und zum Letzten Abendmahl. Sie gilt als ein Meilenstein des Renaissance-Humanismus und als Ausdruck von Leonardos Streben, Kunst und Wissen in vollkommener Harmonie zu vereinen.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.
Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.
Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex
Literatur | Dichtung15. JahrhundertNibelungenlied – Hundeshagener Codex
Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.
Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.
Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Spiele | Jagd16. JahrhundertSchicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri entstand 1482 in Perugia und gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke der italienischen Renaissance. Es vereint astrologisches Wissen, religiöse Symbolik und spielerische Unterhaltung zu einem kunstvollen Gesellschaftsspiel, das Fragen nach Glück, Erfolg und Zukunft beantworten sollte.
Der prächtig illuminierte Codex zeigt das Rad der Fortuna, Propheten, Tierkreiszeichen und Himmelssphären, ausgeführt in leuchtenden Farben und reichem Gold. Die Miniaturen verbinden dramatische Szenen mit feinem Humor und spiegeln den Einfluss der großen Malerei des Quattrocento wider.
Lorenzo Spirito Gualtieri, ein Gelehrter am Hof von Perugia, schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mischung aus Aberglaube, Philosophie und Kunst. Das Schicksalsbuch wurde zu einem der ersten Bestseller Italiens und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Renaissance-Kultur. Es wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig aufbewahrt.

Königspsalter der Sainte-Chapelle
Psalterien13. JahrhundertKönigspsalter der Sainte-Chapelle
Der Königspsalter der Sainte-Chapelle, auch bekannt als Psalter der Blanche von Kastilien, gehört zu den erlesensten Werken frühgotischer Buchkunst. Der prachtvolle Codex entstand um 1230 in Paris und vereint künstlerische Raffinesse mit königlicher Repräsentation. Seine Entstehung wird mit Blanche von Kastilien, Königin von Frankreich und Mutter Ludwigs IX., in Verbindung gebracht – einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.
Die Handschrift umfasst 384 Seiten auf Pergament mit 27 ganzseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und neun vergoldeten Initialen. Jede Seite ist in leuchtende Farben und schimmerndes Blattgold getaucht. Die Darstellungen erinnern in ihrer Strahlkraft und Komposition an die Glasfenster der französischen Kathedralen, während ornamentale Drôlerien und Tierfiguren die Ränder beleben.
Eingebunden in einen selten erhaltenen romanischen Einband, verbindet der Psalter frühgotische Malerei mit der Eleganz höfischer Buchkunst. Er befindet sich heute in der Bibliothèque de l’Arsenal in Paris.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Stundenbuch des Alfonso d'Este
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch des Alfonso d'Este
Das Stundenbuch des Alfonso d’Este entstand zwischen 1505 und 1510 am Hof des Herzogs von Ferrara und gilt als das letzte große Meisterwerk der italienischen Buchmalerei der Renaissance. Es wurde von dem Miniaturisten Matteo da Milano geschaffen, einem der bedeutendsten Buchkünstler seiner Zeit.
Das Werk umfasst 199 Blätter, darunter einen prachtvoll illuminierten Kalender und 29 ganzseitige Miniaturen von außergewöhnlicher malerischer Qualität. Die Seiten sind von goldenen Initialen, feinen Bordüren und kostbaren Ornamenten umgeben. Matteo da Milano verband klassische Formen mit flämischen und nordeuropäischen Einflüssen und schuf so eine neue, elegante Ausdrucksweise der Buchkunst.
Das Stundenbuch gehörte zur herzoglichen Bibliothek der Este und bildet mit der Bibel des Borso d’Este und dem Breviarium des Ercole d’Este die berühmte Trilogie der Ferrarer Buchmalerei. Heute wird der Hauptteil der Handschrift im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon aufbewahrt.

Atlas des Borso d'Este
Geographie | Karten15. JahrhundertAtlas des Borso d'Este
Der um 1466 entstandene Atlas des Borso d’Este zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften der Renaissance. Er wurde vom deutschen Humanisten Nikolaus Germanicus im Auftrag des Herzogs Borso d’Este von Modena geschaffen und orientiert sich an den geographischen Schriften des antiken Astronomen und Geographen Claudius Ptolemäus.
Das Werk vereint wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Vollendung: 27 großformatige Karten zeigen die bekannte Welt des 15. Jahrhunderts, ergänzt durch reich illuminierte Darstellungen, ornamentale Bordüren und erklärende lateinische Texte. Die Handschrift bezeugt das humanistische Bestreben, antikes Wissen mit den neuen Entdeckungen der Renaissance zu verbinden.
Heute wird der prachtvolle Codex in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt und gilt als ein Meisterwerk der frühen Kartographie – ein Symbol für den Geist der Forschung und die Kunst der Buchmalerei im 15. Jahrhundert.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Coron | Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertCoron | Die grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Coron | Die Grossen
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen
Die monumentale Reihe Die Großen vereint die Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, deren Ideen und Handlungen das kulturelle und geistige Fundament unserer Welt geprägt haben. In sorgfältig gestalteten Bänden entfaltet sich ein konziser Gang durch mehr als zwei Jahrtausende, beginnend bei den frühen Hochkulturen und endend im 20. Jahrhundert.
Jeder Band widmet sich einer Epoche und versammelt pointierte Biografien, die historische Entwicklungen in klarer Struktur sichtbar machen. Die Edition folgt einem klassischen Gestaltungsprinzip mit tiefroten Einbänden und goldgeprägten Akzenten, wodurch die Reihe einen geschlossenen, bibliophilen Charakter erhält.
Die Großen gilt als eines der repräsentativen biografischen Sammelwerke des Coron Verlags und vermittelt, jenseits wissenschaftlicher Detailfülle, eine elegante und zugängliche Annäherung an die prägenden Figuren der Weltgeschichte.

Coron | Die Grossen – Registerband
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen – Registerband
Der Registerband ergänzt die mehrbändige Reihe Die Großen des Coron Verlags, die bedeutenden Persönlichkeiten der Weltgeschichte gewidmet ist. In zwei Teilbänden erschließt er die Inhalte der gesamten Edition und ermöglicht einen gezielten Zugang zu den biographischen Beiträgen der Hauptbände.
Neben einem umfangreichen Namenregister enthält das Werk synoptische Zeittafeln, biographische Verzeichnisse sowie Nachweise zu Autoren und Bildquellen. Dadurch lassen sich historische Zusammenhänge, Lebensdaten und Querverbindungen zwischen den dargestellten Persönlichkeiten schnell nachvollziehen.
Als wissenschaftliches Hilfsmittel vervollständigt der Registerband die Reihe und macht deren Inhalte systematisch nutzbar. Er dokumentiert zugleich den enzyklopädischen Anspruch der Edition, bedeutende Persönlichkeiten verschiedener Epochen in einem gemeinsamen historischen Zusammenhang zu erschließen.

Brockhaus | Atlas
Geographie | Karten20. JahrhundertBrockhaus | Atlas
Der Brockhaus Atlas gehört zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Kartographie und Wissensvermittlung des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben vom Brockhaus Verlag in Leipzig und später in Wiesbaden, vereint er geografische Präzision, wissenschaftliche Genauigkeit und höchste kartografische Qualität.
Das Werk präsentiert die Erde in eindrucksvoller Fülle: physische und politische Weltkarten, thematische Darstellungen zu Klima, Vegetation, Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur sowie historische Karten, die die Entwicklung der Zivilisationen nachzeichnen. Ergänzt wird der Atlas durch ausführliche Register, geographische Daten und erläuternde Texte, die ihn zu einem umfassenden Nachschlagewerk machen.
Der Brockhaus Atlas steht exemplarisch für die Ära gedruckter Weltatlanten, die Bildung, Entdeckerlust und ästhetischen Anspruch miteinander verband. Seine klare Gestaltung, die typischen Farbverläufe und die handwerkliche Genauigkeit der Karten machten ihn zu einem festen Bestandteil vieler Bibliotheken und Bildungseinrichtungen.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.
Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

Brockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 2. Auflage (1993) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Weltatlas - 3. Auflage
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 3. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 3. Auflage (2001) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Atlas des Diego Homen von 1561
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas des Diego Homen von 1561
Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.
Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

Brockhaus | Horizonte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Horizonte
Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Die große Bertelsmann Lexikothek | Themenbände
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie große Bertelsmann Lexikothek | Themenbände
Die Themenbände der Großen Bertelsmann Lexikothek widmen sich den vielfältigen Bereichen des menschlichen Wissens und vermitteln ein umfassendes Bild von Natur, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft. In insgesamt 15 reich ausgestatteten Bänden werden bedeutende Entwicklungen, Zusammenhänge und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachgebieten anschaulich dargestellt.
Die Reihe umfasst unter anderem die Weltgeschichte, Länder und Kulturen der Erde, Naturwissenschaften und Technik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Pflanzen- und Tierwelt sowie Kunst, Kultur und Gesundheit. Zahlreiche Abbildungen, Karten, Grafiken und Schaubilder ergänzen die fundierten Texte und ermöglichen einen leicht verständlichen Zugang zu komplexen Themen.
Als Teil der renommierten Bertelsmann Lexikothek verbindet die Reihe enzyklopädische Wissensvermittlung mit einer hochwertigen Ausstattung. Die Themenbände dokumentieren den Wissensstand ihrer Entstehungszeit und bieten zugleich einen eindrucksvollen Überblick über die Vielfalt menschlicher Erkenntnis und die Entwicklung unserer Welt.
Mit einem Gesamtumfang von rund 6.000 Seiten zählt die Reihe zu den umfangreichsten Themenwerken der Bertelsmann Lexikothek und stellt ein bedeutendes Beispiel moderner Wissensliteratur des 20. Jahrhunderts dar.

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.
Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

Brockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 2. Auflage (1993) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.
Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.
Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Alexander Magnus
Literatur | Dichtung14. JahrhundertAlexander Magnus
Diese hochwertige Faksimile-Ausgabe reproduziert das Brüsseler Alexander-Manuskript (Roman d'Alexandre), eine reich illustrierte Handschrift aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Das Original zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der mittelalterlichen Buchmalerei und wird heute in der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) in Brüssel aufbewahrt.
Der Roman d'Alexandre schildert Leben, Feldzüge und Legenden um Alexander den Großen (356–323 v. Chr.). Historische Ereignisse werden dabei mit höfischer Dichtung, fantastischen Erzählungen und mittelalterlichen Vorstellungen über ferne Länder, fremde Völker und sagenhafte Wesen verbunden. So entstand eines der einflussreichsten literarischen Werke des europäischen Mittelalters, das über Jahrhunderte hinweg in zahlreichen Handschriften verbreitet wurde.
Die Handschrift beeindruckt durch ihre detailreichen Miniaturen, die elegante gotische Buchschrift und den aufwendigen Buchschmuck. Die sorgfältige Faksimile-Ausgabe gibt Farben, Schriftbild und Gestaltung des Originals originalgetreu wieder und vermittelt einen authentischen Eindruck der mittelalterlichen Buchkunst. Der edle Ledereinband mit Goldprägung und Goldschnitt unterstreicht den bibliophilen Charakter dieser Ausgabe und macht sie zu einem besonderen Sammlerstück für Liebhaber historischer Handschriften und hochwertiger Faksimiles.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Die Coron Chronik
Chroniken | Geschichte | Recht21. JahrhundertDie Coron Chronik
Die Coron Chronik ist ein jährlich erscheinendes Nachschlagewerk, das die wichtigsten Ereignisse eines Kalenderjahres dokumentiert. Die Reihe erscheint im Coron Verlag und bietet einen umfassenden Rückblick auf politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle, wissenschaftliche und sportliche Entwicklungen im In- und Ausland.
Die Ereignisse werden chronologisch dargestellt und durch zahlreiche Farbfotografien, Statistiken, Karten und Hintergrundberichte ergänzt. Neben internationalen Krisen, politischen Entscheidungen und wirtschaftlichen Entwicklungen finden auch bedeutende Ereignisse aus Wissenschaft, Technik, Kultur, Umwelt und Sport Berücksichtigung. Dadurch entsteht ein facettenreiches Bild des jeweiligen Jahresgeschehens.
Die hochwertige Ausstattung mit lederähnlichem Hardcover, Goldprägung und stabilem Einband macht die Bände sowohl zu repräsentativen Sammlerstücken als auch zu praktischen Nachschlagewerken. Als fortlaufende Jahreschronik eignen sie sich besonders zur Dokumentation zeitgeschichtlicher Ereignisse und ergänzen Bibliotheken sowie historische Sammlungen.

Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Jahrhunderts
Die Reihe „Brockhaus – Chronik des Jahrhunderts“ stellt eine fortlaufende Dokumentation historischer Entwicklungen dar und widmet sich der chronologischen Erfassung bedeutender Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport. In systematisch aufgebauten Bänden werden Zeitabschnitte oder einzelne Jahre übersichtlich zusammengefasst und in einen größeren historischen Kontext eingeordnet.
Charakteristisch ist die klare Struktur: Ereignisse werden zeitlich geordnet dargestellt und durch erläuternde Texte, Fotografien sowie ergänzende Übersichten vertieft. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der jeweiligen Epoche, das sowohl Orientierung als auch Einordnung ermöglicht.
Die redaktionelle Gestaltung folgt dem klassischen Anspruch des Hauses Brockhaus und verbindet sachliche Präzision mit verständlicher Darstellung. Die Bände umfassen in der Regel jeweils etwa 500 bis 700 Seiten und unterstreichen damit den enzyklopädischen Charakter der Reihe.
Als geschlossene Reihe bietet die Chronik einen umfassenden Zugang zur Zeitgeschichte und erlaubt es, Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg nachvollziehbar zu verfolgen.

Das Jahrhundertbuch
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertDas Jahrhundertbuch
Das Jahrhundertbuch ist ein umfangreiches historisches Nachschlagewerk des ADAC Verlags, das die bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts in chronologischer Reihenfolge dokumentiert. Das Werk führt Monat für Monat und Tag für Tag durch die Geschichte der Jahre 1901 bis 2000 und verbindet politische, gesellschaftliche, wissenschaftliche, kulturelle und sportliche Entwicklungen zu einer anschaulichen Gesamtdarstellung.
Die chronologischen Einträge werden durch ausführliche Hintergrundartikel, historische Fotografien, Dokumente, Karten und zeitgenössische Abbildungen ergänzt. Behandelt werden unter anderem die beiden Weltkriege, technische Innovationen, die Raumfahrt, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung, internationale Konflikte sowie bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Sport.
Dank seiner übersichtlichen Gliederung, der reichhaltigen Bebilderung und der fundierten Texte eignet sich Das Jahrhundertbuch sowohl als Nachschlagewerk als auch als informative Lektüre für historisch Interessierte. Die hochwertige Hardcover-Ausgabe mit Goldprägung und Lesebändchen unterstreicht den repräsentativen Charakter des Werkes.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Britannica Atlas
Geographie | Karten20. JahrhundertBritannica Atlas
Der Britannica Atlas ist ein großformatiger Weltatlas aus dem Hause Encyclopaedia Britannica, einem der traditionsreichsten Nachschlagewerksverlage der Welt.
Das Werk verbindet hochwertige kartografische Darstellungen mit umfangreichen geografischen und wissenschaftlichen Informationen. Neben detaillierten physischen und politischen Karten aller Kontinente und Länder enthält der Atlas zahlreiche thematische Karten zu Bevölkerung, Klima, Geologie, Vegetation, Wirtschaft, Landnutzung, Tektonik und weiteren naturwissenschaftlichen Themen. Ergänzt werden diese durch Diagramme, Statistiken und erklärende Texte, die geografische Zusammenhänge verständlich veranschaulichen.
Die Karten zeichnen sich durch ihre hohe Präzision, den klaren Aufbau und die farbige Gestaltung aus. Reliefdarstellungen, Höhenstufen, Gewässer, Verkehrswege sowie internationale Grenzen ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem vielseitigen Nachschlagewerk für Schule, Studium und wissenschaftlich Interessierte.
Der stabile Hardcovereinband mit Goldprägung und dem traditionellen Britannica-Emblem unterstreicht den hochwertigen Charakter des Werkes. Durch die Kombination aus klassischer Kartografie und umfangreichen thematischen Informationen gilt der Britannica Atlas als eines der bedeutenden englischsprachigen Atlaswerke des späten 20. Jahrhunderts.

Ars Sacra – Christliche Kunst und Architektur des Abendlandes. Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Sonstige religiöse Werke20. JahrhundertArs Sacra – Christliche Kunst und Architektur des Abendlandes. Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Ars Sacra – Christliche Kunst und Architektur des Abendlandes ist ein umfassendes kunsthistorisches Standardwerk, das die Entwicklung der christlichen Kunst und Sakralarchitektur von der Spätantike bis in die Gegenwart dokumentiert. Reich bebildert präsentiert das Werk bedeutende Kirchen, Kathedralen, Klöster, Handschriften, Altäre, Skulpturen, Goldschmiedearbeiten und Gemälde aus ganz Europa. Zahlreiche hochwertige Farbabbildungen zeigen Meisterwerke der christlichen Kunstgeschichte und werden durch fundierte kunsthistorische Erläuterungen ergänzt.
Das Werk behandelt die wichtigsten Kunstepochen, darunter Frühchristentum, Byzantinische Kunst, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Neuzeit. Neben Architektur und Malerei werden auch Mosaike, Buchmalerei, Reliquiare, liturgische Geräte und weitere bedeutende Zeugnisse sakraler Kunst vorgestellt. Damit bietet der Band einen umfassenden Überblick über die Entwicklung christlicher Kunst und ihre kulturelle sowie religiöse Bedeutung.
Der aufwendig gestaltete Hardcoverband mit dem prachtvollen Einbandmotiv des Einbandes des Codex Aureus von Echternach unterstreicht den repräsentativen Charakter dieser hochwertigen Ausgabe und macht sie zu einem bedeutenden Nachschlagewerk für Kunstinteressierte und Sammler.

Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Jahrhunderts
Die Reihe „Brockhaus – Chronik des Jahrhunderts“ stellt eine fortlaufende Dokumentation historischer Entwicklungen dar und widmet sich der chronologischen Erfassung bedeutender Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport. In systematisch aufgebauten Bänden werden Zeitabschnitte oder einzelne Jahre übersichtlich zusammengefasst und in einen größeren historischen Kontext eingeordnet.
Charakteristisch ist die klare Struktur: Ereignisse werden zeitlich geordnet dargestellt und durch erläuternde Texte, Fotografien sowie ergänzende Übersichten vertieft. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der jeweiligen Epoche, das sowohl Orientierung als auch Einordnung ermöglicht.
Die redaktionelle Gestaltung folgt dem klassischen Anspruch des Hauses Brockhaus und verbindet sachliche Präzision mit verständlicher Darstellung. Die Bände umfassen in der Regel jeweils etwa 500 bis 700 Seiten und unterstreichen damit den enzyklopädischen Charakter der Reihe.
Als geschlossene Reihe bietet die Chronik einen umfassenden Zugang zur Zeitgeschichte und erlaubt es, Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg nachvollziehbar zu verfolgen.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Die Bände „Naturwissenschaften und Technik“ aus der Enzyklopädischen Bibliothek bieten einen systematischen Überblick über zentrale Grundlagen und Entwicklungen der Naturwissenschaften. Als Lizenzausgabe nach Bertelsmann folgen sie dem Anspruch, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu ordnen und in größere Kontexte einzuordnen.
Behandelt werden unter anderem Physik, Chemie, Biologie sowie technische Verfahren und industrielle Prozesse. Die Darstellung verbindet erklärende Texte mit schematischen Zeichnungen, Diagrammen und fotografischen Abbildungen, die wissenschaftliche Prinzipien anschaulich vermitteln.
Die inhaltliche Anlage führt von grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu deren Anwendung in Technik und Forschung. Auf diese Weise entsteht ein strukturierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Denkweisen und deren Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften innerhalb einer enzyklopädisch geordneten Wissensdarstellung.

Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Die Bände „Naturwissenschaften und Technik“ aus der Enzyklopädischen Bibliothek bieten einen systematischen Überblick über zentrale Grundlagen und Entwicklungen der Naturwissenschaften. Als Lizenzausgabe nach Bertelsmann folgen sie dem Anspruch, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu ordnen und in größere Kontexte einzuordnen.
Behandelt werden unter anderem Physik, Chemie, Biologie sowie technische Verfahren und industrielle Prozesse. Die Darstellung verbindet erklärende Texte mit schematischen Zeichnungen, Diagrammen und fotografischen Abbildungen, die wissenschaftliche Prinzipien anschaulich vermitteln.
Die inhaltliche Anlage führt von grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu deren Anwendung in Technik und Forschung. Auf diese Weise entsteht ein strukturierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Denkweisen und deren Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften innerhalb einer enzyklopädisch geordneten Wissensdarstellung.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Astronomische Texte
Astronomie | Astrologie14. JahrhundertAstronomische Texte
Die Astronomischen Texte sind ein französisches Kompendium aus dem 14. Jahrhundert, das in außergewöhnlicher Weise wissenschaftliches Wissen und künstlerische Gestaltung vereint. Die Handschrift, heute in der Staatsbibliothek zu Berlin (Cod. Lat. Oct. 44) aufbewahrt, umfasst 24 Seiten im handlichen Format und enthält eine Vielzahl astronomischer Traktate, Tabellen und Diagramme.
Mit 43 kolorierten Federzeichnungen – Darstellungen von Planeten, Tierkreiszeichen, Sternbildern und mythologischen Figuren – bietet sie einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Verständnis des Kosmos. Die Illustrationen verbinden antikes Wissen, insbesondere der Aratea-Überlieferung des Aratos von Soloi, mit dem wissenschaftlichen Geist des Spätmittelalters.
Der unbekannte Verfasser war vermutlich ein Gelehrter, der sowohl in theoretischer Astronomie als auch in praktischer Astrologie bewandert war. Die Handschrift zeigt, wie stark die Faszination für den Sternenhimmel das Denken des Mittelalters prägte – als Schnittpunkt von Wissenschaft, Kunst und Glauben.

Kreuzeslob
Literatur | Dichtung9. JahrhundertKreuzeslob
Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.
Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.
Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

Berry-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertBerry-Apokalypse
Die Berry-Apokalypse gilt als eines der eindrucksvollsten Apokalypse-Manuskripte des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde um 1410 in Paris im Auftrag des berühmten Bibliophilen Herzog Jean de Berry (1340–1416) geschaffen und enthält Auszüge aus der Offenbarung des Johannes sowie einen Kommentar des Benediktinermönchs Berengaudus.
85 halb- und ganzseitige Miniaturen begleiten den Text, meisterlich ausgeführt vom anonymen Meister der Berry-Apokalypse. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, sparsam eingesetzte, kühle Farben und eine skizzenhafte Eleganz aus, die den Szenen besondere Ausdruckskraft verleiht. Monochrome Hintergründe, dramatische Ikonographie und subtile Goldverzierungen verdichten die apokalyptischen Visionen zu einer einzigartigen Bildsprache.
Das Manuskript, das durch mehrere Sammlungen wanderte, wird heute in der Morgan Library in New York aufbewahrt und zählt zu den Meisterwerken der französischen Buchmalerei am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.
Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.
Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

Perikopenbuch von St. Peter
Liturgische Handschriften12. JahrhundertPerikopenbuch von St. Peter
Das um die Mitte des 12. Jahrhunderts im Skriptorium von St. Peter in Salzburg entstandene Perikopenbuch von St. Peter zählt zu den reichsten Evangelienhandschriften des Hochmittelalters. Auf 106 Pergamentseiten vereint es 55 prächtig kolorierte Miniaturen auf Goldgrund und 81 goldene Rankeninitialen – ein Höhepunkt romanischer Buchkunst.
Die leuchtenden, oft ganzseitigen Szenen zu den Hochfesten des Kirchenjahres zeigen das Leben und Wirken Christi in eindrucksvoller Monumentalität. Byzantinische Formprinzipien verschmelzen mit westlicher Ikonografie zu harmonischen, erzählerisch dichten Kompositionen.
Die kunstvollen Initialen, vielfach mit Tierfiguren und Blüten verziert, verleihen der Handschrift spielerische Eleganz. Durch ihre meisterhafte Ausführung und ihr tiefes theologisches Bildkonzept gilt das Werk als eines der bedeutendsten Zeugnisse der Salzburger Buchmalerei und als strahlendes Beispiel romanischer Kunst im Dienst der Liturgie.

Codex Rotundus
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertCodex Rotundus
Der Codex Rotundus ist das einzige erhaltene runde Buch des Mittelalters und ein Meisterwerk spätgotischer Buchkunst. Das kleine Stundenbuch umfasst 266 nahezu kreisförmige Pergamentblätter mit einem Durchmesser von nur neun Zentimetern, zusammengehalten durch einen drei Zentimeter schmalen Buchrücken und drei vergoldete Schließen in gotischer Monogrammform.
Das Werk entstand um 1480 in Brügge und wird Adolph von Kleve, Herrn von Ravenstein, zugeschrieben, einem Verwandten der Herzöge von Burgund. Es enthält Texte auf Latein und Französisch und besticht durch drei ganzseitige Miniaturen sowie dreißig fein ausgeführte historisierte Initialen.
Der anonyme Maler, bekannt als Meister des Codex Rotundus, arbeitete vermutlich in der Werkstatt des Meisters des Dresdner Gebetbuches. Das Manuskript gilt als außergewöhnliches Beispiel flämischer Buchmalerei, das höchste technische Präzision mit künstlerischer Raffinesse verbindet.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.
Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.
Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Vita des heiligen Georg
Liturgische Handschriften14. JahrhundertVita des heiligen Georg
Der sogenannte Georgscodex gehört zu den bedeutendsten illuminierten Handschriften des frühen 14. Jahrhunderts. Das in Avignon entstandene Missale enthält die liturgischen Texte der Heiligenfeste von März bis Juli und zeichnet sich durch einen umfangreichen Abschnitt zur Verehrung des heiligen Georg aus. Dem Messtext ist die von Kardinal Jacopo Caetani degli Stefaneschi verfasste Vita sancti Georgii vorangestellt, die die wundertätigen Episoden des Heiligen schildert.
Der anonyme Buchmaler, bekannt als Meister der Vita des heiligen Georg, schuf um 1320 eine Ausstattung von außergewöhnlicher Qualität: historisierte Initialen, ornamental ausgeführte Zierbuchstaben und Bas-de-page-Miniaturen, darunter zwei Darstellungen des berühmten Drachenkampfes. Sein Stil verweist auf die sienesische Malerei und gilt als prägend für die entstehende internationale Gotik am päpstlichen Hof in Avignon.
Das Werk, im Auftrag Kardinal Stefaneschis geschaffen, zählt heute zu den kostbarsten Handschriften der Apostolischen Bibliothek des Vatikans und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die höfische Buchmalerei des frühen 14. Jahrhunderts.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Faszination Heilpflanzen
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertFaszination Heilpflanzen
Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.
Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.
Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Die Natur-Enzyklopädie Europas aus der großen Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutendsten naturkundlichen Überblickswerken ihrer Zeit. Die Bände widmen sich der Pflanzen- und Tierwelt des europäischen Kontinents und verbinden wissenschaftliche Systematik mit einer klaren, bildstarken Darstellung.
Detailreiche Illustrationen, fotografische Tafeln und präzise Textbeiträge vermitteln ein umfassendes Verständnis der europäischen Lebensräume, ihrer Artenvielfalt und ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig dokumentiert das Werk das naturkundliche Wissensniveau seiner Entstehungszeit und bietet damit auch einen kulturhistorischen Blick auf die Entwicklung moderner Naturforschung.
Als sorgfältig aufgebautes Kompendium, das Erkenntnisreichtum und anschauliche Vermittlung miteinander verbindet, bleibt die Natur-Enzyklopädie Europas ein eindrucksvolles Zeugnis populärwissenschaftlicher Lexikographie und ein wertvolles Referenzwerk für Liebhaber naturkundlicher Themen.

Die große Bertelsmann Lexikothek
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie große Bertelsmann Lexikothek
Die große Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutenden enzyklopädischen Editionsprojekten des 20. Jahrhunderts und vereint Wissen aus unterschiedlichsten Fachgebieten in einer repräsentativen Buchreihe. In systematisch aufgebauten Bänden werden Themen aus Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften und Kultur umfassend erschlossen und durch Kartenmaterial, Abbildungen sowie ergänzende Register erweitert.
Die Reihe steht exemplarisch für eine Epoche, in der gedruckte Nachschlagewerke als zentrale Wissensspeicher dienten und zugleich gestalterischen Anspruch mit inhaltlicher Breite verbanden. Hochwertige Einbände und eine klare typografische Struktur unterstreichen den enzyklopädischen Charakter des Gesamtwerks und machen die Lexikothek zu einem prägenden Zeugnis bürgerlicher Bildungskultur des 20. Jahrhunderts.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Bertelsmann Lexikothek Chronik des 20. Jahrhunderts ist ein umfassendes Standardwerk, das die Jahre 1900 bis 1999 in einer einzigartigen Jahr-für-Jahr-Darstellung dokumentiert. Sie bietet eine präzise Übersicht über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen eines Jahrhunderts, das von Umbrüchen, Katastrophen und Fortschritten gleichermaßen geprägt war.
Jeder Jahrgang wird in einem eigenen Kapitel behandelt und durch zahlreiche Abbildungen, Karten, Tabellen und Fotos illustriert. So entsteht ein lebendiges Bild der Epoche, das die großen historischen Ereignisse ebenso sichtbar macht wie kulturelle Strömungen, technische Innovationen oder prägende Persönlichkeiten. Die Chronik verbindet zuverlässige Informationen mit einer anschaulichen Darstellung, die Vergangenheit greifbar macht.
Damit ist sie nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein faszinierender Spiegel des 20. Jahrhunderts.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Leonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Leonardo da VinciVor dem 5. JahrhundertLeonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Die sogenannten Pariser Notizbücher Leonardos da Vinci gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der europäischen Geistesgeschichte. Sie entstanden über mehrere Jahrzehnte hinweg zwischen etwa 1480 und 1518 und werden heute in der Bibliothèque de l’Institut de France in Paris aufbewahrt.
Die Hefte vereinen Leonardos unerschöpfliche Neugier und Beobachtungsgabe: Skizzen zu Anatomie, Mechanik, Architektur und Hydraulik stehen neben Reflexionen zu Kunst, Optik, Botanik und Naturphilosophie. Leonardos charakteristische Spiegelschrift und die unmittelbare Skizzenhaftigkeit seiner Zeichnungen verleihen den Notizbüchern eine faszinierende Unmittelbarkeit.
Die Pariser Konvolute dokumentieren das universale Denken des Renaissance-Genies, das in Wissenschaft und Kunst keine Grenzen sah. Sie gelten als einzigartiges Zeugnis einer Epoche, in der das Streben nach Erkenntnis mit der künstlerischen Imagination zu einer Einheit verschmolz.

Die göttliche Komödie
Sonstiges Genres13. JahrhundertDie göttliche Komödie
Dante Alighieris Die göttliche Komödie (Original Divina Commedia) gilt als eines der bedeutendsten poetischen Werke der Weltliteratur und als Gründungswerk der italienischen Literatur. Geschrieben im 14. Jahrhundert, vollendet etwa 1320.
Das Gedicht ist in drei Teile gegliedert: Inferno, Purgatorio und Paradiso. Jeder Teil besteht aus 33 Gesängen (Cantiche), dazu kommt ein Einleitungs-Gesang – insgesamt also 100 Gesänge. Die Gedichte nutzen das Reimschema terza rima – dreizeilige Strophen mit elf Silben pro Zeile.
Die dargestellte Ausgabe bei Domi Exclusiv ist eine Faksimile-Edition des Manuskripts von George Cochrane, fertiggestellt im Jahr 2020. Sie umfasst 384 ganzseitige, illustrierte Seiten, in einem goldgeprägten Ledereinband mit Schmuckkassette. Die Auflage ist limitiert auf 1000 handnummerierte Exemplare der deutschen Ausgabe.

Von Pflanzen und Tieren
Medizin | Botanik | Alchemie12. JahrhundertVon Pflanzen und Tieren
Diese herausragende medizinisch naturalhistorische Handschrift des 12. Jahrhunderts vereint drei der bedeutendsten Texte ihrer Zeit: das Herbarium des Pseudo Apuleius, De Herbis Feminis und De medicina ex animalibus. Auf 95 Folios entfaltet sich ein farbenprächtiges Kompendium mittelalterlicher Heilkunde, das Wissen aus Antike, arabischer Medizin und klösterlicher Praxis miteinander verbindet.
Über 240 Miniaturen zeigen Pflanzen, Tiere und medizinische Anwendungen in leuchtenden Farben, fein modelliert und mit Gold sowie Silber veredelt. Die Darstellungen reichen von heilsamen Kräutern bis zu Arzneien aus tierischen Substanzen und dokumentieren anschaulich die Methoden einer Epoche, in der Klostermedizin, frühe Naturphilosophie und akademische Heilkunde noch eng miteinander verwoben waren.
Als prachtvoll illuminiertes Zeugnis mittelalterlicher Wissenschaft verbindet dieses Werk medizinische Tradition, Beobachtungsgabe und künstlerische Meisterschaft zu einem einzigartigen historischen Dokument.

Berry-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertBerry-Apokalypse
Die Berry-Apokalypse gilt als eines der eindrucksvollsten Apokalypse-Manuskripte des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde um 1410 in Paris im Auftrag des berühmten Bibliophilen Herzog Jean de Berry (1340–1416) geschaffen und enthält Auszüge aus der Offenbarung des Johannes sowie einen Kommentar des Benediktinermönchs Berengaudus.
85 halb- und ganzseitige Miniaturen begleiten den Text, meisterlich ausgeführt vom anonymen Meister der Berry-Apokalypse. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, sparsam eingesetzte, kühle Farben und eine skizzenhafte Eleganz aus, die den Szenen besondere Ausdruckskraft verleiht. Monochrome Hintergründe, dramatische Ikonographie und subtile Goldverzierungen verdichten die apokalyptischen Visionen zu einer einzigartigen Bildsprache.
Das Manuskript, das durch mehrere Sammlungen wanderte, wird heute in der Morgan Library in New York aufbewahrt und zählt zu den Meisterwerken der französischen Buchmalerei am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance.

Gerardus Mercator: Maestro de la Cartografía
Gedenk-Edition | Reproduktion21. JahrhundertGerardus Mercator: Maestro de la Cartografía
Dieses kunstvoll gestaltete Bronze-Relief ist dem flämischen Geografen und Kartografen Gerardus Mercator (1512–1594) gewidmet, einem der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Kartografie. Mit seiner berühmten Mercator-Projektion schuf er eine neue Grundlage für die Navigation und prägte das geografische Verständnis seiner Zeit nachhaltig.
Das vom Künstler Federico Lozoya Monleón geschaffene Relief zeigt Mercator als Gelehrten der Renaissance und würdigt seine außergewöhnlichen Leistungen für Wissenschaft und Entdeckungsgeschichte. Die Fertigung erfolgt im traditionellen Wachsausschmelzverfahren, wodurch jedes Exemplar durch hohe handwerkliche Qualität überzeugt.
Mit seiner Verbindung aus historischer Bedeutung, künstlerischer Ausführung und streng limitierter Auflage stellt dieses Werk eine besondere Hommage an einen Mann dar, dessen Einfluss auf die Darstellung unserer Welt bis heute spürbar ist.

Bildnis eines Musikers
Gedenk-Edition | Reproduktion15. JahrhundertBildnis eines Musikers
„Il Musico“, das „Bildnis eines Musikers“, zählt zu den bedeutenden Porträts Leonardo da Vincis und entstand vermutlich während seiner Mailänder Schaffenszeit gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Dargestellt ist ein junger Mann in Dreiviertelansicht, der ein beschriebenes Notenblatt in der Hand hält. Die genaue Identität des Porträtierten ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.
Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um eine aufwendig hergestellte, dem Original nachempfundene Kunstreproduktion. Grundlage waren hochauflösende Aufnahmen des Gemäldes, die 2021 in der Pinacoteca Ambrosiana aufgenommen wurden. Mithilfe der sogenannten Gigapixel-3D-Technologie wurden neben den Farben auch feinste Einzelheiten und Strukturen der Gemäldeoberfläche erfasst. Dadurch vermittelt die Reproduktion einen besonders plastischen und originalgetreuen Eindruck.
Die Ausgabe entstand mit Genehmigung der Biblioteca Ambrosiana und wurde in Zusammenarbeit mit Franco Cosimo Panini Editore, Haltadefinizione sowie weiteren spezialisierten Editionshäusern gefertigt. Sie ist auf 999 nummerierte Exemplare begrenzt. Das gezeigte Exemplar trägt die Nummer 164 und wird in einem reich ornamentierten Rahmen zusammen mit Echtheitszertifikat, Schutztuch und Präsentationskassette aufbewahrt. Haltadefinizione bestätigt, dass „Il Musico“ zu den von dem Unternehmen hergestellten detailgetreuen Reproduktionen nach Werken der Pinacoteca Ambrosiana gehört.

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAstronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.
Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.
Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

Aratea Vaticana
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAratea Vaticana
Die Aratea Vaticana zählt zu den prachtvollsten astronomischen Handschriften der italienischen Frührenaissance. Entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde sie vermutlich für König Ferdinand I. von Neapel oder dessen Sohn Johannes geschaffen. Der Buchmaler Matteo Felice schmückte das Werk mit 40 goldverzierten Miniaturen und zahlreichen Initialen.
Grundlage bildet das Lehrgedicht Phainomena des Aratos von Soloi (ca. 310–245 v. Chr.), überliefert in der lateinischen Prosa-Fassung des Germanicus. Die Texte werden ergänzt durch Plinius’ Naturalis historia und Hyginus’ De Astronomia. In meisterlich illuminierter Form erscheinen Planeten, Sternbilder und Himmelsphänomene, die durch mythologische Figuren anschaulich erklärt werden. Besonders eindrucksvoll ist die Planisphäre mit der Gesamtdarstellung des Firmaments.
Im 17. Jahrhundert erhielt die Handschrift im Auftrag Maffeo Barberinis, des späteren Papstes Urban VIII., einen Samteinband mit Stickereien. Heute wird sie in der Biblioteca Apostolica Vaticana verwahrt.

Die große Bertelsmann Lexikothek
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie große Bertelsmann Lexikothek
Die große Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutenden enzyklopädischen Editionsprojekten des 20. Jahrhunderts und vereint Wissen aus unterschiedlichsten Fachgebieten in einer repräsentativen Buchreihe. In systematisch aufgebauten Bänden werden Themen aus Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften und Kultur umfassend erschlossen und durch Kartenmaterial, Abbildungen sowie ergänzende Register erweitert.
Die Reihe steht exemplarisch für eine Epoche, in der gedruckte Nachschlagewerke als zentrale Wissensspeicher dienten und zugleich gestalterischen Anspruch mit inhaltlicher Breite verbanden. Hochwertige Einbände und eine klare typografische Struktur unterstreichen den enzyklopädischen Charakter des Gesamtwerks und machen die Lexikothek zu einem prägenden Zeugnis bürgerlicher Bildungskultur des 20. Jahrhunderts.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Naturwissenschaften und Technik
Die Bände „Naturwissenschaften und Technik“ aus der Enzyklopädischen Bibliothek bieten einen systematischen Überblick über zentrale Grundlagen und Entwicklungen der Naturwissenschaften. Als Lizenzausgabe nach Bertelsmann folgen sie dem Anspruch, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu ordnen und in größere Kontexte einzuordnen.
Behandelt werden unter anderem Physik, Chemie, Biologie sowie technische Verfahren und industrielle Prozesse. Die Darstellung verbindet erklärende Texte mit schematischen Zeichnungen, Diagrammen und fotografischen Abbildungen, die wissenschaftliche Prinzipien anschaulich vermitteln.
Die inhaltliche Anlage führt von grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu deren Anwendung in Technik und Forschung. Auf diese Weise entsteht ein strukturierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Denkweisen und deren Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften innerhalb einer enzyklopädisch geordneten Wissensdarstellung.

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

Brehms Neue Tierenzyklopädie
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrehms Neue Tierenzyklopädie
Die „Brehms Neue Tierenzyklopädie“ steht in der Tradition der klassischen naturkundlichen Werke Alfred Brehms und führt dessen Ansatz in einer modernen, umfassend überarbeiteten Form fort. Als mehrbändige Enzyklopädie widmet sie sich der Vielfalt des Tierreichs und verbindet wissenschaftliche Systematik mit anschaulicher Darstellung.
Die einzelnen Bände erschließen die Tierwelt nach Ordnungen und Lebensräumen und vermitteln fundierte Einblicke in Anatomie, Verhalten und ökologische Zusammenhänge. Dabei werden sowohl bekannte als auch weniger vertraute Arten berücksichtigt, wodurch ein vielschichtiges Gesamtbild biologischer Vielfalt entsteht.
Zahlreiche Abbildungen und fotografische Darstellungen begleiten die Texte und unterstützen das Verständnis der beschriebenen Lebensformen. In ihrer Gesamtheit steht die Enzyklopädie für den Versuch, die Tierwelt nicht nur zu katalogisieren, sondern in ihren Beziehungen und Lebenszusammenhängen erfahrbar zu machen und damit an die große Tradition naturkundlicher Wissenssammlungen anzuknüpfen.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Portolan-Atlas des Battista Agnese
Geographie | Karten16. JahrhundertPortolan-Atlas des Battista Agnese
Der in Venedig entstandene Portolan-Atlas des Battista Agnese zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften des 16. Jahrhunderts. Der genuesische Gelehrte schuf ein Werk, das die neuesten geographischen Erkenntnisse seiner Zeit – darunter die Route der Weltumsegelung Magellans – in kunstvoll illuminierter Form vereinte.
Die dreißig Blätter des Atlas zeigen Welt- und Regionalkarten von außerordentlicher Präzision, begleitet von astronomischen Tafeln, einer Armillarsphäre und kosmographischen Texten. Goldverzierungen, fein abgestufte Farben und mythologische Szenen verleihen dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.
Der Portolan-Atlas diente nicht der Navigation, sondern der Betrachtung und dem Studium der geordneten Welt im Zeitalter der Entdeckungen – ein seltenes Zeugnis venezianischer Kartographie und künstlerischer Gelehrsamkeit der Renaissance.

Atlas des Diego Homen von 1561
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas des Diego Homen von 1561
Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.
Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

Apokalypse der Herzöge von Savoyen
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertApokalypse der Herzöge von Savoyen
Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen gehört zu den strahlendsten Bilderhandschriften des 15. Jahrhunderts. Das monumentale Werk entstand in zwei Schaffensphasen zwischen 1428 und 1490 und vereint die Handschrift mehrerer großer Meister der französischen Buchmalerei, darunter Jean Bapteur, Péronet Lamy und Jean Colombe. Im Auftrag Herzog Amadeus’ VIII. begonnen und von dessen Urenkel Karl I. vollendet, entfaltet der Codex ein dichtes Zusammenspiel aus Bild und Text: 97 Miniaturen, jede in ein präzise organisiertes Seitenschema eingebettet, übersetzen die Visionen der Johannesoffenbarung in eine kraftvolle Bildsprache der französischen Gotik.
Feine Bordüren mit Blumenranken, Goldblatt, Vögeln und phantasievollen Tieren rahmen die Szenen und verleihen dem Werk seine einzigartige Eleganz. Als kommentierte Kurzfassung der Apokalypse gehört dieser Codex zu den eindrucksvollsten Zeugnissen höfischer Frömmigkeit und spätmittelalterlicher Buchkunst.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Literatur | Dichtung15. JahrhundertGuido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.
Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.
Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Horizonte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Horizonte
Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

Der Goldene Münchner Psalter
Psalterien13. JahrhundertDer Goldene Münchner Psalter
Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.
Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.
Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

Von Pflanzen und Tieren
Medizin | Botanik | Alchemie12. JahrhundertVon Pflanzen und Tieren
Diese herausragende medizinisch naturalhistorische Handschrift des 12. Jahrhunderts vereint drei der bedeutendsten Texte ihrer Zeit: das Herbarium des Pseudo Apuleius, De Herbis Feminis und De medicina ex animalibus. Auf 95 Folios entfaltet sich ein farbenprächtiges Kompendium mittelalterlicher Heilkunde, das Wissen aus Antike, arabischer Medizin und klösterlicher Praxis miteinander verbindet.
Über 240 Miniaturen zeigen Pflanzen, Tiere und medizinische Anwendungen in leuchtenden Farben, fein modelliert und mit Gold sowie Silber veredelt. Die Darstellungen reichen von heilsamen Kräutern bis zu Arzneien aus tierischen Substanzen und dokumentieren anschaulich die Methoden einer Epoche, in der Klostermedizin, frühe Naturphilosophie und akademische Heilkunde noch eng miteinander verwoben waren.
Als prachtvoll illuminiertes Zeugnis mittelalterlicher Wissenschaft verbindet dieses Werk medizinische Tradition, Beobachtungsgabe und künstlerische Meisterschaft zu einem einzigartigen historischen Dokument.

Astro-medizinischer Kalender
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertAstro-medizinischer Kalender
Der um 1460 entstandene astro-medizinische Kalender vereint Jahreskalender, astrologischen Leitfaden, medizinische Ratschläge und Almanach in einer einzigen Handschrift. In lateinischer und deutscher Sprache verfasst, verbindet er praktische Hinweise zu Gesundheit, Ernährung und Wetter mit der mittelalterlichen Vorstellung vom Zusammenspiel von Makrokosmos und Mikrokosmos. Die Bewegungen der Gestirne galten als wirksame Kräfte, die das Gleichgewicht der Körpersäfte und damit das Wohlbefinden des Menschen beeinflussen.
Die erhaltenen 24 Seiten sind reich illuminiert und zeigen Tierkreiszeichen, Monatsarbeiten und Szenen des Alltags in leuchtenden Farben mit Blattgold. Die Figuren erscheinen freundlich und beinahe kindlich, mit rosigen Wangen und klaren Konturen. Stilistisch weist die Handschrift in den oberrheinischen Raum, vermutlich nach Straßburg oder in dessen Umfeld. Als Fragment eines größeren Werkes bietet der Kalender einen seltenen Einblick in die Lebenswelt und das Wissenssystem des Spätmittelalters.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.
Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.
Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Bertelsmann Lexikothek | Praxiswissen
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Praxiswissen
Die fünfbändige Reihe „Praxiswissen“ aus der Bertelsmann Lexikothek vermittelt verständlich aufbereitetes Wissen für zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Die 2004 erschienene Ausgabe umfasst die Themen Gesundheit, Recht, Geld und Finanzen, Urlaub und Reise sowie Haus, Technik und Umwelt. Damit vereint sie hilfreiche Informationen zu persönlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Fragestellungen.
Übersichtlich gegliederte Beiträge erklären wichtige Begriffe und Zusammenhänge, während zahlreiche Fotografien, Illustrationen, Tabellen und Infokästen das Wissen anschaulich ergänzen. Praktische Hinweise, weiterführende Verweise und konkrete Beispiele erleichtern die Orientierung und ermöglichen einen schnellen Zugriff auf gesuchte Informationen.
Die einheitlich gestalteten Bände verbinden den Charakter eines klassischen Nachschlagewerks mit praxisnahen Ratgebern. Durch ihr breites Themenspektrum eignet sich die Reihe sowohl zum gezielten Nachschlagen als auch zur Erweiterung des Allgemeinwissens und bietet eine vielseitige Informationsgrundlage für Alltag, Beruf und Freizeit.

Karl May’s Illustrierte Werke - Auf fremden Pfaden
Literatur | Dichtung20. JahrhundertKarl May’s Illustrierte Werke - Auf fremden Pfaden
Karl Mays „Auf fremden Pfaden“ vereint neun abwechslungsreiche Reiseerzählungen, die den Leser von Lappland über Südafrika und den Orient bis in den amerikanischen Westen führen. Bekannte Figuren wie Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar, Old Shatterhand und Winnetou begegnen gefährlichen Gegnern, fremden Kulturen und außergewöhnlichen Herausforderungen. Dabei verbindet Karl May spannende Abenteuer mit eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen und zeitlosen Themen wie Freundschaft, Mut, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Der Band gehört zur Reihe „Karl May’s Illustrierte Werke“, die als ungekürzte Lizenzausgabe für den Bertelsmann Buchclub erschien. Der dunkelblaue Ganzleineneinband, die dekorative Goldprägung und das historisch gestaltete Deckelbild verleihen der Ausgabe ihren besonderen Sammlercharakter. Zeitgenössische Schwarz Weiß Illustrationen begleiten die Erzählungen und lassen die abenteuerliche Welt Karl Mays lebendig werden. Eine ansprechend gestaltete Ausgabe für Liebhaber klassischer Abenteuerliteratur und Sammler.

Münzkollektion Wundervolle Erde – UNESCO Das Erbe der alten Welt
Geographie | Karten21. JahrhundertMünzkollektion Wundervolle Erde – UNESCO Das Erbe der alten Welt
Die Münzkollektion „Wundervolle Erde: Das Erbe der alten Welt“ widmet sich bedeutenden Kulturstätten und landschaftlichen Zeugnissen der Menschheitsgeschichte. Sie führt zu außergewöhnlichen Orten, die über Jahrhunderte hinweg ganze Kulturräume geprägt haben und bis heute für menschliche Gestaltungskraft, historische Entwicklung und kulturelle Identität stehen.
Die Sammlung vereint historische Münzen und weitere Zahlungsmittel aus unterschiedlichen Ländern und Epochen. Ergänzt wird sie durch einen reich bebilderten Begleitband, der ausgewählte Bauwerke, Kulturstätten und Landschaften in ihrem geschichtlichen und geografischen Zusammenhang vorstellt. Dabei werden Architektur, Kunst, Natur und Geschichte miteinander verbunden.
Informative Texte und eindrucksvolle Abbildungen vermitteln einen anschaulichen Zugang zum kulturellen Erbe der alten Welt. Die einzelnen Sammlungsstücke werden geschützt in Münzkapseln aufbewahrt und in einer hochwertigen Holzschatulle präsentiert. So verbindet die Kollektion historische Originale mit einer anschaulichen Dokumentation bedeutender Stätten und Kulturlandschaften.

Les Très Belles Heures de Nôtre-Dame du Duc de Berry
Stundenbücher | Gebetbücher14. JahrhundertLes Très Belles Heures de Nôtre-Dame du Duc de Berry
Das zwischen 1380 und 1412 entstandene Stundenbuch wurde im Auftrag des kunstbegeisterten Herzogs Jean de Berry geschaffen. An seiner prachtvollen Ausstattung wirkten mehrere bedeutende Künstler mit, darunter der Meister des Paraments von Narbonne, der Meister Johannes des Täufers, der Heilig-Geist-Meister sowie Paul und Jan Limburg.
Die erhaltene Handschrift umfasst 25 aufwendig gestaltete Miniaturseiten. Großformatige Hauptbilder mit Szenen aus dem Neuen Testament werden durch kunstvolle Initialen und kleinere Bas-de-page-Darstellungen am unteren Seitenrand ergänzt. Filigrane Efeublattranken, Engel, Vögel und Schmetterlinge bilden den dekorativen Rahmen. Die fein ausgearbeiteten Figuren, Gewänder und Gesichter verbinden französische Buchkunst mit deutlichen flämischen Einflüssen.
Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Handschrift in mehrere Teile zerlegt. Der erhaltene Kern gelangte später in den Besitz der Familie Rothschild und wurde 1956 der französischen Nationalbibliothek übergeben. Heute gilt das Werk als herausragender Höhepunkt der mittelalterlichen Buchmalerei.

Stundenbuch des Bischofs Morgades
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch des Bischofs Morgades
Das sogenannte Stundenbuch des Bischofs Morgades ist ein außergewöhnliches Beispiel historischer Buchbegeisterung des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bischofs von Vic, José Morgades y Gili (1826–1901), wurde ein Kompendium aus Fragmenten flämischer und spanischer Handschriften zusammengetragen, deren Entstehung vom frühen 15. Jahrhundert bis in die Zeit der Renaissance reicht.
Die Handschrift umfasst 110 Seiten mit 34 ganzseitigen Miniaturen und 60 reich dekorierten Textseiten. Die kunstvollen Bordüren, ornamentalen Initialen und farbintensiven Darstellungen spiegeln die Vielfalt der spätgotischen und frühneuzeitlichen Buchmalerei wider.
Im handlichen Format eines mittelalterlichen Stundenbuches vereint der Codex verschiedene künstlerische Traditionen und bietet einen seltenen Überblick über zwei Jahrhunderte Buchkunst. Heute gilt er als bemerkenswertes Zeugnis des historischen Interesses des 19. Jahrhunderts an der Bewahrung und Wertschätzung mittelalterlicher Handschriften.

Der Goldene Münchner Psalter
Psalterien13. JahrhundertDer Goldene Münchner Psalter
Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.
Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.
Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Meisterwerke der Welt III
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. JahrhundertMeisterwerke der Welt III
Mit der Edition III findet die Reihe Meisterwerke der Welt ihre Fortsetzung als bibliophile Dokumentation großer Kunstepochen. Die Sammlung vereint herausragende Werke der Malerei, Skulptur und Grafik aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturkreisen. Jedes abgebildete Werk wird von erläuternden Texten begleitet, die kunsthistorische Hintergründe, Stilmerkmale und die Bedeutung der Künstler erläutern.
Die Ausgabe ist in einem edlen, schraubgebundenen Stoffeinband mit silbergeprägtem Titel und Metallelementen gestaltet. Präsentiert in einer schützenden Kassette, verbindet sie aufwendige Drucktechnik mit hoher handwerklicher Qualität.
Meisterwerke der Welt – Edition III steht für die Fortführung einer Sammlerreihe, die die Entwicklung der Kunstgeschichte in anschaulicher und ästhetisch vollendeter Form dokumentiert – ein repräsentatives Beispiel moderner Faksimile-Editionen.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Christine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Literatur | Dichtung15. JahrhundertChristine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Mit den Ratschlägen für einen jungen Helden schuf Christine de Pizan zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein Werk, das höfische Ethik, politische Klugheit und moralische Unterweisung miteinander verbindet. Die Autorin, eine der ersten selbstständig schreibenden Frauen Europas, richtet sich darin an einen jungen Adligen und entfaltet ein Ideal ritterlicher Tugend, das Tapferkeit, Maß, Gerechtigkeitssinn und Verantwortungsbewusstsein vereint.
Der Text steht in der Tradition spätmittelalterlicher Fürstenspiegel und verbindet praktische Lebenslehre mit humanistisch geprägter Bildungsvorstellung. In illuminierten Handschriften überliefert, entfaltet das Werk seine Wirkung nicht nur im Wort, sondern auch in der bildlichen Darstellung höfischer Welt und symbolischer Ordnung.
Als Zeugnis weiblicher Autorschaft und politischer Reflexion im Spätmittelalter gehört Ratschläge für einen jungen Helden zu den bedeutenden literarischen Werken seiner Zeit.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Brockhaus | Enzyklopädie der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie der Erde
Die Enzyklopädie der Erde aus dem Hause Brockhaus ist eine umfassende Hommage an die Vielfalt, Schönheit und Dynamik unseres Planeten. In präzise recherchierten Texten und eindrucksvoll bebilderten Darstellungen entfaltet das Werk ein Panorama der Erde – von ihrer Entstehung und geologischen Struktur über die Klimazonen und Ökosysteme bis zu den kulturellen und geographischen Lebensräumen des Menschen.
Die Edition verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit ästhetischer Gestaltung und vermittelt aktuelles Wissen aus Geologie, Geographie, Biologie und Umweltforschung in zugänglicher Form. Großformatige Fotografien, Karten und Grafiken veranschaulichen die komplexen Zusammenhänge der Natur und machen die Enzyklopädie der Erde zu einem zugleich lehrreichen und inspirierenden Werk.
Als modernes Nachschlagewerk steht sie in der Tradition des Brockhaus-Verlags, der Wissen, Bildung und die Bewahrung der Natur mit enzyklopädischer Leidenschaft vereint.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Horizonte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Horizonte
Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

Coron | Die Grossen
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen
Die monumentale Reihe Die Großen vereint die Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, deren Ideen und Handlungen das kulturelle und geistige Fundament unserer Welt geprägt haben. In sorgfältig gestalteten Bänden entfaltet sich ein konziser Gang durch mehr als zwei Jahrtausende, beginnend bei den frühen Hochkulturen und endend im 20. Jahrhundert.
Jeder Band widmet sich einer Epoche und versammelt pointierte Biografien, die historische Entwicklungen in klarer Struktur sichtbar machen. Die Edition folgt einem klassischen Gestaltungsprinzip mit tiefroten Einbänden und goldgeprägten Akzenten, wodurch die Reihe einen geschlossenen, bibliophilen Charakter erhält.
Die Großen gilt als eines der repräsentativen biografischen Sammelwerke des Coron Verlags und vermittelt, jenseits wissenschaftlicher Detailfülle, eine elegante und zugängliche Annäherung an die prägenden Figuren der Weltgeschichte.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Coron | Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertCoron | Die grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Der Mercator Weltatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Mercator Weltatlas
Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.
Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Schätze des J. Paul Getty Museum
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)14. JahrhundertSchätze des J. Paul Getty Museum
Das Kompendium Schätze des J. Paul Getty Museum vereint zehn herausragende Blätter aus einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt. Die ausgewählten Seiten stammen aus deutschsprachigen, französischen, flämischen und italienischen Werkstätten und decken den Zeitraum vom frühen Mittelalter bis an das Ende des 15. Jahrhunderts ab. Diese Zusammenstellung ermöglicht einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung der Buchmalerei vom ottonischen Zeitalter über die hoch- und spätmittelalterliche Illumination bis zur voll entfalteten Renaissance.
Jedes Blatt steht exemplarisch für eine Kunstlandschaft, eine Epoche und eine eigene Tradition: von ottonischer Monumentalität über französische Psaltermalerei und franko-flämische Bestiarien bis hin zur luxuriösen Hofkunst des 15. Jahrhunderts, etwa im Gebetbuch Karls des Kühnen oder im Stundenbuch Ludwigs XII.
Die Auswahl stammt aus dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dessen Handschriftensammlung im Kern auf die bedeutende Kollektion von Peter und Irene Ludwig zurückgeht. Zusammengeführt unter Beratung des berühmten Antiquars H. P. Kraus, bildet diese Sammlung bis heute den Grundstock einer der hochkarätigsten öffentlichen Handschriftensammlungen weltweit.

Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertGebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Das um 1569 entstandene Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der nordeuropäischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Der Herzog ließ kostbare Einzelblätter aus dem Besitz seines Onkels, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zu einem prachtvollen Band vereinen. Die Miniaturen stammen von herausragenden Künstlern ihrer Zeit, darunter Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon sowie Sebald Beham.
Mit seinen 44 meisterhaft ausgeführten Miniaturen, teils mit Blattgold und Silber verziert, stellt das Gebetbuch ein außergewöhnliches Kompendium religiöser Bildkunst der Renaissance dar. Szenen aus dem Leben Christi, Mariendarstellungen und Heiligengestalten verbinden sich zu einem farbgewaltigen biblischen Bilderzyklus.
Das Werk befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Kassel, wohin es nach einer bewegten Geschichte und wechselvollem Schicksal im 20. Jahrhundert zurückkehrte. Es gilt als ein herausragendes Zeugnis für die Kunstförderung und Sammelleidenschaft des „Renaissancefürsten“ Johann Albrecht von Mecklenburg (1525–1576).

Die Bibel (Luther-Ausgabe 1928)
Bibeln | Evangeliare20. JahrhundertDie Bibel (Luther-Ausgabe 1928)
Diese Ausgabe der Heiligen Schrift erschien 1928 bei der Preußischen Hauptbibelgesellschaft in Berlin. Sie enthält die klassische Übersetzung Martin Luthers in einer damals neu durchgesehenen Fassung, die auf dem von den evangelischen Kirchen anerkannten Text basiert. Gedruckt in Frakturschrift und in einem schlichten, robusten Einband gebunden, steht sie exemplarisch für die weit verbreiteten Bibelausgaben der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die eingetragene Widmungsseite zur Trauung verweist auf ihre ursprüngliche Verwendung als persönliche Familien- oder Hochzeitsbibel und verleiht dem Band zusätzlich einen zeitgeschichtlichen Charakter.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Unsere Mission
Ihr Raum im Buch-Salon
Wir schaffen einen Rahmen, in dem Sammler ihre Werke gepflegt, strukturiert und sichtbar wissen – ohne sich um
die Verwaltung kümmern zu müssen. Unser Team übernimmt die Erfassung, gestaltet die Präsentation mit
Zurückhaltung und ermöglicht auf Wunsch den Zugang für Interessierte. Was gezeigt wird, bestimmen Sie.
Unser Anspruch: Sammlung nicht nur bewahren, sondern ihr Form geben.
Exklusiver Komfort für Ihre Werke
Unsere Mitarbeitenden erfassen Ihre Werke direkt bei Ihnen.
Sie entscheiden welche Objekte dokumentiert werden sollen
– sorgfältig, diskret und ohne Aufwand für Sie.
Ihre Sammlung, stilvoll präsentiert
Unser Team übernimmt die vollständige Erfassung.
Jedes Werk wird strukturiert beschrieben,
kategorisiert und hochwertig präsentiert.
Alles auf einem Blick
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wenn sie gesehen werden
Der Buch-Salon ist eine Plattform für Sammler, die ihre Werke nicht nur bewahren, sondern auch sichtbar machen möchten
– sachlich, hochwertig und anonym.
Handschriften, Faksimiles, Münzen oder Globen werden in ihrer Eigenart digital aufbereitet, thematisch geordnet und mit Sorgfalt dokumentiert. Die Darstellung erfolgt auf Wunsch zurückhaltend kuratiert – der Name des Sammlers bleibt dabei verborgen.
So entsteht ein digitaler Ort, an dem Sammlungen Bestand haben – für Liebhaber, für Institutionen, für das kulturelle Gedächtnis.

Seltene Sammlungen
Alle Werke im Überblick

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Königsgebetbuch für Otto III.
Stundenbücher | Gebetbücher10. JahrhundertKönigsgebetbuch für Otto III.
Das Gebetbuch Ottos III. (980–1002) gilt als das einzige erhaltene Königsgebetbuch der ottonischen Zeit und zählt zu den wertvollsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Buchkunst. Entstanden zwischen 983 und 991, wahrscheinlich im Auftrag seiner Mutter, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, vereint es höchste künstlerische und historische Bedeutung.
Die Handschrift beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Ausstattung: Purpur gefärbtes Pergament, mit Goldtinte geschriebene Gebete und 25 große Goldinitialen. Fünf Miniaturseiten zeigen biblische Szenen und stellen den jungen König selbst in den Zusammenhang göttlicher Heilsgeschichte – Sinnbild für das ottonische Herrscherideal, das weltliche Macht und christliche Frömmigkeit untrennbar verband.
Mit seinem kleinen, privaten Format von 15 × 12 cm diente es Otto nicht nur zur persönlichen Andacht, sondern auch zur Verinnerlichung des sakral begründeten Herrscherbildes. Heute wird der prachtvolle Codex in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt und gilt als einzigartiges Denkmal ottonischer Kultur.

Heilige Schriften
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. JahrhundertHeilige Schriften
Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.
Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.
Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Evangeliar des Johann von Troppau
Bibeln | Evangeliare14. JahrhundertEvangeliar des Johann von Troppau
1368 ließ Herzog Albrecht III. von Österreich (1349–1395) ein prachtvolles Evangeliar anfertigen, das heute als Gründungsstück der Österreichischen Nationalbibliothek gilt. Der Priester und Kanonikus Johann von Troppau schrieb den Text mit einer eigens aus Gold hergestellten Tinte und stattete die 384 Seiten mit fünf Bildseiten, vier Zierseiten und 85 historisierten Initialen aus.
An der Ausstattung wirkten neben ihm ein Assistent und der Miniator des Missales von Johann von Neumarkt mit. Besonders eindrucksvoll sind die ganzseitigen Prunkseiten, die jeweils 12 Szenen aus dem Leben der Evangelisten zeigen und den Text mit farbenprächtigen Initialen und Bordüren rahmen.
Ein einzigartiges Merkmal sind die beiden erhaltenen Buchdeckel aus vergoldetem Silber, verziert mit filigranen Sonnenstrahlen und fünf plastischen Löwenköpfen. Dieses Evangeliar vereint höchste Schreibkunst, Miniaturmalerei und Goldschmiedekunst und zählt zu den bedeutendsten Prunkhandschriften des 14. Jahrhunderts.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Jenaer Martyrologium
Heiligen-Legenden13. JahrhundertJenaer Martyrologium
Das um 1275 entstandene Jenaer Martyrologium gilt als das älteste in deutscher Sprache verfasste Werk seiner Art. Wahrscheinlich in Thüringen geschrieben, basiert es auf Vorlagen von Ado von Vienne, Notker und Usuard. In 366 Einträgen werden Heilige und ihre Todestage aufgeführt, oft mit kurzen Legenden. Jeder Tageseintrag wird von einer kolorierten, mit Gold und Silber geschmückten Federzeichnung begleitet – insgesamt 366 Miniaturen, die die Martyrien anschaulich vor Augen führen.
Neben dem Martyrologium enthält der Codex auch das geistliche Lehrgedicht Unterweisung zur Vollkommenheit, das ausschließlich in dieser Handschrift überliefert ist. Der Einband aus braunem Kalbsleder mit lilienförmigen Schließen wurde um 1500 vom Erfurter Buchbinder Nikolaus von Havelberg gefertigt.
Das Jenaer Martyrologium ist damit nicht nur ein einzigartiges Zeugnis mittelhochdeutscher Sprache und Frömmigkeit, sondern auch ein reich illustriertes Kleinod mittelalterlicher Buchkunst, das heute in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena bewahrt wird.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Das Geheimnis des Grals
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. JahrhundertDas Geheimnis des Grals
Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.
In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.
Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

Schätze der Russischen Nationalbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Russischen Nationalbibliothek
Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, 1795 als Kaiserliche öffentliche Bibliothek gegründet, zählt heute zu den größten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie hat politische Umbrüche, Revolutionen und die Belagerung von Leningrad überstanden und beherbergt eine bedeutende Sammlung kostbarer Handschriften. Besonders hervorzuheben sind Werke byzantinischer, französischer und russischer Provenienz, die teils erstmals westlicher Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Zu den gezeigten Blättern gehören das Purpur-Evangelium aus Byzanz (9.–17. Jahrhundert), Miniaturen aus französischen Stundenbüchern und Missalien des 13.–15. Jahrhunderts, ein Blatt aus dem Stundenbuch der Maria Stuart, ein Briefwechsel zwischen Anna von Bretagne und Ludwig XII., eine persische Miniatur des 16. Jahrhunderts sowie eine Darstellung des Solowjetski-Klosters von 1623.
Die Vielfalt der Exponate spiegelt die kulturelle Breite der Sammlung und macht die Bibliothek zu einem einzigartigen Gedächtnisort, in dem sich Ost und West, byzantinische Tradition und westeuropäische Buchkunst begegnen.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.
Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.
Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.
Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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