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Der Buch-Salon macht es möglich, bedeutende Werke aus privaten Sammlungen sichtbar zu machen – digital geordnet, diskret präsentiert und dauerhaft zugänglich.
Ob als thematische Bibliothek, kuratierter Nachlass oder kulturelle Dokumentation: Jede Sammlung wird von unserem Team mit Sorgfalt aufbereitet und bleibt dennoch anonym.
Im Fokus
Meisterwerke privater Sammlungen

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Chansonnier de Jean de Montchenu
Musik15. JahrhundertChansonnier de Jean de Montchenu
Das Chansonnier de Jean de Montchenu, auch Chansonnier cordiforme genannt, gehört zu den außergewöhnlichsten Handschriften des Mittelalters. Der herzförmige Codex wurde zwischen 1460 und 1477 für den französischen Adligen und späteren Bischof Jean de Montchenu angefertigt und enthält 44 mehrstimmige Liebeslieder in französischer und italienischer Sprache. Kompositionen von Guillaume Dufay, Johannes Ockeghem, Antoine Busnois und anderen bedeutenden Musikern des 15. Jahrhunderts machen das Werk zu einer kostbaren Quelle höfischer Musikkultur.
Neben der einzigartigen äußeren Form beeindruckt der Codex durch seine opulente Ausstattung: zwei ganzseitige Miniaturen, leuchtende Bordüren mit humorvollen Drôlerien, reiche Blumen- und Rankenornamente und goldgehöhte Initialen verleihen dem Gesangsbuch einen festlichen Charakter. Die herzförmige Doppelseite, die sich beim Öffnen wie ein Schmetterling entfaltet, symbolisiert zwei Liebende, deren Dialog in den Liedern weitergeführt wird.
Das Chansonnier wurde im späten Mittelalter von unbekannten, wohl in französisch-flämischen Werkstätten tätigen Buchmalern geschaffen und gelangte später in die Sammlung der Familie Rothschild. Heute zählt es zu den berühmtesten Manuskripten der französischen Nationalbibliothek.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Stundenbuch des Prinzen von Frankreich
Das in Bourges entstandene Stundenbuch des Prinzen von Frankreich gehört zu den herausragenden Schöpfungen des goldenen Zeitalters französischer Buchmalerei. Geschaffen wurde es um 1500 von Jean de Montluçon und seinem Sohn Jacquelin, die zu den angesehensten Illuminatoren ihrer Zeit zählten und im Auftrag des französischen Hochadels wirkten.
Für den Dauphin, den Thronfolger Frankreichs, bestimmt, entfaltet die Handschrift auf 128 Seiten eine verschwenderische Pracht. Jede Seite ist reich illuminiert: architektonisch gerahmte Szenen, leuchtende Farben, ausdrucksstarke Figuren und fein schimmerndes Gold zeugen von höchster Kunstfertigkeit.
Heute in der Bibliothèque municipale von Grenoble aufbewahrt, gilt das Werk als ein Inbegriff der französischen Stundenbuchkunst: eine meisterhafte Verbindung von höfischer Repräsentation, religiöser Andacht und malerischem Raffinement, geschaffen von einem Vater-Sohn-Team, das die Tradition der großen Bourgeser Werkstätten fortführte.

Coron | Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertCoron | Die grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Vaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Mythologie | Prophezeiungen15. JahrhundertVaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Die Vaticinia Pontificum, lange Zeit dem kalabrischen Abt Joachim von Fiore († 1202) zugeschrieben, gehören zu den geheimnisvollsten Schriften des Mittelalters. Tatsächlich stammt die Sammlung aus dem 13. und 14. Jahrhundert; ihr Verfasser bleibt unbekannt und wird in der Forschung als Pseudo-Joachim bezeichnet.
Das Werk vereint prophetische Weissagungen über die Päpste von Nikolaus III. bis Eugen IV. mit 46 prachtvollen Miniaturen. Diese zeigen die geistlichen Oberhäupter im Porträt, flankiert von allegorischen Tieren, Fabelwesen und apokalyptischen Symbolen. In kunstvoller Bildsprache werden ihre Rolle für die Kirche und ihr Einfluss auf die Geschicke der Christenheit gedeutet – von Visionen der Erneuerung bis hin zu dunklen Vorahnungen wie beim umstrittenen Papst Urban VI.
Die Handschrift, an italienischen Höfen von begabten Miniatoren geschaffen, verbindet politische Deutung, religiöse Symbolik und künstlerische Raffinesse. Heute wird das Werk in der Biblioteca dell’Archiginnasio in Bologna aufbewahrt.

Die göttliche Komödie
Sonstiges Genres13. JahrhundertDie göttliche Komödie
Dante Alighieris Die göttliche Komödie (Original Divina Commedia) gilt als eines der bedeutendsten poetischen Werke der Weltliteratur und als Gründungswerk der italienischen Literatur. Geschrieben im 14. Jahrhundert, vollendet etwa 1320.
Das Gedicht ist in drei Teile gegliedert: Inferno, Purgatorio und Paradiso. Jeder Teil besteht aus 33 Gesängen (Cantiche), dazu kommt ein Einleitungs-Gesang – insgesamt also 100 Gesänge. Die Gedichte nutzen das Reimschema terza rima – dreizeilige Strophen mit elf Silben pro Zeile.
Die dargestellte Ausgabe bei Domi Exclusiv ist eine Faksimile-Edition des Manuskripts von George Cochrane, fertiggestellt im Jahr 2020. Sie umfasst 384 ganzseitige, illustrierte Seiten, in einem goldgeprägten Ledereinband mit Schmuckkassette. Die Auflage ist limitiert auf 1000 handnummerierte Exemplare der deutschen Ausgabe.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Les Chroniques de Jherusalem Abrégées
Chroniken | Geschichte | Recht14. JahrhundertLes Chroniques de Jherusalem Abrégées
Die Chroniques de Jherusalem abrégées gehören zu den kostbarsten Handschriften der Kreuzfahrerüberlieferung. Im Auftrag Herzog Philipps des Guten von Burgund (1396–1467) entstand um 1450 ein außergewöhnlicher Codex, der die Geschichte der Kreuzzüge vom ersten Kreuzzug und der Einnahme Jerusalems 1099 bis zur Eroberung durch Saladin im Jahr 1178 darstellt.
Das Werk beeindruckt durch sein Querformat (54 × 28 cm), das großformatige, luftige Bildkompositionen ermöglicht. Elf ganzseitige, 47 kleinere Miniaturen sowie fast hundert Medaillons und Initialen schmücken die insgesamt 36 Seiten. Szenen voller Bewegung – Kreuzritter in glänzenden Rüstungen, dramatische Belagerungen und weite Landschaften – verbinden erzählerische Anschaulichkeit mit prachtvoller Goldverzierung.
Die Miniaturen stammen vom Meister des Girard de Roussillon, während der Text von einem Schreiber aus dem Umkreis David Auberts verfasst wurde. Heute in der Österreichischen Nationalbibliothek (Cod. 2533), gilt die Handschrift als ein Höhepunkt burgundischer Buchkunst des 15. Jahrhunderts.

Berry-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertBerry-Apokalypse
Die Berry-Apokalypse gilt als eines der eindrucksvollsten Apokalypse-Manuskripte des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde um 1410 in Paris im Auftrag des berühmten Bibliophilen Herzog Jean de Berry (1340–1416) geschaffen und enthält Auszüge aus der Offenbarung des Johannes sowie einen Kommentar des Benediktinermönchs Berengaudus.
85 halb- und ganzseitige Miniaturen begleiten den Text, meisterlich ausgeführt vom anonymen Meister der Berry-Apokalypse. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, sparsam eingesetzte, kühle Farben und eine skizzenhafte Eleganz aus, die den Szenen besondere Ausdruckskraft verleiht. Monochrome Hintergründe, dramatische Ikonographie und subtile Goldverzierungen verdichten die apokalyptischen Visionen zu einer einzigartigen Bildsprache.
Das Manuskript, das durch mehrere Sammlungen wanderte, wird heute in der Morgan Library in New York aufbewahrt und zählt zu den Meisterwerken der französischen Buchmalerei am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance.

Stundenbuch von Guyot Le Peley
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch von Guyot Le Peley
Das Stundenbuch von Guyot Le Peley ist eines der Hauptwerke des berühmten Buchmalers Jean Colombe, der gegen Ende des 15. Jahrhunderts als letzter großer Meister der französischen Gotik galt. Auf rund 300 reich geschmückten Seiten entfaltet sich ein prachtvolles Panorama der spätgotischen Buchmalerei. Ganzseitige und sogar doppelseitige Miniaturen, kunstvolle Rahmungen, Bas-de-page-Szenen und zahlreiche historisierte Initialen lassen die liturgischen Texte – von den Evangelien über das Marienoffizium bis hin zu Psalmen und Gebeten – in strahlender Schönheit erscheinen.
Jean Colombe fertigte die Handschrift um 1480 im Auftrag von Guyot Le Peley, einem angesehenen Bürger aus Troyes. Das kleinformatige Meisterwerk (13 x 9,5 cm) beeindruckt sowohl durch die künstlerische Qualität als auch durch seine außergewöhnliche Fülle an Bildschmuck. Nach wechselnden Besitzern verschwand es über Jahrhunderte aus dem Blickfeld, bis es 2005 bei einer spektakulären Auktion in London wiederentdeckt wurde. Heute befindet sich das wertvolle Manuskript in der Bibliothèque municipale von Troyes.

Leonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Leonardo da VinciVor dem 5. JahrhundertLeonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Die sogenannten Pariser Notizbücher Leonardos da Vinci gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der europäischen Geistesgeschichte. Sie entstanden über mehrere Jahrzehnte hinweg zwischen etwa 1480 und 1518 und werden heute in der Bibliothèque de l’Institut de France in Paris aufbewahrt.
Die Hefte vereinen Leonardos unerschöpfliche Neugier und Beobachtungsgabe: Skizzen zu Anatomie, Mechanik, Architektur und Hydraulik stehen neben Reflexionen zu Kunst, Optik, Botanik und Naturphilosophie. Leonardos charakteristische Spiegelschrift und die unmittelbare Skizzenhaftigkeit seiner Zeichnungen verleihen den Notizbüchern eine faszinierende Unmittelbarkeit.
Die Pariser Konvolute dokumentieren das universale Denken des Renaissance-Genies, das in Wissenschaft und Kunst keine Grenzen sah. Sie gelten als einzigartiges Zeugnis einer Epoche, in der das Streben nach Erkenntnis mit der künstlerischen Imagination zu einer Einheit verschmolz.

Codex der Trachten und Kostüme
Abhandlungen | Weltliche Werke16. JahrhundertCodex der Trachten und Kostüme
Der sogenannte Códice de Trajes oder Codex der Trachten und Kostüme ist eine der bedeutendsten Quellen zur Mode- und Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts. Die Handschrift umfasst 125 detailreiche Aquarelle, die in leuchtenden Farben die Kleidung von Menschen aus Spanien, den deutschen und niederländischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches, aus Frankreich, England und Irland ebenso zeigen wie die Trachten aus Afrika, dem Osmanischen Reich oder der Neuen Welt.
Die Miniaturen, mit deutschen Bildunterschriften versehen, entstanden wahrscheinlich in Augsburg auf Papier mit Wasserzeichen von 1546. In ihrem Stil spiegeln sie den Einfluss nordeuropäischer Renaissance-Meister wie Albrecht Dürer, Hans Burgkmair oder Albrecht Altdorfer wider.
Der Codex dokumentiert die Vielfalt höfischer, bürgerlicher und fremdländischer Kleidung zur Zeit Kaiser Karls V. und wurde zu einem grundlegenden Referenzwerk für die Entwicklung europäischer Mode. Heute wird er in der Biblioteca Nacional de España in Madrid aufbewahrt.

Ulug Begs Buch der Fixsterne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertUlug Begs Buch der Fixsterne
Das Buch der Fixsterne ist eine prachtvolle Abschrift des im 10. Jahrhundert verfassten Sternenkatalogs des persischen Gelehrten Al-Sufi (903–986). Zwischen 1430 und 1440 ließ der timuridische Fürst Ulug Beg (1394–1449), selbst ein bedeutender Astronom und Mathematiker, das Werk in Samarkand für seine Bibliothek kopieren und illuminierten.
Die Handschrift verbindet wissenschaftliche Präzision mit höchster künstlerischer Raffinesse: 74 Miniaturen zeigen die Sternbilder in zweifacher Ansicht – so, wie sie am Himmel erscheinen, und spiegelbildlich als Projektion auf eine Sphäre. In filigranen Pastellfarben gehalten, mit Gold für die Sterne und Rot für die Begleitsterne, bilden sie einen Höhepunkt islamischer Buchkunst mit Einflüssen aus der chinesischen Malerei.
Das Werk dokumentiert den Anspruch Ulug Begs, Samarkand zu einem Zentrum der Wissenschaft zu machen. Es gilt als eines der schönsten astronomischen Manuskripte der Welt.

Aratea Vaticana
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAratea Vaticana
Die Aratea Vaticana zählt zu den prachtvollsten astronomischen Handschriften der italienischen Frührenaissance. Entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde sie vermutlich für König Ferdinand I. von Neapel oder dessen Sohn Johannes geschaffen. Der Buchmaler Matteo Felice schmückte das Werk mit 40 goldverzierten Miniaturen und zahlreichen Initialen.
Grundlage bildet das Lehrgedicht Phainomena des Aratos von Soloi (ca. 310–245 v. Chr.), überliefert in der lateinischen Prosa-Fassung des Germanicus. Die Texte werden ergänzt durch Plinius’ Naturalis historia und Hyginus’ De Astronomia. In meisterlich illuminierter Form erscheinen Planeten, Sternbilder und Himmelsphänomene, die durch mythologische Figuren anschaulich erklärt werden. Besonders eindrucksvoll ist die Planisphäre mit der Gesamtdarstellung des Firmaments.
Im 17. Jahrhundert erhielt die Handschrift im Auftrag Maffeo Barberinis, des späteren Papstes Urban VIII., einen Samteinband mit Stickereien. Heute wird sie in der Biblioteca Apostolica Vaticana verwahrt.

Stundenbuch der Isabel la Catolica
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabel la Catolica
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den prachtvollsten Zeugnissen der flämischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Entstanden in der Werkstatt Willem Vrelants in Brügge, gelangte es vermutlich als Geschenk von Juana Enríquez oder von Ferdinand von Aragón anlässlich der Hochzeit 1469 in den Besitz der kastilischen Königin Isabella (1451–1504), genannt „La Catolica“.
Mit 730 Seiten, 72 ganzseitigen Miniaturen und insgesamt über 3.400 Illuminationen entfaltet das Werk eine überwältigende Fülle an Farben, Gold und Ornamenten. Szenen aus Bibel und Heiligenlegenden stehen neben fein ausgearbeiteten Bordüren, Initialen und kunstvoll gestalteten Hintergründen, die in Qualität und Detailreichtum der Tafelmalerei ebenbürtig sind.
Als Höhepunkt flämischer Miniaturkunst verkörpert das Stundenbuch sowohl höfische Prachtentfaltung als auch religiöse Andacht. Es gilt als ein Meisterwerk Vrelants und als einer der größten Schätze der spätmittelalterlichen Buchmalerei Spaniens.

Der Boccardino-Codex
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertDer Boccardino-Codex
Als Hochzeitsgeschenk von Papst Leo X. an seinen Neffen Lorenzo II. de’ Medici und Madeleine de la Tour d’Auvergne entstand das sogenannte Stundenbuch der Medici – ein Kleinod der florentinischen Buchmalerei. Das kostbare, nur 6 × 4 cm große Andachtsbuch vereint in 316 Seiten eine herausragende künstlerische Ausstattung mit politischer Symbolkraft.
Gestaltet wurde der Codex von führenden Meistern der florentinischen Miniaturkunst, darunter Boccardino der Ältere und der Jüngere sowie Stefano di Tommaso. Elf Miniaturen, zahlreiche Zierleisten und kunstvolle Initialen, teils mit flämischem Einfluss, bezeugen die internationale Ausstrahlung der Florentiner Schule.
Das Stundenbuch verbindet familiäre Erinnerung, diplomatische Repräsentation und höchste Buchkunst in einem Werk, das noch heute als außergewöhnliches Zeugnis von Macht, Kunst und Kultur der Medici gilt. Aufbewahrt wird es in der Fundación Lázaro Galdiano in Madrid.

Psalter Ludwigs des Heiligen
Psalterien13. JahrhundertPsalter Ludwigs des Heiligen
Der Psalter Ludwigs des Heiligen zählt zu den kostbarsten Zeugnissen der französischen Gotik und ist untrennbar mit der Persönlichkeit König Ludwigs IX. von Frankreich (1214–1270) verbunden – des einzigen heiliggesprochenen Monarchen Europas. Entstanden um 1255 in Paris, vereint die Handschrift tief religiöse Andacht mit der höchsten künstlerischen Raffinesse ihrer Zeit.
Der prachtvolle Codex umfasst 260 Pergamentblätter mit 78 ganzseitigen Miniaturen und acht figürlichen Initialen, die Szenen des Alten Testaments darstellen. Die Darstellungen leuchten vor poliertem Goldgrund und farbiger Eleganz, deren Anmut und Geistigkeit unmittelbar an die Glasfenster der Sainte-Chapelle erinnern, die Ludwig selbst errichten ließ.
Die Handschrift zeigt den gotischen Stil in vollendeter Form – mit zarten, schlanken Figuren, filigranen Rahmen und leuchtenden Farben. Heute wird der Psalter Ludwigs des Heiligen in der Bibliothèque nationale de France verwahrt und gilt als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei und als Ausdruck königlicher Frömmigkeit.

Jüngeres Gebetbuch Kaiser Karls V.
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertJüngeres Gebetbuch Kaiser Karls V.
Das Jüngere Gebetbuch Kaiser Karls V. zählt zu den letzten großen Meisterwerken der flämischen Buchmalerei und entstand um 1540 – rund zwanzig Jahre nach dem älteren Gebetbuch des Kaisers. Während sich sein Vorgänger durch farbenprächtige Miniaturen auszeichnet, besticht dieses Werk durch seine erhabene Zurückhaltung: 73 Miniaturen in dunkler Grisaille-Technik entfalten eine plastische Tiefe, die durch feine Goldhöhungen veredelt wird.
Die Handschrift verbindet Elemente der spätgotischen Tradition mit der klaren Formensprache der italienischen Renaissance und spiegelt damit die künstlerische Atmosphäre am Hof Karls V. wider. Der kalligraphische Text in Humanistica formata, die zahlreichen Initialen und fein gearbeiteten Rahmen schaffen eine harmonische Einheit von Schrift und Bild.
Mit seiner gedämpften Farbigkeit und der meisterhaften Komposition gilt das Gebetbuch als ein Werk von kaiserlicher Würde – ein stiller, kontemplativer Höhepunkt flämischer Buchkunst in ihrer Spätphase.

Vita der Mathilde von Canossa
Heiligen-Legenden12. JahrhundertVita der Mathilde von Canossa
Die Vita Mathildis ist eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte des Hochmittelalters und ein Meisterwerk romanischer Buchkunst. Sie wurde zwischen 1111 und 1115 vom Benediktinermönch Donizo verfasst, der Mathilde von Canossa persönlich kannte. Das Werk entstand noch zu Lebzeiten der Markgräfin und wurde im Jahr ihres Todes vollendet.
Der Codex gliedert sich in zwei Bücher: Das erste schildert den Aufstieg des Hauses Canossa zum mächtigsten italienischen Fürstengeschlecht des 11. Jahrhunderts, das zweite widmet sich Mathildes Leben, ihrem tiefen Glauben und ihrer politischen Rolle im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser.
Mit acht goldgeschmückten Miniaturen, zahlreichen verzierten Initialen und dem berühmten Dedikationsbild, das Mathilde thronend vor purpurnem Hintergrund zeigt, verbindet die Handschrift geistliche Würde mit höfischer Repräsentation. Sie gilt als ein Höhepunkt der weltlichen romanischen Buchmalerei und als eindrucksvolles Zeugnis weiblicher Macht und Frömmigkeit im Mittelalter.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Codex Gisle
Liturgische Handschriften14. JahrhundertCodex Gisle
Der Codex Gisle, auch Goldenes Graduale der Gisela von Kerssenbrock genannt, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Musikkultur und Buchmalerei in Deutschland. Entstanden um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Marienbrunn bei Osnabrück, wurde das monumentale Graduale von der Chorleiterin Gisela von Kerssenbrock eigenhändig niedergeschrieben und illuminiert.
Das Werk umfasst nahezu 1.500 gregorianische Gesänge – mehr als doppelt so viele wie gewöhnliche Gradualien – und diente über 500 Jahre als liturgisches Gesangsbuch des Klosters. Seine außergewöhnliche Ausstattung mit 53 historisierten Initialen, 15 blau-goldenen Zierbuchstaben und über 200 Goldinitialen macht es zu einem der prächtigsten Musikmanuskripte des Mittelalters.
Die kunstvollen Miniaturen auf poliertem Goldgrund verbinden tiefe Frömmigkeit mit einer beeindruckenden visuellen Ausdruckskraft. Als Meisterwerk weiblicher Schaffenskraft innerhalb der klösterlichen Kultur ist der Codex Gisle ein herausragendes Zeugnis der romanisch-gotischen Buchkunst Westfalens.

Portolan-Atlas des Battista Agnese
Geographie | Karten16. JahrhundertPortolan-Atlas des Battista Agnese
Der in Venedig entstandene Portolan-Atlas des Battista Agnese zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften des 16. Jahrhunderts. Der genuesische Gelehrte schuf ein Werk, das die neuesten geographischen Erkenntnisse seiner Zeit – darunter die Route der Weltumsegelung Magellans – in kunstvoll illuminierter Form vereinte.
Die dreißig Blätter des Atlas zeigen Welt- und Regionalkarten von außerordentlicher Präzision, begleitet von astronomischen Tafeln, einer Armillarsphäre und kosmographischen Texten. Goldverzierungen, fein abgestufte Farben und mythologische Szenen verleihen dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.
Der Portolan-Atlas diente nicht der Navigation, sondern der Betrachtung und dem Studium der geordneten Welt im Zeitalter der Entdeckungen – ein seltenes Zeugnis venezianischer Kartographie und künstlerischer Gelehrsamkeit der Renaissance.

Pariser Alexanderroman
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertPariser Alexanderroman
Der zwischen 1420 und 1425 entstandene Pariser Alexanderroman gehört zu den herausragenden Handschriften der französischen Spätgotik. In 86 Miniaturen und über hundert vergoldeten Initialen wird die Lebensgeschichte Alexanders des Großen in farbintensiven, detailreichen Szenen entfaltet. Der anonyme Buchmaler, bekannt als „Alexandermeister“, verband erzählerische Fantasie mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe: Landschaften, Städte, Tiere, höfische Feste und Kampfszenen erscheinen in leuchtender Farbigkeit und feiner Ausarbeitung.
Das Werk beruht auf volkstümlichen Überlieferungen des Alexanderstoffs, die im Mittelalter als Spiegel ritterlicher Tugend und königlicher Bildung galten. Wahrscheinlich war die Handschrift für einen jungen Adligen am französischen Hof bestimmt. Ein späterer Besitzvermerk mit dem Monogramm HR weist auf König Heinrich VIII. hin. Heute wird der Codex in der British Library in London aufbewahrt.

Briçonnet-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBriçonnet-Stundenbuch
Das um 1485 in Tours entstandene Briçonnet-Stundenbuch zählt zu den herausragenden Werken der französischen Renaissance-Buchmalerei. Die Handschrift enthält 25 ganzseitige Miniaturen, die Jean Poyer zugeschrieben werden, einem der führenden Maler am Hof der französischen Könige.
Poyer verband in seinen Darstellungen die Präzision niederländischer Malerei mit der Eleganz der französischen Hofkunst. Architektur, Landschaften und Figuren erscheinen in klarer Komposition und leuchtender Farbigkeit. Die Miniaturen sind von goldgerahmten Trompe-l’œil-Dekoren eingefasst und erinnern in ihrer Wirkung an zeitgenössische Tafelbilder.
Als Auftraggeber gilt vermutlich Guillaume Briçonnet, Finanzminister unter Karl VIII. und späterer Kardinal. Das Werk wurde nicht als Gebetshilfe, sondern als repräsentatives Schaustück geschaffen – ein Beispiel für die Verbindung von Andacht, Malerei und höfischer Kultur im Frankreich des späten 15. Jahrhunderts.

Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertFlämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Die Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen entstand zwischen 1485 und 1490 im Umfeld der Genter-Brügger Schule. Sie gilt als eine der frühesten illustrierten Lehrhandschriften für ein fürstliches Kind. Der junge Philipp, Sohn Maximilians I. und Maria von Burgund, sollte anhand der Miniaturen die Geschichte und Größe seiner Dynastie kennenlernen.
Elf ganzseitige Bilder mit begleitenden Texten zeigen Szenen aus der Geschichte des burgundischen Herzogtums – von Karl dem Großen bis zu den mythischen Anfängen des Hauses. Die Darstellungen verbinden höfische Eleganz mit erzählerischer Anschaulichkeit: Krönungen, Schlachten und Andachtsszenen entfalten sich vor flämischen Stadtlandschaften.
Die Miniaturen stammen vom Meister der Trivialen Köpfe, einem Schüler des Meisters Edward IV. Die Handschrift spiegelt zugleich Glanz und Verklärung einer Epoche, die mit dem Niedergang des burgundischen Herzogtums bereits ihrem Ende entgegenging.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Heilige Schriften
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. JahrhundertHeilige Schriften
Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.
Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.
Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Stundenbuch des Bischofs Morgades
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch des Bischofs Morgades
Das sogenannte Stundenbuch des Bischofs Morgades ist ein außergewöhnliches Beispiel historischer Buchbegeisterung des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bischofs von Vic, José Morgades y Gili (1826–1901), wurde ein Kompendium aus Fragmenten flämischer und spanischer Handschriften zusammengetragen, deren Entstehung vom frühen 15. Jahrhundert bis in die Zeit der Renaissance reicht.
Die Handschrift umfasst 110 Seiten mit 34 ganzseitigen Miniaturen und 60 reich dekorierten Textseiten. Die kunstvollen Bordüren, ornamentalen Initialen und farbintensiven Darstellungen spiegeln die Vielfalt der spätgotischen und frühneuzeitlichen Buchmalerei wider.
Im handlichen Format eines mittelalterlichen Stundenbuches vereint der Codex verschiedene künstlerische Traditionen und bietet einen seltenen Überblick über zwei Jahrhunderte Buchkunst. Heute gilt er als bemerkenswertes Zeugnis des historischen Interesses des 19. Jahrhunderts an der Bewahrung und Wertschätzung mittelalterlicher Handschriften.

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Das Werk Biosphäre. Die Lebensräume der Erde aus dem Brockhaus Verlag erschließt die Vielfalt der Ökosysteme unseres Planeten in anschaulichen Texten und eindrucksvollen Bildern. Von tropischen Regenwäldern über Savannen, Wüsten und Polarregionen bis hin zu den Tiefen der Ozeane werden die unterschiedlichen Lebensräume mit ihrer Flora und Fauna vorgestellt.
Besonderes Gewicht liegt auf der ökologischen Vernetzung: Jede Region wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Klima, geologischen Bedingungen und dem Einfluss des Menschen. Damit bietet das Werk eine zugleich wissenschaftlich fundierte und visuell eindrucksvolle Darstellung der Erde als komplexes, lebendiges System.
Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Präzision, großformatigen Illustrationen und aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zählt Biosphäre zu den bedeutendsten Nachschlagewerken über die Natur und vermittelt ein tiefes Verständnis für die Fragilität und Schönheit unseres Planeten.

Bertelsmann | Welt der Sagen und Legenden
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Welt der Sagen und Legenden
Der Band Sagen und Legenden von Märtyrern und Büßern gehört zu einer thematisch spezialisierten Reihe des Bertelsmann Lexikonverlags, die bedeutende Erzähltraditionen der christlich geprägten Kulturwelt zusammenfasst. Das Werk widmet sich jenen Geschichten, in denen sich Glauben, Opferbereitschaft und spirituelle Läuterung spiegeln und die über Jahrhunderte Teil der religiösen Erinnerung waren.
In kurzen, klar strukturierten Artikeln werden Lebenswege heiliger Märtyrer, Legenden der Buße sowie überlieferte Wunder- und Bekehrungserzählungen dargestellt. Ergänzende Illustrationen und farbige Tafeln veranschaulichen die ikonographische Tradition, die diese Figuren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit prägte.
Der Band ist als gebundene Ausgabe im 20. Jahrhundert erschienen und steht exemplarisch für eine populärwissenschaftliche Annäherung an religiöse Stoffe, die historische Überlieferung, Legendenbildung und christliche Symbolik miteinander verbindet.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.
Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Der Mercator Weltatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Mercator Weltatlas
Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.
Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Brevier von Marie de Saint
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBrevier von Marie de Saint
Das Brevier von Marie de Saint ist ein außergewöhnlich fein gestaltetes Stunden- und Gebetbuch aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Es entstand vermutlich in Frankreich und ist ein Beispiel für die hohe Kunst der spätgotischen Buchmalerei, in der Frömmigkeit und Ästhetik eine untrennbare Einheit bilden.
Der kostbare Codex vereint kunstvoll verzierte Gebetstexte mit Miniaturen, Initialen und Bordüren in Gold und leuchtenden Farben. Sein kleiner, handlicher Formattypus entspricht den persönlichen Andachtsbüchern des Adels und der höfischen Damen jener Zeit.
Das hier vorliegende Faksimile wurde in limitierter Auflage herausgegeben und mit größter Sorgfalt auf handgeschöpftem Papier reproduziert. Der Einband aus schwarzem Samt mit einer reich verzierten, goldfarbenen Schließe unterstreicht den exklusiven Charakter der Edition – ein Beispiel höchster Faksimilierungskunst und Ausdruck privater Andachtspraxis in der Renaissance.

Stundenbuch des Alfonso d'Este
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch des Alfonso d'Este
Das Stundenbuch des Alfonso d’Este entstand zwischen 1505 und 1510 am Hof des Herzogs von Ferrara und gilt als das letzte große Meisterwerk der italienischen Buchmalerei der Renaissance. Es wurde von dem Miniaturisten Matteo da Milano geschaffen, einem der bedeutendsten Buchkünstler seiner Zeit.
Das Werk umfasst 199 Blätter, darunter einen prachtvoll illuminierten Kalender und 29 ganzseitige Miniaturen von außergewöhnlicher malerischer Qualität. Die Seiten sind von goldenen Initialen, feinen Bordüren und kostbaren Ornamenten umgeben. Matteo da Milano verband klassische Formen mit flämischen und nordeuropäischen Einflüssen und schuf so eine neue, elegante Ausdrucksweise der Buchkunst.
Das Stundenbuch gehörte zur herzoglichen Bibliothek der Este und bildet mit der Bibel des Borso d’Este und dem Breviarium des Ercole d’Este die berühmte Trilogie der Ferrarer Buchmalerei. Heute wird der Hauptteil der Handschrift im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon aufbewahrt.

An Encyclopedia of Occultism
Sonstiges Genres20. JahrhundertAn Encyclopedia of Occultism
Dieses außergewöhnlich gestaltete Buch orientiert sich in Form und Symbolik an den sogenannten Grimoires des Mittelalters. Der reich verzierte Band verbindet Elemente spätgotischer Buchkunst mit moderner künstlerischer Interpretation.
Die auf dunklem Pergamentdruck ausgeführten Seiten zeigen ornamentale Bordüren, figurenreiche Medaillons und kalligrafische Textfelder. Einband und Beschläge greifen historische Formen auf: vergoldete Schließen, Ziermetall und das Pentagramm als zentrales Symbol der hermetischen Tradition.
Das Werk ist keine historische Quelle, sondern eine zeitgenössische Hommage an die überlieferte Ästhetik okkulter Manuskripte – ein Beispiel moderner Buchkunst, die mythische und kunsthistorische Motive zu einem neuen, eigenständigen Objekt verbindet.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Die Luxusbibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertDie Luxusbibel der Barmherzigkeit
Diese außergewöhnliche Jubiläumsausgabe gehört zu den kostbarsten Bibeln der Gegenwart. Sie vereint die vollständigen Texte des Alten und Neuen Testaments mit einem überwältigenden Zyklus aus über 920 Illustrationen, darunter 356 Miniaturen aus 154 Handschriften aus acht Jahrhunderten europäischer Buchkunst. 270 der Miniaturen schimmern in Foliengold und eröffnen ein glänzendes Panorama christlicher Ikonografie.
Die bedeutendsten Bibliotheken der Welt öffneten für dieses Projekt ihre Archive, von Wien und München über London und Paris bis zur Biblioteca Apostolica Vaticana. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus unterstreicht die geistliche Tiefe dieser Edition.
Der prachtvolle Einband, inspiriert von einer Handschrift aus dem Mailänder Dom, verbindet vergoldetes Kreuz, Edelsteine und Perlen zu einem Meisterwerk moderner Handbuchbindekunst. Jede Bibel trägt eine handschriftliche Limitierungsnummer und wird in einer luxuriösen Kassette geschützt.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Schatzbibel des Mittelalters
Bibeln | Evangeliare13. JahrhundertSchatzbibel des Mittelalters
Die sogenannte Schatzbibel des Mittelalters gehört zu den kostbarsten Bibelhandschriften der Hochgotik. Sie entstand um 1220–1230 in einer Pariser Werkstatt und vereint die Eleganz der französischen Buchmalerei mit der Präzision frühgotischer Schriftkunst.
Die Handschrift ist reich mit Gold, Lapislazuli und Purpurfarben ausgestattet und zeigt in ihren Miniaturen die charakteristische Klarheit und Symmetrie der Pariser Buchmalerschulen des 13. Jahrhunderts. Zahlreiche Initialen, ornamentale Bordüren und figurenreiche Szenen veranschaulichen die Schöpfung, das Leben Christi und zentrale alttestamentliche Erzählungen.
Als Prunkbibel für den kirchlichen oder höfischen Gebrauch geschaffen, steht das Werk exemplarisch für die Blütezeit der gotischen Buchkunst in Frankreich – ein „Schatz“ im wahrsten Sinne, in dem künstlerische Virtuosität und spirituelle Bedeutung eine harmonische Einheit bilden.

Faszination Heilpflanzen
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertFaszination Heilpflanzen
Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.
Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.
Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

Herrscher des Himmels
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)12. JahrhundertHerrscher des Himmels
Die Tierkreiszeichen und ihre mythologische Deutung gehören seit der Antike zum festen Bestand religiöser, astrologischer und künstlerischer Traditionen. Besonders im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit erfreuten sie sich großer Beliebtheit und fanden Eingang in prachtvoll ausgestattete Handschriften.
Die Miniaturen aus verschiedenen europäischen Codices zeigen die zwölf Sternzeichen in meisterlicher Vielfalt: Vom Stammheimer Missale (um 1160–1180) über berühmte Stundenbücher wie die Très Riches Heures du Duc de Berry oder die Grandes Heures der Anne de Bretagne bis hin zu flämischen und französischen Kalenderhandschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Ob Wassermann, Widder oder Zwillinge – die Darstellungen verbinden astrologisches Wissen mit detailreicher Malerei und höfischer Kultur.
Die ausgewählten Blätter illustrieren nicht nur den Einfluss der Gestirne auf das menschliche Leben, sondern auch den hohen Stellenwert der Astrologie in der Vorstellungswelt des Mittelalters. Sie sind zugleich ein kostbares Zeugnis europäischer Buchkunst.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Traktat der Rechenkunst von Lorenzo dem Prächtigen
Abhandlungen | Weltliche Werke14. JahrhundertTraktat der Rechenkunst von Lorenzo dem Prächtigen
Das prachtvolle Traktat der Rechenkunst wurde von Lorenzo I. de’ Medici, genannt „der Prächtige“ (1449–1492), als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni, den späteren Papst Leo X., in Auftrag gegeben. Grundlage der Handschrift ist das arithmetisch-geometrische Lehrwerk des Florentiner Mathematikers Filippo Calandri, das 1491 erstmals im Druck erschien.
Die Handschrift umfasst etwa 100 Seiten und 230 Miniaturen, die zu den schönsten Zeugnissen florentinischer Buchmalerei des 15. Jahrhunderts zählen. Ganzseitige Rechentafeln in Goldschrift, ornamentale Bordüren, Putten und mythologische Figuren verbinden didaktischen Inhalt mit künstlerischer Opulenz. Das Wappen der Medici erscheint immer wieder als Ausdruck dynastischer Identität.
Die Miniaturen werden Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, zugeschrieben. In ihrer reichen Farbigkeit und Detailfülle spiegelt sich der humanistische Geist der Medici – ein Werk, das Kunst, Wissen und Repräsentation in einzigartiger Weise vereint.

Brockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Die Brockhaus Enzyklopädie A–Z Wissen in 12 Bänden ist eine kompakte Ausgabe des traditionsreichen Wissenswerks, das seit dem 18. Jahrhundert als Synonym für Bildung und Verlässlichkeit gilt. Sie bietet einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Themen aus Wissenschaft, Kultur, Geschichte, Politik und Technik – alphabetisch geordnet, klar strukturiert und allgemeinverständlich formuliert.
Jeder Band vereint die enzyklopädische Genauigkeit und redaktionelle Sorgfalt des Hauses Brockhaus mit einer modernen, anschaulichen Gestaltung. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Karten veranschaulichen das Wissen und machen die Edition zu einem gleichermaßen informativen wie ästhetisch ansprechenden Nachschlagewerk.
Brockhaus – A–Z Wissen steht in der Tradition der großen Enzyklopädie, bietet aber in kompakter Form den Zugang zu verlässlichem Wissen für den modernen Leser – ein Spiegelbild der Welt in 12 Bänden.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Stundenbuch der Isabel la Catolica
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabel la Catolica
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den prachtvollsten Zeugnissen der flämischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Entstanden in der Werkstatt Willem Vrelants in Brügge, gelangte es vermutlich als Geschenk von Juana Enríquez oder von Ferdinand von Aragón anlässlich der Hochzeit 1469 in den Besitz der kastilischen Königin Isabella (1451–1504), genannt „La Catolica“.
Mit 730 Seiten, 72 ganzseitigen Miniaturen und insgesamt über 3.400 Illuminationen entfaltet das Werk eine überwältigende Fülle an Farben, Gold und Ornamenten. Szenen aus Bibel und Heiligenlegenden stehen neben fein ausgearbeiteten Bordüren, Initialen und kunstvoll gestalteten Hintergründen, die in Qualität und Detailreichtum der Tafelmalerei ebenbürtig sind.
Als Höhepunkt flämischer Miniaturkunst verkörpert das Stundenbuch sowohl höfische Prachtentfaltung als auch religiöse Andacht. Es gilt als ein Meisterwerk Vrelants und als einer der größten Schätze der spätmittelalterlichen Buchmalerei Spaniens.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Terenz - alle Komödien
Literatur | Dichtung9. JahrhundertTerenz - alle Komödien
Die karolingische Terenz-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek zählt zu den kostbarsten erhaltenen Zeugnissen der antiken Dramenliteratur. Publius Terentius Afer (um 195 – um 159 v. Chr.) war einer der bedeutendsten Komödiendichter der römischen Republik, dessen Stücke zwischen 170 und 160 v. Chr. aufgeführt wurden. Seine Werke galten seit der Antike als Musterbeispiel eines klaren, eleganten Lateins und blieben bis in die Neuzeit hinein fester Bestandteil des Schulunterrichts.
Die im frühen 9. Jahrhundert vermutlich am Hof Ludwigs des Frommen entstandene Handschrift ist eines der wenigen illuminierten Zeugnisse der Terenz-Überlieferung. Berühmt ist sie für ihr eindrucksvolles Autorenbildnis, fünf ganzseitige Maskentafeln zu den Charakteren der einzelnen Stücke sowie für 144 Szenenbilder, die auf antike Aufführungspraktiken verweisen. Durch diese einzigartige Kombination textlicher und bildlicher Überlieferung vermittelt die Handschrift einen seltenen Einblick in die spätantike Theatertradition und ihre mittelalterliche Rezeption.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertSkizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini, entstanden zwischen 1464 und 1478 in Urbino, gilt als eines der bedeutendsten Traktate zur Architektur und Ingenieurskunst der italienischen Renaissance. Mit über 1.200 Zeichnungen dokumentiert es die außergewöhnliche Vielseitigkeit seines Schöpfers – Bildhauer, Maler, Architekt und Theoretiker – und spiegelt zugleich den Geist einer Epoche wider, in der Kunst, Wissenschaft und Technik untrennbar verbunden waren.
Die Skizzen zeigen Entwürfe für Festungsanlagen, Maschinen, Aufzüge, hydraulische Systeme und idealisierte Städte. Sie verdeutlichen Martinitis unerschöpflichen Erfindungsreichtum und seine präzise Beobachtung technischer Prozesse. Stilistisch verbinden die Blätter mathematische Strenge mit künstlerischer Eleganz.
Francesco di Giorgio, Schüler des Sieneser Meisters Vecchietta und Zeitgenosse Leonardos, prägte mit seinem Werk Generationen von Architekten. Das Skizzenbuch gilt als Schlüsseltext der Renaissance-Architektur und als frühes Beispiel systematischer Ingenieursdokumentation. Heute wird das Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt.

Kreuzeslob
Literatur | Dichtung9. JahrhundertKreuzeslob
Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.
Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.
Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Portolan-Atlas des Battista Agnese
Geographie | Karten16. JahrhundertPortolan-Atlas des Battista Agnese
Der in Venedig entstandene Portolan-Atlas des Battista Agnese zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften des 16. Jahrhunderts. Der genuesische Gelehrte schuf ein Werk, das die neuesten geographischen Erkenntnisse seiner Zeit – darunter die Route der Weltumsegelung Magellans – in kunstvoll illuminierter Form vereinte.
Die dreißig Blätter des Atlas zeigen Welt- und Regionalkarten von außerordentlicher Präzision, begleitet von astronomischen Tafeln, einer Armillarsphäre und kosmographischen Texten. Goldverzierungen, fein abgestufte Farben und mythologische Szenen verleihen dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.
Der Portolan-Atlas diente nicht der Navigation, sondern der Betrachtung und dem Studium der geordneten Welt im Zeitalter der Entdeckungen – ein seltenes Zeugnis venezianischer Kartographie und künstlerischer Gelehrsamkeit der Renaissance.

Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertSkizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini, entstanden zwischen 1464 und 1478 in Urbino, gilt als eines der bedeutendsten Traktate zur Architektur und Ingenieurskunst der italienischen Renaissance. Mit über 1.200 Zeichnungen dokumentiert es die außergewöhnliche Vielseitigkeit seines Schöpfers – Bildhauer, Maler, Architekt und Theoretiker – und spiegelt zugleich den Geist einer Epoche wider, in der Kunst, Wissenschaft und Technik untrennbar verbunden waren.
Die Skizzen zeigen Entwürfe für Festungsanlagen, Maschinen, Aufzüge, hydraulische Systeme und idealisierte Städte. Sie verdeutlichen Martinitis unerschöpflichen Erfindungsreichtum und seine präzise Beobachtung technischer Prozesse. Stilistisch verbinden die Blätter mathematische Strenge mit künstlerischer Eleganz.
Francesco di Giorgio, Schüler des Sieneser Meisters Vecchietta und Zeitgenosse Leonardos, prägte mit seinem Werk Generationen von Architekten. Das Skizzenbuch gilt als Schlüsseltext der Renaissance-Architektur und als frühes Beispiel systematischer Ingenieursdokumentation. Heute wird das Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt.

Leonardo da Vinci: Zeichnungen und Miscellania
Leonardo da Vinci15. JahrhundertLeonardo da Vinci: Zeichnungen und Miscellania
Die Zeichnungen und Miscellania des Leonardo da Vinci (1452–1519) gehören zu den faszinierendsten Zeugnissen des schöpferischen Genies der Renaissance. Diese aufwendig gestaltete Prachtedition versammelt eine Auswahl seiner bedeutendsten Skizzen, Studien und Notizen – von anatomischen und botanischen Zeichnungen über technische Entwürfe bis zu künstlerischen Kompositionsstudien.
Die Blätter spiegeln Leonardos unstillbare Neugier und seinen universellen Forschergeist wider. Jedes Motiv – ob Flugmaschine, Wasserstudie, Landschaft oder menschlicher Körper – zeugt von der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Philosophie, die sein Werk prägt.
Die Edition wurde nach den Originalen in den Sammlungen der Royal Library at Windsor Castle und des Codex Atlanticus gefertigt und in feinster Reproduktion auf Kunstdruckpapier wiedergegeben. Sie präsentiert Leonardos Werk in musealer Qualität und macht die schöpferische Energie des größten Universalgenies der Renaissance erlebbar.

Schätze der Buchmalerei - Geheimnisvolle Begegnungen
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. JahrhundertSchätze der Buchmalerei - Geheimnisvolle Begegnungen
Die Einzelblattsammlung Schätze der Buchmalerei – Geheimnisvolle Begegnungen vereint vier prachtvolle Miniaturen aus einigen der bedeutendsten Handschriften der Vatikanischen Bibliothek. Die Blätter stammen aus dem 13. bis frühen 16. Jahrhundert und zeigen in reich mit Gold gehöhten Darstellungen zentrale Motive christlicher Ikonografie: die Wurzel Jesse, König David in frontalem Herrschergestus, Szenen des Abendmahls mit Passionsbezug sowie eine Vision des heiligen Bernhard von Clairvaux.
Jedes Blatt entstammt einem anderen kulturellen und geographischen Zentrum der Buchmalerei: flämische Hofkunst um 1511, byzantinische Miniaturmalerei des Spätmittelalters, florentinische Renaissance-Illumination um 1500 und eine humanistische Quattrocento-Handschrift nach den Predigten Bernhards. Gemeinsam eröffnen sie einen eindrucksvollen Blick auf die Vielfalt und Entwicklung christlicher Buchkunst über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Coron | Die Grossen - 20. Jahrhundert
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen - 20. Jahrhundert
Die Reihe Die Großen. 20. Jahrhundert des Coron Verlags widmet sich den prägenden Persönlichkeiten der modernen Zeitgeschichte. In repräsentativer Ausstattung und lexikalischer Ordnung vereint sie biografische Essays über bedeutende Gestalten aus Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion und Gesellschaft, die den Verlauf des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflussten.
Jeder Band folgt einem chronologischen Aufbau und porträtiert herausragende Persönlichkeiten von Heinrich Mann und George Gershwin bis Albert Einstein, Martin Luther King und Johannes XXIII. Ergänzende Registerbände bieten Namensverzeichnisse, synoptische Zeittafeln und biografische Querverweise, wodurch die Reihe zugleich Nachschlagewerk und kulturhistorisches Panorama ist.
Die dunkelbraunen Ledereinbände mit goldgeprägter Krone verleihen der Edition einen repräsentativen Charakter, wie ihn der Coron Verlag für seine großformatigen Sammlungswerke charakteristisch pflegte.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Brockhaus | Religionen
Sonstige religiöse Werke20. JahrhundertBrockhaus | Religionen
Der Band Brockhaus – Religionen ist Teil der thematischen Enzyklopädienreihe des Brockhaus Verlags und widmet sich den Glaubenssystemen und spirituellen Traditionen der Menschheit. In klar gegliederter Form und mit einer Fülle an Bildmaterial, Karten und Illustrationen bietet das Werk einen umfassenden Überblick über Ursprung, Entwicklung und Lehre der großen Religionen der Welt.
Das Buch führt durch die Geschichte des Christentums, Judentums, Islams, Hinduismus und Buddhismus, erläutert ihre zentralen Schriften, Rituale und Feste und beleuchtet ihre kulturellen Ausdrucksformen in Kunst, Musik und Architektur. Darüber hinaus werden auch Naturreligionen, antike Glaubenswelten und moderne spirituelle Bewegungen dargestellt.
Mit seiner Verbindung aus wissenschaftlicher Präzision und anschaulicher Darstellung steht der Band exemplarisch für die enzyklopädische Wissenskultur des 20. Jahrhunderts. Er vermittelt Religion als universales Phänomen menschlicher Geschichte und kultureller Identität.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Buch von Lindisfarne
Bibeln | Evangeliare8. JahrhundertBuch von Lindisfarne
Das Buch von Lindisfarne, auch bekannt als Lindisfarne Gospels, ist eines der bedeutendsten Meisterwerke frühmittelalterlicher Buchkunst. Es entstand um 700 n. Chr. im Kloster Lindisfarne auf der kleinen Halbinsel Holy Island vor der Küste Nordenglands und gilt als Inbegriff der insularen Kunst, in der keltische Ornamentik, angelsächsische Formen und mediterrane Einflüsse in einzigartiger Harmonie verschmelzen.
Das prachtvoll illuminierte Evangeliar enthält die vier lateinischen Evangelien, die im 10. Jahrhundert durch Aldred, einen Geistlichen des Klosters, mit der ältesten erhaltenen altenglischen Übersetzung versehen wurden. Die Handschrift zeichnet sich durch 16 reich verzierte Kanontafeln, fünf prachtvolle Teppichseiten, vier Evangelistenporträts und zahllose kunstvolle Initialen aus. Ihre leuchtenden Farben, feinen Linien und symmetrischen Muster machen sie zu einem Höhepunkt der europäischen Buchmalerei.
Verfasst und illuminiert wurde das Werk von Eadfrith, Bischof von Lindisfarne, gebunden von Aethelwald und mit Edelmetallbeschlägen versehen von Billfrith. Trotz der Zerstörungen durch Wikinger im 9. Jahrhundert blieb das Evangeliar erhalten und gelangte über Durham nach London, wo es heute als einer der größten Schätze des British Museum aufbewahrt wird.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Schatzbibel des Mittelalters
Bibeln | Evangeliare13. JahrhundertSchatzbibel des Mittelalters
Die sogenannte Schatzbibel des Mittelalters gehört zu den kostbarsten Bibelhandschriften der Hochgotik. Sie entstand um 1220–1230 in einer Pariser Werkstatt und vereint die Eleganz der französischen Buchmalerei mit der Präzision frühgotischer Schriftkunst.
Die Handschrift ist reich mit Gold, Lapislazuli und Purpurfarben ausgestattet und zeigt in ihren Miniaturen die charakteristische Klarheit und Symmetrie der Pariser Buchmalerschulen des 13. Jahrhunderts. Zahlreiche Initialen, ornamentale Bordüren und figurenreiche Szenen veranschaulichen die Schöpfung, das Leben Christi und zentrale alttestamentliche Erzählungen.
Als Prunkbibel für den kirchlichen oder höfischen Gebrauch geschaffen, steht das Werk exemplarisch für die Blütezeit der gotischen Buchkunst in Frankreich – ein „Schatz“ im wahrsten Sinne, in dem künstlerische Virtuosität und spirituelle Bedeutung eine harmonische Einheit bilden.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der goldene Atlas der Nautik
Geographie | Karten16. JahrhundertDer goldene Atlas der Nautik
1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.
Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.
Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.
Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

Brockhaus | Die Grossen der Welt
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Die Grossen der Welt
Die sechsbändige Ausgabe Brockhaus. Die Großen der Welt zeichnet ein epochenübergreifendes Panorama bedeutender Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Von der Antike über Mittelalter und Aufklärung bis hin zum 19. und 20. Jahrhundert verbindet das Werk biografische Porträts mit präzisen historischen Kontexten.
Jeder Band widmet sich einer eigenen Zeitperiode und zeigt, wie prägende Gestalten politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflusst haben. Die Reihe vermittelt einen klar gegliederten Überblick und eröffnet zugleich facettenreiche Einblicke in die Geschichte einzelner Epochen.
Die hochwertige Ausstattung der sechs Bände unterstreicht den enzyklopädischen Anspruch des Werkes und macht die Ausgabe zu einer sorgfältig kuratierten Sammlung historischer Persönlichkeiten.

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.
Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

Brockhaus | Gesundheit
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Gesundheit
Mit der Edition Brockhaus – Gesundheit widmet sich der traditionsreiche Verlag einem der zentralen Themen des modernen Lebens: dem Wissen über Körper, Geist und Medizin. Das Werk bietet einen umfassenden Überblick über die Bereiche Medizin, Ernährung, Prävention und psychisches Wohlbefinden und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit allgemeinverständlicher Darstellung.
In sorgfältig redigierten Texten und mit zahlreichen Abbildungen werden Krankheiten, Therapien, medizinische Verfahren und neue Entwicklungen in Forschung und Gesundheitsvorsorge erläutert. Die Edition betont zugleich den verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper und die Bedeutung eines gesundheitsbewussten Lebensstils.
Brockhaus – Gesundheit steht in der Tradition der großen Enzyklopädien des Hauses und vereint medizinische Fachkompetenz mit klarer Sprache und ansprechender Gestaltung – ein verlässlicher Begleiter für alle, die sich fundiert und anschaulich über die Welt der Medizin und Gesundheit informieren möchten.

Brockhaus | Kunst und Kultur
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Kunst und Kultur
Mit der Edition Brockhaus – Kunst und Kultur widmet sich der Verlag einem seiner zentralen Themenfelder: dem schöpferischen Ausdruck des Menschen in Geschichte und Gegenwart. Das Werk bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Architektur, Malerei, Bildhauerei, Musik, Theater, Literatur und Design und zeigt, wie eng Kunst und Kultur mit den geistigen und gesellschaftlichen Strömungen ihrer Zeit verbunden sind.
In anschaulichen Texten, ergänzt durch zahlreiche Abbildungen und hochwertige Reproduktionen, vereint die Edition kunsthistorische Präzision mit ästhetischem Anspruch. Stilrichtungen, Epochen und Künstlerpersönlichkeiten werden gleichermaßen vorgestellt und in ihren kulturellen Kontext eingeordnet.
Brockhaus – Kunst und Kultur steht in der Tradition enzyklopädischer Wissensvermittlung und ist ein modernes Referenzwerk für alle, die das künstlerische Erbe der Menschheit in seiner Vielfalt und Tiefe verstehen möchten.

Brockhaus | Länder und Städte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Länder und Städte
Die Edition Brockhaus – Länder und Städte führt den Leser auf eine enzyklopädische Entdeckungsreise rund um den Globus. Mit präzisen geografischen, historischen und kulturellen Darstellungen präsentiert das Werk die Vielfalt der Erde – von den großen Metropolen der Gegenwart bis zu abgelegenen Regionen mit einzigartiger Geschichte und Identität.
In fundierten Texten und mit eindrucksvollen Fotografien, Karten und Statistiken vermittelt die Edition ein umfassendes Bild der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der Länder und Städte aller Kontinente. Dabei verbindet sie sachliche Information mit anschaulicher Darstellung und macht so die Welt in ihrer geografischen und kulturellen Dimension erfahrbar.
Brockhaus – Länder und Städte steht in der Tradition der großen Wissenswerke des Hauses Brockhaus: präzise, bildstark und weltoffen – ein enzyklopädischer Atlas menschlicher Lebensräume.

Brockhaus | Mensch, Natur, Technik
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Mensch, Natur, Technik
Die Edition Brockhaus – Mensch, Natur, Technik vereint die zentralen Themenfelder des Wissens: das Leben des Menschen, die Ordnung der Natur und die Errungenschaften der Technik. In präzisen und anschaulichen Darstellungen wird das Zusammenspiel biologischer, physikalischer und technischer Prozesse erläutert und in den Kontext wissenschaftlicher Erkenntnisse gestellt.
Das Werk verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit aktuellen Entwicklungen aus Forschung, Medizin, Umweltkunde und Ingenieurwissenschaft. Zahlreiche Illustrationen, Diagramme und Fotografien veranschaulichen komplexe Zusammenhänge und machen die enzyklopädische Darstellung lebendig und zugänglich.
Als moderne Wissensedition steht Mensch, Natur, Technik in der Tradition der Brockhaus-Enzyklopädie: klar strukturiert, verlässlich und bildstark. Es ist ein Werk für alle, die die Welt in ihrer Gesamtheit verstehen wollen – vom menschlichen Körper über ökologische Systeme bis zu den Technologien der Zukunft.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Chronik des 20. Jahrhunderts aus dem Hause Brockhaus zählt zu den bedeutendsten zeithistorischen Editionen des Verlags. In sorgfältig gestalteten Einzelbänden entfaltet sich ein umfassendes Panorama jener Epoche, die die moderne Welt wie keine andere geprägt hat. Jahr für Jahr werden politische Umbrüche, technische Innovationen, kulturelle Strömungen und prägende Persönlichkeiten präzise dokumentiert und durch aussagekräftiges Bildmaterial ergänzt.
Die Reihe überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich: Hochwertiges Ganzleder, Goldprägung, Fadenheftung und ein zeitlos klassisches Layout machen jedes Exemplar zu einem bibliophilen Objekt von bleibendem Wert. Die Brockhaus-Chronik verbindet historische Tiefenschärfe mit einer eleganten Präsentation und bietet damit eine Sammlung, die gleichermaßen für Liebhaber anspruchsvoller Nachschlagewerke wie für kulturhistorisch interessierte Leser von Bedeutung ist.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.
Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.
Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.
Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Brockhaus | Faszination Weltgeschichte
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Weltgeschichte
Das Werk Faszination Weltgeschichte aus dem Brockhaus Verlag bietet einen eindrucksvollen Überblick über die großen Epochen und Wendepunkte der Menschheitsgeschichte. Von den frühen Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zur Gegenwart entfaltet sich ein Panorama, das politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen gleichermaßen umfasst.
Besonderes Gewicht liegt auf der anschaulichen Darstellung: Zahlreiche Abbildungen, Karten und Illustrationen begleiten die Texte und machen historische Ereignisse lebendig. So entsteht ein Werk, das nicht nur informiert, sondern auch fasziniert.
Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Genauigkeit, didaktischer Klarheit und visueller Kraft gehört Faszination Weltgeschichte zu den wichtigsten Nachschlagewerken zur Weltgeschichte. Es lädt dazu ein, die Zusammenhänge und Dynamiken der Vergangenheit besser zu verstehen und den Blick für die historischen Wurzeln unserer Gegenwart zu schärfen.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Brockhaus | Meilensteine - Chronik der Weltgeschichte
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Chronik der Weltgeschichte
Die Reihe „Meilensteine: Chronik der Weltgeschichte“ aus dem Hause Brockhaus entfaltet die Geschichte der Menschheit in klar strukturierter, chronologischer Form. In mehreren Bänden werden zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Umbrüche von den frühen Hochkulturen bis in die Gegenwart nachgezeichnet und in einen nachvollziehbaren zeitlichen Zusammenhang gestellt.
Die Darstellung verbindet präzise Fakten mit einer übersichtlichen Gliederung, wodurch historische Abläufe in ihrer Abfolge und Bedeutung greifbar werden. Ergänzt durch Karten, Abbildungen und Zeittafeln entsteht ein vielschichtiges Gesamtbild, das sowohl Orientierung als auch vertiefendes Verständnis ermöglicht.
Als geschlossenes Werk verkörpert die Chronik den Anspruch, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern in ihrer Entwicklungslinie sichtbar zu machen. Sie steht exemplarisch für eine Form der Wissensvermittlung, die Ordnung, Klarheit und historische Tiefe miteinander verbindet.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Godescalc-Evangelistar
Liturgische Handschriften8. JahrhundertGodescalc-Evangelistar
Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.
Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.
Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

Stundenbuch des Étienne Chevalier
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. JahrhundertStundenbuch des Étienne Chevalier
Das Stundenbuch des Étienne Chevalier entstand zwischen 1448 und 1457 und gilt als eines der größten Meisterwerke der französischen Buchmalerei. Es wurde vom königlichen Schatzmeister Étienne Chevalier bei Jean Fouquet in Auftrag gegeben, dessen Name untrennbar mit dem Aufbruch der französischen Kunst in die Renaissance verbunden ist.
Die Handschrift umfasste ursprünglich 47 Miniaturen, ausgeführt in leuchtenden Farben, feinster Lichtführung und mit meisterhafter Raumillusion. Fouquet vereinte flämische Präzision, italienische Perspektive und französische Eleganz zu einer neuen, klaren Bildsprache. Architektonische Details, edle Stoffe und anmutige Figuren verleihen den Szenen eine feierliche, zugleich menschliche Präsenz.
Obwohl das Werk im 18. Jahrhundert auseinandergerissen wurde, zählen die erhaltenen Miniaturen im Musée Condé in Chantilly und in Museen weltweit zu den Höhepunkten europäischer Malerei des 15. Jahrhunderts. Das Stundenbuch markiert den Übergang von der Gotik zur Renaissance in der französischen Buchkunst.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex
Literatur | Dichtung15. JahrhundertNibelungenlied – Hundeshagener Codex
Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.
Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.
Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Atlas Heinrichs VIII.
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas Heinrichs VIII.
Der genuesische Kartograph Battista Agnese (ca. 1500–1564) schuf in seiner venezianischen Werkstatt einige der prächtigsten Atlanten der Renaissance. Um 1542 fertigte er für König Heinrich VIII. von England ein Meisterwerk, das Kosmosdarstellungen, Portolankarten und eine berühmte Weltkarte in ovaler Projektion vereint.
Das Werk beginnt mit Wappen und Titulatur des Königs, gefolgt von Armillarsphäre, Tierkreisdarstellungen und astronomischen Tabellen. Die Karten zeigen die drei Ozeane, das Mittelmeer, Europa und schließlich die Welt als Gesamtschau. Verzeichnet sind auch die Routen Magellans und Pizarros, kunstvoll hervorgehoben in Schwarz und Gold. Eine funktionsfähige Kompassrose ist in den Einband eingelassen – ein technisches wie künstlerisches Detail von seltener Faszination.
Später gelangte der Atlas in die Bibliothek der römischen Familie Barberini, deren Wappen den Einband ziert. Heute gilt er als ein herausragendes Zeugnis kartographischer Kunst und höfischer Repräsentation der Renaissance.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.
Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.
Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Hainricus-Missale
Liturgische Handschriften13. JahrhundertHainricus-Missale
Das Hainricus-Missale, entstanden um 1217 im Benediktinerkloster Weingarten, gilt als eines der herausragenden Werke romanischer Buchkunst in Deutschland. Unter Abt Berthold entwickelte sich das dortige Skriptorium zu einem Zentrum kreativer Buchmalerei, aus dem diese prachtvolle Handschrift hervorging. Ihr Schöpfer, der Mönch Hainricus, verewigte sich selbst auf dem silbernen Einband und in mehreren Miniaturen – ein außergewöhnliches Zeugnis künstlerischer Selbstrepräsentation im Mittelalter.
Der Codex vereint fünf ganzseitige Miniaturen, zwei illuminierte Textseiten, 24 Kalendermedaillons und 35 historisierte Initialen in reicher Gold- und Silbermalerei. Farbige Ranken, Tierwesen und figurenreiche Szenen verbinden sich zu einer harmonischen Einheit aus liturgischer Bedeutung und künstlerischem Glanz.
Mit seiner original erhaltenen Bindung und der unversehrten Leuchtkraft seiner Farben vermittelt das Hainricus-Missale bis heute den Eindruck romanischer Pracht in vollendeter Form.

Stundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart
Maria Stuart (1542–1587), Königin von Schottland und Frankreich, besaß ein prachtvolles Stundenbuch, das sie in ihren letzten Stunden begleitete. Gefertigt im frühen 16. Jahrhundert in Flandern, wohl in Gent oder Brügge, umfasst es 385 Seiten mit 41 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Initialen und farbenprächtigen Rahmendekoren. Die leuchtenden Farben und Vergoldungen zählen zum Schönsten, was die flämische Buchmalerei dieser Zeit hervorgebracht hat.
Dem Gebetbuch ist ein außergewöhnliches Dokument beigegeben: die Hinrichtungsurkunde Maria Stuarts, von Elisabeth I. am 1. Februar 1587 unterzeichnet. Nur wenige Tage später wurde Maria wegen angeblicher Beteiligung an einem Attentat hingerichtet.
Das Stundenbuch mit seinen kostbaren Miniaturen und floralen Rahmungen gilt als ein Meisterwerk an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance. Zusammen mit der Hinrichtungsurkunde bietet es einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben einer der tragischsten Gestalten der europäischen Geschichte.

Benediktionale und Pontifikale
Liturgische Handschriften15. JahrhundertBenediktionale und Pontifikale
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Gebetbuch des Zisterzienserordens
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch des Zisterzienserordens
Das Gebetbuch des Zisterzienserordens, auch bekannt als Herrenalber Gebetbuch, entstand zwischen 1482 und 1484 im Zisterzienserkloster Herrenalb in Baden-Württemberg. Es wurde vom Laienbruder Ludwig von Bruchsal in Auftrag gegeben und von Johann Zürn aus Neibsheim, dem Kantor des Klosters, geschrieben und ausgestattet.
Die Handschrift umfasst 206 Pergamentseiten mit einem Kalender, Bußpsalmen, Marien- und Heiligengebeten, darunter Texte zum Heiligen Bernhard von Clairvaux. Ihren besonderen Rang verdankt sie den 30 ganzseitigen Miniaturen, die Szenen der Passion Christi in außergewöhnlicher Ausdruckskraft darstellen. Bemerkenswert ist, dass die Malereien auf Kupferstiche großer oberrheinischer Meister wie Martin Schongauer und des Meisters E.S. zurückgehen – eine seltene Rückübersetzung der Druckgrafik in das Medium der Buchmalerei.
Durch diese Verbindung von technischer Innovation und spiritueller Andacht wurde das Werk zu einem einzigartigen Zeugnis spätgotischer Frömmigkeit und Kunstfertigkeit. Heute wird das Herrenalber Gebetbuch in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Schätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Literatur | Dichtung15. JahrhundertSchätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Diese vier ausgewählten Miniaturtafeln des 15. Jahrhunderts beleuchten unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Freundschaft in einer Epoche des kulturellen Übergangs. Jede Seite entstammt einem eigenständigen Werk und öffnet ein Fenster in die Denk- und Bildwelt ihrer Zeit.
Der Liebesvogel aus dem Codex Pal. lat. 1632 verbindet Rosenzweig und Falke zu einer symbolischen Meditation über höfische Liebe und leitet Vergils Werke ein.
Der Garten der Liebe aus Harley MS 4425 führt in den berühmten Rosenroman, in dem die Rose zur Allegorie weiblicher Anziehung wird.
Das Hochzeitsblatt aus Codex Ross. 555 markiert den Beginn des Eben Ha-Eser, eines zentralen Textes jüdischer Rechtsliteratur.
Die Szene der Freundschaft aus Codex Pal. lat. 1523 eröffnet Ciceros Betrachtungen über das Wesen menschlicher Verbundenheit.
Diese Auswahl vereint vier Stimmen, die auf unterschiedliche Weise Nähe, Bindung und menschliche Beziehungen reflektieren.

Das silberne Duett
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. JahrhundertDas silberne Duett
Das sogenannte Silberne Duett verbindet die Kunst der Buchmalerei der Renaissance mit der Rechenkunst des Florentiner Humanismus. Grundlage der Handschrift ist das Traktat der Arithmetik und Geometrie des Filippo Calandri, das Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, um 1490 als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni – den späteren Papst Leo X. – in Auftrag gab.
Die prachtvolle Handschrift umfasst rund 100 Seiten mit etwa 230 Miniaturen, reich verziert mit Gold, Rankenornamenten und dem Wappen der Medici. Ganzseitige Rechentafeln, auf farbigen Hintergründen in Goldschrift ausgeführt, verbinden didaktischen Zweck mit luxuriöser Darstellung.
Die Miniaturen stammen von Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, einem der führenden florentinischen Buchmaler seiner Zeit. Das Werk ist in italienischer Sprache verfasst und gilt als kostbares Beispiel für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und humanistischer Bildung im Florenz des späten 15. Jahrhunderts.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Bibeln | Evangeliare16. JahrhundertDas Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.
Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.
Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Montserrat Kollektion
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertMontserrat Kollektion
Die Montserrat-Kollektion vereint drei herausragende Stundenbücher, die heute auf der Iberischen Halbinsel aufbewahrt werden. Sie zählt zu den kostbarsten Zusammenstellungen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Buchmalerei.
Das Stundenbuch der Ippolita Maria Sforza entstand um 1500 in Paris und wurde von Jean Bourdichon für die Mailänder Herzogstochter geschaffen. Mit nahezu 300 Seiten, reich an Miniaturen, Initialen und einer Fülle von Pflanzen- und Tierdarstellungen, gilt es als Meisterwerk der französischen Frührenaissance.
Das Stundenbuch von Montserrat, um 1500 in Rouen entstanden, beeindruckt durch 48 ganzseitige Miniaturen, üppigen Goldschmuck und einen Bilderzyklus, der Maria ins Zentrum stellt.
Das München-Montserrat-Stundenbuch schließlich wurde 1540 in Brügge von Simon Bening geschaffen. Seine detailreichen Miniaturen widmen sich eindrucksvollen Landschaften und dem Jahreslauf.
Zusammen bilden die drei Handschriften ein einzigartiges Panorama französischer und flämischer Buchkunst an der Schwelle zur Neuzeit.

Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Spiele | Jagd16. JahrhundertSchicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri entstand 1482 in Perugia und gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke der italienischen Renaissance. Es vereint astrologisches Wissen, religiöse Symbolik und spielerische Unterhaltung zu einem kunstvollen Gesellschaftsspiel, das Fragen nach Glück, Erfolg und Zukunft beantworten sollte.
Der prächtig illuminierte Codex zeigt das Rad der Fortuna, Propheten, Tierkreiszeichen und Himmelssphären, ausgeführt in leuchtenden Farben und reichem Gold. Die Miniaturen verbinden dramatische Szenen mit feinem Humor und spiegeln den Einfluss der großen Malerei des Quattrocento wider.
Lorenzo Spirito Gualtieri, ein Gelehrter am Hof von Perugia, schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mischung aus Aberglaube, Philosophie und Kunst. Das Schicksalsbuch wurde zu einem der ersten Bestseller Italiens und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Renaissance-Kultur. Es wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig aufbewahrt.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band I (1572)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band I (1572)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: Nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen.
Der erste Band von 1572 bildet den Auftakt des großen Städtewerks. Er versammelt über hundert sorgfältig ausgeführte Stadtansichten aus Europa und dem Nahen Osten, gestochen nach Originalzeichnungen bedeutender Zeitgenossen. In der Verbindung von Gelehrsamkeit, Kunst und Geographie entsteht ein einzigartiges Panorama der urbanen Welt des 16. Jahrhunderts – ein Meilenstein der kartographischen und künstlerischen Darstellung Europas.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville
Literatur | Dichtung15. JahrhundertDie Reisen des Ritters Jean de Mandeville
Die im frühen 15. Jahrhundert in Nordfrankreich entstandene Handschrift Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville zählt zu den bedeutendsten illustrierten Reiseberichten des Mittelalters. Auf 168 Pergamentseiten schildert der angebliche englische Ritter seine dreißigjährige Weltreise in das Heilige Land, nach Indien, China und in das legendäre Reich des Priesters Johannes.
Die Erzählung verbindet Pilgerbericht, Wunderchronik und höfische Dichtung. 74 Miniaturen begleiten den Text und stammen von drei herausragenden Pariser Buchmalern: dem Mazarin-Meister, dem Meister der Cité des Dames und dem Egerton-Meister. Ihre fein ausgeführten Darstellungen zeigen fantastische Wesen, exotische Landschaften und märchenhafte Architekturen in leuchtender Farbigkeit.
Als Schreiber gilt der Benediktinermönch Jean d’Ypres, der möglicherweise selbst hinter dem Namen „John Mandeville“ stand. Das Werk gilt als ein Höhepunkt spätgotischer Buchmalerei und mittelalterlicher Reiseliteratur.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Gebetbuch des Lorenzo de' Medici
Abhandlungen | Weltliche WerkeVor dem 5. JahrhundertGebetbuch des Lorenzo de' Medici
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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.
Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.
Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertSkizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini
Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini, entstanden zwischen 1464 und 1478 in Urbino, gilt als eines der bedeutendsten Traktate zur Architektur und Ingenieurskunst der italienischen Renaissance. Mit über 1.200 Zeichnungen dokumentiert es die außergewöhnliche Vielseitigkeit seines Schöpfers – Bildhauer, Maler, Architekt und Theoretiker – und spiegelt zugleich den Geist einer Epoche wider, in der Kunst, Wissenschaft und Technik untrennbar verbunden waren.
Die Skizzen zeigen Entwürfe für Festungsanlagen, Maschinen, Aufzüge, hydraulische Systeme und idealisierte Städte. Sie verdeutlichen Martinitis unerschöpflichen Erfindungsreichtum und seine präzise Beobachtung technischer Prozesse. Stilistisch verbinden die Blätter mathematische Strenge mit künstlerischer Eleganz.
Francesco di Giorgio, Schüler des Sieneser Meisters Vecchietta und Zeitgenosse Leonardos, prägte mit seinem Werk Generationen von Architekten. Das Skizzenbuch gilt als Schlüsseltext der Renaissance-Architektur und als frühes Beispiel systematischer Ingenieursdokumentation. Heute wird das Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Prophezeiungen der Sibyllen
Mythologie | Prophezeiungen15. JahrhundertProphezeiungen der Sibyllen
Die Sibyllinischen Prophezeiungen (Cod. icon. 414) zählen zu den herausragenden Handschriften des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden um 1490–1500 in der Werkstatt des französischen Buchmalers Jean Poyer in Tours, verbindet das Werk auf eindrucksvolle Weise christliche Heilsgeschichte mit antiken Weissagungen.
In 25 großformatigen Miniaturen wird das Leben Christi den Prophezeiungen der zwölf Sibyllen gegenübergestellt. Ergänzt werden diese Darstellungen durch Figuren der Propheten und Evangelisten. Die reich ausgestatteten Szenen zeichnen sich durch kunstvolle Architektur, detailreiche Gewänder und eine ausgewogene Komposition aus.
Die Handschrift befand sich später im Besitz von Maximilian I. von Bayern und zählt heute zu den bedeutenden Beständen der Bayerische Staatsbibliothek. Sie gilt als eindrucksvolles Beispiel französischer Buchmalerei an der Schwelle zur Renaissance.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Wiener Moamin
Spiele | Jagd13. JahrhundertWiener Moamin
Der Wiener Moamin gehört zu den seltenen Handschriften, die die höfische Jagdkultur des Mittelalters in ihrer ganzen Kunstfertigkeit sichtbar machen. Um 1275 in Italien entstanden, basiert der Codex auf einer lateinischen Übersetzung des arabischen Falknereitraktats Moamin, die Kaiser Friedrich II. persönlich veranlasste und kritisch begleiten ließ. Sein Inhalt reicht von der Aufzucht und Heilbehandlung edler Falken bis zu den Aufgaben und Eigenschaften der Jagdhunde, denen das vierte und fünfte Buch gewidmet sind.
Die Handschrift besticht durch 101 historisierte Initialen auf Goldgrund, in denen Falkner, Jagdvögel und Hunde in lebhaften Szenen erscheinen: Vögel in der Mauser, Falken im Flug, die Abrichtung junger Tiere und die Pflege der Kranken. Später ergänzte Hundedarstellungen verleihen dem Codex zusätzliche Besonderheit.
Der Wiener Moamin ist damit nicht nur ein Lehrbuch der mittelalterlichen Jagdkunst, sondern zugleich ein einzigartiges Zeugnis kaiserlicher Wissenslust und italienischer Buchmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Atlas Heinrichs VIII.
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas Heinrichs VIII.
Der genuesische Kartograph Battista Agnese (ca. 1500–1564) schuf in seiner venezianischen Werkstatt einige der prächtigsten Atlanten der Renaissance. Um 1542 fertigte er für König Heinrich VIII. von England ein Meisterwerk, das Kosmosdarstellungen, Portolankarten und eine berühmte Weltkarte in ovaler Projektion vereint.
Das Werk beginnt mit Wappen und Titulatur des Königs, gefolgt von Armillarsphäre, Tierkreisdarstellungen und astronomischen Tabellen. Die Karten zeigen die drei Ozeane, das Mittelmeer, Europa und schließlich die Welt als Gesamtschau. Verzeichnet sind auch die Routen Magellans und Pizarros, kunstvoll hervorgehoben in Schwarz und Gold. Eine funktionsfähige Kompassrose ist in den Einband eingelassen – ein technisches wie künstlerisches Detail von seltener Faszination.
Später gelangte der Atlas in die Bibliothek der römischen Familie Barberini, deren Wappen den Einband ziert. Heute gilt er als ein herausragendes Zeugnis kartographischer Kunst und höfischer Repräsentation der Renaissance.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Terenz - alle Komödien
Literatur | Dichtung9. JahrhundertTerenz - alle Komödien
Die karolingische Terenz-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek zählt zu den kostbarsten erhaltenen Zeugnissen der antiken Dramenliteratur. Publius Terentius Afer (um 195 – um 159 v. Chr.) war einer der bedeutendsten Komödiendichter der römischen Republik, dessen Stücke zwischen 170 und 160 v. Chr. aufgeführt wurden. Seine Werke galten seit der Antike als Musterbeispiel eines klaren, eleganten Lateins und blieben bis in die Neuzeit hinein fester Bestandteil des Schulunterrichts.
Die im frühen 9. Jahrhundert vermutlich am Hof Ludwigs des Frommen entstandene Handschrift ist eines der wenigen illuminierten Zeugnisse der Terenz-Überlieferung. Berühmt ist sie für ihr eindrucksvolles Autorenbildnis, fünf ganzseitige Maskentafeln zu den Charakteren der einzelnen Stücke sowie für 144 Szenenbilder, die auf antike Aufführungspraktiken verweisen. Durch diese einzigartige Kombination textlicher und bildlicher Überlieferung vermittelt die Handschrift einen seltenen Einblick in die spätantike Theatertradition und ihre mittelalterliche Rezeption.

Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertLeonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Die Sammlung Leonardo da Vinci – Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen vereint 83 Blätter des Universalgenies aus drei bedeutenden Beständen: dem berühmten Codex Atlanticus der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, den Skizzenbüchern des Institut de France und der einzigartigen Da-Vinci-Sammlung des Windsor Castle. Auf 80 Blättern, darunter fünf Faltzeichnungen, offenbaren sich architektonische Entwürfe, Konstruktionsdetails und visionäre Erfindungen, oft begleitet von den charakteristischen Notizen Leonardos.
Die Werke zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Genialität des Renaissance-Meisters, dessen Studien zwischen Kunst, Architektur und Technik neue Maßstäbe setzten. Mit dieser Sammlung wird der schöpferische Geist Leonardo da Vincis (1452–1519) in seiner ganzen Breite sichtbar und seine Rolle als Pionier der Ingenieurskunst und der wissenschaftlichen Beobachtung deutlich.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Parma Ildefonso
Heiligen-Legenden11. JahrhundertParma Ildefonso
Der Parma Ildefonsus entstand zwischen 1090 und 1110 in der Abtei Cluny und zählt zu den prachtvollsten Werken der byzantinisch-romanischen Buchkunst. Die Handschrift überliefert den Traktat De Virginitate Sanctae Mariae des Ildefons von Toledo, ein Lobpreis der Jungfrau Maria, der im geistigen Klima der Reconquista besondere Bedeutung gewann.
Der Codex beeindruckt durch neun ganzseitige, sechzehn halbseitige und acht kleinere Miniaturen sowie durch zahllose vergoldete und historisierte Initialen. Gold, Silber und Purpur bestimmen die Ausstattung jeder Seite und verleihen dem Werk eine außergewöhnliche Strahlkraft.
Die Kompositionen verbinden ornamentale Strenge mit leuchtender Farbigkeit und zeigen Heilige, Propheten und Szenen der Marienverehrung in feierlicher Anordnung. Der Parma Ildefonsus gilt als einzig erhaltene vollständige Fassung des Traktats und als Höhepunkt kluniazensischer Buchmalerei des 12. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1597)
Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.
Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.
Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Bertelsmann Lexikothek | Lexikodisc-System / Lexikodisc
Fotobuch-Edition21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Lexikodisc-System / Lexikodisc
Dieses Objekt der Bertelsmann Lexikothek verbindet die klassische Form des gebundenen Bandes mit einem frühen digitalen Wissensmedium. In einer aufwendig gestalteten Kassette vereint das Set einen dunkelblauen, goldgeprägten Begleitband mit einer CD-ROM des sogenannten Lexikodisc-Systems.
Der Band dient als systematischer Zugang zur Lexikothek und erläutert Aufbau und Nutzung der digitalen Ergänzung. Die beigefügte CD-ROM mit dem Modul „Lexikalisches Wissen“ ermöglicht eine elektronische Recherche innerhalb der enzyklopädischen Inhalte und erweitert damit die Möglichkeiten des gedruckten Nachschlagewerks.
Die Präsentation in einer mit Samt ausgekleideten Kassette unterstreicht den repräsentativen Charakter des Ensembles. Das Zusammenspiel von Buch, Datenträger und Schuber steht exemplarisch für die Übergangsphase um die Jahrtausendwende, in der traditionelle enzyklopädische Wissenssammlungen zunehmend durch digitale Systeme ergänzt wurden.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Brockhaus | Enzyklopädie der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie der Erde
Die Enzyklopädie der Erde aus dem Hause Brockhaus ist eine umfassende Hommage an die Vielfalt, Schönheit und Dynamik unseres Planeten. In präzise recherchierten Texten und eindrucksvoll bebilderten Darstellungen entfaltet das Werk ein Panorama der Erde – von ihrer Entstehung und geologischen Struktur über die Klimazonen und Ökosysteme bis zu den kulturellen und geographischen Lebensräumen des Menschen.
Die Edition verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit ästhetischer Gestaltung und vermittelt aktuelles Wissen aus Geologie, Geographie, Biologie und Umweltforschung in zugänglicher Form. Großformatige Fotografien, Karten und Grafiken veranschaulichen die komplexen Zusammenhänge der Natur und machen die Enzyklopädie der Erde zu einem zugleich lehrreichen und inspirierenden Werk.
Als modernes Nachschlagewerk steht sie in der Tradition des Brockhaus-Verlags, der Wissen, Bildung und die Bewahrung der Natur mit enzyklopädischer Leidenschaft vereint.

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Das Werk Biosphäre. Die Lebensräume der Erde aus dem Brockhaus Verlag erschließt die Vielfalt der Ökosysteme unseres Planeten in anschaulichen Texten und eindrucksvollen Bildern. Von tropischen Regenwäldern über Savannen, Wüsten und Polarregionen bis hin zu den Tiefen der Ozeane werden die unterschiedlichen Lebensräume mit ihrer Flora und Fauna vorgestellt.
Besonderes Gewicht liegt auf der ökologischen Vernetzung: Jede Region wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Klima, geologischen Bedingungen und dem Einfluss des Menschen. Damit bietet das Werk eine zugleich wissenschaftlich fundierte und visuell eindrucksvolle Darstellung der Erde als komplexes, lebendiges System.
Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Präzision, großformatigen Illustrationen und aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zählt Biosphäre zu den bedeutendsten Nachschlagewerken über die Natur und vermittelt ein tiefes Verständnis für die Fragilität und Schönheit unseres Planeten.

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde - Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde - Weltatlas
Der Weltatlas der Brockhaus-Reihe Biosphäre – Die Lebensräume der Erde ergänzt die umfangreiche Enzyklopädie um eine kartografische Darstellung unseres Planeten. Mit detaillierten Karten, thematischen Übersichten und geografischen Analysen veranschaulicht er die natürlichen Lebensräume der Erde und ihre räumlichen Zusammenhänge.
Neben politischen und physischen Karten widmet sich der Atlas insbesondere den klimatischen Zonen, Vegetationsräumen, Meeresgebieten sowie den vielfältigen Ökosystemen der Erde. Die Karten zeigen eindrucksvoll, wie Landschaft, Klima, Tier- und Pflanzenwelt miteinander verbunden sind und welche Faktoren die verschiedenen Lebensräume prägen.
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Genauigkeit, hochwertiger Kartografie und anschaulicher Gestaltung bietet der Weltatlas einen vertiefenden Zugang zu den Themen der Biosphäre-Reihe. Er macht geografische und ökologische Zusammenhänge auf einen Blick verständlich und erweitert das Verständnis für die Vielfalt und Vernetzung der natürlichen Lebensräume unseres Planeten.

Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Die Natur-Enzyklopädie Europas aus der großen Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutendsten naturkundlichen Überblickswerken ihrer Zeit. Die Bände widmen sich der Pflanzen- und Tierwelt des europäischen Kontinents und verbinden wissenschaftliche Systematik mit einer klaren, bildstarken Darstellung.
Detailreiche Illustrationen, fotografische Tafeln und präzise Textbeiträge vermitteln ein umfassendes Verständnis der europäischen Lebensräume, ihrer Artenvielfalt und ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig dokumentiert das Werk das naturkundliche Wissensniveau seiner Entstehungszeit und bietet damit auch einen kulturhistorischen Blick auf die Entwicklung moderner Naturforschung.
Als sorgfältig aufgebautes Kompendium, das Erkenntnisreichtum und anschauliche Vermittlung miteinander verbindet, bleibt die Natur-Enzyklopädie Europas ein eindrucksvolles Zeugnis populärwissenschaftlicher Lexikographie und ein wertvolles Referenzwerk für Liebhaber naturkundlicher Themen.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Bertelsmann Lexikothek | Themenbände
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Themenbände
Die Bertelsmann Lexikothek Themenbände erweitern das klassische Lexikon um eine Reihe von Einzelbänden, die sich jeweils einem bestimmten Wissensgebiet widmen. Entstanden zwischen Ende der 1970er- und den 1990er-Jahren, verbinden sie wissenschaftliche Präzision mit einer anschaulichen, bildreichen Darstellung und spiegeln den hohen Anspruch des Bertelsmann Verlags an Bildung und Ästhetik wider.
Jeder Band behandelt ein zentrales Themenfeld – etwa Kunst, Geschichte, Natur, Religion, Technik oder Musik – und bietet einen kompakten Überblick über Entwicklung, Hintergründe und Zusammenhänge. Zahlreiche Abbildungen, Karten und Grafiken begleiten die Texte und machen komplexe Sachverhalte verständlich und lebendig.
Mit ihren edlen Kunstledereinbänden, Goldprägungen und hochwertigen Illustrationen wurden die Themenbände zu einem repräsentativen Wissensarchiv ihrer Zeit. Sie stehen exemplarisch für die enzyklopädische Kultur des 20. Jahrhunderts und machen die Vielfalt menschlicher Erkenntnis in anschaulicher Form erfahrbar.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Herrscher des Himmels
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)12. JahrhundertHerrscher des Himmels
Die Tierkreiszeichen und ihre mythologische Deutung gehören seit der Antike zum festen Bestand religiöser, astrologischer und künstlerischer Traditionen. Besonders im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit erfreuten sie sich großer Beliebtheit und fanden Eingang in prachtvoll ausgestattete Handschriften.
Die Miniaturen aus verschiedenen europäischen Codices zeigen die zwölf Sternzeichen in meisterlicher Vielfalt: Vom Stammheimer Missale (um 1160–1180) über berühmte Stundenbücher wie die Très Riches Heures du Duc de Berry oder die Grandes Heures der Anne de Bretagne bis hin zu flämischen und französischen Kalenderhandschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Ob Wassermann, Widder oder Zwillinge – die Darstellungen verbinden astrologisches Wissen mit detailreicher Malerei und höfischer Kultur.
Die ausgewählten Blätter illustrieren nicht nur den Einfluss der Gestirne auf das menschliche Leben, sondern auch den hohen Stellenwert der Astrologie in der Vorstellungswelt des Mittelalters. Sie sind zugleich ein kostbares Zeugnis europäischer Buchkunst.

Pariser Splendor Solis
Medizin | Botanik | Alchemie16. JahrhundertPariser Splendor Solis
Der „Pariser Splendor Solis“ zählt zu den bedeutendsten alchemistischen Handschriften des 16. Jahrhunderts und verbindet geheimnisvolle Symbolik mit außergewöhnlicher Buchkunst. Das Werk steht in der Tradition der spätmittelalterlichen Prachthandschrift und entfaltet auf reich ausgestatteten Seiten eine Bildwelt von bemerkenswerter künstlerischer Vielfalt.
Im Mittelpunkt stehen 22 ganzseitige Miniaturen, die alchemistische Prozesse, Planetensymbole sowie figürliche und ornamentale Darstellungen miteinander verbinden. Architekturformen, Landschaften, Tiere und florale Elemente verschmelzen zu komplexen Kompositionen, die sowohl symbolischen als auch dekorativen Charakter besitzen. Goldgehöhte Initialen und aufwendig gestaltete Rahmungen verleihen dem Manuskript eine besondere Leuchtkraft.
Die Handschrift entstand im Umfeld der Nürnberger Kunst des 16. Jahrhunderts und zeigt deutliche Einflüsse der Nachfolge Albrecht Dürers. Inhaltlich steht sie im Zusammenhang mit der alchemistischen Suche nach dem Stein der Weisen und spiegelt die intensive Beschäftigung der Renaissance mit Naturphilosophie und Geheimwissen wider.
Als Verbindung von wissenschaftlicher Vorstellung, symbolischer Bildsprache und höchster künstlerischer Ausführung gilt der „Splendor Solis“ heute als eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der europäischen Alchemietradition.

Das Geheimnis des Grals
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. JahrhundertDas Geheimnis des Grals
Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.
In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.
Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

Das Buch der Erde
Sonstiges Genres20. JahrhundertDas Buch der Erde
Das Buch der Erde ist ein großformatiges Sach- und Bildwerk über die Entstehung, Struktur und Vielfalt unseres Planeten. Es behandelt die Erde als Lebensraum in ihren geologischen, geographischen und ökologischen Zusammenhängen. In anschaulichen Texten, Karten und Fotografien werden Themen wie Erdgeschichte, Kontinentaldrift, Klima, Flora und Fauna sowie die Rolle des Menschen im globalen Ökosystem dargestellt.
Die prachtvolle Ausstattung des Bandes unterstreicht seinen repräsentativen Charakter: geprägter Einband in Schwarz mit silbernen Reliefs der Weltkugeln, Metallecken und Titelprägung in Silber und Blau. Das Werk verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit visueller Ausdruckskraft und dokumentiert den Wissensstand über unseren Planeten im späten 20. Jahrhundert – ein repräsentatives Beispiel populärwissenschaftlicher Buchkunst jener Zeit.

Wundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit
Die „Errungenschaften der Menschheit“ widmen sich den bedeutendsten Entwicklungen der Zivilisationsgeschichte und vereinen Wissen aus Wissenschaft, Kultur, Technik und Gesellschaft in einer umfassenden Gesamtdarstellung. Das Werk zeichnet die großen Meilensteine menschlicher Innovation nach und macht sichtbar, wie Ideen, Entdeckungen und Erfindungen den Lauf der Geschichte geprägt haben.
In thematisch gegliederten Kapiteln werden zentrale Fortschritte von der Antike bis in die Moderne beleuchtet. Dabei stehen nicht nur einzelne Ereignisse im Fokus, sondern auch ihre Zusammenhänge und Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Anschauliche Darstellungen und sorgfältig aufbereitete Inhalte ermöglichen einen facettenreichen Zugang zu komplexen Entwicklungen.
Die hochwertige Gestaltung unterstreicht den Anspruch, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern auch erlebbar zu machen. So entsteht ein Werk, das historische Tiefe mit einer klaren, verständlichen Struktur verbindet und einen eindrucksvollen Überblick über die kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen der Menschheit bietet.

Gerardus Mercator: Maestro de la Cartografía
Gedenk-Edition | Reproduktion21. JahrhundertGerardus Mercator: Maestro de la Cartografía
Dieses kunstvoll gestaltete Bronze-Relief ist dem flämischen Geografen und Kartografen Gerardus Mercator (1512–1594) gewidmet, einem der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Kartografie. Mit seiner berühmten Mercator-Projektion schuf er eine neue Grundlage für die Navigation und prägte das geografische Verständnis seiner Zeit nachhaltig.
Das vom Künstler Federico Lozoya Monleón geschaffene Relief zeigt Mercator als Gelehrten der Renaissance und würdigt seine außergewöhnlichen Leistungen für Wissenschaft und Entdeckungsgeschichte. Die Fertigung erfolgt im traditionellen Wachsausschmelzverfahren, wodurch jedes Exemplar durch hohe handwerkliche Qualität überzeugt.
Mit seiner Verbindung aus historischer Bedeutung, künstlerischer Ausführung und streng limitierter Auflage stellt dieses Werk eine besondere Hommage an einen Mann dar, dessen Einfluss auf die Darstellung unserer Welt bis heute spürbar ist.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Geschichte des Trojanischen Kriegs - Petersburg Codex
Literatur | Dichtung14. JahrhundertGeschichte des Trojanischen Kriegs - Petersburg Codex
Der Petersburg Codex der Geschichte des Trojanischen Kriegs entstand im 14. Jahrhundert im Umfeld der Stadt Bologna und zählt zu den eindrucksvollsten Bilderhandschriften des italienischen Trecento. Grundlage des Werkes ist der Roman de Troie des französischen Autors Benoît de Sainte-Maure, der um 1160 für den Hof Heinrichs II. Plantagenet und Eleonores von Aquitanien verfasst wurde.
Der italienische Codex, geschmückt mit 341 Miniaturen, überträgt den höfischen Erzählstoff in eine visuelle Sprache von außergewöhnlicher Lebendigkeit. Die Szenen entfalten sich in architektonischen Rahmungen, deren Formen bis in die Seitenränder hineinwachsen, und zeigen mit erzählerischer Fülle die Helden, Kämpfe und Liebesgeschichten des trojanischen Mythos.
In der Verbindung von antikem Stoff, französischer Dichtung und italienischer Bildkunst spiegelt der Petersburg Codex die kulturelle Weite des 14. Jahrhunderts. Er vereint dramatische Ausdruckskraft mit detailreicher Beobachtung des zeitgenössischen Lebens.

Benediktionale und Pontifikale
Liturgische Handschriften15. JahrhundertBenediktionale und Pontifikale
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Gabriel Glockendon: Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertGabriel Glockendon: Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg
Das Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg zählt zu den herausragenden Beispielen der Buchmalerei der Renaissance. Die prachtvolle Pergamenthandschrift entstand zwischen 1536 und 1537 in Nürnberg und Halle für Albrecht von Brandenburg, einen der bedeutendsten Kirchenfürsten seiner Zeit.
Die Ausstattung vereint die Arbeit des Buchmalers Gabriel Glockendon und des Schreibers Georg Stierlein. Insgesamt umfasst das Werk rund 200 Seiten mit 42 ganzseitigen Miniaturen sowie zahlreichen ornamentalen Initialen. Die Darstellungen folgen der Heilsgeschichte von der Verkündigung an Maria bis zur Grablegung Christi.
Die Bilder zeichnen sich durch einen detailreichen, manieristischen Stil aus. Reich verzierte Gewänder, sorgfältig gestaltete Architektur und atmosphärische Landschaften verleihen den Szenen eine besondere Bildwirkung. Aufwendig gestaltete Rahmungen erweitern die Miniaturen häufig um zusätzliche figürliche Darstellungen und machen die Handschrift zu einem eindrucksvollen Zeugnis der Renaissance-Buchkunst.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

De Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Medizin | Botanik | Alchemie16. JahrhundertDe Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Das 1542 in Basel erschienene Werk De Historia Stirpium Commentarii Insignes des Arztes und Botanikers Leonhart Fuchs gilt als eines der bedeutendsten Kräuterbücher der Renaissance. Auf über 500 reich illustrierten Seiten werden mehr als 500 Pflanzen beschrieben, darunter zahlreiche bis dahin wenig bekannte Arten.
Berühmt wurde das Werk insbesondere durch seine meisterhaften Holzschnitte, die eine neue Stufe botanischer Darstellungskunst erreichten. Sie verbinden wissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Eleganz und machten Fuchs’ Kräuterbuch zu einem Grundlagenwerk der frühen Botanik.
Für Sammler und Liebhaber ist De Historia Stirpium nicht nur ein medizinisch-botanisches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Kulturdenkmal des 16. Jahrhunderts, das den Geist humanistischer Gelehrsamkeit ebenso widerspiegelt wie die Kunstfertigkeit frühneuzeitlicher Druckgraphik.

Bertelsmann Lexikothek | Das moderne Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Das moderne Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek – Das moderne Lexikon präsentiert sich als umfangreiche, mehrbändige Wissenssammlung, bestehend aus 20 Grundbänden sowie 11 Zusatz- und Ergänzungsbänden. Die alphabetisch strukturierte Hauptreihe erschließt ein breites Spektrum an Themen aus Naturwissenschaft, Technik, Geschichte, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das Werk durch spezialisierte Bände, die einzelne Wissensgebiete vertiefen und erweitern. Dazu zählen unter anderem Darstellungen zu Ländern und Kontinenten, wissenschaftliche Themenbereiche sowie Aspekte von Kunst und Gesundheit. Diese Kombination aus Grund- und Ergänzungsbänden schafft ein vielschichtiges Gesamtbild des Wissensstandes ihrer Entstehungszeit.
Die einheitlich gestalteten Einbände mit goldgeprägten Rückentiteln verleihen der Reihe eine klassische, repräsentative Erscheinung. Als enzyklopädisches Gesamtwerk steht die Bertelsmann Lexikothek für den Anspruch, Wissen systematisch zu ordnen und in umfassender Form zugänglich zu machen.

Boccaccios vatikanischer Dekameron
Literatur | Dichtung15. JahrhundertBoccaccios vatikanischer Dekameron
Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.
Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.
Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Bibeln | Evangeliare11. JahrhundertEvangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.
Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.
Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Godescalc-Evangelistar
Liturgische Handschriften8. JahrhundertGodescalc-Evangelistar
Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.
Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.
Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Bertelsmann | Lexikothek Medica
Medizin | Botanik | Alchemie20. JahrhundertBertelsmann | Lexikothek Medica
Die Bertelsmann Lexikothek Medica ist ein umfassendes Nachschlagewerk zur modernen Medizin und Gesundheitskunde. In klarer, verständlicher Sprache erklärt es Krankheitsbilder, Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten aus allen Bereichen der Medizin – von der allgemeinen und inneren Medizin über Psychologie bis zur alternativen Heilkunde. Zahlreiche farbige Abbildungen, anatomische Tafeln und Schaubilder verdeutlichen komplexe Zusammenhänge und machen das Werk zu einem anschaulichen Begleiter für medizinisch Interessierte und Laien gleichermaßen. Ergänzt wird das Lexikon durch Hinweise zu Prävention, gesunder Lebensweise und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Lexikothek Medica steht exemplarisch für die wissenschaftliche Genauigkeit und redaktionelle Qualität des Hauses Bertelsmann und bietet ein eindrucksvolles Panorama des medizinischen Wissens ihrer Zeit.

Bertelsmann Lexikothek | Weltatlas
Abhandlungen | Weltliche Werke21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Weltatlas
Der Weltatlas der Bertelsmann Lexikothek bietet eine umfassende kartografische Darstellung der Erde und verbindet klassische Kartenwerke mit modernen Bildquellen. Zahlreiche Abbildungen, detaillierte Karten und eindrucksvolle Satellitenaufnahmen eröffnen einen vielschichtigen Blick auf geografische, politische und infrastrukturelle Zusammenhänge. Das Werk umfasst rund 600 Seiten und ist in vier Bereiche gegliedert: einen thematischen Teil zur Vermittlung globaler Strukturen, einen klassischen Kartenteil, einen Routenteil zur Orientierung sowie einen Satellitenbildteil mit anschaulichen Perspektiven aus dem All. Die klare Gliederung und die visuelle Präzision ermöglichen eine systematische Erschließung der Welt und machen den Atlas zu einem vielseitigen Nachschlagewerk innerhalb der Bertelsmann Lexikothek.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Coron | Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertCoron | Die grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Coron | Die Grossen
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen
Die monumentale Reihe Die Großen vereint die Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, deren Ideen und Handlungen das kulturelle und geistige Fundament unserer Welt geprägt haben. In sorgfältig gestalteten Bänden entfaltet sich ein konziser Gang durch mehr als zwei Jahrtausende, beginnend bei den frühen Hochkulturen und endend im 20. Jahrhundert.
Jeder Band widmet sich einer Epoche und versammelt pointierte Biografien, die historische Entwicklungen in klarer Struktur sichtbar machen. Die Edition folgt einem klassischen Gestaltungsprinzip mit tiefroten Einbänden und goldgeprägten Akzenten, wodurch die Reihe einen geschlossenen, bibliophilen Charakter erhält.
Die Großen gilt als eines der repräsentativen biografischen Sammelwerke des Coron Verlags und vermittelt, jenseits wissenschaftlicher Detailfülle, eine elegante und zugängliche Annäherung an die prägenden Figuren der Weltgeschichte.

Coron | Die Grossen – Registerband
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen – Registerband
Der Registerband ergänzt die mehrbändige Reihe Die Großen des Coron Verlags, die bedeutenden Persönlichkeiten der Weltgeschichte gewidmet ist. In zwei Teilbänden erschließt er die Inhalte der gesamten Edition und ermöglicht einen gezielten Zugang zu den biographischen Beiträgen der Hauptbände.
Neben einem umfangreichen Namenregister enthält das Werk synoptische Zeittafeln, biographische Verzeichnisse sowie Nachweise zu Autoren und Bildquellen. Dadurch lassen sich historische Zusammenhänge, Lebensdaten und Querverbindungen zwischen den dargestellten Persönlichkeiten schnell nachvollziehen.
Als wissenschaftliches Hilfsmittel vervollständigt der Registerband die Reihe und macht deren Inhalte systematisch nutzbar. Er dokumentiert zugleich den enzyklopädischen Anspruch der Edition, bedeutende Persönlichkeiten verschiedener Epochen in einem gemeinsamen historischen Zusammenhang zu erschließen.

Brockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Die 20. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie bildet den krönenden Abschluss einer langen Tradition gedruckter Wissenssammlungen. In 24 Bänden erschienen, vereint sie auf über 32.000 Seiten rund 300.000 Stichwörter und spiegelt damit den Stand des Wissens an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.
Reich ausgestattet mit Abbildungen, Karten und Tabellen, zeigt sich hier die enzyklopädische Kultur in ihrer letzten großen gedruckten Form. Für Liebhaber und Sammler ist diese Ausgabe nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Zeugnis editorischer Sorgfalt und der hohen Wertschätzung, die das Medium Buch bis in die späten 1990er Jahre hinein erfuhr.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Buch vom erfüllten Leben
Literatur | Dichtung15. JahrhundertBuch vom erfüllten Leben
Das Buch vom erfüllten Leben zählt zu den eindrucksvollsten illustrierten Handschriften des spätmittelalterlichen Frankreichs. Die um 1342 entstandene Verserzählung des Pariser Geistlichen Jacques Bruyant widmet sich den Idealen eines gelingenden Lebens und einer harmonischen Ehe. In allegorischer Form führt sie durch die Tugenden und Herausforderungen des menschlichen Daseins und verbindet moralische Belehrung mit den erzählerischen Elementen eines mittelalterlichen Romans.
Besondere Bedeutung erlangte die Handschrift durch ihre außergewöhnliche Ausstattung im Umfeld des berühmten Bedford-Meisters. 46 prachtvolle Miniaturen, reich verzierte Bordüren und kunstvoll gestaltete Goldinitialen verleihen dem Werk seinen unverwechselbaren Charakter. Die Darstellungen gewähren zugleich einen seltenen Einblick in den Alltag des späten Mittelalters und zeigen Landschaften, Burgen, Wohnräume, Handwerksarbeiten und höfisches Leben mit bemerkenswerter Detailfülle.
Als herausragendes Beispiel spätgotischer Buchkunst vereint das Werk literarische, historische und künstlerische Bedeutung in einzigartiger Weise.

Brockhaus | Chronik des Automobils
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Automobils
Die dreibändige Ausgabe Chronik des Automobils bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Automobils vom frühen Nachkriegszeitalter bis in die Moderne. In klar gegliederten Kapiteln verbindet das Werk technische Fortschritte, gesellschaftliche Veränderungen und die Entstehung legendärer Fahrzeugtypen zu einer erzählerischen Gesamtgeschichte. Jedes Buch widmet sich einer eigenen Epoche und zeigt, wie Mobilität, industrielle Innovation und kulturelle Leitbilder einander beeinflusst haben. Die reich bebilderten Darstellungen und sorgfältig aufbereiteten Texte machen die Ausgabe zu einer fundierten Dokumentation der automobilen Kulturgeschichte. Besonders hervorzuheben ist die ausgewogene Darstellung sowohl ikonischer Klassiker als auch weniger bekannter Entwicklungen, die zusammen ein präzises Panorama der automobilen Evolution zeichnen.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch des 21. Jahrhunderts
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch des 21. Jahrhunderts
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch des 21. Jahrhunderts dokumentiert die bedeutenden Entwicklungen und Ereignisse der Gegenwart in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, technologischer und politischer Veränderungen. Als Ergänzung zur Brockhaus Enzyklopädie fasst es die prägenden Themen des neuen Jahrtausends zusammen und ordnet sie in einen größeren zeitgeschichtlichen Zusammenhang ein.
Behandelt werden internationale Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Umwelt ebenso wie technologische Innovationen und globale Herausforderungen. Zahlreiche Abbildungen, Grafiken und Hintergrundinformationen veranschaulichen die Entwicklungen und ermöglichen einen fundierten Überblick über das aktuelle Zeitgeschehen.
Das Jahrbuch versteht sich als chronikalische Bestandsaufnahme einer Epoche, die von Digitalisierung, weltweiter Vernetzung und raschem Wandel geprägt ist, und bewahrt die wichtigsten Ereignisse des 21. Jahrhunderts in kompakter und übersichtlicher Form.

Der goldene Atlas der Nautik
Geographie | Karten16. JahrhundertDer goldene Atlas der Nautik
1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.
Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.
Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

Atlas des Diego Homen von 1561
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas des Diego Homen von 1561
Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.
Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

Atlas Karls V. und Atlas Magellans
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas Karls V. und Atlas Magellans
Dieses außergewöhnliche Kompendium vereint zwei bedeutende Atlanten der Renaissance und vermittelt einen faszinierenden Einblick in das geografische Weltbild des 16. Jahrhunderts. Der um 1542 entstandene Atlas Karls V. wurde vom berühmten Kartographen Battista Agnese geschaffen und durch prachtvolle Buchmalereien des Renaissance-Künstlers Giulio Clovio veredelt.
Ergänzt wird das Werk durch den sogenannten Atlas Magellans, der die Entdeckungsreisen und die erste Weltumsegelung Ferdinand Magellans dokumentiert. Die detailreichen Karten spiegeln die Zeit der großen geografischen Entdeckungen wider und zeigen eindrucksvoll, wie sich das Wissen über die Welt stetig erweiterte.
Mit seiner Verbindung aus wissenschaftlicher Präzision, kunstvoller Ausstattung und historischer Bedeutung zählt dieses Werk zu den bemerkenswertesten Zeugnissen der Kartographie der Renaissance.

Ulug Begs Buch der Fixsterne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertUlug Begs Buch der Fixsterne
Das Buch der Fixsterne ist eine prachtvolle Abschrift des im 10. Jahrhundert verfassten Sternenkatalogs des persischen Gelehrten Al-Sufi (903–986). Zwischen 1430 und 1440 ließ der timuridische Fürst Ulug Beg (1394–1449), selbst ein bedeutender Astronom und Mathematiker, das Werk in Samarkand für seine Bibliothek kopieren und illuminierten.
Die Handschrift verbindet wissenschaftliche Präzision mit höchster künstlerischer Raffinesse: 74 Miniaturen zeigen die Sternbilder in zweifacher Ansicht – so, wie sie am Himmel erscheinen, und spiegelbildlich als Projektion auf eine Sphäre. In filigranen Pastellfarben gehalten, mit Gold für die Sterne und Rot für die Begleitsterne, bilden sie einen Höhepunkt islamischer Buchkunst mit Einflüssen aus der chinesischen Malerei.
Das Werk dokumentiert den Anspruch Ulug Begs, Samarkand zu einem Zentrum der Wissenschaft zu machen. Es gilt als eines der schönsten astronomischen Manuskripte der Welt.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Rohan-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertRohan-Stundenbuch
Das Rohan-Stundenbuch zählt zu den bedeutendsten und außergewöhnlichsten Handschriften des späten Mittelalters. Entstanden zwischen 1430 und 1435 in Paris, beeindruckt es durch seine außergewöhnliche künstlerische Gestaltung und seinen bemerkenswerten Bildreichtum. Jede Seite des prachtvoll illuminierten Manuskripts ist mit Miniaturen geschmückt, darunter zahlreiche großformatige Darstellungen von besonderer Ausdruckskraft.
Geschaffen wurde das Werk vom sogenannten Rohan-Meister und seiner Werkstatt, die mit leuchtenden Farben, feinem Goldschmuck und einer für ihre Zeit außergewöhnlichen Bildsprache neue Maßstäbe setzten. Das Stundenbuch verbindet persönliche Frömmigkeit mit höchster Buchkunst und gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele französischer Buchmalerei des 15. Jahrhunderts.
Neben seiner kunsthistorischen Bedeutung fasziniert das Werk auch durch seine bewegte Geschichte, die bis heute nicht in allen Details geklärt ist. Heute wird das berühmte Stundenbuch in der Bibliothèque nationale de France in Paris aufbewahrt.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Christine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Literatur | Dichtung15. JahrhundertChristine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Mit den Ratschlägen für einen jungen Helden schuf Christine de Pizan zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein Werk, das höfische Ethik, politische Klugheit und moralische Unterweisung miteinander verbindet. Die Autorin, eine der ersten selbstständig schreibenden Frauen Europas, richtet sich darin an einen jungen Adligen und entfaltet ein Ideal ritterlicher Tugend, das Tapferkeit, Maß, Gerechtigkeitssinn und Verantwortungsbewusstsein vereint.
Der Text steht in der Tradition spätmittelalterlicher Fürstenspiegel und verbindet praktische Lebenslehre mit humanistisch geprägter Bildungsvorstellung. In illuminierten Handschriften überliefert, entfaltet das Werk seine Wirkung nicht nur im Wort, sondern auch in der bildlichen Darstellung höfischer Welt und symbolischer Ordnung.
Als Zeugnis weiblicher Autorschaft und politischer Reflexion im Spätmittelalter gehört Ratschläge für einen jungen Helden zu den bedeutenden literarischen Werken seiner Zeit.

Brockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 2. Auflage (1993) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Weltatlas - 4. Auflage
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 4. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 4. Auflage (2004) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Brockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Die 20. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie bildet den krönenden Abschluss einer langen Tradition gedruckter Wissenssammlungen. In 24 Bänden erschienen, vereint sie auf über 32.000 Seiten rund 300.000 Stichwörter und spiegelt damit den Stand des Wissens an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.
Reich ausgestattet mit Abbildungen, Karten und Tabellen, zeigt sich hier die enzyklopädische Kultur in ihrer letzten großen gedruckten Form. Für Liebhaber und Sammler ist diese Ausgabe nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Zeugnis editorischer Sorgfalt und der hohen Wertschätzung, die das Medium Buch bis in die späten 1990er Jahre hinein erfuhr.

Brockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Chronik des 20. Jahrhunderts aus dem Hause Brockhaus zählt zu den bedeutendsten zeithistorischen Editionen des Verlags. In sorgfältig gestalteten Einzelbänden entfaltet sich ein umfassendes Panorama jener Epoche, die die moderne Welt wie keine andere geprägt hat. Jahr für Jahr werden politische Umbrüche, technische Innovationen, kulturelle Strömungen und prägende Persönlichkeiten präzise dokumentiert und durch aussagekräftiges Bildmaterial ergänzt.
Die Reihe überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich: Hochwertiges Ganzleder, Goldprägung, Fadenheftung und ein zeitlos klassisches Layout machen jedes Exemplar zu einem bibliophilen Objekt von bleibendem Wert. Die Brockhaus-Chronik verbindet historische Tiefenschärfe mit einer eleganten Präsentation und bietet damit eine Sammlung, die gleichermaßen für Liebhaber anspruchsvoller Nachschlagewerke wie für kulturhistorisch interessierte Leser von Bedeutung ist.

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.
Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

Brockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 2. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 2. Auflage (1993) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Brockhaus | Weltatlas - 3. Auflage
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas - 3. Auflage
Der Brockhaus Weltatlas, 3. Auflage (2001) vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Atlas des Diego Homen von 1561
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas des Diego Homen von 1561
Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.
Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

Brockhaus | Horizonte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Horizonte
Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Farnese-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertFarnese-Stundenbuch
Das 1546 in Rom vollendete Farnese-Stundenbuch zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der italienischen Renaissance. Auftraggeber war Kardinal Alessandro Farnese, einer der einflussreichsten Kunstmäzene des 16. Jahrhunderts. Mit der Ausstattung seines persönlichen Gebetbuchs betraute er Giulio Clovio, den berühmtesten Miniaturisten seiner Zeit.
Die Handschrift beeindruckt mit 26 ganzseitigen Miniaturen, die in 13 gegenüberliegenden Bildpaaren angeordnet sind. Leuchtende Farben, präzise Goldakzente, dramatische Figuren und prachtvolle Bordüren lassen die kleinformatigen Darstellungen wie monumentale Gemälde erscheinen. Weitere Seiten schmücken atmosphärische Landschaften, naturalistische Stillleben, Porträts und fein ausgearbeitete Grotesken.
Nach dem Tod Alessandro Farneses erhielt das Stundenbuch einen reich verzierten Einband aus Gold und Silber. Heute wird die kostbare Handschrift in der Morgan Library & Museum in New York aufbewahrt und gilt als Höhepunkt der europäischen Buchmalerei.

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage
Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.
Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

Coron | Die Grossen
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen
Die monumentale Reihe Die Großen vereint die Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, deren Ideen und Handlungen das kulturelle und geistige Fundament unserer Welt geprägt haben. In sorgfältig gestalteten Bänden entfaltet sich ein konziser Gang durch mehr als zwei Jahrtausende, beginnend bei den frühen Hochkulturen und endend im 20. Jahrhundert.
Jeder Band widmet sich einer Epoche und versammelt pointierte Biografien, die historische Entwicklungen in klarer Struktur sichtbar machen. Die Edition folgt einem klassischen Gestaltungsprinzip mit tiefroten Einbänden und goldgeprägten Akzenten, wodurch die Reihe einen geschlossenen, bibliophilen Charakter erhält.
Die Großen gilt als eines der repräsentativen biografischen Sammelwerke des Coron Verlags und vermittelt, jenseits wissenschaftlicher Detailfülle, eine elegante und zugängliche Annäherung an die prägenden Figuren der Weltgeschichte.

Coron | Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertCoron | Die grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Schätze der Bibliothèque nationale de France
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)6. JahrhundertSchätze der Bibliothèque nationale de France
Die Bibliothèque nationale de France in Paris zählt zu den größten und bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Ihre Ursprünge reichen bis in das Jahr 1368 zurück, als König Karl V. von Frankreich im Louvre eine königliche Bibliothek mit mehr als 900 mittelalterlichen Handschriften begründete. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Sammlung stetig erweitert und umfasst heute einen außergewöhnlichen Bestand an mittelalterlichen und neuzeitlichen Manuskripten.
Die Kassette „Schätze der Bibliothèque nationale de France“ präsentiert zehn ausgewählte Bildseiten aus kostbaren Handschriften der französischen Nationalbibliothek. Die Zusammenstellung führt durch nahezu ein Jahrtausend europäischer Buchkunst. Sie reicht vom byzantinischen Evangeliar des 6. Jahrhunderts über bedeutende Werke der karolingischen Buchmalerei bis zu prachtvoll ausgestatteten Stundenbüchern, Chroniken und Ritterromanen des späten Mittelalters.
Zu den dargestellten Motiven gehören die Heilung eines Blinden aus dem Evangeliar von Sinope, die Geschichte des Propheten Jona aus dem Pariser Psalter, der Evangelist Johannes aus dem Evangeliar von Saint-Médard sowie die Christi Himmelfahrt aus dem berühmten Drogo-Sakramentar. Weitere Blätter zeigen die Majestas Domini, Hanna und Samuel, eine lebendige Fuchsjagd, die thronende Madonna, König Ludwig XI. im Kreis der Ritter des Michaelsordens und die Belagerung des Schlosses Derval.
Jedes der zehn Kunstblätter wird einzeln unter einem Passepartout präsentiert und in einer aufwendig verzierten Kassette aufbewahrt. Die Edition vermittelt auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der europäischen Buchmalerei und macht einige der schönsten Schätze der Bibliothèque nationale de France in einer repräsentativen Sammlung erlebbar.

Albani-Psalter
Psalterien12. JahrhundertAlbani-Psalter
Der im 12. Jahrhundert entstandene Albani-Psalter zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der englischen Buchmalerei der Romanik. Die Prachthandschrift wurde im Kloster St. Albans vermutlich im Auftrag des Abtes Geoffrey de Gorham für die Einsiedlerin Christina von Markyate geschaffen.
Neben den Psalmen König Davids enthält der Codex einen liturgischen Kalender, Gebete und Gesänge, einen umfangreichen Bilderzyklus zum Leben Christi sowie das altfranzösische Alexiuslied. Prächtige ganzseitige Miniaturen in goldenen Rahmen und mehr als 200 historisierte Initialen verleihen ihm seine außergewöhnlich reiche Ausstattung.
Byzantinische und ottonische Einflüsse verbinden sich dabei mit der charakteristischen Formensprache der englischen Romanik. Zahlreiche Darstellungen und persönliche Hinweise beziehen sich auf Christina von Markyate und machen die Handschrift zu einem besonderen Zeugnis ihrer Spiritualität sowie ihrer engen geistigen Verbundenheit mit Geoffrey de Gorham.
Heute wird der Albani-Psalter in der Dombibliothek Hildesheim aufbewahrt.

Buch von Lindisfarne
Bibeln | Evangeliare8. JahrhundertBuch von Lindisfarne
Das Buch von Lindisfarne, auch bekannt als Lindisfarne Gospels, ist eines der bedeutendsten Meisterwerke frühmittelalterlicher Buchkunst. Es entstand um 700 n. Chr. im Kloster Lindisfarne auf der kleinen Halbinsel Holy Island vor der Küste Nordenglands und gilt als Inbegriff der insularen Kunst, in der keltische Ornamentik, angelsächsische Formen und mediterrane Einflüsse in einzigartiger Harmonie verschmelzen.
Das prachtvoll illuminierte Evangeliar enthält die vier lateinischen Evangelien, die im 10. Jahrhundert durch Aldred, einen Geistlichen des Klosters, mit der ältesten erhaltenen altenglischen Übersetzung versehen wurden. Die Handschrift zeichnet sich durch 16 reich verzierte Kanontafeln, fünf prachtvolle Teppichseiten, vier Evangelistenporträts und zahllose kunstvolle Initialen aus. Ihre leuchtenden Farben, feinen Linien und symmetrischen Muster machen sie zu einem Höhepunkt der europäischen Buchmalerei.
Verfasst und illuminiert wurde das Werk von Eadfrith, Bischof von Lindisfarne, gebunden von Aethelwald und mit Edelmetallbeschlägen versehen von Billfrith. Trotz der Zerstörungen durch Wikinger im 9. Jahrhundert blieb das Evangeliar erhalten und gelangte über Durham nach London, wo es heute als einer der größten Schätze des British Museum aufbewahrt wird.

Atlas des Borso d'Este
Geographie | Karten15. JahrhundertAtlas des Borso d'Este
Der um 1466 entstandene Atlas des Borso d’Este zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften der Renaissance. Er wurde vom deutschen Humanisten Nikolaus Germanicus im Auftrag des Herzogs Borso d’Este von Modena geschaffen und orientiert sich an den geographischen Schriften des antiken Astronomen und Geographen Claudius Ptolemäus.
Das Werk vereint wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Vollendung: 27 großformatige Karten zeigen die bekannte Welt des 15. Jahrhunderts, ergänzt durch reich illuminierte Darstellungen, ornamentale Bordüren und erklärende lateinische Texte. Die Handschrift bezeugt das humanistische Bestreben, antikes Wissen mit den neuen Entdeckungen der Renaissance zu verbinden.
Heute wird der prachtvolle Codex in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt und gilt als ein Meisterwerk der frühen Kartographie – ein Symbol für den Geist der Forschung und die Kunst der Buchmalerei im 15. Jahrhundert.

Heidelberger Sachsenspiegel
Chroniken | Geschichte | Recht14. JahrhundertHeidelberger Sachsenspiegel
Der Heidelberger Sachsenspiegel gehört zu den bedeutendsten Rechtsquellen des Mittelalters und bewahrt eine der frühesten Fassungen des großen Rechtsbuchs Eike von Repgows. Entstanden zwischen 1295 und 1304 im nordöstlichen Harzgebiet, vereint der Codex eine außergewöhnlich enge Verzahnung von Text und Bild. Die lebendigen Illustrationen übersetzen die komplexen Rechtsnormen des Land- und Lehnrechts in eindrucksvolle Bildsequenzen, deren übergroße Gestik, präzise Gegenstände und klare Szenenfolge bis heute faszinieren.
Nur rund ein Drittel der ursprünglichen Handschrift blieb erhalten, doch gerade dieser fragmentarische Zustand macht ihren Quellenwert deutlich: Spuren intensiver Nutzung, Abreibungen und Fingerschlieren zeugen von ihrer realen Funktion als Rechtsbuch.
Im Dreißigjährigen Krieg nach Rom verbracht und 1816 nach Heidelberg zurückgeführt, zählt der Codex heute zu den zentralen Zeugnissen mittelalterlicher Rechtskultur und zur wichtigsten bebilderten Überlieferung des Sachsenspiegels.

Liber Horarum von Gerard David
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertLiber Horarum von Gerard David
Der Liber Horarum des Gerard David gilt als einer der glanzvollen Höhepunkte der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1484 und 1486 in Brügge, vereint das Stundenbuch die künstlerische Meisterschaft der Gent-Brügger Schule in einer Handschrift von außergewöhnlicher Schönheit und Feinheit.
Der Brügger Maler Gerard David (um 1455–1523), Schüler von Hans Memling und letzter großer Meister seiner Epoche, schuf 15 der insgesamt 37 Miniaturen selbst. Seine detailreichen, farbintensiven Szenen – etwa die innige Darstellung der Madonna mit dem Kind – zeigen eine eindrucksvolle Synthese aus realistischer Beobachtung und spiritueller Tiefe.
Reiche Bordüren mit Blüten, Früchten, Tieren und grotesken Figuren, kunstvolle Initialen in Blau, Rot und Gold sowie ein edler Ledereinband mit silberner Schließe machen das Werk zu einem Gesamtkunstwerk spätgotischer Frömmigkeit und Ästhetik. Heute wird die Handschrift in der Biblioteca del Escorial bei Madrid aufbewahrt.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

Von Pflanzen und Tieren
Medizin | Botanik | Alchemie12. JahrhundertVon Pflanzen und Tieren
Diese herausragende medizinisch naturalhistorische Handschrift des 12. Jahrhunderts vereint drei der bedeutendsten Texte ihrer Zeit: das Herbarium des Pseudo Apuleius, De Herbis Feminis und De medicina ex animalibus. Auf 95 Folios entfaltet sich ein farbenprächtiges Kompendium mittelalterlicher Heilkunde, das Wissen aus Antike, arabischer Medizin und klösterlicher Praxis miteinander verbindet.
Über 240 Miniaturen zeigen Pflanzen, Tiere und medizinische Anwendungen in leuchtenden Farben, fein modelliert und mit Gold sowie Silber veredelt. Die Darstellungen reichen von heilsamen Kräutern bis zu Arzneien aus tierischen Substanzen und dokumentieren anschaulich die Methoden einer Epoche, in der Klostermedizin, frühe Naturphilosophie und akademische Heilkunde noch eng miteinander verwoben waren.
Als prachtvoll illuminiertes Zeugnis mittelalterlicher Wissenschaft verbindet dieses Werk medizinische Tradition, Beobachtungsgabe und künstlerische Meisterschaft zu einem einzigartigen historischen Dokument.

Astro-medizinischer Kalender
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertAstro-medizinischer Kalender
Der um 1460 entstandene astro-medizinische Kalender vereint Jahreskalender, astrologischen Leitfaden, medizinische Ratschläge und Almanach in einer einzigen Handschrift. In lateinischer und deutscher Sprache verfasst, verbindet er praktische Hinweise zu Gesundheit, Ernährung und Wetter mit der mittelalterlichen Vorstellung vom Zusammenspiel von Makrokosmos und Mikrokosmos. Die Bewegungen der Gestirne galten als wirksame Kräfte, die das Gleichgewicht der Körpersäfte und damit das Wohlbefinden des Menschen beeinflussen.
Die erhaltenen 24 Seiten sind reich illuminiert und zeigen Tierkreiszeichen, Monatsarbeiten und Szenen des Alltags in leuchtenden Farben mit Blattgold. Die Figuren erscheinen freundlich und beinahe kindlich, mit rosigen Wangen und klaren Konturen. Stilistisch weist die Handschrift in den oberrheinischen Raum, vermutlich nach Straßburg oder in dessen Umfeld. Als Fragment eines größeren Werkes bietet der Kalender einen seltenen Einblick in die Lebenswelt und das Wissenssystem des Spätmittelalters.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Stundenbuch der Jeanne d'Evreux
Stundenbücher | Gebetbücher14. JahrhundertStundenbuch der Jeanne d'Evreux
Das zwischen 1324 und 1328 entstandene Stundenbuch der Jeanne d’Évreux gilt als eines der feinsten Meisterwerke der gotischen Buchmalerei. König Karl IV. von Frankreich ließ es für seine Gemahlin Jeanne d’Évreux anfertigen, vermutlich als Geschenk zur Hochzeit oder Krönung. Die Miniaturen stammen von Jean Pucelle (um 1300–1335), einem der bedeutendsten Buchmaler seiner Zeit.
Das kleinformatige Werk (ca. 9 × 6 cm) besticht durch 25 ganzseitige Grisaille-Miniaturen und über 700 Randfiguren, die in grauer Tonmalerei mit feinen Farbakzenten ausgeführt sind. Diese Technik verleiht den Szenen aus der Passion Christi und dem Leben des heiligen Ludwig IX. eine subtile Plastizität und außergewöhnliche Eleganz.
Nach Jeanne d’Évreux’ Tod gelangte das Stundenbuch in die Sammlung des Herzogs Jean de Berry und später in den Besitz der Familie Rothschild. Heute befindet sich das Werk im Metropolitan Museum of Art, New York, wo es als ein Höhepunkt französischer Buchkunst des 14. Jahrhunderts gilt.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Bestiarium aus St. Petersburg
Bestiarien12. JahrhundertBestiarium aus St. Petersburg
Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.
Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Königspsalter der Sainte-Chapelle
Psalterien13. JahrhundertKönigspsalter der Sainte-Chapelle
Der Königspsalter der Sainte-Chapelle, auch bekannt als Psalter der Blanche von Kastilien, gehört zu den erlesensten Werken frühgotischer Buchkunst. Der prachtvolle Codex entstand um 1230 in Paris und vereint künstlerische Raffinesse mit königlicher Repräsentation. Seine Entstehung wird mit Blanche von Kastilien, Königin von Frankreich und Mutter Ludwigs IX., in Verbindung gebracht – einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.
Die Handschrift umfasst 384 Seiten auf Pergament mit 27 ganzseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und neun vergoldeten Initialen. Jede Seite ist in leuchtende Farben und schimmerndes Blattgold getaucht. Die Darstellungen erinnern in ihrer Strahlkraft und Komposition an die Glasfenster der französischen Kathedralen, während ornamentale Drôlerien und Tierfiguren die Ränder beleben.
Eingebunden in einen selten erhaltenen romanischen Einband, verbindet der Psalter frühgotische Malerei mit der Eleganz höfischer Buchkunst. Er befindet sich heute in der Bibliothèque de l’Arsenal in Paris.

Losbuch in deutschen Reimpaaren
Literatur | Dichtung14. JahrhundertLosbuch in deutschen Reimpaaren
Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft zu werfen, beschäftigte die Menschen bereits in der Antike. Losbücher boten hierfür Sammlungen von Sprüchen, die zufällig ausgewählt und auf die persönliche Lebenssituation bezogen wurden. Während die Kirche diese Praktiken zunächst als Aberglauben ablehnte, entfachten Übersetzungen arabischer Werke im 12. Jahrhundert das Interesse an der Schicksalsdeutung neu.
Das „Losbuch in deutschen Reimpaaren“ zählt zu den ältesten und umfangreichsten vollständig deutschsprachigen Werken seiner Art. Seine 1.296 Reimpaare verbinden Zukunftsdeutung und moralische Ermahnung mit geselliger Unterhaltung. Die Handschrift entstand gegen Ende des 14. Jahrhunderts, als sich das Genre zunehmend vom ernsthaften Wahrsagetext zum unterhaltsamen Zeitvertreib entwickelte. Ein fester Fragenkatalog, vorgegebene Antworten und eine einfache Anwendung ermöglichten auch Laien einen geheimnisvollen Blick in die eigene Zukunft. Dabei bewegt sich das Werk reizvoll zwischen echtem Schicksalsglauben, menschlichen Lebensängsten und spöttisch-ironischer Belustigung.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Salzburger Perikopenbuch
Liturgische Handschriften11. JahrhundertSalzburger Perikopenbuch
Das Salzburger Perikopenbuch gehört zu den bedeutendsten Meisterwerken der ottonischen Buchkunst. Es entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts im Skriptorium des Salzburger Petersklosters und wurde vermutlich im Auftrag des Salzburger Erzbischofs Hartwig von Ortenburg geschaffen. Die prachtvolle Handschrift enthält ausgewählte Evangelienlesungen für die wichtigsten kirchlichen Feiertage und diente der feierlichen Liturgie im Dom.
Besonders beeindruckend sind die 19 aufwendig gestalteten Miniaturen, zahlreiche reich verzierte Initialen sowie die großzügige Verwendung von Gold, die dem Werk seinen außergewöhnlichen Glanz verleihen. Stilistisch vereint das Perikopenbuch Einflüsse der byzantinischen, lombardischen und insbesondere der Regensburger Buchmalerei. Mehrere erfahrene Buchmaler schufen gemeinsam ein harmonisches Gesamtkunstwerk, das bis heute zu den Höhepunkten mittelalterlicher Handschriften zählt. Nach einer vorübergehenden Verbringung nach Paris kehrte das Perikopenbuch im 19. Jahrhundert zurück und wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München sorgfältig bewahrt.

Schätze der Russischen Nationalbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Russischen Nationalbibliothek
Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, 1795 als Kaiserliche öffentliche Bibliothek gegründet, zählt heute zu den größten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie hat politische Umbrüche, Revolutionen und die Belagerung von Leningrad überstanden und beherbergt eine bedeutende Sammlung kostbarer Handschriften. Besonders hervorzuheben sind Werke byzantinischer, französischer und russischer Provenienz, die teils erstmals westlicher Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Zu den gezeigten Blättern gehören das Purpur-Evangelium aus Byzanz (9.–17. Jahrhundert), Miniaturen aus französischen Stundenbüchern und Missalien des 13.–15. Jahrhunderts, ein Blatt aus dem Stundenbuch der Maria Stuart, ein Briefwechsel zwischen Anna von Bretagne und Ludwig XII., eine persische Miniatur des 16. Jahrhunderts sowie eine Darstellung des Solowjetski-Klosters von 1623.
Die Vielfalt der Exponate spiegelt die kulturelle Breite der Sammlung und macht die Bibliothek zu einem einzigartigen Gedächtnisort, in dem sich Ost und West, byzantinische Tradition und westeuropäische Buchkunst begegnen.

Schätze des J. Paul Getty Museum
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)14. JahrhundertSchätze des J. Paul Getty Museum
Das Kompendium Schätze des J. Paul Getty Museum vereint zehn herausragende Blätter aus einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt. Die ausgewählten Seiten stammen aus deutschsprachigen, französischen, flämischen und italienischen Werkstätten und decken den Zeitraum vom frühen Mittelalter bis an das Ende des 15. Jahrhunderts ab. Diese Zusammenstellung ermöglicht einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung der Buchmalerei vom ottonischen Zeitalter über die hoch- und spätmittelalterliche Illumination bis zur voll entfalteten Renaissance.
Jedes Blatt steht exemplarisch für eine Kunstlandschaft, eine Epoche und eine eigene Tradition: von ottonischer Monumentalität über französische Psaltermalerei und franko-flämische Bestiarien bis hin zur luxuriösen Hofkunst des 15. Jahrhunderts, etwa im Gebetbuch Karls des Kühnen oder im Stundenbuch Ludwigs XII.
Die Auswahl stammt aus dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dessen Handschriftensammlung im Kern auf die bedeutende Kollektion von Peter und Irene Ludwig zurückgeht. Zusammengeführt unter Beratung des berühmten Antiquars H. P. Kraus, bildet diese Sammlung bis heute den Grundstock einer der hochkarätigsten öffentlichen Handschriftensammlungen weltweit.

Stundenbuch der Katharina von Kleve
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Katharina von Kleve
Das Stundenbuch der Katharina von Kleve, um 1430 entstanden, gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke der niederländischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Geschaffen wurde es vermutlich für Katharina von Kleve (1417–1479), Herzogin von Geldern und Enkelin Johanns Ohnefurcht, in einer Zeit, in der die Kunst der Andachtsbücher ihren Höhepunkt erreichte.
Der anonyme Meister des Stundenbuchs der Katharina von Kleve schuf auf 714 Pergamentseiten eine überwältigende Bilderfülle von 157 Miniaturen, die in technischer Brillanz und erzählerischer Tiefe unübertroffen ist. Ganzseitige Szenen, halbseitige Miniaturen und detailreiche Randdarstellungen verbinden religiöse Andacht mit eindrücklichen Schilderungen des spätmittelalterlichen Alltags. Ornamentale Rahmen und leuchtende Farbigkeit verleihen dem Werk eine fast malerische Präsenz, die den Übergang zur niederländischen Genremalerei vorwegnimmt.
Das Stundenbuch diente nicht nur der privaten Frömmigkeit, sondern auch der Repräsentation höfischer Kultur. Nach wechselvoller Geschichte gelang es der Pierpont Morgan Library in New York, die im 19. Jahrhundert getrennten Teile wieder zu vereinen. Heute zählt es zu den kostbarsten Zeugnissen spätmittelalterlicher Kunst und Frömmigkeit.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Leonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Leonardo da VinciVor dem 5. JahrhundertLeonardo Da Vinci | Die Pariser Notizbücher
Die sogenannten Pariser Notizbücher Leonardos da Vinci gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der europäischen Geistesgeschichte. Sie entstanden über mehrere Jahrzehnte hinweg zwischen etwa 1480 und 1518 und werden heute in der Bibliothèque de l’Institut de France in Paris aufbewahrt.
Die Hefte vereinen Leonardos unerschöpfliche Neugier und Beobachtungsgabe: Skizzen zu Anatomie, Mechanik, Architektur und Hydraulik stehen neben Reflexionen zu Kunst, Optik, Botanik und Naturphilosophie. Leonardos charakteristische Spiegelschrift und die unmittelbare Skizzenhaftigkeit seiner Zeichnungen verleihen den Notizbüchern eine faszinierende Unmittelbarkeit.
Die Pariser Konvolute dokumentieren das universale Denken des Renaissance-Genies, das in Wissenschaft und Kunst keine Grenzen sah. Sie gelten als einzigartiges Zeugnis einer Epoche, in der das Streben nach Erkenntnis mit der künstlerischen Imagination zu einer Einheit verschmolz.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Königspsalter der Sainte-Chapelle
Psalterien13. JahrhundertKönigspsalter der Sainte-Chapelle
Der Königspsalter der Sainte-Chapelle, auch bekannt als Psalter der Blanche von Kastilien, gehört zu den erlesensten Werken frühgotischer Buchkunst. Der prachtvolle Codex entstand um 1230 in Paris und vereint künstlerische Raffinesse mit königlicher Repräsentation. Seine Entstehung wird mit Blanche von Kastilien, Königin von Frankreich und Mutter Ludwigs IX., in Verbindung gebracht – einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.
Die Handschrift umfasst 384 Seiten auf Pergament mit 27 ganzseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und neun vergoldeten Initialen. Jede Seite ist in leuchtende Farben und schimmerndes Blattgold getaucht. Die Darstellungen erinnern in ihrer Strahlkraft und Komposition an die Glasfenster der französischen Kathedralen, während ornamentale Drôlerien und Tierfiguren die Ränder beleben.
Eingebunden in einen selten erhaltenen romanischen Einband, verbindet der Psalter frühgotische Malerei mit der Eleganz höfischer Buchkunst. Er befindet sich heute in der Bibliothèque de l’Arsenal in Paris.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Bertelsmann Lexikothek | Praxiswissen
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Praxiswissen
Die fünfbändige Reihe „Praxiswissen“ aus der Bertelsmann Lexikothek vermittelt verständlich aufbereitetes Wissen für zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Die 2004 erschienene Ausgabe umfasst die Themen Gesundheit, Recht, Geld und Finanzen, Urlaub und Reise sowie Haus, Technik und Umwelt. Damit vereint sie hilfreiche Informationen zu persönlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Fragestellungen.
Übersichtlich gegliederte Beiträge erklären wichtige Begriffe und Zusammenhänge, während zahlreiche Fotografien, Illustrationen, Tabellen und Infokästen das Wissen anschaulich ergänzen. Praktische Hinweise, weiterführende Verweise und konkrete Beispiele erleichtern die Orientierung und ermöglichen einen schnellen Zugriff auf gesuchte Informationen.
Die einheitlich gestalteten Bände verbinden den Charakter eines klassischen Nachschlagewerks mit praxisnahen Ratgebern. Durch ihr breites Themenspektrum eignet sich die Reihe sowohl zum gezielten Nachschlagen als auch zur Erweiterung des Allgemeinwissens und bietet eine vielseitige Informationsgrundlage für Alltag, Beruf und Freizeit.

Karl May’s Illustrierte Werke - Auf fremden Pfaden
Literatur | Dichtung20. JahrhundertKarl May’s Illustrierte Werke - Auf fremden Pfaden
Karl Mays „Auf fremden Pfaden“ vereint neun abwechslungsreiche Reiseerzählungen, die den Leser von Lappland über Südafrika und den Orient bis in den amerikanischen Westen führen. Bekannte Figuren wie Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar, Old Shatterhand und Winnetou begegnen gefährlichen Gegnern, fremden Kulturen und außergewöhnlichen Herausforderungen. Dabei verbindet Karl May spannende Abenteuer mit eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen und zeitlosen Themen wie Freundschaft, Mut, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Der Band gehört zur Reihe „Karl May’s Illustrierte Werke“, die als ungekürzte Lizenzausgabe für den Bertelsmann Buchclub erschien. Der dunkelblaue Ganzleineneinband, die dekorative Goldprägung und das historisch gestaltete Deckelbild verleihen der Ausgabe ihren besonderen Sammlercharakter. Zeitgenössische Schwarz Weiß Illustrationen begleiten die Erzählungen und lassen die abenteuerliche Welt Karl Mays lebendig werden. Eine ansprechend gestaltete Ausgabe für Liebhaber klassischer Abenteuerliteratur und Sammler.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation
Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Die Natur-Enzyklopädie Europas aus der großen Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutendsten naturkundlichen Überblickswerken ihrer Zeit. Die Bände widmen sich der Pflanzen- und Tierwelt des europäischen Kontinents und verbinden wissenschaftliche Systematik mit einer klaren, bildstarken Darstellung.
Detailreiche Illustrationen, fotografische Tafeln und präzise Textbeiträge vermitteln ein umfassendes Verständnis der europäischen Lebensräume, ihrer Artenvielfalt und ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig dokumentiert das Werk das naturkundliche Wissensniveau seiner Entstehungszeit und bietet damit auch einen kulturhistorischen Blick auf die Entwicklung moderner Naturforschung.
Als sorgfältig aufgebautes Kompendium, das Erkenntnisreichtum und anschauliche Vermittlung miteinander verbindet, bleibt die Natur-Enzyklopädie Europas ein eindrucksvolles Zeugnis populärwissenschaftlicher Lexikographie und ein wertvolles Referenzwerk für Liebhaber naturkundlicher Themen.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Christine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Literatur | Dichtung15. JahrhundertChristine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden
Mit den Ratschlägen für einen jungen Helden schuf Christine de Pizan zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein Werk, das höfische Ethik, politische Klugheit und moralische Unterweisung miteinander verbindet. Die Autorin, eine der ersten selbstständig schreibenden Frauen Europas, richtet sich darin an einen jungen Adligen und entfaltet ein Ideal ritterlicher Tugend, das Tapferkeit, Maß, Gerechtigkeitssinn und Verantwortungsbewusstsein vereint.
Der Text steht in der Tradition spätmittelalterlicher Fürstenspiegel und verbindet praktische Lebenslehre mit humanistisch geprägter Bildungsvorstellung. In illuminierten Handschriften überliefert, entfaltet das Werk seine Wirkung nicht nur im Wort, sondern auch in der bildlichen Darstellung höfischer Welt und symbolischer Ordnung.
Als Zeugnis weiblicher Autorschaft und politischer Reflexion im Spätmittelalter gehört Ratschläge für einen jungen Helden zu den bedeutenden literarischen Werken seiner Zeit.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das notierte Messbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas notierte Messbuch
Das notierte Messbuch gehört zu den seltenen liturgischen Handschriften, in denen Text und Gesang eine harmonische Einheit bilden. Das Original aus der Staats und Universitätsbibliothek Göttingen bewahrt eine spätmittelalterliche Messordnung, deren musikalische Notation und Gebetsformeln den historischen Ablauf der Eucharistie eindrucksvoll nachvollziehbar machen.
Die Faksimile Ausgabe rekonstruiert den Codex in seinem gesamten Prunk. Der tiefschwarze Ledereinband mit Blindprägungen und reich verzierten Goldbeschlägen verleiht dem Werk eine nahezu sakrale Ausstrahlung. Im Inneren zeigen klare Notenzeilen, farbige Initialen und feine Ornamentik die hohe Kunstfertigkeit des mittelalterlichen Skriptoriums.
Die Edition wurde 2007 von Aged Paper Co. veröffentlicht und weltweit auf 999 Exemplare limitiert. Sie macht ein seltenes Zeugnis geistlicher Musik und liturgischer Buchkunst zugänglich und lässt die Klangwelt der mittelalterlichen Messe in bemerkenswerter Qualität aufleben.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Bibeln | Evangeliare16. JahrhundertDas Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.
Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.
Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Unsere Mission
Ihr Raum im Buch-Salon
Wir schaffen einen Rahmen, in dem Sammler ihre Werke gepflegt, strukturiert und sichtbar wissen – ohne sich um
die Verwaltung kümmern zu müssen. Unser Team übernimmt die Erfassung, gestaltet die Präsentation mit
Zurückhaltung und ermöglicht auf Wunsch den Zugang für Interessierte. Was gezeigt wird, bestimmen Sie.
Unser Anspruch: Sammlung nicht nur bewahren, sondern ihr Form geben.
Exklusiver Komfort für Ihre Werke
Unsere Mitarbeitenden erfassen Ihre Werke direkt bei Ihnen.
Sie entscheiden welche Objekte dokumentiert werden sollen
– sorgfältig, diskret und ohne Aufwand für Sie.
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Der Buch-Salon ist eine Plattform für Sammler, die ihre Werke nicht nur bewahren, sondern auch sichtbar machen möchten
– sachlich, hochwertig und anonym.
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So entsteht ein digitaler Ort, an dem Sammlungen Bestand haben – für Liebhaber, für Institutionen, für das kulturelle Gedächtnis.

Seltene Sammlungen
Alle Werke im Überblick

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Königsgebetbuch für Otto III.
Stundenbücher | Gebetbücher10. JahrhundertKönigsgebetbuch für Otto III.
Das Gebetbuch Ottos III. (980–1002) gilt als das einzige erhaltene Königsgebetbuch der ottonischen Zeit und zählt zu den wertvollsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Buchkunst. Entstanden zwischen 983 und 991, wahrscheinlich im Auftrag seiner Mutter, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, vereint es höchste künstlerische und historische Bedeutung.
Die Handschrift beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Ausstattung: Purpur gefärbtes Pergament, mit Goldtinte geschriebene Gebete und 25 große Goldinitialen. Fünf Miniaturseiten zeigen biblische Szenen und stellen den jungen König selbst in den Zusammenhang göttlicher Heilsgeschichte – Sinnbild für das ottonische Herrscherideal, das weltliche Macht und christliche Frömmigkeit untrennbar verband.
Mit seinem kleinen, privaten Format von 15 × 12 cm diente es Otto nicht nur zur persönlichen Andacht, sondern auch zur Verinnerlichung des sakral begründeten Herrscherbildes. Heute wird der prachtvolle Codex in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt und gilt als einzigartiges Denkmal ottonischer Kultur.

Heilige Schriften
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. JahrhundertHeilige Schriften
Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.
Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.
Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Evangeliar des Johann von Troppau
Bibeln | Evangeliare14. JahrhundertEvangeliar des Johann von Troppau
1368 ließ Herzog Albrecht III. von Österreich (1349–1395) ein prachtvolles Evangeliar anfertigen, das heute als Gründungsstück der Österreichischen Nationalbibliothek gilt. Der Priester und Kanonikus Johann von Troppau schrieb den Text mit einer eigens aus Gold hergestellten Tinte und stattete die 384 Seiten mit fünf Bildseiten, vier Zierseiten und 85 historisierten Initialen aus.
An der Ausstattung wirkten neben ihm ein Assistent und der Miniator des Missales von Johann von Neumarkt mit. Besonders eindrucksvoll sind die ganzseitigen Prunkseiten, die jeweils 12 Szenen aus dem Leben der Evangelisten zeigen und den Text mit farbenprächtigen Initialen und Bordüren rahmen.
Ein einzigartiges Merkmal sind die beiden erhaltenen Buchdeckel aus vergoldetem Silber, verziert mit filigranen Sonnenstrahlen und fünf plastischen Löwenköpfen. Dieses Evangeliar vereint höchste Schreibkunst, Miniaturmalerei und Goldschmiedekunst und zählt zu den bedeutendsten Prunkhandschriften des 14. Jahrhunderts.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Jenaer Martyrologium
Heiligen-Legenden13. JahrhundertJenaer Martyrologium
Das um 1275 entstandene Jenaer Martyrologium gilt als das älteste in deutscher Sprache verfasste Werk seiner Art. Wahrscheinlich in Thüringen geschrieben, basiert es auf Vorlagen von Ado von Vienne, Notker und Usuard. In 366 Einträgen werden Heilige und ihre Todestage aufgeführt, oft mit kurzen Legenden. Jeder Tageseintrag wird von einer kolorierten, mit Gold und Silber geschmückten Federzeichnung begleitet – insgesamt 366 Miniaturen, die die Martyrien anschaulich vor Augen führen.
Neben dem Martyrologium enthält der Codex auch das geistliche Lehrgedicht Unterweisung zur Vollkommenheit, das ausschließlich in dieser Handschrift überliefert ist. Der Einband aus braunem Kalbsleder mit lilienförmigen Schließen wurde um 1500 vom Erfurter Buchbinder Nikolaus von Havelberg gefertigt.
Das Jenaer Martyrologium ist damit nicht nur ein einzigartiges Zeugnis mittelhochdeutscher Sprache und Frömmigkeit, sondern auch ein reich illustriertes Kleinod mittelalterlicher Buchkunst, das heute in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena bewahrt wird.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Das Geheimnis des Grals
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. JahrhundertDas Geheimnis des Grals
Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.
In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.
Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

Schätze der Russischen Nationalbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Russischen Nationalbibliothek
Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, 1795 als Kaiserliche öffentliche Bibliothek gegründet, zählt heute zu den größten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie hat politische Umbrüche, Revolutionen und die Belagerung von Leningrad überstanden und beherbergt eine bedeutende Sammlung kostbarer Handschriften. Besonders hervorzuheben sind Werke byzantinischer, französischer und russischer Provenienz, die teils erstmals westlicher Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Zu den gezeigten Blättern gehören das Purpur-Evangelium aus Byzanz (9.–17. Jahrhundert), Miniaturen aus französischen Stundenbüchern und Missalien des 13.–15. Jahrhunderts, ein Blatt aus dem Stundenbuch der Maria Stuart, ein Briefwechsel zwischen Anna von Bretagne und Ludwig XII., eine persische Miniatur des 16. Jahrhunderts sowie eine Darstellung des Solowjetski-Klosters von 1623.
Die Vielfalt der Exponate spiegelt die kulturelle Breite der Sammlung und macht die Bibliothek zu einem einzigartigen Gedächtnisort, in dem sich Ost und West, byzantinische Tradition und westeuropäische Buchkunst begegnen.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.
Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.
Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.
Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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