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Im Fokus

Meisterwerke privater Sammlungen

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Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.

Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.

Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Montserrat Kollektion

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Montserrat Kollektion

Die Montserrat-Kollektion vereint drei herausragende Stundenbücher, die heute auf der Iberischen Halbinsel aufbewahrt werden. Sie zählt zu den kostbarsten Zusammenstellungen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Buchmalerei.

Das Stundenbuch der Ippolita Maria Sforza entstand um 1500 in Paris und wurde von Jean Bourdichon für die Mailänder Herzogstochter geschaffen. Mit nahezu 300 Seiten, reich an Miniaturen, Initialen und einer Fülle von Pflanzen- und Tierdarstellungen, gilt es als Meisterwerk der französischen Frührenaissance.

Das Stundenbuch von Montserrat, um 1500 in Rouen entstanden, beeindruckt durch 48 ganzseitige Miniaturen, üppigen Goldschmuck und einen Bilderzyklus, der Maria ins Zentrum stellt.

Das München-Montserrat-Stundenbuch schließlich wurde 1540 in Brügge von Simon Bening geschaffen. Seine detailreichen Miniaturen widmen sich eindrucksvollen Landschaften und dem Jahreslauf.

Zusammen bilden die drei Handschriften ein einzigartiges Panorama französischer und flämischer Buchkunst an der Schwelle zur Neuzeit.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Der Boccardino-Codex

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Der Boccardino-Codex

Als Hochzeitsgeschenk von Papst Leo X. an seinen Neffen Lorenzo II. de’ Medici und Madeleine de la Tour d’Auvergne entstand das sogenannte Stundenbuch der Medici – ein Kleinod der florentinischen Buchmalerei. Das kostbare, nur 6 × 4 cm große Andachtsbuch vereint in 316 Seiten eine herausragende künstlerische Ausstattung mit politischer Symbolkraft.

Gestaltet wurde der Codex von führenden Meistern der florentinischen Miniaturkunst, darunter Boccardino der Ältere und der Jüngere sowie Stefano di Tommaso. Elf Miniaturen, zahlreiche Zierleisten und kunstvolle Initialen, teils mit flämischem Einfluss, bezeugen die internationale Ausstrahlung der Florentiner Schule.

Das Stundenbuch verbindet familiäre Erinnerung, diplomatische Repräsentation und höchste Buchkunst in einem Werk, das noch heute als außergewöhnliches Zeugnis von Macht, Kunst und Kultur der Medici gilt. Aufbewahrt wird es in der Fundación Lázaro Galdiano in Madrid.

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Originale

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.

Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Civitates Orbis Terrarum

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.

Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

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Trinity-Apokalypse

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Trinity-Apokalypse

Die im Trinity College in Cambridge aufbewahrte Trinity-Apokalypse zählt zu den bedeutendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Sie entstand nach 1250 in England oder Nordfrankreich und vereint Elemente spätromanischer und frühgotischer Buchmalerei.

Vier Künstler, zwei noch im linearen englisch-romanischen Stil, zwei bereits im französisch-gotischen Stil arbeitend, schufen 71 Miniaturen mit über 100 Einzelbildern, reich verziert mit Gold, kräftigem Rot und tiefem Blau. Die Visionen der Offenbarung des Johannes – Katastrophen, Engel, apokalyptische Bestien – erscheinen in einer Bildsprache von überwältigender Eindringlichkeit.

Der Bibeltext liegt in französischer Übersetzung vor und wird teilweise von Kommentaren umrahmt, die das Leben und Wirken des Johannes von Patmos thematisieren. Immer wieder erscheint am Bildrand eine vornehme Dame – möglicherweise eine hochgestellte Auftraggeberin, vielleicht sogar Königin Eleonore von England.

Die Trinity-Apokalypse ist ein Meisterwerk der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik und ein Schlüsselwerk der angelsächsischen Buchkunst.

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Lobgedicht auf König Robert von Anjou

Literatur | Dichtung14. Jahrhundert

Lobgedicht auf König Robert von Anjou

Das um 1340 entstandene Lobgedicht auf König Robert von Anjou ist ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Herrschaftsinszenierung. Der monumentale Codex im Format 48,5 × 34,4 cm umfasst 72 Seiten mit 43 großformatigen Miniaturen, die mit Gold und Silber reich ausgestattet sind.

Der Text, mehrheitlich Convenevole da Prato (1270/75–1338) zugeschrieben, preist Robert von Anjou (1278–1343), König von Neapel, als idealen Herrscher, der Italien einen und die Kirche aus der Krise des Avignoner Exils retten könne. Neben allegorischen Darstellungen von Italia und den Tugenden enthält die Handschrift Zitate des heiligen Augustinus, die den König in die Tradition christlicher Weisheit stellen.

Mit seiner Fülle an Miniaturen, Fleuronnée- und Deckfarben-Initialen entfaltet das Werk ein farbenprächtiges Kaleidoskop des 14. Jahrhunderts. Es verbindet Politik, Dichtung und Kunst zu einem seltenen Zeugnis mittelalterlicher Repräsentation.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Mirandola Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Mirandola Stundenbuch

Das nach der Stadt Mirandola benannte Stundenbuch entstand zwischen 1496 und 1499 in Mantua oder Ferrara und gehört zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance-Buchmalerei. Auftraggeber war Galeotto Pico I. (1442–1499), Herr von Mirandola.

Auf 228 Seiten entfaltet sich eine reiche Bildausstattung: vier ganzseitige und sieben kleinere Miniaturen, ein Kalender mit Monats- und Tierkreiszeichen, über 120 kunstvoll gestaltete Initialen sowie ornamentale Bordüren mit Vögeln, Tieren und figürlichen Szenen. Besonders eindrucksvoll ist die ikonographische Spannweite von der Verkündigung bis hin zur eindringlichen Darstellung des Todes, die in detailreichen Innenräumen und mit üppigem Goldauftrag gestaltet sind.

Als Künstler gilt Giovanni Francesco Maineri, ein für die Familie Este tätiger Maler, dessen leuchtende Farben und fantasievolle Ornamentik das Werk prägen. Das Stundenbuch verbindet Frömmigkeit, Kunst und Renaissance-Pracht in einzigartiger Weise.

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Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Bibeln | Evangeliare16. Jahrhundert

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.

Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.

Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Das Buch der 1000 Bilder

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Buch der 1000 Bilder

Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.

Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.

Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

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Das Buch der geheimen Offenbarung

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Das Buch der geheimen Offenbarung

Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.

Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.

Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

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Gebetbuch der Päpste

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Gebetbuch der Päpste

Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.

Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.

Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

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Legenda Aurea - Goldenes Legendarium

Heiligen-Legenden14. Jahrhundert

Legenda Aurea - Goldenes Legendarium

Das sogenannte Goldene Legendarium entstand um 1330 am Hof König Karls I. Robert von Ungarn und zählt zu den erlesensten Beispielen spätgotischer Buchmalerei. Die Handschrift basiert auf der Legenda Aurea des Dominikaners Jacobus de Vorragine und erweitert sie um Heiligenlegenden, die besonders mit dem Haus Anjou, Ungarn und Polen verbunden sind.

Der Codex umfasst 105 meist ganzseitige Miniaturen auf schimmerndem Goldgrund, die in vier Bildfelder gegliedert sind. Szenen aus dem Leben von Aposteln, Märtyrern und Heiligen werden in leuchtenden Farben und feinsten Mustern dargestellt. Stilistisch steht das Werk zwischen Spätgotik und Trecento und zeigt bereits den Übergang zur Frührenaissance.

Das Legendarium wurde später in mehrere Teile zerlegt. Der Hauptteil befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana, weitere Blätter in der Morgan Library, New York, und in der Eremitage, St. Petersburg.

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Beatus von Liébana - Codex Ferdinand I. und Doña Sancha

Apokalypsen | Beatus-Handschriften11. Jahrhundert

Beatus von Liébana - Codex Ferdinand I. und Doña Sancha

Der sogenannte Beatus des Facundus entstand um 1047 im Auftrag König Ferdinands I. von León und seiner Gemahlin Sancha. Das monumentale Werk gehört zu den berühmtesten Handschriften der Beatus-Apokalypsen und gilt als ein Höhepunkt der spanischen Buchkunst des 11. Jahrhunderts.

Die Handschrift überliefert den Kommentar des Mönchs Beatus von Liébana zur Offenbarung des Johannes. Auf nahezu 630 Seiten entfalten sich 114 Miniaturen von eindrucksvoller Farbigkeit, die die Visionen der Apokalypse mit dramatischer Ausdruckskraft schildern. Leuchtendes Rot, Blau und Gold bestimmen die stark stilisierten Kompositionen, in denen byzantinische, islamische und westgotische Einflüsse zu einer eigenständigen iberischen Bildsprache verschmelzen.

Der Codex, geschrieben von Facundus, ist das einzige Beatus-Manuskript, das an einem königlichen Hof entstand. Heute wird er in der Biblioteca Nacional de España in Madrid aufbewahrt.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Bestiarium aus St. Petersburg

Bestiarien12. Jahrhundert

Bestiarium aus St. Petersburg

Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.

Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

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Das goldene Kalendarium

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das goldene Kalendarium

Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.

Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Westgotisch-mozarabische Bibel des Heiligen Isidor von Sevilla

Bibeln | Evangeliare10. Jahrhundert

Westgotisch-mozarabische Bibel des Heiligen Isidor von Sevilla

Die sogenannte Westgotisch-mozarabische Bibel des Heiligen Isidor – auch Bibel von León oder Codex Biblicus Legionensis genannt – wurde am 19. Juni 960 im Kloster Valeránica in Nordspanien vollendet. Sie gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse frühmittelalterlicher Buchkunst auf der Iberischen Halbinsel.

Der Kolophon nennt die Schreiber Sancho und Florencio, letzterer zugleich Miniator und Notar der Grafen von Kastilien. Florencio verband westgotische, mozarabische und islamische Stilelemente zu einer einzigartigen künstlerischen Synthese. Über hundert Miniaturen illustrieren Szenen der Bibel und gewähren zugleich seltene Einblicke in Architektur, Kleidung und Alltagsleben des 10. Jahrhunderts.

Charakteristisch sind kräftige Farben, ornamental gerahmte Initialen mit Flechtwerk und die Verwendung sowohl lateinischer als auch arabischer Randglossen. Der Codex befindet sich heute im Kloster San Isidoro de León und zählt zu den wichtigsten Quellen für Kunst und Kultur des christlichen Spaniens im Zeitalter Al-Andalus.

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Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville

Die im frühen 15. Jahrhundert in Nordfrankreich entstandene Handschrift Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville zählt zu den bedeutendsten illustrierten Reiseberichten des Mittelalters. Auf 168 Pergamentseiten schildert der angebliche englische Ritter seine dreißigjährige Weltreise in das Heilige Land, nach Indien, China und in das legendäre Reich des Priesters Johannes.

Die Erzählung verbindet Pilgerbericht, Wunderchronik und höfische Dichtung. 74 Miniaturen begleiten den Text und stammen von drei herausragenden Pariser Buchmalern: dem Mazarin-Meister, dem Meister der Cité des Dames und dem Egerton-Meister. Ihre fein ausgeführten Darstellungen zeigen fantastische Wesen, exotische Landschaften und märchenhafte Architekturen in leuchtender Farbigkeit.

Als Schreiber gilt der Benediktinermönch Jean d’Ypres, der möglicherweise selbst hinter dem Namen „John Mandeville“ stand. Das Werk gilt als ein Höhepunkt spätgotischer Buchmalerei und mittelalterlicher Reiseliteratur.

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Illustrierte Bibel von Den Haag

Bibeln | Evangeliare13. Jahrhundert

Illustrierte Bibel von Den Haag

Die sogenannte Illustrierte Bibel von Den Haag entstand im späten 12. Jahrhundert in der Benediktinerabtei St. Bertin in Saint-Omer und gilt als eines der frühesten vollständig bebilderten biblischen Manuskripte Westeuropas. Der lateinisch-französische Text wird von 172 Miniaturen begleitet, darunter 45 ganzseitige Darstellungen, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Heiligenviten zeigen.

Die Malereien verbinden den französischen Stil um 1200 mit deutlichen Einflüssen der byzantinischen Kunst. Goldgründe, kräftige Farben und flächige Kompositionen verleihen den Figuren eine feierliche Strenge und ikonische Wirkung. Aufgrund kritischer Passagen über den Zweiten Kreuzzug und das Papsttum wird vermutet, dass das Werk im Auftrag des byzantinischen Kaisers Manuel I. Komnenos entstand.

Die Handschrift gelangte im 18. Jahrhundert in den Besitz König Wilhelm I. der Niederlande und wird heute in der Koninklijke Bibliotheek Den Haag aufbewahrt.

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Kreuzeslob

Literatur | Dichtung9. Jahrhundert

Kreuzeslob

Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.

Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.

Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Stundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart

Maria Stuart (1542–1587), Königin von Schottland und Frankreich, besaß ein prachtvolles Stundenbuch, das sie in ihren letzten Stunden begleitete. Gefertigt im frühen 16. Jahrhundert in Flandern, wohl in Gent oder Brügge, umfasst es 385 Seiten mit 41 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Initialen und farbenprächtigen Rahmendekoren. Die leuchtenden Farben und Vergoldungen zählen zum Schönsten, was die flämische Buchmalerei dieser Zeit hervorgebracht hat.

Dem Gebetbuch ist ein außergewöhnliches Dokument beigegeben: die Hinrichtungsurkunde Maria Stuarts, von Elisabeth I. am 1. Februar 1587 unterzeichnet. Nur wenige Tage später wurde Maria wegen angeblicher Beteiligung an einem Attentat hingerichtet.

Das Stundenbuch mit seinen kostbaren Miniaturen und floralen Rahmungen gilt als ein Meisterwerk an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance. Zusammen mit der Hinrichtungsurkunde bietet es einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben einer der tragischsten Gestalten der europäischen Geschichte.

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Kunst

Meisterwerke der Welt I

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. Jahrhundert

Meisterwerke der Welt I

Die Edition Meisterwerke der Welt I versammelt in bibliophiler Ausstattung eine Auswahl bedeutender Kunstwerke aus verschiedenen Epochen der Weltkunst. Das aufwendig gestaltete Faksimile präsentiert in großformatigen Reproduktionen Meisterwerke von der Frührenaissance bis in die Moderne und ergänzt sie durch erläuternde Texte und Künstlerbiografien.

Die Ausgabe wurde in limitierter Form für Sammler und Kunstliebhaber geschaffen. Jedes Exemplar ist in einen feinen Stoffeinband mit goldgeprägtem Titel gefasst, mit Metallecken verstärkt und in einer eigens gefertigten Kassette aufbewahrt.

Als Gesamtdokumentation künstlerischer Höhepunkte westlicher Kultur vereint das Werk wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Präsentation – ein Beispiel moderner Faksimilekunst, das den Geist klassischer Meisterwerke in zeitgemäßer Form erfahrbar macht.

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Originale

Der Brockhaus | 2002

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Der Brockhaus | 2002

Die zehnbändige Ausgabe des Brockhaus von 2002 steht in der langen Tradition der berühmten deutschen Enzyklopädie, deren Ursprung bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Diese speziell für den schulischen Gebrauch konzipierte Edition vereint lexikalische Präzision mit hochwertiger Ausstattung.

Die Bände 1 bis 5 enthalten das alphabetische Hauptlexikon, während die übrigen Bände thematisch gegliedert sind: Deutsch, Mathematik und Physik, Chemie und Biologie, Geographie, Politik und Wirtschaft. Ergänzt wird das Werk durch eine CD-ROM-Ausgabe mit digitalem Zusatzmaterial.

Mit über 125.000 Stichwörtern, rund 7.500 Abbildungen und 450 Karten bietet die Ausgabe ein umfassendes Nachschlagewerk der frühen 2000er-Jahre. Die Einbände aus schwarzem, gefüttertem Cabra-Leder mit Echtsilberschnitt verleihen der Reihe einen repräsentativen Charakter. Ein Beispiel für die Verbindung von Bildungstradition, moderner Wissensvermittlung und bibliophiler Gestaltung.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Heilige Schriften

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. Jahrhundert

Heilige Schriften

Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.

Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.

Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

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Stundenbuch des Bischofs Morgades

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Stundenbuch des Bischofs Morgades

Das sogenannte Stundenbuch des Bischofs Morgades ist ein außergewöhnliches Beispiel historischer Buchbegeisterung des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bischofs von Vic, José Morgades y Gili (1826–1901), wurde ein Kompendium aus Fragmenten flämischer und spanischer Handschriften zusammengetragen, deren Entstehung vom frühen 15. Jahrhundert bis in die Zeit der Renaissance reicht.

Die Handschrift umfasst 110 Seiten mit 34 ganzseitigen Miniaturen und 60 reich dekorierten Textseiten. Die kunstvollen Bordüren, ornamentalen Initialen und farbintensiven Darstellungen spiegeln die Vielfalt der spätgotischen und frühneuzeitlichen Buchmalerei wider.

Im handlichen Format eines mittelalterlichen Stundenbuches vereint der Codex verschiedene künstlerische Traditionen und bietet einen seltenen Überblick über zwei Jahrhunderte Buchkunst. Heute gilt er als bemerkenswertes Zeugnis des historischen Interesses des 19. Jahrhunderts an der Bewahrung und Wertschätzung mittelalterlicher Handschriften.

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Originale

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde

Das Werk Biosphäre. Die Lebensräume der Erde aus dem Brockhaus Verlag erschließt die Vielfalt der Ökosysteme unseres Planeten in anschaulichen Texten und eindrucksvollen Bildern. Von tropischen Regenwäldern über Savannen, Wüsten und Polarregionen bis hin zu den Tiefen der Ozeane werden die unterschiedlichen Lebensräume mit ihrer Flora und Fauna vorgestellt.

Besonderes Gewicht liegt auf der ökologischen Vernetzung: Jede Region wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Klima, geologischen Bedingungen und dem Einfluss des Menschen. Damit bietet das Werk eine zugleich wissenschaftlich fundierte und visuell eindrucksvolle Darstellung der Erde als komplexes, lebendiges System.

Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Präzision, großformatigen Illustrationen und aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zählt Biosphäre zu den bedeutendsten Nachschlagewerken über die Natur und vermittelt ein tiefes Verständnis für die Fragilität und Schönheit unseres Planeten.

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Originale

Bertelsmann | Welt der Sagen und Legenden

Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. Jahrhundert

Bertelsmann | Welt der Sagen und Legenden

Der Band Sagen und Legenden von Märtyrern und Büßern gehört zu einer thematisch spezialisierten Reihe des Bertelsmann Lexikonverlags, die bedeutende Erzähltraditionen der christlich geprägten Kulturwelt zusammenfasst. Das Werk widmet sich jenen Geschichten, in denen sich Glauben, Opferbereitschaft und spirituelle Läuterung spiegeln und die über Jahrhunderte Teil der religiösen Erinnerung waren.

In kurzen, klar strukturierten Artikeln werden Lebenswege heiliger Märtyrer, Legenden der Buße sowie überlieferte Wunder- und Bekehrungserzählungen dargestellt. Ergänzende Illustrationen und farbige Tafeln veranschaulichen die ikonographische Tradition, die diese Figuren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit prägte.

Der Band ist als gebundene Ausgabe im 20. Jahrhundert erschienen und steht exemplarisch für eine populärwissenschaftliche Annäherung an religiöse Stoffe, die historische Überlieferung, Legendenbildung und christliche Symbolik miteinander verbindet.

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Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000

Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.

Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.

Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

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Bertelsmann | Märchen der Welt

Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. Jahrhundert

Bertelsmann | Märchen der Welt

Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.

Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.

Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Originale

Brockhaus | Spektrum

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Spektrum

Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.

Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.

Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.

Die vollständige Bandreihe:

  • Aufbruch ins Unbekannte
  • Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
  • Weltwunder der Gegenwart
  • Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
  • Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
  • Wunder Mensch. Triumph der Evolution
  • Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
  • Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
  • Faszination Film. 100 Jahre Kino
  • Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
  • Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
  • Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
  • Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
  • Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale
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Das Sobieski-Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Sobieski-Stundenbuch

Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

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Sakramentar Heinrichs II.

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Sakramentar Heinrichs II.

Das Sakramentar Heinrichs II. zählt zu den herausragenden Werken der ottonischen Buchmalerei. Es entstand zwischen 1007 und 1014 im Skriptorium der Regensburger Abtei St. Emmeram und wurde vom späteren Kaiser Heinrich II. dem von ihm gegründeten Bistum Bamberg gestiftet. Dort diente die Handschrift über Jahrhunderte als liturgisches Prunkstück im Domschatz.

Das Sakramentar enthält die Hochgebete der Messe und erstrahlt in reichem Goldschmuck, ornamentalen Zierrahmen und über 350 Initialen. Vierzehn Miniaturen – darunter das berühmte Krönungsbild Heinrichs II. sowie die Darstellung Gregors des Großen – zählen zu den Höhepunkten ottonischer Malerei.

Der Einband ist mit einem Elfenbeinrelief und vergoldeten Silberbeschlägen versehen und unterstreicht den repräsentativen Charakter der königlichen Stiftung. Heute wird das Werk in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Kunst

Meisterwerke der Welt I

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. Jahrhundert

Meisterwerke der Welt I

Die Edition Meisterwerke der Welt I versammelt in bibliophiler Ausstattung eine Auswahl bedeutender Kunstwerke aus verschiedenen Epochen der Weltkunst. Das aufwendig gestaltete Faksimile präsentiert in großformatigen Reproduktionen Meisterwerke von der Frührenaissance bis in die Moderne und ergänzt sie durch erläuternde Texte und Künstlerbiografien.

Die Ausgabe wurde in limitierter Form für Sammler und Kunstliebhaber geschaffen. Jedes Exemplar ist in einen feinen Stoffeinband mit goldgeprägtem Titel gefasst, mit Metallecken verstärkt und in einer eigens gefertigten Kassette aufbewahrt.

Als Gesamtdokumentation künstlerischer Höhepunkte westlicher Kultur vereint das Werk wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Präsentation – ein Beispiel moderner Faksimilekunst, das den Geist klassischer Meisterwerke in zeitgemäßer Form erfahrbar macht.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.

Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

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100 Bilder der Weisheit

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

100 Bilder der Weisheit

Die Handschrift zu den Othea Briefen der Christine de Pizan zählt zu den glanzvollsten Zeugnissen französischer Buchkunst des 15. Jahrhunderts. Das Werk entstand um 1400 und verbindet moralische Unterweisung mit mythologischen Erzählungen. In hundert fiktiven Briefen richtet die antike Göttin Othea ihre Ratschläge an den jungen trojanischen Helden Hektor und weist ihn in die Pflichten eines tugendhaften Ritters ein.

Die prachtvolle Ausstattung umfasst achtundneunzig Miniaturen von höchster Qualität. Feine Bordüren, vegetabile Ranken, goldene Initialen und leuchtende Farben bestimmen das Erscheinungsbild der Handschrift. Der anonyme Maler stand vermutlich in Verbindung mit Künstlern aus dem Umfeld von Barthelemy d Eyck und Jean Fouquet.

Christine de Pizan, die erste bekannte selbständige Schriftstellerin Europas, verbindet in diesem Werk Gelehrsamkeit, höfische Literatur und moralische Lehre zu einer eindrucksvollen Einheit. Die Handschrift zeigt die kulturelle Strahlkraft des französischen Hofes und die besondere Stellung der Autorin in einer Zeit des geistigen Aufbruchs.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Silius Italicus: De Secundo Bello Punico Poema

Chroniken | Geschichte | Recht15. Jahrhundert

Silius Italicus: De Secundo Bello Punico Poema

Die sieben erhaltenen Blätter aus der Punica bewahren den Eindruck eines außergewöhnlich reich ausgestatteten Codex des 15. Jahrhunderts. Das römische Epos des Silius Italicus über den Zweiten Punischen Krieg erlebte in der Renaissance eine neue Wertschätzung und fand in dieser florentinischen Ausgabe einen repräsentativen Ausdruck. Der Codex gehörte einst Papst Nikolaus V., der die Wiederentdeckung antiker Literatur nachdrücklich förderte.

Die Miniaturen stammen aus dem Umfeld Francesco Di Stefanos und zeigen allegorische Gestalten von Rom und Karthago sowie Porträts des Dichters, Hannibals, Scipio Africanus und des Papstes. Eine Darstellung des Gottes Mars erweitert das ikonografische Programm. Die Figuren erscheinen vor farbigen Nischen und sind von kunstvollen Architekturrahmen eingefasst.

Die Blätter vermitteln die Aura eines Werkes, das literarische Tradition und florentinische Kunst zu einem eindrucksvollen Renaissance Zeugnis vereint.

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Illustrierte Bibel von Den Haag

Bibeln | Evangeliare13. Jahrhundert

Illustrierte Bibel von Den Haag

Die sogenannte Illustrierte Bibel von Den Haag entstand im späten 12. Jahrhundert in der Benediktinerabtei St. Bertin in Saint-Omer und gilt als eines der frühesten vollständig bebilderten biblischen Manuskripte Westeuropas. Der lateinisch-französische Text wird von 172 Miniaturen begleitet, darunter 45 ganzseitige Darstellungen, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Heiligenviten zeigen.

Die Malereien verbinden den französischen Stil um 1200 mit deutlichen Einflüssen der byzantinischen Kunst. Goldgründe, kräftige Farben und flächige Kompositionen verleihen den Figuren eine feierliche Strenge und ikonische Wirkung. Aufgrund kritischer Passagen über den Zweiten Kreuzzug und das Papsttum wird vermutet, dass das Werk im Auftrag des byzantinischen Kaisers Manuel I. Komnenos entstand.

Die Handschrift gelangte im 18. Jahrhundert in den Besitz König Wilhelm I. der Niederlande und wird heute in der Koninklijke Bibliotheek Den Haag aufbewahrt.

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Die Cosmographia des Claudius Ptolemaeus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Die Cosmographia des Claudius Ptolemaeus

Die Cosmographia gilt als eines der bedeutendsten Werke der europäischen Kartographiegeschichte. Sie basiert auf der Geographike Hyphegesis des alexandrinischen Gelehrten Claudius Ptolemaeus, dessen Schriften im 15. Jahrhundert in Italien wiederentdeckt und mit den neuesten geografischen Erkenntnissen der Renaissance ergänzt wurden.

Die Handschriften und Frühdrucke der Cosmographia verbinden antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei: Welt- und Regionalkarten werden in aufwendiger Farbgebung dargestellt und zeigen erstmals ein wissenschaftlich begründetes Bild der Erde. Die Darstellung der Breiten- und Längengrade sowie die Verwendung der ptolemäischen Projektion machten das Werk zu einer Grundlage der neuzeitlichen Kartographie.

Entstanden in der Zeit des Humanismus, spiegelt die Cosmographia das wachsende Interesse an Naturwissenschaft, Geographie und Weltverständnis wider – ein Schlüsselwerk zwischen Antike und Renaissance.

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Stundenbuch des Alfonso d'Este

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch des Alfonso d'Este

Das Stundenbuch des Alfonso d’Este entstand zwischen 1505 und 1510 am Hof des Herzogs von Ferrara und gilt als das letzte große Meisterwerk der italienischen Buchmalerei der Renaissance. Es wurde von dem Miniaturisten Matteo da Milano geschaffen, einem der bedeutendsten Buchkünstler seiner Zeit.

Das Werk umfasst 199 Blätter, darunter einen prachtvoll illuminierten Kalender und 29 ganzseitige Miniaturen von außergewöhnlicher malerischer Qualität. Die Seiten sind von goldenen Initialen, feinen Bordüren und kostbaren Ornamenten umgeben. Matteo da Milano verband klassische Formen mit flämischen und nordeuropäischen Einflüssen und schuf so eine neue, elegante Ausdrucksweise der Buchkunst.

Das Stundenbuch gehörte zur herzoglichen Bibliothek der Este und bildet mit der Bibel des Borso d’Este und dem Breviarium des Ercole d’Este die berühmte Trilogie der Ferrarer Buchmalerei. Heute wird der Hauptteil der Handschrift im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon aufbewahrt.

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Brockhaus | Spektrum

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Spektrum

Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.

Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.

Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.

Die vollständige Bandreihe:

  • Aufbruch ins Unbekannte
  • Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
  • Weltwunder der Gegenwart
  • Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
  • Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
  • Wunder Mensch. Triumph der Evolution
  • Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
  • Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
  • Faszination Film. 100 Jahre Kino
  • Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
  • Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
  • Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
  • Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
  • Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale
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Bertelsmann Lexikothek | Themenbände

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Themenbände

Die Bertelsmann Lexikothek Themenbände erweitern das klassische Lexikon um eine Reihe von Einzelbänden, die sich jeweils einem bestimmten Wissensgebiet widmen. Entstanden zwischen Ende der 1970er- und den 1990er-Jahren, verbinden sie wissenschaftliche Präzision mit einer anschaulichen, bildreichen Darstellung und spiegeln den hohen Anspruch des Bertelsmann Verlags an Bildung und Ästhetik wider.

Jeder Band behandelt ein zentrales Themenfeld – etwa Kunst, Geschichte, Natur, Religion, Technik oder Musik – und bietet einen kompakten Überblick über Entwicklung, Hintergründe und Zusammenhänge. Zahlreiche Abbildungen, Karten und Grafiken begleiten die Texte und machen komplexe Sachverhalte verständlich und lebendig.

Mit ihren edlen Kunstledereinbänden, Goldprägungen und hochwertigen Illustrationen wurden die Themenbände zu einem repräsentativen Wissensarchiv ihrer Zeit. Sie stehen exemplarisch für die enzyklopädische Kultur des 20. Jahrhunderts und machen die Vielfalt menschlicher Erkenntnis in anschaulicher Form erfahrbar.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Bertelsmann | Atlas International

Geographie | Karten20. Jahrhundert

Bertelsmann | Atlas International

Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.

Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.

Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Kreuzeslob

Literatur | Dichtung9. Jahrhundert

Kreuzeslob

Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.

Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.

Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

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Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.

Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.

Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Atlas des Diego Homen von 1561

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Atlas des Diego Homen von 1561

Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.

Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

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Bertelsmann | Atlas International

Geographie | Karten20. Jahrhundert

Bertelsmann | Atlas International

Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.

Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.

Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

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Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Bibeln | Evangeliare16. Jahrhundert

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.

Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.

Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

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Da Costa-Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Da Costa-Stundenbuch

Um 1515 entstand mit dem Da Costa-Stundenbuch eines der frühesten Meisterwerke Simon Benings (1483–1561). In 121 Miniaturen entfaltet der bedeutendste Vertreter der Gent-Brügger Schule Szenen von eindringlicher Lebendigkeit – vom bäuerlichen Alltag bis zu ergreifenden Momenten der Passion Christi. Zeitgenossen rühmten Bening als „besten Buchmaler Europas“. Unter ihm erlebte die niederländische Buchmalerei ihre letzte große Blüte nach der Erfindung des Buchdrucks. Das Werk selbst besitzt eine illustre Provenienz: Es gelangte von Papst Leo X. an König Manuel I. von Portugal und blieb anschließend über vier Jahrhunderte im Besitz der Familie Da Costa. Heute gilt es als Schlüsselwerk der Renaissance-Buchkunst, das wissenschaftliche Strenge, spirituelle Tiefe und künstlerische Meisterschaft vereint.

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Gebetbuch der Päpste

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Gebetbuch der Päpste

Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.

Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.

Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

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Kunst

Meisterwerke der Welt I

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. Jahrhundert

Meisterwerke der Welt I

Die Edition Meisterwerke der Welt I versammelt in bibliophiler Ausstattung eine Auswahl bedeutender Kunstwerke aus verschiedenen Epochen der Weltkunst. Das aufwendig gestaltete Faksimile präsentiert in großformatigen Reproduktionen Meisterwerke von der Frührenaissance bis in die Moderne und ergänzt sie durch erläuternde Texte und Künstlerbiografien.

Die Ausgabe wurde in limitierter Form für Sammler und Kunstliebhaber geschaffen. Jedes Exemplar ist in einen feinen Stoffeinband mit goldgeprägtem Titel gefasst, mit Metallecken verstärkt und in einer eigens gefertigten Kassette aufbewahrt.

Als Gesamtdokumentation künstlerischer Höhepunkte westlicher Kultur vereint das Werk wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Präsentation – ein Beispiel moderner Faksimilekunst, das den Geist klassischer Meisterwerke in zeitgemäßer Form erfahrbar macht.

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Kunst

Meisterwerke der Welt II

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. Jahrhundert

Meisterwerke der Welt II

Die Meisterwerke der Welt – Edition II setzt die Reihe bibliophiler Kunsteditionen fort, die sich der Bewahrung und Präsentation herausragender Werke der Weltkunst widmet. Diese Ausgabe vereint hochqualitative Reproduktionen bedeutender Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen verschiedener Epochen, begleitet von erläuternden Texten und kurzen Künstlerbiografien.

Die Edition ist in einer luxuriösen, schraubgebundenen Kassette mit schwarzem Stoffeinband und silbergeprägtem Titel gestaltet. Wie schon der erste Band verbindet sie wissenschaftlich fundierte Beschreibung mit ästhetischer Gestaltung und dokumentiert so den Reichtum künstlerischer Ausdrucksformen von der Antike bis in die Moderne.

Als Faksimile-Edition für Sammler und Liebhaber konzipiert, steht Meisterwerke der Welt – Edition II für die Fortführung einer Reihe, die Kunstwerke in zeitloser Form bewahrt und neu erfahrbar macht.

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Kunst

Meisterwerke der Welt III

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. Jahrhundert

Meisterwerke der Welt III

Mit der Edition III findet die Reihe Meisterwerke der Welt ihre Fortsetzung als bibliophile Dokumentation großer Kunstepochen. Die Sammlung vereint herausragende Werke der Malerei, Skulptur und Grafik aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturkreisen. Jedes abgebildete Werk wird von erläuternden Texten begleitet, die kunsthistorische Hintergründe, Stilmerkmale und die Bedeutung der Künstler erläutern.

Die Ausgabe ist in einem edlen, schraubgebundenen Stoffeinband mit silbergeprägtem Titel und Metallelementen gestaltet. Präsentiert in einer schützenden Kassette, verbindet sie aufwendige Drucktechnik mit hoher handwerklicher Qualität.

Meisterwerke der Welt – Edition III steht für die Fortführung einer Sammlerreihe, die die Entwicklung der Kunstgeschichte in anschaulicher und ästhetisch vollendeter Form dokumentiert – ein repräsentatives Beispiel moderner Faksimile-Editionen.

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Boccaccios vatikanischer Dekameron

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Boccaccios vatikanischer Dekameron

Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.

Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.

Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

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Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Bibeln | Evangeliare11. Jahrhundert

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.

Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.

Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

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Kunst

Napoleon I. Bonaparte

Sonstiges Genres21. Jahrhundert

Napoleon I. Bonaparte

Der vorliegende Band widmet sich dem Leben Napoleons I. in einer aufwendig inszenierten, historisierenden Gestaltung. In chronologisch angelegten Textpassagen werden zentrale Stationen seines Wirkens nachgezeichnet, von den militärischen Erfolgen der Revolutionszeit bis zu den politischen Umbrüchen seiner Herrschaft. Die typografische Ausführung orientiert sich an historischen Vorbildern und wird durch ornamental gerahmte Seiten sowie ausgewählte Bildzitate ergänzt.

Das Werk entstand als moderne Sammleredition in limitierter Auflage von 500 Exemplaren und verbindet erzählerische Geschichtsdarstellung mit einer bewusst antiquarisierenden Buchgestaltung. Es steht exemplarisch für zeitgenössische Editionen, die historische Persönlichkeiten nicht dokumentarisch, sondern in ästhetisch inszenierter Form erfahrbar machen.

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Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri

Spiele | Jagd16. Jahrhundert

Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri

Das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri entstand 1482 in Perugia und gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke der italienischen Renaissance. Es vereint astrologisches Wissen, religiöse Symbolik und spielerische Unterhaltung zu einem kunstvollen Gesellschaftsspiel, das Fragen nach Glück, Erfolg und Zukunft beantworten sollte.

Der prächtig illuminierte Codex zeigt das Rad der Fortuna, Propheten, Tierkreiszeichen und Himmelssphären, ausgeführt in leuchtenden Farben und reichem Gold. Die Miniaturen verbinden dramatische Szenen mit feinem Humor und spiegeln den Einfluss der großen Malerei des Quattrocento wider.

Lorenzo Spirito Gualtieri, ein Gelehrter am Hof von Perugia, schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mischung aus Aberglaube, Philosophie und Kunst. Das Schicksalsbuch wurde zu einem der ersten Bestseller Italiens und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Renaissance-Kultur. Es wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig aufbewahrt.

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Buch der Jagd

Spiele | Jagd14. Jahrhundert

Buch der Jagd

Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.

Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.

Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

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Meisterwerke der Natur – Edition I

Fotobuch-Edition21. Jahrhundert

Meisterwerke der Natur – Edition I

Die großformatige Bildedition „Meisterwerke der Natur“ widmet sich der eindrucksvollen Schönheit und Vielfalt der Tierwelt. Ausdrucksstarke Naturfotografien zeigen faszinierende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum und machen feine Strukturen, charakteristische Merkmale und besondere Augenblicke unmittelbar erlebbar.

Durch die großzügige Gestaltung entfalten die hochwertigen Farbaufnahmen eine außergewöhnliche Wirkung. Jede Darstellung lädt dazu ein, die Motive ausführlich zu betrachten und die Ästhetik der Natur aus nächster Nähe zu entdecken. Damit verbindet die Edition den Charakter eines exklusiven Bildbandes mit einer Hommage an die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit der natürlichen Welt.

Auch die Ausstattung unterstreicht den repräsentativen Anspruch des Werkes: Der grüne Einband mit goldfarbener Titelprägung, die sichtbare Schraubbindung und die passgenaue Präsentationskassette verleihen der Edition ein edles Erscheinungsbild. „Meisterwerke der Natur – Edition I“ ist ein außergewöhnliches Sammlerwerk für Liebhaber hochwertiger Naturfotografie.

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Astro-medizinischer Kalender

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Astro-medizinischer Kalender

Der um 1460 entstandene astro-medizinische Kalender vereint Jahreskalender, astrologischen Leitfaden, medizinische Ratschläge und Almanach in einer einzigen Handschrift. In lateinischer und deutscher Sprache verfasst, verbindet er praktische Hinweise zu Gesundheit, Ernährung und Wetter mit der mittelalterlichen Vorstellung vom Zusammenspiel von Makrokosmos und Mikrokosmos. Die Bewegungen der Gestirne galten als wirksame Kräfte, die das Gleichgewicht der Körpersäfte und damit das Wohlbefinden des Menschen beeinflussen.

Die erhaltenen 24 Seiten sind reich illuminiert und zeigen Tierkreiszeichen, Monatsarbeiten und Szenen des Alltags in leuchtenden Farben mit Blattgold. Die Figuren erscheinen freundlich und beinahe kindlich, mit rosigen Wangen und klaren Konturen. Stilistisch weist die Handschrift in den oberrheinischen Raum, vermutlich nach Straßburg oder in dessen Umfeld. Als Fragment eines größeren Werkes bietet der Kalender einen seltenen Einblick in die Lebenswelt und das Wissenssystem des Spätmittelalters.

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Die Cosmographia des Claudius Ptolemaeus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Die Cosmographia des Claudius Ptolemaeus

Die Cosmographia gilt als eines der bedeutendsten Werke der europäischen Kartographiegeschichte. Sie basiert auf der Geographike Hyphegesis des alexandrinischen Gelehrten Claudius Ptolemaeus, dessen Schriften im 15. Jahrhundert in Italien wiederentdeckt und mit den neuesten geografischen Erkenntnissen der Renaissance ergänzt wurden.

Die Handschriften und Frühdrucke der Cosmographia verbinden antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei: Welt- und Regionalkarten werden in aufwendiger Farbgebung dargestellt und zeigen erstmals ein wissenschaftlich begründetes Bild der Erde. Die Darstellung der Breiten- und Längengrade sowie die Verwendung der ptolemäischen Projektion machten das Werk zu einer Grundlage der neuzeitlichen Kartographie.

Entstanden in der Zeit des Humanismus, spiegelt die Cosmographia das wachsende Interesse an Naturwissenschaft, Geographie und Weltverständnis wider – ein Schlüsselwerk zwischen Antike und Renaissance.

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Der beichtende Christ 1910

Bibeln | EvangeliareUnbekannt

Der beichtende Christ 1910

Das seltene Faksimile Der beichtende Christ basiert auf einem Manuskript aus dem Jahr 1910, das in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen aufbewahrt wird (Signatur Ms. A12.321). Die limitierte Edition erschien 2007 im Auftrag von Harb Co., Lebanon, in einer Auflage von 999 nummerierten Exemplaren und wurde durch den Amsterdamer Notar Robert W. Scheller beglaubigt. Das Werk gehört zu den kaum bekannten religiösen Handschriften des frühen 20. Jahrhunderts und steht im Kontext der expressiven christlichen Kunst dieser Zeit.

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Boccaccios vatikanischer Dekameron

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Boccaccios vatikanischer Dekameron

Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.

Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.

Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.

Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts

Die Reihe „Brockhaus – Chronik des Jahrhunderts“ stellt eine fortlaufende Dokumentation historischer Entwicklungen dar und widmet sich der chronologischen Erfassung bedeutender Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport. In systematisch aufgebauten Bänden werden Zeitabschnitte oder einzelne Jahre übersichtlich zusammengefasst und in einen größeren historischen Kontext eingeordnet.

Charakteristisch ist die klare Struktur: Ereignisse werden zeitlich geordnet dargestellt und durch erläuternde Texte, Fotografien sowie ergänzende Übersichten vertieft. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der jeweiligen Epoche, das sowohl Orientierung als auch Einordnung ermöglicht.

Die redaktionelle Gestaltung folgt dem klassischen Anspruch des Hauses Brockhaus und verbindet sachliche Präzision mit verständlicher Darstellung. Die Bände umfassen in der Regel jeweils etwa 500 bis 700 Seiten und unterstreichen damit den enzyklopädischen Charakter der Reihe.

Als geschlossene Reihe bietet die Chronik einen umfassenden Zugang zur Zeitgeschichte und erlaubt es, Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg nachvollziehbar zu verfolgen.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Apokalypse von Paris

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Apokalypse von Paris

Die Apokalypse von Paris, entstanden um 1250 in Salisbury – dem damaligen Sarum –, zählt zu den frühesten Apokalypse-Handschriften Englands. Sie stammt aus der Hand des Meisters von Sarum, eines herausragenden Miniaturisten der englischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts, dem auch der Psalter von Amesbury und das Missale von Henry Chichester zugeschrieben werden.

Auf 100 reich verzierten Seiten entfaltet sich ein Zyklus von Miniaturen, die den Text der Offenbarung des Johannes in leuchtenden Farben und mit großzügigem Goldschmuck illustrieren. Jede Szene ist in fein komponierten Registern angelegt, gerahmt von grün-goldenen Ornamentbändern. Die anmutigen, gotisch verfeinerten Figuren kontrastieren mit den dramatischen Visionen der Apokalypse – ein faszinierendes Spannungsverhältnis von Schönheit und Schrecken.

Die Handschrift, heute in der Bibliothèque nationale de France (ms. Français 403), blickt auf eine illustre Besitzgeschichte zurück: Sie gehörte unter anderem Karl V. von Frankreich, dem Herzog von Anjou, Louis de Bruges und König Ludwig XII. von Frankreich.

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Notitia Dignitatum

Chroniken | Geschichte | Recht15. Jahrhundert

Notitia Dignitatum

Die Notitia Dignitatum ist eines der bedeutendsten Dokumente zur Verwaltungsgeschichte des Römischen Reiches. Sie bildet das Kernstück einer prachtvollen Sammelhandschrift des 15. Jahrhunderts mit dem Titel Descriptio orbis terrarum, die heute in der Biblioteca Nacional de España in Madrid aufbewahrt wird (Ms. Reserva 36). Dieses umfangreiche Kompendium vereint zwölf Abhandlungen zu Politik, Geographie und Verwaltung, die von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter reichen.

Die berühmte Notitia Dignitatum tam civilium quam militarium, ursprünglich zu Beginn des 5. Jahrhunderts verfasst, beschreibt die zivile und militärische Struktur des Imperium Romanum. Sie listet Ämter, Provinzen, Heereseinheiten und Zuständigkeiten auf und vermittelt so ein detailliertes Bild der spätantiken Reichsorganisation. In der humanistischen Abschrift des 15. Jahrhunderts ist der Text mit über 100 Miniaturen ausgestattet – darunter Wappen, Stadtsymbole, Karten und Personifikationen, die verschiedene Epochen der abendländischen Buchkunst widerspiegeln.

Das Werk, entstanden im geistigen Umfeld italienischer Humanisten, vereint wissenschaftliche Präzision und künstlerische Schönheit und gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse römischer Verwaltungstradition in der Renaissance.

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Liber Precum

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Liber Precum

Der Liber Precum, zwischen 1480 und 1490 in Köln entstanden, ist ein Meisterwerk der spätmittelalterlichen Buchmalerei und ein bedeutendes Zeugnis privater Frömmigkeit im Geist der devotio moderna. Der kleinformatige Codex, heute in der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg, beeindruckt durch seine außergewöhnliche Kombination aus künstlerischer Raffinesse, emotionaler Tiefe und spiritueller Intention.

Das Werk umfasst 99 Folios mit 41 ganzseitigen Miniaturen, die die Vita Christi illustrieren. Jede Szene steht dem entsprechenden Gebet gegenüber, sodass Text und Bild eine meditative Einheit bilden. Dynamische Figuren, fein nuancierte Farben und detailreiche Landschaften prägen den Stil des anonymen „Meisters des St. Petersburger Liber Precum“, eines bedeutenden Vertreters der Kölner Malschule im Umkreis Stephan Lochners. Seine Kunst verbindet den zarten Ausdruck des Weichen Stils mit der neuen, realistischen Auffassung der Spätgotik.

Als Gebetbuch für die persönliche Andacht vereint der Liber Precum emotionale Intensität und künstlerische Meisterschaft. Über die württembergische Prinzessin Sophie Dorothée, spätere Zarin Maria Fjodorowna, gelangte das Werk im 18. Jahrhundert an den russischen Kaiserhof – und blieb bis heute eines der erlesensten Beispiele deutscher Buchkunst des 15. Jahrhunderts.

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Stundenbuch der Maria Stuart

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch der Maria Stuart

Mit nur 4,8 x 3,2 cm gilt das Stundenbuch der Maria Stuart als das kleinste bekannte Stundenbuch der Kunstgeschichte. Entstanden um 1510–1515 im französischen Tours, vereint es auf rund 300 Seiten liturgische Texte mit prachtvoller Ausstattung. 14 Miniaturen zeigen Szenen aus dem Leben Christi, eingebettet in fein ausgearbeitete Innenräume und stimmungsvolle Landschaften, während Initialen, Bordüren und Goldornamente die Handschrift zu einem Meisterwerk der nordalpinen Renaissance machen.

Ursprünglicher Auftraggeber war vermutlich König Franz I. von Frankreich, der es seiner Gemahlin Claude de France schenkte. Über deren Enkel Franz II. gelangte das Werk in den Besitz von Maria Stuart (1542–1587), deren Name es heute trägt. Nach einer wechselvollen Geschichte blieb es im Besitz europäischer Herrscherhäuser und wird seit 1837 vom Haus Württemberg gehütet.

Ein einzigartiges Zeugnis königlicher Frömmigkeit, das kostbare Kunstfertigkeit und außergewöhnliche Provenienz in sich vereint.

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Astronomische Texte

Astronomie | Astrologie14. Jahrhundert

Astronomische Texte

Die Astronomischen Texte sind ein französisches Kompendium aus dem 14. Jahrhundert, das in außergewöhnlicher Weise wissenschaftliches Wissen und künstlerische Gestaltung vereint. Die Handschrift, heute in der Staatsbibliothek zu Berlin (Cod. Lat. Oct. 44) aufbewahrt, umfasst 24 Seiten im handlichen Format und enthält eine Vielzahl astronomischer Traktate, Tabellen und Diagramme.

Mit 43 kolorierten Federzeichnungen – Darstellungen von Planeten, Tierkreiszeichen, Sternbildern und mythologischen Figuren – bietet sie einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Verständnis des Kosmos. Die Illustrationen verbinden antikes Wissen, insbesondere der Aratea-Überlieferung des Aratos von Soloi, mit dem wissenschaftlichen Geist des Spätmittelalters.

Der unbekannte Verfasser war vermutlich ein Gelehrter, der sowohl in theoretischer Astronomie als auch in praktischer Astrologie bewandert war. Die Handschrift zeigt, wie stark die Faszination für den Sternenhimmel das Denken des Mittelalters prägte – als Schnittpunkt von Wissenschaft, Kunst und Glauben.

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Stundenbuch des Bischofs Morgades

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Stundenbuch des Bischofs Morgades

Das sogenannte Stundenbuch des Bischofs Morgades ist ein außergewöhnliches Beispiel historischer Buchbegeisterung des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bischofs von Vic, José Morgades y Gili (1826–1901), wurde ein Kompendium aus Fragmenten flämischer und spanischer Handschriften zusammengetragen, deren Entstehung vom frühen 15. Jahrhundert bis in die Zeit der Renaissance reicht.

Die Handschrift umfasst 110 Seiten mit 34 ganzseitigen Miniaturen und 60 reich dekorierten Textseiten. Die kunstvollen Bordüren, ornamentalen Initialen und farbintensiven Darstellungen spiegeln die Vielfalt der spätgotischen und frühneuzeitlichen Buchmalerei wider.

Im handlichen Format eines mittelalterlichen Stundenbuches vereint der Codex verschiedene künstlerische Traditionen und bietet einen seltenen Überblick über zwei Jahrhunderte Buchkunst. Heute gilt er als bemerkenswertes Zeugnis des historischen Interesses des 19. Jahrhunderts an der Bewahrung und Wertschätzung mittelalterlicher Handschriften.

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Stundenbuch der Katharina von Kleve

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Stundenbuch der Katharina von Kleve

Das Stundenbuch der Katharina von Kleve, um 1430 entstanden, gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke der niederländischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Geschaffen wurde es vermutlich für Katharina von Kleve (1417–1479), Herzogin von Geldern und Enkelin Johanns Ohnefurcht, in einer Zeit, in der die Kunst der Andachtsbücher ihren Höhepunkt erreichte.

Der anonyme Meister des Stundenbuchs der Katharina von Kleve schuf auf 714 Pergamentseiten eine überwältigende Bilderfülle von 157 Miniaturen, die in technischer Brillanz und erzählerischer Tiefe unübertroffen ist. Ganzseitige Szenen, halbseitige Miniaturen und detailreiche Randdarstellungen verbinden religiöse Andacht mit eindrücklichen Schilderungen des spätmittelalterlichen Alltags. Ornamentale Rahmen und leuchtende Farbigkeit verleihen dem Werk eine fast malerische Präsenz, die den Übergang zur niederländischen Genremalerei vorwegnimmt.

Das Stundenbuch diente nicht nur der privaten Frömmigkeit, sondern auch der Repräsentation höfischer Kultur. Nach wechselvoller Geschichte gelang es der Pierpont Morgan Library in New York, die im 19. Jahrhundert getrennten Teile wieder zu vereinen. Heute zählt es zu den kostbarsten Zeugnissen spätmittelalterlicher Kunst und Frömmigkeit.

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Legende des Heiligen Antlitz

Heiligen-Legenden15. Jahrhundert

Legende des Heiligen Antlitz

Die Legende des Heiligen Antlitz zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen französischer Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Das um 1410 in Paris entstandene Manuskript schildert die im Mittelalter weit verbreitete Legende vom wundersam vollendeten Antlitz Christi – einem von Nikodemus begonnenen Bildnis, das nach der Überlieferung durch die Hand eines Engels vollendet wurde.

Die Handschrift umfasst 27 leuchtend kolorierte Miniaturen, die in ihrer Komposition und Farbgebung zu den Meisterwerken der französischen Gotik zählen. Goldgrund, ornamentale Initialen und feinste Details verleihen den Szenen besondere Ausdruckskraft.

Der Codex gilt als Werk eines anonymen Pariser Buchmalers und wurde vermutlich für einen hochadeligen Auftraggeber geschaffen. Seine reiche Ausstattung und seine bewegte Überlieferung – unter anderem im Besitz eines Kaisers und eines Papstes – machen ihn zu einem der kostbarsten Zeugnisse spätmittelalterlicher Frömmigkeit.

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Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.

Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.

Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

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Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.

Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.

Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Die Macht der Gestirne

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Die Macht der Gestirne

Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.

Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.

Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

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Das Buch der geheimen Offenbarung

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Das Buch der geheimen Offenbarung

Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.

Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.

Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

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Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini

Abhandlungen | Weltliche Werke15. Jahrhundert

Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini

Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini, entstanden zwischen 1464 und 1478 in Urbino, gilt als eines der bedeutendsten Traktate zur Architektur und Ingenieurskunst der italienischen Renaissance. Mit über 1.200 Zeichnungen dokumentiert es die außergewöhnliche Vielseitigkeit seines Schöpfers – Bildhauer, Maler, Architekt und Theoretiker – und spiegelt zugleich den Geist einer Epoche wider, in der Kunst, Wissenschaft und Technik untrennbar verbunden waren.

Die Skizzen zeigen Entwürfe für Festungsanlagen, Maschinen, Aufzüge, hydraulische Systeme und idealisierte Städte. Sie verdeutlichen Martinitis unerschöpflichen Erfindungsreichtum und seine präzise Beobachtung technischer Prozesse. Stilistisch verbinden die Blätter mathematische Strenge mit künstlerischer Eleganz.

Francesco di Giorgio, Schüler des Sieneser Meisters Vecchietta und Zeitgenosse Leonardos, prägte mit seinem Werk Generationen von Architekten. Das Skizzenbuch gilt als Schlüsseltext der Renaissance-Architektur und als frühes Beispiel systematischer Ingenieursdokumentation. Heute wird das Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt.

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Reichenauer Perikopenbuch

Liturgische Handschriften11. Jahrhundert

Reichenauer Perikopenbuch

Das Reichenauer Perikopenbuch, entstanden um das Jahr 1013 im Skriptorium des Benediktinerklosters Reichenau, zählt zu den glanzvollsten Werken der ottonischen Buchmalerei. Die Handschrift, möglicherweise ein Geschenk Kaiser Heinrichs II. an das Hildesheimer Domkapitel, beeindruckt durch ihren leuchtenden Goldgrund, den großzügigen Einsatz von Purpur und die unvergleichliche Kunstfertigkeit ihrer Miniaturen.

Das Evangelistar enthält 109 Lesungen aus den vier Evangelien, angeordnet im Ablauf des Kirchenjahres. Neun ganzseitige Miniaturen und sechs prachtvolle Initialzierseiten entfalten ein monumentales Bilderprogramm, das Szenen wie die Geburt Christi, die Anbetung der Könige, die Befreiung des Petrus und die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt. Die Kompositionen verbinden feierliche Strenge mit lebendiger Ausdruckskraft und veranschaulichen die Synthese antiker, byzantinischer und insularer Traditionen.

Als eines der Hauptwerke der Reichenauer Schule repräsentiert das Perikopenbuch den Höhepunkt karolingisch-ottonischer Buchkunst. Heute wird es in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrt.

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Da Costa-Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Da Costa-Stundenbuch

Um 1515 entstand mit dem Da Costa-Stundenbuch eines der frühesten Meisterwerke Simon Benings (1483–1561). In 121 Miniaturen entfaltet der bedeutendste Vertreter der Gent-Brügger Schule Szenen von eindringlicher Lebendigkeit – vom bäuerlichen Alltag bis zu ergreifenden Momenten der Passion Christi. Zeitgenossen rühmten Bening als „besten Buchmaler Europas“. Unter ihm erlebte die niederländische Buchmalerei ihre letzte große Blüte nach der Erfindung des Buchdrucks. Das Werk selbst besitzt eine illustre Provenienz: Es gelangte von Papst Leo X. an König Manuel I. von Portugal und blieb anschließend über vier Jahrhunderte im Besitz der Familie Da Costa. Heute gilt es als Schlüsselwerk der Renaissance-Buchkunst, das wissenschaftliche Strenge, spirituelle Tiefe und künstlerische Meisterschaft vereint.

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Das silberne Duett

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. Jahrhundert

Das silberne Duett

Das sogenannte Silberne Duett verbindet die Kunst der Buchmalerei der Renaissance mit der Rechenkunst des Florentiner Humanismus. Grundlage der Handschrift ist das Traktat der Arithmetik und Geometrie des Filippo Calandri, das Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, um 1490 als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni – den späteren Papst Leo X. – in Auftrag gab.

Die prachtvolle Handschrift umfasst rund 100 Seiten mit etwa 230 Miniaturen, reich verziert mit Gold, Rankenornamenten und dem Wappen der Medici. Ganzseitige Rechentafeln, auf farbigen Hintergründen in Goldschrift ausgeführt, verbinden didaktischen Zweck mit luxuriöser Darstellung.

Die Miniaturen stammen von Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, einem der führenden florentinischen Buchmaler seiner Zeit. Das Werk ist in italienischer Sprache verfasst und gilt als kostbares Beispiel für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und humanistischer Bildung im Florenz des späten 15. Jahrhunderts.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Der goldene Atlas der Nautik

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der goldene Atlas der Nautik

1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.

Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.

Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

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Faszination Heilpflanzen

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Faszination Heilpflanzen

Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.

Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.

Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Gabriel Glockendon: Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Gabriel Glockendon: Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg

Das Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg zählt zu den herausragenden Beispielen der Buchmalerei der Renaissance. Die prachtvolle Pergamenthandschrift entstand zwischen 1536 und 1537 in Nürnberg und Halle für Albrecht von Brandenburg, einen der bedeutendsten Kirchenfürsten seiner Zeit.

Die Ausstattung vereint die Arbeit des Buchmalers Gabriel Glockendon und des Schreibers Georg Stierlein. Insgesamt umfasst das Werk rund 200 Seiten mit 42 ganzseitigen Miniaturen sowie zahlreichen ornamentalen Initialen. Die Darstellungen folgen der Heilsgeschichte von der Verkündigung an Maria bis zur Grablegung Christi.

Die Bilder zeichnen sich durch einen detailreichen, manieristischen Stil aus. Reich verzierte Gewänder, sorgfältig gestaltete Architektur und atmosphärische Landschaften verleihen den Szenen eine besondere Bildwirkung. Aufwendig gestaltete Rahmungen erweitern die Miniaturen häufig um zusätzliche figürliche Darstellungen und machen die Handschrift zu einem eindrucksvollen Zeugnis der Renaissance-Buchkunst.

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Boccaccios vatikanischer Dekameron

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Boccaccios vatikanischer Dekameron

Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.

Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.

Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

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Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Bibeln | Evangeliare11. Jahrhundert

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.

Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.

Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

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Originale

Brockhaus | Weltatlas

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Weltatlas

Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

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Brockhaus | Die Welt

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Die Welt

Brockhaus - Die Welt ist ein in 18 Bänden angelegtes Länderlexikon, das die Staaten und Kontinente der Erde in systematischer Form darstellt. Die Beiträge vereinen geographische, historische, politische und kulturelle Aspekte und werden durch Karten, Tabellen und Bildmaterial ergänzt. So entsteht ein vielschichtiges Panorama globaler Räume und ihrer Entwicklungen.

Die Ausgabe von 2013 steht in der Tradition der großen gedruckten Nachschlagewerke des Hauses Brockhaus. Ein multimedial konzipierter Audio-Pen war zur vertiefenden Erschließung ausgewählter Inhalte vorgesehen. Die Bände besitzen eine repräsentative Ausstattung mit Silberkopfschnitt und gestalteten Einbänden.

Als geschlossenes Werk vermittelt diese Lexikonreihe ein enzyklopädisches Weltbild ihrer Zeit und dokumentiert zugleich die späte Phase klassischer, großformatiger Wissenseditionen im Buchformat. Für Sammler und Liebhaber bildet sie ein anschauliches Zeugnis moderner Lexikonkultur.

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Brockhaus | Horizonte

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Horizonte

Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.

Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

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Brockhaus | Faszination Weltgeschichte

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Weltgeschichte

Das Werk Faszination Weltgeschichte aus dem Brockhaus Verlag bietet einen eindrucksvollen Überblick über die großen Epochen und Wendepunkte der Menschheitsgeschichte. Von den frühen Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zur Gegenwart entfaltet sich ein Panorama, das politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen gleichermaßen umfasst.

Besonderes Gewicht liegt auf der anschaulichen Darstellung: Zahlreiche Abbildungen, Karten und Illustrationen begleiten die Texte und machen historische Ereignisse lebendig. So entsteht ein Werk, das nicht nur informiert, sondern auch fasziniert.

Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Genauigkeit, didaktischer Klarheit und visueller Kraft gehört Faszination Weltgeschichte zu den wichtigsten Nachschlagewerken zur Weltgeschichte. Es lädt dazu ein, die Zusammenhänge und Dynamiken der Vergangenheit besser zu verstehen und den Blick für die historischen Wurzeln unserer Gegenwart zu schärfen.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Bertelsmann Lexikothek | Das moderne Lexikon

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Das moderne Lexikon

Die Bertelsmann Lexikothek – Das moderne Lexikon präsentiert sich als umfangreiche, mehrbändige Wissenssammlung, bestehend aus 20 Grundbänden sowie 11 Zusatz- und Ergänzungsbänden. Die alphabetisch strukturierte Hauptreihe erschließt ein breites Spektrum an Themen aus Naturwissenschaft, Technik, Geschichte, Kultur und Gesellschaft.

Ergänzt wird das Werk durch spezialisierte Bände, die einzelne Wissensgebiete vertiefen und erweitern. Dazu zählen unter anderem Darstellungen zu Ländern und Kontinenten, wissenschaftliche Themenbereiche sowie Aspekte von Kunst und Gesundheit. Diese Kombination aus Grund- und Ergänzungsbänden schafft ein vielschichtiges Gesamtbild des Wissensstandes ihrer Entstehungszeit.

Die einheitlich gestalteten Einbände mit goldgeprägten Rückentiteln verleihen der Reihe eine klassische, repräsentative Erscheinung. Als enzyklopädisches Gesamtwerk steht die Bertelsmann Lexikothek für den Anspruch, Wissen systematisch zu ordnen und in umfassender Form zugänglich zu machen.

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Bertelsmann | Chronik der Medizin

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann | Chronik der Medizin

Diese zweibändige Ausgabe bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Heilkunst von frühen rituellen Praktiken bis zu den Innovationen der modernen Chirurgie. Mit sorgfältig ausgewählten Texten und Bilddokumenten zeichnet das Werk die Geschichte medizinischer Vorstellungen, Methoden und Durchbrüche nach und öffnet den Blick auf zentrale Wendepunkte im Kampf gegen Krankheit und Sterblichkeit.

Die beiden Bände widmen sich unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Der erste Band verfolgt den Weg von magisch geprägten Heilritualen zu wissenschaftlich fundierten Verfahren bis hin zur Lasermedizin. Der zweite Band beleuchtet den fortwährenden menschlichen Versuch, Leiden zu lindern und das Leben zu verlängern.

Gestaltet in klassischem Einband mit goldgeprägten Titeln, vereinen die Bände historische Tiefe mit anschaulicher Darstellung. Sie dokumentieren medizinische Kulturgeschichte in einer Perspektive, die sowohl fachlich informativ als auch für Sammler kulturhistorischer Werke von besonderem Interesse ist.

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Brockhaus | Spektrum

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Spektrum

Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.

Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.

Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.

Die vollständige Bandreihe:

  • Aufbruch ins Unbekannte
  • Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
  • Weltwunder der Gegenwart
  • Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
  • Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
  • Wunder Mensch. Triumph der Evolution
  • Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
  • Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
  • Faszination Film. 100 Jahre Kino
  • Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
  • Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
  • Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
  • Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
  • Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale
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Der goldene Atlas der Nautik

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der goldene Atlas der Nautik

1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.

Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.

Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

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Heilige Schriften

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. Jahrhundert

Heilige Schriften

Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.

Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.

Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Liber Horarum von Gerard David

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Liber Horarum von Gerard David

Der Liber Horarum des Gerard David gilt als einer der glanzvollen Höhepunkte der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1484 und 1486 in Brügge, vereint das Stundenbuch die künstlerische Meisterschaft der Gent-Brügger Schule in einer Handschrift von außergewöhnlicher Schönheit und Feinheit.

Der Brügger Maler Gerard David (um 1455–1523), Schüler von Hans Memling und letzter großer Meister seiner Epoche, schuf 15 der insgesamt 37 Miniaturen selbst. Seine detailreichen, farbintensiven Szenen – etwa die innige Darstellung der Madonna mit dem Kind – zeigen eine eindrucksvolle Synthese aus realistischer Beobachtung und spiritueller Tiefe.

Reiche Bordüren mit Blüten, Früchten, Tieren und grotesken Figuren, kunstvolle Initialen in Blau, Rot und Gold sowie ein edler Ledereinband mit silberner Schließe machen das Werk zu einem Gesamtkunstwerk spätgotischer Frömmigkeit und Ästhetik. Heute wird die Handschrift in der Biblioteca del Escorial bei Madrid aufbewahrt.

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Das Sobieski-Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Sobieski-Stundenbuch

Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

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Lobgedicht auf König Robert von Anjou

Literatur | Dichtung14. Jahrhundert

Lobgedicht auf König Robert von Anjou

Das um 1340 entstandene Lobgedicht auf König Robert von Anjou ist ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Herrschaftsinszenierung. Der monumentale Codex im Format 48,5 × 34,4 cm umfasst 72 Seiten mit 43 großformatigen Miniaturen, die mit Gold und Silber reich ausgestattet sind.

Der Text, mehrheitlich Convenevole da Prato (1270/75–1338) zugeschrieben, preist Robert von Anjou (1278–1343), König von Neapel, als idealen Herrscher, der Italien einen und die Kirche aus der Krise des Avignoner Exils retten könne. Neben allegorischen Darstellungen von Italia und den Tugenden enthält die Handschrift Zitate des heiligen Augustinus, die den König in die Tradition christlicher Weisheit stellen.

Mit seiner Fülle an Miniaturen, Fleuronnée- und Deckfarben-Initialen entfaltet das Werk ein farbenprächtiges Kaleidoskop des 14. Jahrhunderts. Es verbindet Politik, Dichtung und Kunst zu einem seltenen Zeugnis mittelalterlicher Repräsentation.

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Bertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts

Chroniken | Geschichte | Recht20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts

Die Bertelsmann Lexikothek Chronik des 20. Jahrhunderts ist ein umfassendes Standardwerk, das die Jahre 1900 bis 1999 in einer einzigartigen Jahr-für-Jahr-Darstellung dokumentiert. Sie bietet eine präzise Übersicht über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen eines Jahrhunderts, das von Umbrüchen, Katastrophen und Fortschritten gleichermaßen geprägt war.

Jeder Jahrgang wird in einem eigenen Kapitel behandelt und durch zahlreiche Abbildungen, Karten, Tabellen und Fotos illustriert. So entsteht ein lebendiges Bild der Epoche, das die großen historischen Ereignisse ebenso sichtbar macht wie kulturelle Strömungen, technische Innovationen oder prägende Persönlichkeiten. Die Chronik verbindet zuverlässige Informationen mit einer anschaulichen Darstellung, die Vergangenheit greifbar macht.

Damit ist sie nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein faszinierender Spiegel des 20. Jahrhunderts.

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Coron | Die grossen Ereignisse

Chroniken | Geschichte | Recht20. Jahrhundert

Coron | Die grossen Ereignisse

Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.

Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.

Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

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Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.

Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Brockhaus | Faszination Weltgeschichte

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Weltgeschichte

Die Edition Brockhaus – Weltgeschichte bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Menschheit von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart. In chronologisch und thematisch gegliederten Darstellungen vereint das Werk politische, kulturelle und wissenschaftliche Geschichte zu einem Gesamtbild menschlicher Zivilisation.

Fundierte Texte, ergänzt durch Karten, Abbildungen und Zeittafeln, beleuchten die großen Epochen – von der Antike über Mittelalter und Neuzeit bis zu den globalen Umbrüchen des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei legt das Werk besonderen Wert auf den Zusammenhang von Macht, Kultur und Ideen, die den Lauf der Geschichte prägten.

Brockhaus – Weltgeschichte steht in der Tradition enzyklopädischer Wissenswerke, die historische Erkenntnis mit anschaulicher Darstellung verbinden. Es ist ein kulturhistorisches Standardwerk, das Geschichte lebendig vermittelt und das Bewusstsein für ihre Bedeutung im Heute schärft.

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Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen

Abhandlungen | Weltliche Werke15. Jahrhundert

Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen

Die Sammlung Leonardo da Vinci – Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen vereint 83 Blätter des Universalgenies aus drei bedeutenden Beständen: dem berühmten Codex Atlanticus der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, den Skizzenbüchern des Institut de France und der einzigartigen Da-Vinci-Sammlung des Windsor Castle. Auf 80 Blättern, darunter fünf Faltzeichnungen, offenbaren sich architektonische Entwürfe, Konstruktionsdetails und visionäre Erfindungen, oft begleitet von den charakteristischen Notizen Leonardos.

Die Werke zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Genialität des Renaissance-Meisters, dessen Studien zwischen Kunst, Architektur und Technik neue Maßstäbe setzten. Mit dieser Sammlung wird der schöpferische Geist Leonardo da Vincis (1452–1519) in seiner ganzen Breite sichtbar und seine Rolle als Pionier der Ingenieurskunst und der wissenschaftlichen Beobachtung deutlich.

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Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Heiligen-Legenden14. Jahrhundert

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Pacino di Bonaguidas Buch der Bilder zählt zu den zentralen Werken der florentinischen Buchkunst des Trecento. Die um 1320 entstandene Handschrift überträgt die neuen malerischen Entwicklungen der Zeit in das Medium der Miniatur und entfaltet mit intensiven Farben und feinem Goldgrund eine eindringliche Bildfolge zu den Szenen des Lebens Christi. Das leuchtende Blau der Hintergründe prägt die Wirkung des Werkes und verleiht den Darstellungen eine besondere Strahlkraft.

Der Zyklus umfasst 38 ganzseitige Miniaturen, beginnend mit König David, gefolgt von Szenen aus Geburt, Wirken und Passion Christi sowie Darstellungen zum Leben des Heiligen Gerardo da Villamagna. Die Figuren bewegen sich in klar gegliederten Räumen, in denen erste perspektivische Ansätze sichtbar werden.

Pacino di Bonaguida gilt als einer der prägenden Buchmaler seiner Zeit. Sein Bilderbuch, heute in der Morgan Library in New York, zeigt die Trecento Kunst in konzentrierter und zugleich erzählerischer Form.

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Liber Horarum von Gerard David

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Liber Horarum von Gerard David

Der Liber Horarum des Gerard David gilt als einer der glanzvollen Höhepunkte der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1484 und 1486 in Brügge, vereint das Stundenbuch die künstlerische Meisterschaft der Gent-Brügger Schule in einer Handschrift von außergewöhnlicher Schönheit und Feinheit.

Der Brügger Maler Gerard David (um 1455–1523), Schüler von Hans Memling und letzter großer Meister seiner Epoche, schuf 15 der insgesamt 37 Miniaturen selbst. Seine detailreichen, farbintensiven Szenen – etwa die innige Darstellung der Madonna mit dem Kind – zeigen eine eindrucksvolle Synthese aus realistischer Beobachtung und spiritueller Tiefe.

Reiche Bordüren mit Blüten, Früchten, Tieren und grotesken Figuren, kunstvolle Initialen in Blau, Rot und Gold sowie ein edler Ledereinband mit silberner Schließe machen das Werk zu einem Gesamtkunstwerk spätgotischer Frömmigkeit und Ästhetik. Heute wird die Handschrift in der Biblioteca del Escorial bei Madrid aufbewahrt.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts

Die Reihe „Brockhaus – Chronik des Jahrhunderts“ stellt eine fortlaufende Dokumentation historischer Entwicklungen dar und widmet sich der chronologischen Erfassung bedeutender Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport. In systematisch aufgebauten Bänden werden Zeitabschnitte oder einzelne Jahre übersichtlich zusammengefasst und in einen größeren historischen Kontext eingeordnet.

Charakteristisch ist die klare Struktur: Ereignisse werden zeitlich geordnet dargestellt und durch erläuternde Texte, Fotografien sowie ergänzende Übersichten vertieft. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der jeweiligen Epoche, das sowohl Orientierung als auch Einordnung ermöglicht.

Die redaktionelle Gestaltung folgt dem klassischen Anspruch des Hauses Brockhaus und verbindet sachliche Präzision mit verständlicher Darstellung. Die Bände umfassen in der Regel jeweils etwa 500 bis 700 Seiten und unterstreichen damit den enzyklopädischen Charakter der Reihe.

Als geschlossene Reihe bietet die Chronik einen umfassenden Zugang zur Zeitgeschichte und erlaubt es, Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg nachvollziehbar zu verfolgen.

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Bertelsmann | Chronik Macht und Religion

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Bertelsmann | Chronik Macht und Religion

Die zweibändige Ausgabe Chronik Macht und Religion untersucht das historische Spannungsfeld zwischen geistlicher Autorität und weltlicher Herrschaft. Die Bände Kampf um die Seelen und Macht in der Moderne zeichnen nach, wie religiöse Vorstellungen politische Systeme geprägt haben und wie Machtstrukturen wiederum religiöse Praxis formten.

Mit einer Mischung aus wissenschaftlich fundierten Texten, Bildmaterial und kommentierenden Essays entfaltet das Werk eine dichte kulturgeschichtliche Perspektive. Es behandelt zentrale Themen wie religiöse Staatsbildung, Ehe und familiäre Ordnungen, gesellschaftliche Normen, innerreligiöse Reformbewegungen und die Auseinandersetzung verschiedener Traditionen mit Moderne und Globalisierung.

Die klar strukturierte Darstellung und die hochwertige Ausstattung im festen Einband machen die Chronik zu einem zeittypischen Beispiel populärwissenschaftlicher Geschichtsdokumentation. Sie eröffnet einen Zugang zu komplexen historischen Entwicklungen, indem sie religiöse Ideen als gestaltende Kräfte in Politik, Kultur und gesellschaftlichem Wandel sichtbar macht.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Brockhaus | Die Welt

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Die Welt

Brockhaus - Die Welt ist ein in 18 Bänden angelegtes Länderlexikon, das die Staaten und Kontinente der Erde in systematischer Form darstellt. Die Beiträge vereinen geographische, historische, politische und kulturelle Aspekte und werden durch Karten, Tabellen und Bildmaterial ergänzt. So entsteht ein vielschichtiges Panorama globaler Räume und ihrer Entwicklungen.

Die Ausgabe von 2013 steht in der Tradition der großen gedruckten Nachschlagewerke des Hauses Brockhaus. Ein multimedial konzipierter Audio-Pen war zur vertiefenden Erschließung ausgewählter Inhalte vorgesehen. Die Bände besitzen eine repräsentative Ausstattung mit Silberkopfschnitt und gestalteten Einbänden.

Als geschlossenes Werk vermittelt diese Lexikonreihe ein enzyklopädisches Weltbild ihrer Zeit und dokumentiert zugleich die späte Phase klassischer, großformatiger Wissenseditionen im Buchformat. Für Sammler und Liebhaber bildet sie ein anschauliches Zeugnis moderner Lexikonkultur.

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Brockhaus | Spektrum

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Spektrum

Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.

Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.

Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.

Die vollständige Bandreihe:

  • Aufbruch ins Unbekannte
  • Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
  • Weltwunder der Gegenwart
  • Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
  • Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
  • Wunder Mensch. Triumph der Evolution
  • Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
  • Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
  • Faszination Film. 100 Jahre Kino
  • Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
  • Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
  • Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
  • Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
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Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch

Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

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Enzyklopädische Bibliothek

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Enzyklopädische Bibliothek

Die Enzyklopädische Bibliothek ist ein umfassendes Nachschlagewerk in 15 Bänden, das in den 1980er Jahren als Teil einer modernen Lexikonreihe veröffentlicht wurde. Ziel dieser Ausgabe war es, die großen Wissensgebiete der Menschheit – von Naturwissenschaft und Technik über Kunst, Literatur, Philosophie und Geschichte bis hin zu Politik und Gesellschaft – in kompakter, verständlicher Form zu vereinen.

Die Reihe vereint wissenschaftliche Präzision mit einer klaren, systematischen Struktur. Jeder Band behandelt ein eigenes Themenfeld und ist mit erläuternden Tabellen, Karten und Abbildungen ausgestattet. Die elegante Ganzleinenausgabe in schwarz mit goldener Prägung und weinrotem Rückenschild macht das Werk auch bibliophil reizvoll.

Die Enzyklopädische Bibliothek gilt als typisches Beispiel der populärwissenschaftlichen Lexikonreihen des späten 20. Jahrhunderts und als stilvoll gestaltetes Nachschlagewerk für anspruchsvolle Leserinnen und Leser.

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Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes gehört zur Tradition der marianischen Stundenbücher, die dem privaten Gebet und der kontemplativen Betrachtung dienten. Im Zentrum steht die Verehrung der Gottesmutter, deren Leben, Tugenden und heilsgeschichtliche Bedeutung in Text und Bild miteinander verbunden sind. Das Werk folgt der liturgischen Ordnung der Horen und verankert den persönlichen Glauben im Rhythmus des Tages.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der kunstvollen Ausstattung. Fein ausgearbeitete Miniaturen und reliefartig gestaltete Elemente verleihen dem Buch eine hohe sinnliche Präsenz. Die Darstellungen sind von tiefer Andacht geprägt und verbinden architektonische Motive mit figürlichen Szenen aus dem marianischen Bildprogramm. Goldene Akzente und eine klare Komposition unterstreichen den sakralen Charakter und verweisen auf die Bedeutung des Werkes als geistiges wie auch repräsentatives Objekt.

Das Meisterstundenbuch steht exemplarisch für die spätmittelalterliche Frömmigkeitskultur, in der Bild, Gebet und materielle Kostbarkeit eine unauflösliche Einheit bilden. Es ist ein Zeugnis persönlicher Andacht und zugleich ein Ausdruck höchster Buchkunst.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Die Königliche Bibliothek

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Die Königliche Bibliothek

Die Königliche Bibliothek versammelt drei herausragende Zeugnisse europäischer Buchkunst und eröffnet einen Blick in die geistige Welt höfischer Andacht. Das Gebetbuch des gelehrten Papstes Benedikt XIV. entstand im 15. Jahrhundert in einem flämischen Atelier und begeistert mit einem außergewöhnlich reich ausgestatteten Kalender und feinsten Miniaturen. Ergänzt wird es durch das Marienoffizium der Barbara von Österreich, ein zart ausgeführtes Andachtsbuch, das die Erzherzogin und Herzogin von Ferrara in ihrem persönlichen Gebetsleben begleitete. Den Höhepunkt der Sammlung bildet das Marienoffizium des Kardinals Ippolito d’Este, ein glanzvolles Werk der Mailänder Buchmalerei um 1500. Zwölf prachtvolle Miniaturen und eine Fülle kostbarer Initialen zeugen von der Virtuosität Francesco Binasos und spiegeln zugleich die bewegte Geschichte des Este Hofes. Die Königliche Bibliothek vereint diese Meisterwerke zu einem eindrucksvollen Ensemble höfischer Frömmigkeit.

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Das große Buch der Liebe

Literatur | Dichtung14. Jahrhundert

Das große Buch der Liebe

Das Breviari d’Amour, im späten 13. Jahrhundert von Matfre Ermengaud verfasst, zählt zu den außergewöhnlichsten Werken der okzitanischen Literatur. Der Franziskanermönch verband in diesem monumentalen Text theologische Reflexion, Rechtslehre und die Lyrik der Troubadoure zu einer einzigartigen Synthese aus Glauben, Wissen und Poesie.

Das Werk umfasst rund 34.500 Verse in achtsilbigen Reimpaaren und entfaltet eine enzyklopädische Darstellung der göttlichen und menschlichen Liebe. Ermengaud gliedert sein Werk in Abschnitte über Schöpfung, Naturgesetz und das Wirken göttlicher Liebe, begleitet von 29 ganzseitigen und über 190 kleineren Miniaturen.

In leuchtenden Farben und feinem Goldgrund illustriert, steht das Breviari d’Amour für die geistige Vielfalt des 13. Jahrhunderts. Es vereint scholastische Gelehrsamkeit und poetische Ausdruckskraft zu einem einzigartigen Zeugnis mittelalterlicher Kultur.

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Kunst

Joerg Immendorff Bibel & Bronze-Skulptur Affe mit Ring

Sonstiges Genres20. Jahrhundert

Joerg Immendorff Bibel & Bronze-Skulptur Affe mit Ring

Die Bibel von Jörg Immendorff steht in engem Zusammenhang mit der begleitenden Bronze-Skulptur Affe mit Ring und bildet ein geschlossenes künstlerisches Ensemble. Immendorff nähert sich dem biblischen Text nicht illustrativ, sondern interpretierend und kommentierend. Seine bildlichen Eingriffe und Übermalungen transformieren die Heilige Schrift in ein zeitgenössisches Reflexionsfeld über Macht, Moral, Schuld und Erlösung.

Die Skulptur des Affen fungiert als zentrales Symbol im Werk Immendorffs. Sie steht für den Menschen als Beobachter und Akteur zugleich, für Ironie, Zweifel und Selbstbefragung. Der Ring verweist auf Bindung, Kreislauf und Verantwortung. Zusammen bilden Buch und Skulptur ein vielschichtiges Zeugnis künstlerischer Auseinandersetzung mit religiöser Tradition und moderner Existenz.

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Vita der Mathilde von Canossa

Heiligen-Legenden12. Jahrhundert

Vita der Mathilde von Canossa

Die Vita Mathildis ist eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte des Hochmittelalters und ein Meisterwerk romanischer Buchkunst. Sie wurde zwischen 1111 und 1115 vom Benediktinermönch Donizo verfasst, der Mathilde von Canossa persönlich kannte. Das Werk entstand noch zu Lebzeiten der Markgräfin und wurde im Jahr ihres Todes vollendet.

Der Codex gliedert sich in zwei Bücher: Das erste schildert den Aufstieg des Hauses Canossa zum mächtigsten italienischen Fürstengeschlecht des 11. Jahrhunderts, das zweite widmet sich Mathildes Leben, ihrem tiefen Glauben und ihrer politischen Rolle im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser.

Mit acht goldgeschmückten Miniaturen, zahlreichen verzierten Initialen und dem berühmten Dedikationsbild, das Mathilde thronend vor purpurnem Hintergrund zeigt, verbindet die Handschrift geistliche Würde mit höfischer Repräsentation. Sie gilt als ein Höhepunkt der weltlichen romanischen Buchmalerei und als eindrucksvolles Zeugnis weiblicher Macht und Frömmigkeit im Mittelalter.

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Gebetbuch der Päpste

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Gebetbuch der Päpste

Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.

Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.

Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Faszination Heilpflanzen

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Faszination Heilpflanzen

Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.

Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.

Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

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Stundenbuch der Maria Stuart

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch der Maria Stuart

Mit nur 4,8 x 3,2 cm gilt das Stundenbuch der Maria Stuart als das kleinste bekannte Stundenbuch der Kunstgeschichte. Entstanden um 1510–1515 im französischen Tours, vereint es auf rund 300 Seiten liturgische Texte mit prachtvoller Ausstattung. 14 Miniaturen zeigen Szenen aus dem Leben Christi, eingebettet in fein ausgearbeitete Innenräume und stimmungsvolle Landschaften, während Initialen, Bordüren und Goldornamente die Handschrift zu einem Meisterwerk der nordalpinen Renaissance machen.

Ursprünglicher Auftraggeber war vermutlich König Franz I. von Frankreich, der es seiner Gemahlin Claude de France schenkte. Über deren Enkel Franz II. gelangte das Werk in den Besitz von Maria Stuart (1542–1587), deren Name es heute trägt. Nach einer wechselvollen Geschichte blieb es im Besitz europäischer Herrscherhäuser und wird seit 1837 vom Haus Württemberg gehütet.

Ein einzigartiges Zeugnis königlicher Frömmigkeit, das kostbare Kunstfertigkeit und außergewöhnliche Provenienz in sich vereint.

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Bußgebetbuch von Albrecht Glockendon für Johann II. von Pfalz-Simmern

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Bußgebetbuch von Albrecht Glockendon für Johann II. von Pfalz-Simmern

Bußgebetbuch von Albrecht Glockendon für Johann II. von Pfalz-Simmern entstand um 1532/33 und zählt zu den letzten großen Meisterwerken der deutschsprachigen Buchmalerei. In Auftrag gegeben vom Pfalzgrafen Johann II., verbindet das private Andachtsbuch spätmittelalterliche Frömmigkeit mit der Bildsprache der Renaissance. Inhaltlich konzentriert sich das Werk auf die alttestamentliche Geschichte von David und Bathseba und thematisiert Schuld, Reue und Erlösung als zentrale Motive persönlicher Bußfrömmigkeit.

Neun großformatige Miniaturen, teils ganzseitig, sowie 19 kunstvoll gestaltete Initialen begleiten den Text. Die biblischen Szenen sind in zeitgenössische Architektur und Mode des 16. Jahrhunderts übertragen und verleihen der Erzählung eine unmittelbare Nähe zur Lebenswelt ihrer Zeit. Leuchtende Farben, reiche Ornamentik und vergoldete Schrift unterstreichen den repräsentativen Charakter des Buches.

Albrecht Glockendon, Mitglied der renommierten Nürnberger Künstlerdynastie, schuf mit diesem Werk ein eindrucksvolles Zeugnis der Buchkunst an der Schwelle zum Zeitalter des Buchdrucks.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Tierbuch des Petrus Candidus

Abhandlungen | Weltliche Werke15. Jahrhundert

Tierbuch des Petrus Candidus

Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.

Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.

Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

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Bestiarium aus St. Petersburg

Bestiarien12. Jahrhundert

Bestiarium aus St. Petersburg

Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.

Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

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Falkenbuch Kaiser Friedrichs II

Spiele | Jagd13. Jahrhundert

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II

Das sogenannte Falkenbuch Kaiser Friedrichs II., lateinisch „De arte venandi cum avibus“, zählt zu den außergewöhnlichsten naturkundlichen Handschriften des Mittelalters. Entstanden im 13. Jahrhundert im Umfeld des staufischen Hofes, vereint das Werk gelehrte Überlieferung mit systematischer eigener Beobachtung. Friedrich II., selbst leidenschaftlicher Falkner und Naturforscher, stützte sich sowohl auf arabische Fachtexte als auch auf empirische Studien, die für seine Zeit bemerkenswert modern sind.

Der Text widmet sich der Falknerei ebenso wie der allgemeinen Vogelkunde und wird von einer außergewöhnlich reichen Bildausstattung begleitet. Hunderte von Darstellungen zeigen Vögel in charakteristischen Haltungen, ergänzt durch Szenen aus der Praxis der Jagd sowie Abbildungen von Menschen, Tieren und Gerätschaften. Die Illustrationen zeichnen sich durch eine bis dahin unbekannte Genauigkeit und Naturnähe aus.

Über Jahrhunderte hinweg galt das Falkenbuch als maßgebliches Referenzwerk. Seine Verbindung von Wissenschaft, Beobachtung und Bildkunst macht es zu einem zentralen Zeugnis mittelalterlicher Naturauffassung.

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Bibel der Barmherzigkeit

Bibeln | Evangeliare21. Jahrhundert

Bibel der Barmherzigkeit

Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.

Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.

Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

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Kreuzeslob

Literatur | Dichtung9. Jahrhundert

Kreuzeslob

Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.

Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.

Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

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Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.

Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.

Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

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Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Bibeln | Evangeliare11. Jahrhundert

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino

Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.

Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.

Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

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Godescalc-Evangelistar

Liturgische Handschriften8. Jahrhundert

Godescalc-Evangelistar

Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.

Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.

Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

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Meisterwerke aus dem Musée Condé im Schloss Chantilly

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)10. Jahrhundert

Meisterwerke aus dem Musée Condé im Schloss Chantilly

Das Musée Condé im Château de Chantilly zählt zu den bedeutendsten Bibliotheken Europas. Seine Sammlung vereint einige der kostbarsten Zeugnisse mittelalterlicher Buchkunst und frühen Buchdrucks, die vom 10. bis zum 16. Jahrhundert entstanden. In dem prachtvollen Renaissance-Schloss, das von Anne de Montmorency im 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert durch den Herzog von Aumale dem Institut de France vermacht wurde, verbinden sich Kunst, Architektur und Geschichte zu einem einzigartigen Ensemble.

Die Auswahl Meisterwerke aus dem Musée Condé zeigt herausragende Blätter aus illuminierten Handschriften, darunter Arbeiten aus der Schule der Très Riches Heures du Duc de Berry, Buchmalerei des Hochmittelalters und frühe französische Druckkunst. Goldene Initialen, feine Miniaturen und leuchtende Farben veranschaulichen die Entwicklung der europäischen Buchkunst über mehrere Jahrhunderte hinweg.

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Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg

Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.

Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.

Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

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Stundenbuch der Maria Stuart

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch der Maria Stuart

Mit nur 4,8 x 3,2 cm gilt das Stundenbuch der Maria Stuart als das kleinste bekannte Stundenbuch der Kunstgeschichte. Entstanden um 1510–1515 im französischen Tours, vereint es auf rund 300 Seiten liturgische Texte mit prachtvoller Ausstattung. 14 Miniaturen zeigen Szenen aus dem Leben Christi, eingebettet in fein ausgearbeitete Innenräume und stimmungsvolle Landschaften, während Initialen, Bordüren und Goldornamente die Handschrift zu einem Meisterwerk der nordalpinen Renaissance machen.

Ursprünglicher Auftraggeber war vermutlich König Franz I. von Frankreich, der es seiner Gemahlin Claude de France schenkte. Über deren Enkel Franz II. gelangte das Werk in den Besitz von Maria Stuart (1542–1587), deren Name es heute trägt. Nach einer wechselvollen Geschichte blieb es im Besitz europäischer Herrscherhäuser und wird seit 1837 vom Haus Württemberg gehütet.

Ein einzigartiges Zeugnis königlicher Frömmigkeit, das kostbare Kunstfertigkeit und außergewöhnliche Provenienz in sich vereint.

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Berliner Alexanderroman

Literatur | Dichtung13. Jahrhundert

Berliner Alexanderroman

Der sogenannte Berliner Alexanderroman gehört zu den eindrucksvollsten Handschriften der mittelalterlichen Alexanderüberlieferung. Entstanden gegen Ende des 13. Jahrhunderts, vereint das Werk höfische Literatur mit einer außergewöhnlich reichen Bildausstattung. Der Roman schildert das Leben Alexanders des Großen als Mischung aus historischer Erinnerung und fantastischer Legende und entwirft das Idealbild eines weisen, tapferen und maßvollen Herrschers.

Besonders herausragend ist die Ausstattung der Berliner Handschrift. Über hundert prachtvolle Miniaturen mit reichem Gold- und Silbereinsatz begleiten den Text und führen den Betrachter durch ferne Länder, große Schlachten und mythische Welten. Neben höfischen Szenen erscheinen fremdartige Völker, wundersame Tiere und fantastische Abenteuer, die den mittelalterlichen Blick auf die Welt widerspiegeln.

Der Berliner Alexanderroman ist damit nicht nur ein literarisches Zeugnis von europäischem Rang, sondern auch ein Meisterwerk der Buchmalerei, das Geschichte, Mythos und Imagination auf einzigartige Weise verbindet.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Originale

Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Trinity-Apokalypse

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Trinity-Apokalypse

Die im Trinity College in Cambridge aufbewahrte Trinity-Apokalypse zählt zu den bedeutendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Sie entstand nach 1250 in England oder Nordfrankreich und vereint Elemente spätromanischer und frühgotischer Buchmalerei.

Vier Künstler, zwei noch im linearen englisch-romanischen Stil, zwei bereits im französisch-gotischen Stil arbeitend, schufen 71 Miniaturen mit über 100 Einzelbildern, reich verziert mit Gold, kräftigem Rot und tiefem Blau. Die Visionen der Offenbarung des Johannes – Katastrophen, Engel, apokalyptische Bestien – erscheinen in einer Bildsprache von überwältigender Eindringlichkeit.

Der Bibeltext liegt in französischer Übersetzung vor und wird teilweise von Kommentaren umrahmt, die das Leben und Wirken des Johannes von Patmos thematisieren. Immer wieder erscheint am Bildrand eine vornehme Dame – möglicherweise eine hochgestellte Auftraggeberin, vielleicht sogar Königin Eleonore von England.

Die Trinity-Apokalypse ist ein Meisterwerk der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik und ein Schlüsselwerk der angelsächsischen Buchkunst.

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Vaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini

Mythologie | Prophezeiungen15. Jahrhundert

Vaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini

Die Vaticinia Pontificum, lange Zeit dem kalabrischen Abt Joachim von Fiore († 1202) zugeschrieben, gehören zu den geheimnisvollsten Schriften des Mittelalters. Tatsächlich stammt die Sammlung aus dem 13. und 14. Jahrhundert; ihr Verfasser bleibt unbekannt und wird in der Forschung als Pseudo-Joachim bezeichnet.

Das Werk vereint prophetische Weissagungen über die Päpste von Nikolaus III. bis Eugen IV. mit 46 prachtvollen Miniaturen. Diese zeigen die geistlichen Oberhäupter im Porträt, flankiert von allegorischen Tieren, Fabelwesen und apokalyptischen Symbolen. In kunstvoller Bildsprache werden ihre Rolle für die Kirche und ihr Einfluss auf die Geschicke der Christenheit gedeutet – von Visionen der Erneuerung bis hin zu dunklen Vorahnungen wie beim umstrittenen Papst Urban VI.

Die Handschrift, an italienischen Höfen von begabten Miniatoren geschaffen, verbindet politische Deutung, religiöse Symbolik und künstlerische Raffinesse. Heute wird das Werk in der Biblioteca dell’Archiginnasio in Bologna aufbewahrt.

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Civitates Orbis Terrarum

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.

Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen

Abhandlungen | Weltliche Werke15. Jahrhundert

Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen

Die Sammlung Leonardo da Vinci – Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen vereint 83 Blätter des Universalgenies aus drei bedeutenden Beständen: dem berühmten Codex Atlanticus der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, den Skizzenbüchern des Institut de France und der einzigartigen Da-Vinci-Sammlung des Windsor Castle. Auf 80 Blättern, darunter fünf Faltzeichnungen, offenbaren sich architektonische Entwürfe, Konstruktionsdetails und visionäre Erfindungen, oft begleitet von den charakteristischen Notizen Leonardos.

Die Werke zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Genialität des Renaissance-Meisters, dessen Studien zwischen Kunst, Architektur und Technik neue Maßstäbe setzten. Mit dieser Sammlung wird der schöpferische Geist Leonardo da Vincis (1452–1519) in seiner ganzen Breite sichtbar und seine Rolle als Pionier der Ingenieurskunst und der wissenschaftlichen Beobachtung deutlich.

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Les Délices de L'Espagne et du Portugal

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Les Délices de L'Espagne et du Portugal

Les Délices de l’Espagne et du Portugal ist ein herausragendes Beispiel der französischen Landes und Kulturkunde des 17. Jahrhunderts. Das Werk erschien erstmals 1671 und bietet eine umfassende Beschreibung der Iberischen Halbinsel mit ihren Städten, Landschaften, Höfen und historischen Traditionen. Text und Bild verbinden sich zu einem vielschichtigen Panorama, das politische Ordnung, religiöse Praxis und Alltagsleben gleichermaßen erfasst.

Verfasser ist der französische Ingenieur, Geograf und Kosmograf Alain Manesson Mallet, der für seine präzisen Darstellungen und reich illustrierten Werke bekannt ist. Kupferstiche mit Stadtansichten, Trachten und Karten strukturieren das Buch und vermitteln ein anschauliches Bild der Regionen Spaniens und Portugals. Les Délices de l’Espagne et du Portugal gilt als bedeutendes Zeugnis frühneuzeitlicher Wissenssammlung und als Spiegel des europäischen Interesses an Geografie, Geschichte und Kultur des Südwestens Europas.

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Coron | Nobelpreis für Literatur - weiße Seidenausgabe

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Nobelpreis für Literatur - weiße Seidenausgabe

Die weiße Seidenausgabe der Reihe „Nobelpreis für Literatur“ aus dem Coron Verlag vereint ausgewählte Werke bedeutender Literaturnobelpreisträger aus aller Welt. Jeder Band ist einem ausgezeichneten Schriftsteller und dem jeweiligen Nobelpreisjahr gewidmet. Die Sammlung vermittelt damit einen umfassenden Einblick in die internationale Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben Romanen, Erzählungen, Gedichten und Dramen enthalten die Bände weiterführende Informationen zu Leben und Werk der jeweiligen Autoren. Ergänzt werden die literarischen Texte durch Hintergründe zur Preisverleihung, Laudationen, Dankesreden, Bibliografien und eigens für die Edition geschaffene Illustrationen.

Charakteristisch für diese bibliophile Ausgabe sind die weißen Tafelseideneinbände mit erhabener Blindprägung, goldfarbenem Kronensymbol sowie goldener und schwarzer Titelprägung. Die einheitliche Gestaltung verleiht der umfangreichen Sammlung ihr elegantes Erscheinungsbild. Die unter der Schirmherrschaft der Schwedischen Akademie und der Nobelstiftung Stockholm veröffentlichte Reihe verbindet weltbekannte Literatur mit hochwertiger Buchgestaltung.

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Das Buch der 1000 Bilder

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Buch der 1000 Bilder

Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.

Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.

Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

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Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.

Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.

Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.

Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

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Das Buch der geheimen Offenbarung

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Das Buch der geheimen Offenbarung

Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.

Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.

Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

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Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Bibeln | Evangeliare16. Jahrhundert

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.

Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.

Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

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Das goldene Kalendarium

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das goldene Kalendarium

Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.

Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.

Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.

Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

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Das silberne Duett

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. Jahrhundert

Das silberne Duett

Das sogenannte Silberne Duett verbindet die Kunst der Buchmalerei der Renaissance mit der Rechenkunst des Florentiner Humanismus. Grundlage der Handschrift ist das Traktat der Arithmetik und Geometrie des Filippo Calandri, das Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, um 1490 als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni – den späteren Papst Leo X. – in Auftrag gab.

Die prachtvolle Handschrift umfasst rund 100 Seiten mit etwa 230 Miniaturen, reich verziert mit Gold, Rankenornamenten und dem Wappen der Medici. Ganzseitige Rechentafeln, auf farbigen Hintergründen in Goldschrift ausgeführt, verbinden didaktischen Zweck mit luxuriöser Darstellung.

Die Miniaturen stammen von Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, einem der führenden florentinischen Buchmaler seiner Zeit. Das Werk ist in italienischer Sprache verfasst und gilt als kostbares Beispiel für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und humanistischer Bildung im Florenz des späten 15. Jahrhunderts.

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Die Macht der Gestirne

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Die Macht der Gestirne

Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.

Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.

Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

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Faszination Heilpflanzen

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Faszination Heilpflanzen

Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.

Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.

Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

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Gebetbuch der Päpste

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Gebetbuch der Päpste

Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.

Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.

Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Mirandola Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Mirandola Stundenbuch

Das nach der Stadt Mirandola benannte Stundenbuch entstand zwischen 1496 und 1499 in Mantua oder Ferrara und gehört zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance-Buchmalerei. Auftraggeber war Galeotto Pico I. (1442–1499), Herr von Mirandola.

Auf 228 Seiten entfaltet sich eine reiche Bildausstattung: vier ganzseitige und sieben kleinere Miniaturen, ein Kalender mit Monats- und Tierkreiszeichen, über 120 kunstvoll gestaltete Initialen sowie ornamentale Bordüren mit Vögeln, Tieren und figürlichen Szenen. Besonders eindrucksvoll ist die ikonographische Spannweite von der Verkündigung bis hin zur eindringlichen Darstellung des Todes, die in detailreichen Innenräumen und mit üppigem Goldauftrag gestaltet sind.

Als Künstler gilt Giovanni Francesco Maineri, ein für die Familie Este tätiger Maler, dessen leuchtende Farben und fantasievolle Ornamentik das Werk prägen. Das Stundenbuch verbindet Frömmigkeit, Kunst und Renaissance-Pracht in einzigartiger Weise.

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Schatzbibel des Mittelalters

Bibeln | Evangeliare13. Jahrhundert

Schatzbibel des Mittelalters

Die sogenannte Schatzbibel des Mittelalters gehört zu den kostbarsten Bibelhandschriften der Hochgotik. Sie entstand um 1220–1230 in einer Pariser Werkstatt und vereint die Eleganz der französischen Buchmalerei mit der Präzision frühgotischer Schriftkunst.

Die Handschrift ist reich mit Gold, Lapislazuli und Purpurfarben ausgestattet und zeigt in ihren Miniaturen die charakteristische Klarheit und Symmetrie der Pariser Buchmalerschulen des 13. Jahrhunderts. Zahlreiche Initialen, ornamentale Bordüren und figurenreiche Szenen veranschaulichen die Schöpfung, das Leben Christi und zentrale alttestamentliche Erzählungen.

Als Prunkbibel für den kirchlichen oder höfischen Gebrauch geschaffen, steht das Werk exemplarisch für die Blütezeit der gotischen Buchkunst in Frankreich – ein „Schatz“ im wahrsten Sinne, in dem künstlerische Virtuosität und spirituelle Bedeutung eine harmonische Einheit bilden.

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Turin-Mailänder Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher14. Jahrhundert

Turin-Mailänder Stundenbuch

Das Turin-Mailänder Stundenbuch zählt zu den bedeutendsten Handschriften der spätgotischen Buchkunst. Das monumentale Werk wurde ab dem späten 14. Jahrhundert im Auftrag von Jean de Valois, Duc de Berry begonnen und über mehrere Jahrzehnte hinweg von verschiedenen Künstlern in Frankreich und Flandern weitergeführt.

An der außergewöhnlich reichen Ausstattung wirkten mehrere bedeutende Buchmaler mit. Besonders hervorzuheben sind Miniaturen, die Jan van Eyck zugeschrieben werden. Sie zeichnen sich durch eine neuartige, naturalistische Darstellung von Licht, Raum und Landschaft aus und markieren einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung der altniederländischen Malerei.

Das Stundenbuch vereint religiöse Inhalte mit einer innovativen Bildsprache und gilt als einzigartiges Gemeinschaftswerk führender Künstler seiner Zeit. Teile des Manuskripts wurden im Laufe der Geschichte getrennt, ein bedeutender Abschnitt ging 1904 beim Brand der Turiner Nationalbibliothek verloren.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.

Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

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Civitates Orbis Terrarum

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.

Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Godescalc-Evangelistar

Liturgische Handschriften8. Jahrhundert

Godescalc-Evangelistar

Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.

Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.

Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

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Stundenbuch des Étienne Chevalier

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. Jahrhundert

Stundenbuch des Étienne Chevalier

Das Stundenbuch des Étienne Chevalier entstand zwischen 1448 und 1457 und gilt als eines der größten Meisterwerke der französischen Buchmalerei. Es wurde vom königlichen Schatzmeister Étienne Chevalier bei Jean Fouquet in Auftrag gegeben, dessen Name untrennbar mit dem Aufbruch der französischen Kunst in die Renaissance verbunden ist.

Die Handschrift umfasste ursprünglich 47 Miniaturen, ausgeführt in leuchtenden Farben, feinster Lichtführung und mit meisterhafter Raumillusion. Fouquet vereinte flämische Präzision, italienische Perspektive und französische Eleganz zu einer neuen, klaren Bildsprache. Architektonische Details, edle Stoffe und anmutige Figuren verleihen den Szenen eine feierliche, zugleich menschliche Präsenz.

Obwohl das Werk im 18. Jahrhundert auseinandergerissen wurde, zählen die erhaltenen Miniaturen im Musée Condé in Chantilly und in Museen weltweit zu den Höhepunkten europäischer Malerei des 15. Jahrhunderts. Das Stundenbuch markiert den Übergang von der Gotik zur Renaissance in der französischen Buchkunst.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.

Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.

Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

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Das Buch der 1000 Bilder

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Buch der 1000 Bilder

Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.

Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.

Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus

Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.

Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.

Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Die Macht der Gestirne

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Die Macht der Gestirne

Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.

Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.

Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

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Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.

Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.

Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.

Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Civitates Orbis Terrarum – Band I (1572)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band I (1572)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: Nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen.

Der erste Band von 1572 bildet den Auftakt des großen Städtewerks. Er versammelt über hundert sorgfältig ausgeführte Stadtansichten aus Europa und dem Nahen Osten, gestochen nach Originalzeichnungen bedeutender Zeitgenossen. In der Verbindung von Gelehrsamkeit, Kunst und Geographie entsteht ein einzigartiges Panorama der urbanen Welt des 16. Jahrhunderts – ein Meilenstein der kartographischen und künstlerischen Darstellung Europas.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville

Die im frühen 15. Jahrhundert in Nordfrankreich entstandene Handschrift Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville zählt zu den bedeutendsten illustrierten Reiseberichten des Mittelalters. Auf 168 Pergamentseiten schildert der angebliche englische Ritter seine dreißigjährige Weltreise in das Heilige Land, nach Indien, China und in das legendäre Reich des Priesters Johannes.

Die Erzählung verbindet Pilgerbericht, Wunderchronik und höfische Dichtung. 74 Miniaturen begleiten den Text und stammen von drei herausragenden Pariser Buchmalern: dem Mazarin-Meister, dem Meister der Cité des Dames und dem Egerton-Meister. Ihre fein ausgeführten Darstellungen zeigen fantastische Wesen, exotische Landschaften und märchenhafte Architekturen in leuchtender Farbigkeit.

Als Schreiber gilt der Benediktinermönch Jean d’Ypres, der möglicherweise selbst hinter dem Namen „John Mandeville“ stand. Das Werk gilt als ein Höhepunkt spätgotischer Buchmalerei und mittelalterlicher Reiseliteratur.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Gebetbuch des Lorenzo de' Medici

Abhandlungen | Weltliche WerkeVor dem 5. Jahrhundert

Gebetbuch des Lorenzo de' Medici

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. Jahrhundert

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica

Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.

Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.

Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

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Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. Jahrhundert

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.

Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.

Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

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Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini

Abhandlungen | Weltliche Werke15. Jahrhundert

Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini

Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini, entstanden zwischen 1464 und 1478 in Urbino, gilt als eines der bedeutendsten Traktate zur Architektur und Ingenieurskunst der italienischen Renaissance. Mit über 1.200 Zeichnungen dokumentiert es die außergewöhnliche Vielseitigkeit seines Schöpfers – Bildhauer, Maler, Architekt und Theoretiker – und spiegelt zugleich den Geist einer Epoche wider, in der Kunst, Wissenschaft und Technik untrennbar verbunden waren.

Die Skizzen zeigen Entwürfe für Festungsanlagen, Maschinen, Aufzüge, hydraulische Systeme und idealisierte Städte. Sie verdeutlichen Martinitis unerschöpflichen Erfindungsreichtum und seine präzise Beobachtung technischer Prozesse. Stilistisch verbinden die Blätter mathematische Strenge mit künstlerischer Eleganz.

Francesco di Giorgio, Schüler des Sieneser Meisters Vecchietta und Zeitgenosse Leonardos, prägte mit seinem Werk Generationen von Architekten. Das Skizzenbuch gilt als Schlüsseltext der Renaissance-Architektur und als frühes Beispiel systematischer Ingenieursdokumentation. Heute wird das Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)

Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.

Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.

Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Das verschollene Gebetbuch der französischen Königstochter

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Das verschollene Gebetbuch der französischen Königstochter

Um 1517 entstand in Paris eines der zartesten Meisterwerke der französischen Renaissancebuchkunst: das Blumengebetbuch der Renée de France, Tochter König Ludwigs XII. und Schwester von Königin Claude. Die kostbare Handschrift verzaubert mit einem Bildprogramm von außergewöhnlicher Feinheit. Zwölf reich vergoldete Miniaturen, darunter mehrere Porträts der jungen Prinzessin, eröffnen das Werk. Jede Textseite ist mit leuchtenden Blumenranken, Blütenbordüren und vergoldeten Initialen geschmückt, ein üppiger Garten aus Farben und Licht.

Die bewegte Geschichte des Codex ist ebenso faszinierend wie sein Schmuck. Renée nahm das Gebetbuch nach Ferrara mit, wo sie später wegen ihrer Sympathie für die Reformation verfolgt wurde. Nur wenige ihrer Bücher überstanden diese Zeit, darunter dieses Kleinod. Nach Jahrhunderten wechselvoller Provenienz verschwand das Original Ende des 20. Jahrhunderts – und gilt seither als eines der großen verlorenen Juwelen der europäischen Buchkunst.

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Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes gehört zur Tradition der marianischen Stundenbücher, die dem privaten Gebet und der kontemplativen Betrachtung dienten. Im Zentrum steht die Verehrung der Gottesmutter, deren Leben, Tugenden und heilsgeschichtliche Bedeutung in Text und Bild miteinander verbunden sind. Das Werk folgt der liturgischen Ordnung der Horen und verankert den persönlichen Glauben im Rhythmus des Tages.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der kunstvollen Ausstattung. Fein ausgearbeitete Miniaturen und reliefartig gestaltete Elemente verleihen dem Buch eine hohe sinnliche Präsenz. Die Darstellungen sind von tiefer Andacht geprägt und verbinden architektonische Motive mit figürlichen Szenen aus dem marianischen Bildprogramm. Goldene Akzente und eine klare Komposition unterstreichen den sakralen Charakter und verweisen auf die Bedeutung des Werkes als geistiges wie auch repräsentatives Objekt.

Das Meisterstundenbuch steht exemplarisch für die spätmittelalterliche Frömmigkeitskultur, in der Bild, Gebet und materielle Kostbarkeit eine unauflösliche Einheit bilden. Es ist ein Zeugnis persönlicher Andacht und zugleich ein Ausdruck höchster Buchkunst.

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Bibel der Barmherzigkeit

Bibeln | Evangeliare21. Jahrhundert

Bibel der Barmherzigkeit

Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.

Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.

Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

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Brockhaus | Chronik des Automobils

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Chronik des Automobils

Die dreibändige Ausgabe Chronik des Automobils bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Automobils vom frühen Nachkriegszeitalter bis in die Moderne. In klar gegliederten Kapiteln verbindet das Werk technische Fortschritte, gesellschaftliche Veränderungen und die Entstehung legendärer Fahrzeugtypen zu einer erzählerischen Gesamtgeschichte. Jedes Buch widmet sich einer eigenen Epoche und zeigt, wie Mobilität, industrielle Innovation und kulturelle Leitbilder einander beeinflusst haben. Die reich bebilderten Darstellungen und sorgfältig aufbereiteten Texte machen die Ausgabe zu einer fundierten Dokumentation der automobilen Kulturgeschichte. Besonders hervorzuheben ist die ausgewogene Darstellung sowohl ikonischer Klassiker als auch weniger bekannter Entwicklungen, die zusammen ein präzises Panorama der automobilen Evolution zeichnen.

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Bertelsmann | Chronik Macht und Religion

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Bertelsmann | Chronik Macht und Religion

Die zweibändige Ausgabe Chronik Macht und Religion untersucht das historische Spannungsfeld zwischen geistlicher Autorität und weltlicher Herrschaft. Die Bände Kampf um die Seelen und Macht in der Moderne zeichnen nach, wie religiöse Vorstellungen politische Systeme geprägt haben und wie Machtstrukturen wiederum religiöse Praxis formten.

Mit einer Mischung aus wissenschaftlich fundierten Texten, Bildmaterial und kommentierenden Essays entfaltet das Werk eine dichte kulturgeschichtliche Perspektive. Es behandelt zentrale Themen wie religiöse Staatsbildung, Ehe und familiäre Ordnungen, gesellschaftliche Normen, innerreligiöse Reformbewegungen und die Auseinandersetzung verschiedener Traditionen mit Moderne und Globalisierung.

Die klar strukturierte Darstellung und die hochwertige Ausstattung im festen Einband machen die Chronik zu einem zeittypischen Beispiel populärwissenschaftlicher Geschichtsdokumentation. Sie eröffnet einen Zugang zu komplexen historischen Entwicklungen, indem sie religiöse Ideen als gestaltende Kräfte in Politik, Kultur und gesellschaftlichem Wandel sichtbar macht.

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Brockhaus | Weltatlas

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Weltatlas

Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

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Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Enzyklopädie 19. Auflage

Die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie erschien in 24 Bänden zwischen 1986 und 1994 und markiert den letzten großen Schritt vor der finalen 20. Auflage. Mit mehreren hunderttausend Stichwörtern, ergänzt durch umfangreiches Karten- und Bildmaterial, stellt sie eine monumentale Wissenssammlung dar, die zugleich wissenschaftliche Präzision und editorische Eleganz vereint.

Diese Ausgabe gilt als ein Höhepunkt der klassischen Enzyklopädie im 20. Jahrhundert. Für Sammler und Liebhaber eröffnet sie den Blick auf eine Epoche, in der das gedruckte Buch noch als maßgebliches Medium der Wissensordnung und -bewahrung verstanden wurde.

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Brockhaus | Mensch, Natur, Technik

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Mensch, Natur, Technik

Die Edition Brockhaus – Mensch, Natur, Technik vereint die zentralen Themenfelder des Wissens: das Leben des Menschen, die Ordnung der Natur und die Errungenschaften der Technik. In präzisen und anschaulichen Darstellungen wird das Zusammenspiel biologischer, physikalischer und technischer Prozesse erläutert und in den Kontext wissenschaftlicher Erkenntnisse gestellt.

Das Werk verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit aktuellen Entwicklungen aus Forschung, Medizin, Umweltkunde und Ingenieurwissenschaft. Zahlreiche Illustrationen, Diagramme und Fotografien veranschaulichen komplexe Zusammenhänge und machen die enzyklopädische Darstellung lebendig und zugänglich.

Als moderne Wissensedition steht Mensch, Natur, Technik in der Tradition der Brockhaus-Enzyklopädie: klar strukturiert, verlässlich und bildstark. Es ist ein Werk für alle, die die Welt in ihrer Gesamtheit verstehen wollen – vom menschlichen Körper über ökologische Systeme bis zu den Technologien der Zukunft.

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Brockhaus | Enzyklopädie der Erde

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Enzyklopädie der Erde

Die Enzyklopädie der Erde aus dem Hause Brockhaus ist eine umfassende Hommage an die Vielfalt, Schönheit und Dynamik unseres Planeten. In präzise recherchierten Texten und eindrucksvoll bebilderten Darstellungen entfaltet das Werk ein Panorama der Erde – von ihrer Entstehung und geologischen Struktur über die Klimazonen und Ökosysteme bis zu den kulturellen und geographischen Lebensräumen des Menschen.

Die Edition verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit ästhetischer Gestaltung und vermittelt aktuelles Wissen aus Geologie, Geographie, Biologie und Umweltforschung in zugänglicher Form. Großformatige Fotografien, Karten und Grafiken veranschaulichen die komplexen Zusammenhänge der Natur und machen die Enzyklopädie der Erde zu einem zugleich lehrreichen und inspirierenden Werk.

Als modernes Nachschlagewerk steht sie in der Tradition des Brockhaus-Verlags, der Wissen, Bildung und die Bewahrung der Natur mit enzyklopädischer Leidenschaft vereint.

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Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.

Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.

Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.

Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1597)

Der fünfte Band der berühmten Civitates Orbis Terrarum gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen frühneuzeitlicher Städte. Herausgegeben von Georg Braun und maßgeblich geprägt durch die Kupferstiche aus dem Umfeld der Werkstatt Hogenberg, versammelt das Werk eine Vielzahl detailreicher Ansichten bedeutender Städte Europas und darüber hinaus.

Die kunstvoll kolorierten Tafeln verbinden topografische Genauigkeit mit erzählerischer Lebendigkeit. Neben Architektur und Stadtanlagen zeigen sie auch Szenen des täglichen Lebens, Trachten, Handelsaktivitäten und Landschaften. Begleitende Texte erläutern geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte.

Gerade durch seine Entstehungszeit besitzt der Band einen besonderen dokumentarischen Wert, da viele der dargestellten Städte nur wenige Jahrzehnte später tiefgreifende Veränderungen erfuhren. So bewahrt das Werk ein vielschichtiges Bild urbaner Kultur um 1600 und gilt bis heute als bedeutende Quelle zur europäischen Stadtgeschichte.

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Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.

Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

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Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels

Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.

Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.

Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

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Der Mercator Weltatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas

Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.

Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Das Meisterwerk des Medicus

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Das Meisterwerk des Medicus

Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.

Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.

Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

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Chansonnier de Jean de Montchenu

Musik15. Jahrhundert

Chansonnier de Jean de Montchenu

Das Chansonnier de Jean de Montchenu, auch Chansonnier cordiforme genannt, gehört zu den außergewöhnlichsten Handschriften des Mittelalters. Der herzförmige Codex wurde zwischen 1460 und 1477 für den französischen Adligen und späteren Bischof Jean de Montchenu angefertigt und enthält 44 mehrstimmige Liebeslieder in französischer und italienischer Sprache. Kompositionen von Guillaume Dufay, Johannes Ockeghem, Antoine Busnois und anderen bedeutenden Musikern des 15. Jahrhunderts machen das Werk zu einer kostbaren Quelle höfischer Musikkultur.

Neben der einzigartigen äußeren Form beeindruckt der Codex durch seine opulente Ausstattung: zwei ganzseitige Miniaturen, leuchtende Bordüren mit humorvollen Drôlerien, reiche Blumen- und Rankenornamente und goldgehöhte Initialen verleihen dem Gesangsbuch einen festlichen Charakter. Die herzförmige Doppelseite, die sich beim Öffnen wie ein Schmetterling entfaltet, symbolisiert zwei Liebende, deren Dialog in den Liedern weitergeführt wird.

Das Chansonnier wurde im späten Mittelalter von unbekannten, wohl in französisch-flämischen Werkstätten tätigen Buchmalern geschaffen und gelangte später in die Sammlung der Familie Rothschild. Heute zählt es zu den berühmtesten Manuskripten der französischen Nationalbibliothek.

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Der Mercator Weltatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas

Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.

Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

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Bertelsmann Lexikothek | Wissen von A bis Z

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Wissen von A bis Z

Die Reihe Wissen von A bis Z bildet das enzyklopädische Herzstück der Bertelsmann Lexikothek. In sorgfältig redigierten Artikeln entfaltet sich ein umfassender Überblick über zentrale Begriffe, Ereignisse und Persönlichkeiten aus Kultur, Geschichte, Naturwissenschaft und Allgemeinbildung.

Die Bände sind für ihren klar strukturierten Aufbau bekannt. Präzise Definitionen, gut verständliche Erläuterungen und anschauliche Verweise schaffen einen direkten Zugang zu komplexen Themen. Ergänzende Abbildungen und Übersichtstafeln vertiefen die Darstellung und geben dem Werk eine visuelle Dimension, die den enzyklopädischen Charakter wirkungsvoll abrundet.

Als gedrucktes Kompendium einer vor digitalen Suchsystemen geprägten Wissenskultur steht Wissen von A bis Z exemplarisch für das Bedürfnis, Wissen geordnet, verlässlich und in repräsentativer Form bereitzustellen. Die Reihe verbindet zeittypische Gestaltung mit einem breiten Bildungshorizont und bleibt damit ein Spiegel ihres enzyklopädischen Zeitalters

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Münzen

Die Geschichte des Christentums

Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. Jahrhundert

Die Geschichte des Christentums

Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.

Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.

Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

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Münzen

Die Geschichte der Seefahrt

Abhandlungen | Weltliche Werke5. Jahrhundert

Die Geschichte der Seefahrt

Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.

Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.

Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

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Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex

Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.

Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.

Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.

Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Faszination Faksimile – Krönung der Buchkunst

Sonstiges GenresUnbekannt

Faszination Faksimile – Krönung der Buchkunst

Das Werk Faszination Faksimile – Krönung der Buchkunst ist eine bibliophile Edition der Reihe Librum Collect, die sich der Wiederentdeckung und Bewahrung historischer Buchkunst widmet. Die aufwendig gestalteten Bände präsentieren in hochwertigen Reproduktionen herausragende Werke aus der Geschichte der Wissenschaft, Medizin und Kunstgeschichte.

In dieser Edition vereint sind fünf Faksimiles bedeutender medizinischer Handschriften: Medicina Antiqua, die Wiener Dioskurides (Bände II und III), das Fasciculus medicinae und die Chirurgia des Abul Qasim. Diese Werke zählen zu den grundlegenden Texten der Heilkunde und dokumentieren die Entwicklung medizinischen Wissens von der Antike bis zur Renaissance.

Die Edition ist in grünem Kunstleder gebunden, mit goldgeprägter Beschriftung und dem Signet „LB“ für Librum Collect, das den hohen Anspruch an handwerkliche Qualität und wissenschaftliche Präzision unterstreicht. Jede Reproduktion bewahrt die visuelle Schönheit und historische Authentizität der Originalhandschriften.

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Der goldene Atlas der Nautik

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der goldene Atlas der Nautik

1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.

Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.

Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

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Die Große Deutschlandkollektion – Teil 1: Geprägte Deutsche Geschichte

Chroniken | Geschichte | Recht21. Jahrhundert

Die Große Deutschlandkollektion – Teil 1: Geprägte Deutsche Geschichte

Die erste Edition der Reihe zeichnet den historischen Werdegang Deutschlands von seinen frühesten Wurzeln bis in die jüngste Vergangenheit nach. Beginnend mit den römischen Einflüssen und der Herausbildung mittelalterlicher Machtzentren führt sie über die Entstehung eines nationalen Bewusstseins bis hin zu den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.

Die Kollektion vereint numismatische und historische Zeugnisse aus über 1700 Jahren – darunter die letzten Kursmünzsätze der Bundesrepublik und der DDR, ausgewählte Gedenkausgaben, Banknoten und Briefmarken. Sie veranschaulicht in eindrucksvoller Dichte den Weg von kultureller Vielfalt und Teilung hin zu Einheit und Erneuerung.

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Die Große Deutschlandkollektion – Teil 2: Internationale Wege zum Mauerfall

Chroniken | Geschichte | Recht21. Jahrhundert

Die Große Deutschlandkollektion – Teil 2: Internationale Wege zum Mauerfall

Diese Edition widmet sich dem europäischen Kontext der Wiedervereinigung. Sie dokumentiert die politischen Spannungen und gesellschaftlichen Umbrüche des Kalten Krieges, der Ost und West über vier Jahrzehnte hinweg trennte. Inmitten der ideologischen Gegensätze zwischen Kapitalismus und Kommunismus blieb der Wunsch nach Freiheit verbindendes Motiv.

Die Sammlung beleuchtet die historischen Entwicklungen in den Nachbarstaaten Deutschlands und der Sowjetunion kurz vor dem Mauerfall. Enthalten sind der sowjetische Gedenkmünzsatz zur Oktoberrevolution von 1967, die letzten Kursmünzsätze aus Ungarn, Österreich, Polen, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion sowie eine Briefmarke der letzten sowjetischen Dauerserie von 1991. Ein kulturhistorisches Zeugnis für den europäischen Weg zur Überwindung der Teilung.

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Bertelsmann Lexikothek | Wissen von A bis Z

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Wissen von A bis Z

Die Reihe Wissen von A bis Z bildet das enzyklopädische Herzstück der Bertelsmann Lexikothek. In sorgfältig redigierten Artikeln entfaltet sich ein umfassender Überblick über zentrale Begriffe, Ereignisse und Persönlichkeiten aus Kultur, Geschichte, Naturwissenschaft und Allgemeinbildung.

Die Bände sind für ihren klar strukturierten Aufbau bekannt. Präzise Definitionen, gut verständliche Erläuterungen und anschauliche Verweise schaffen einen direkten Zugang zu komplexen Themen. Ergänzende Abbildungen und Übersichtstafeln vertiefen die Darstellung und geben dem Werk eine visuelle Dimension, die den enzyklopädischen Charakter wirkungsvoll abrundet.

Als gedrucktes Kompendium einer vor digitalen Suchsystemen geprägten Wissenskultur steht Wissen von A bis Z exemplarisch für das Bedürfnis, Wissen geordnet, verlässlich und in repräsentativer Form bereitzustellen. Die Reihe verbindet zeittypische Gestaltung mit einem breiten Bildungshorizont und bleibt damit ein Spiegel ihres enzyklopädischen Zeitalters

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Brockhaus | Spektrum

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Spektrum

Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.

Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.

Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.

Die vollständige Bandreihe:

  • Aufbruch ins Unbekannte
  • Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
  • Weltwunder der Gegenwart
  • Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
  • Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
  • Wunder Mensch. Triumph der Evolution
  • Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
  • Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
  • Faszination Film. 100 Jahre Kino
  • Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
  • Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
  • Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
  • Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
  • Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale
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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri

Spiele | Jagd16. Jahrhundert

Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri

Das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri entstand 1482 in Perugia und gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke der italienischen Renaissance. Es vereint astrologisches Wissen, religiöse Symbolik und spielerische Unterhaltung zu einem kunstvollen Gesellschaftsspiel, das Fragen nach Glück, Erfolg und Zukunft beantworten sollte.

Der prächtig illuminierte Codex zeigt das Rad der Fortuna, Propheten, Tierkreiszeichen und Himmelssphären, ausgeführt in leuchtenden Farben und reichem Gold. Die Miniaturen verbinden dramatische Szenen mit feinem Humor und spiegeln den Einfluss der großen Malerei des Quattrocento wider.

Lorenzo Spirito Gualtieri, ein Gelehrter am Hof von Perugia, schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mischung aus Aberglaube, Philosophie und Kunst. Das Schicksalsbuch wurde zu einem der ersten Bestseller Italiens und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Renaissance-Kultur. Es wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig aufbewahrt.

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Königspsalter der Sainte-Chapelle

Psalterien13. Jahrhundert

Königspsalter der Sainte-Chapelle

Der Königspsalter der Sainte-Chapelle, auch bekannt als Psalter der Blanche von Kastilien, gehört zu den erlesensten Werken frühgotischer Buchkunst. Der prachtvolle Codex entstand um 1230 in Paris und vereint künstlerische Raffinesse mit königlicher Repräsentation. Seine Entstehung wird mit Blanche von Kastilien, Königin von Frankreich und Mutter Ludwigs IX., in Verbindung gebracht – einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.

Die Handschrift umfasst 384 Seiten auf Pergament mit 27 ganzseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und neun vergoldeten Initialen. Jede Seite ist in leuchtende Farben und schimmerndes Blattgold getaucht. Die Darstellungen erinnern in ihrer Strahlkraft und Komposition an die Glasfenster der französischen Kathedralen, während ornamentale Drôlerien und Tierfiguren die Ränder beleben.

Eingebunden in einen selten erhaltenen romanischen Einband, verbindet der Psalter frühgotische Malerei mit der Eleganz höfischer Buchkunst. Er befindet sich heute in der Bibliothèque de l’Arsenal in Paris.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Stundenbuch des Alfonso d'Este

Stundenbücher | Gebetbücher16. Jahrhundert

Stundenbuch des Alfonso d'Este

Das Stundenbuch des Alfonso d’Este entstand zwischen 1505 und 1510 am Hof des Herzogs von Ferrara und gilt als das letzte große Meisterwerk der italienischen Buchmalerei der Renaissance. Es wurde von dem Miniaturisten Matteo da Milano geschaffen, einem der bedeutendsten Buchkünstler seiner Zeit.

Das Werk umfasst 199 Blätter, darunter einen prachtvoll illuminierten Kalender und 29 ganzseitige Miniaturen von außergewöhnlicher malerischer Qualität. Die Seiten sind von goldenen Initialen, feinen Bordüren und kostbaren Ornamenten umgeben. Matteo da Milano verband klassische Formen mit flämischen und nordeuropäischen Einflüssen und schuf so eine neue, elegante Ausdrucksweise der Buchkunst.

Das Stundenbuch gehörte zur herzoglichen Bibliothek der Este und bildet mit der Bibel des Borso d’Este und dem Breviarium des Ercole d’Este die berühmte Trilogie der Ferrarer Buchmalerei. Heute wird der Hauptteil der Handschrift im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon aufbewahrt.

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Atlas des Borso d'Este

Geographie | Karten15. Jahrhundert

Atlas des Borso d'Este

Der um 1466 entstandene Atlas des Borso d’Este zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften der Renaissance. Er wurde vom deutschen Humanisten Nikolaus Germanicus im Auftrag des Herzogs Borso d’Este von Modena geschaffen und orientiert sich an den geographischen Schriften des antiken Astronomen und Geographen Claudius Ptolemäus.

Das Werk vereint wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Vollendung: 27 großformatige Karten zeigen die bekannte Welt des 15. Jahrhunderts, ergänzt durch reich illuminierte Darstellungen, ornamentale Bordüren und erklärende lateinische Texte. Die Handschrift bezeugt das humanistische Bestreben, antikes Wissen mit den neuen Entdeckungen der Renaissance zu verbinden.

Heute wird der prachtvolle Codex in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt und gilt als ein Meisterwerk der frühen Kartographie – ein Symbol für den Geist der Forschung und die Kunst der Buchmalerei im 15. Jahrhundert.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes

Das Meisterstundenbuch zu Ehren der Mutter Gottes gehört zur Tradition der marianischen Stundenbücher, die dem privaten Gebet und der kontemplativen Betrachtung dienten. Im Zentrum steht die Verehrung der Gottesmutter, deren Leben, Tugenden und heilsgeschichtliche Bedeutung in Text und Bild miteinander verbunden sind. Das Werk folgt der liturgischen Ordnung der Horen und verankert den persönlichen Glauben im Rhythmus des Tages.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der kunstvollen Ausstattung. Fein ausgearbeitete Miniaturen und reliefartig gestaltete Elemente verleihen dem Buch eine hohe sinnliche Präsenz. Die Darstellungen sind von tiefer Andacht geprägt und verbinden architektonische Motive mit figürlichen Szenen aus dem marianischen Bildprogramm. Goldene Akzente und eine klare Komposition unterstreichen den sakralen Charakter und verweisen auf die Bedeutung des Werkes als geistiges wie auch repräsentatives Objekt.

Das Meisterstundenbuch steht exemplarisch für die spätmittelalterliche Frömmigkeitskultur, in der Bild, Gebet und materielle Kostbarkeit eine unauflösliche Einheit bilden. Es ist ein Zeugnis persönlicher Andacht und zugleich ein Ausdruck höchster Buchkunst.

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Die Königliche Bibliothek

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Die Königliche Bibliothek

Die Königliche Bibliothek versammelt drei herausragende Zeugnisse europäischer Buchkunst und eröffnet einen Blick in die geistige Welt höfischer Andacht. Das Gebetbuch des gelehrten Papstes Benedikt XIV. entstand im 15. Jahrhundert in einem flämischen Atelier und begeistert mit einem außergewöhnlich reich ausgestatteten Kalender und feinsten Miniaturen. Ergänzt wird es durch das Marienoffizium der Barbara von Österreich, ein zart ausgeführtes Andachtsbuch, das die Erzherzogin und Herzogin von Ferrara in ihrem persönlichen Gebetsleben begleitete. Den Höhepunkt der Sammlung bildet das Marienoffizium des Kardinals Ippolito d’Este, ein glanzvolles Werk der Mailänder Buchmalerei um 1500. Zwölf prachtvolle Miniaturen und eine Fülle kostbarer Initialen zeugen von der Virtuosität Francesco Binasos und spiegeln zugleich die bewegte Geschichte des Este Hofes. Die Königliche Bibliothek vereint diese Meisterwerke zu einem eindrucksvollen Ensemble höfischer Frömmigkeit.

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Die Luxusbibel der Barmherzigkeit

Bibeln | Evangeliare21. Jahrhundert

Die Luxusbibel der Barmherzigkeit

Diese außergewöhnliche Jubiläumsausgabe gehört zu den kostbarsten Bibeln der Gegenwart. Sie vereint die vollständigen Texte des Alten und Neuen Testaments mit einem überwältigenden Zyklus aus über 920 Illustrationen, darunter 356 Miniaturen aus 154 Handschriften aus acht Jahrhunderten europäischer Buchkunst. 270 der Miniaturen schimmern in Foliengold und eröffnen ein glänzendes Panorama christlicher Ikonografie.

Die bedeutendsten Bibliotheken der Welt öffneten für dieses Projekt ihre Archive, von Wien und München über London und Paris bis zur Biblioteca Apostolica Vaticana. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus unterstreicht die geistliche Tiefe dieser Edition.

Der prachtvolle Einband, inspiriert von einer Handschrift aus dem Mailänder Dom, verbindet vergoldetes Kreuz, Edelsteine und Perlen zu einem Meisterwerk moderner Handbuchbindekunst. Jede Bibel trägt eine handschriftliche Limitierungsnummer und wird in einer luxuriösen Kassette geschützt.

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Originale

Bertelsmann Lexikothek | Künstler-Edition Falko Hamm

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Künstler-Edition Falko Hamm

Die Künstler-Edition von Falko Hamm innerhalb der Bertelsmann Lexikothek verbindet enzyklopädische Wissensvermittlung mit moderner künstlerischer Gestaltung. Die 15 Bände umfassende Ausgabe greift den klassischen Aufbau eines Nachschlagewerks auf und ergänzt ihn durch eine eigenständige visuelle Handschrift. Charakteristisch sind die ausdrucksstarken Einbandgestaltungen, die der Reihe einen geschlossenen und zugleich kunstorientierten Charakter verleihen.

Inhaltlich erschließt die Lexikothek ein breites Spektrum aus Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft und folgt damit dem enzyklopädischen Anspruch ihrer Zeit. Die Verbindung aus systematisch geordnetem Wissen und künstlerischer Gestaltung hebt die Edition über ein klassisches Nachschlagewerk hinaus und macht sie zugleich zu einem repräsentativen Zeugnis moderner Buchgestaltung.

Als Gesamtausgabe steht die Reihe exemplarisch für das Zusammenspiel von Bildung, Gestaltung und bibliophiler Ausstattung im späten 20. Jahrhundert.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.

Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Herrscher des Himmels

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)12. Jahrhundert

Herrscher des Himmels

Die Tierkreiszeichen und ihre mythologische Deutung gehören seit der Antike zum festen Bestand religiöser, astrologischer und künstlerischer Traditionen. Besonders im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit erfreuten sie sich großer Beliebtheit und fanden Eingang in prachtvoll ausgestattete Handschriften.

Die Miniaturen aus verschiedenen europäischen Codices zeigen die zwölf Sternzeichen in meisterlicher Vielfalt: Vom Stammheimer Missale (um 1160–1180) über berühmte Stundenbücher wie die Très Riches Heures du Duc de Berry oder die Grandes Heures der Anne de Bretagne bis hin zu flämischen und französischen Kalenderhandschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Ob Wassermann, Widder oder Zwillinge – die Darstellungen verbinden astrologisches Wissen mit detailreicher Malerei und höfischer Kultur.

Die ausgewählten Blätter illustrieren nicht nur den Einfluss der Gestirne auf das menschliche Leben, sondern auch den hohen Stellenwert der Astrologie in der Vorstellungswelt des Mittelalters. Sie sind zugleich ein kostbares Zeugnis europäischer Buchkunst.

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Pariser Splendor Solis

Medizin | Botanik | Alchemie16. Jahrhundert

Pariser Splendor Solis

Der „Pariser Splendor Solis“ zählt zu den bedeutendsten alchemistischen Handschriften des 16. Jahrhunderts und verbindet geheimnisvolle Symbolik mit außergewöhnlicher Buchkunst. Das Werk steht in der Tradition der spätmittelalterlichen Prachthandschrift und entfaltet auf reich ausgestatteten Seiten eine Bildwelt von bemerkenswerter künstlerischer Vielfalt.

Im Mittelpunkt stehen 22 ganzseitige Miniaturen, die alchemistische Prozesse, Planetensymbole sowie figürliche und ornamentale Darstellungen miteinander verbinden. Architekturformen, Landschaften, Tiere und florale Elemente verschmelzen zu komplexen Kompositionen, die sowohl symbolischen als auch dekorativen Charakter besitzen. Goldgehöhte Initialen und aufwendig gestaltete Rahmungen verleihen dem Manuskript eine besondere Leuchtkraft.

Die Handschrift entstand im Umfeld der Nürnberger Kunst des 16. Jahrhunderts und zeigt deutliche Einflüsse der Nachfolge Albrecht Dürers. Inhaltlich steht sie im Zusammenhang mit der alchemistischen Suche nach dem Stein der Weisen und spiegelt die intensive Beschäftigung der Renaissance mit Naturphilosophie und Geheimwissen wider.

Als Verbindung von wissenschaftlicher Vorstellung, symbolischer Bildsprache und höchster künstlerischer Ausführung gilt der „Splendor Solis“ heute als eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der europäischen Alchemietradition.

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Das Geheimnis des Grals

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. Jahrhundert

Das Geheimnis des Grals

Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.

In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.

Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

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Originale

Das Buch der Erde

Sonstiges Genres20. Jahrhundert

Das Buch der Erde

Das Buch der Erde ist ein großformatiges Sach- und Bildwerk über die Entstehung, Struktur und Vielfalt unseres Planeten. Es behandelt die Erde als Lebensraum in ihren geologischen, geographischen und ökologischen Zusammenhängen. In anschaulichen Texten, Karten und Fotografien werden Themen wie Erdgeschichte, Kontinentaldrift, Klima, Flora und Fauna sowie die Rolle des Menschen im globalen Ökosystem dargestellt.

Die prachtvolle Ausstattung des Bandes unterstreicht seinen repräsentativen Charakter: geprägter Einband in Schwarz mit silbernen Reliefs der Weltkugeln, Metallecken und Titelprägung in Silber und Blau. Das Werk verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit visueller Ausdruckskraft und dokumentiert den Wissensstand über unseren Planeten im späten 20. Jahrhundert – ein repräsentatives Beispiel populärwissenschaftlicher Buchkunst jener Zeit.

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Originale

Wundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit

Fotobuch-Edition21. Jahrhundert

Wundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit

Die „Errungenschaften der Menschheit“ widmen sich den bedeutendsten Entwicklungen der Zivilisationsgeschichte und vereinen Wissen aus Wissenschaft, Kultur, Technik und Gesellschaft in einer umfassenden Gesamtdarstellung. Das Werk zeichnet die großen Meilensteine menschlicher Innovation nach und macht sichtbar, wie Ideen, Entdeckungen und Erfindungen den Lauf der Geschichte geprägt haben.

In thematisch gegliederten Kapiteln werden zentrale Fortschritte von der Antike bis in die Moderne beleuchtet. Dabei stehen nicht nur einzelne Ereignisse im Fokus, sondern auch ihre Zusammenhänge und Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Anschauliche Darstellungen und sorgfältig aufbereitete Inhalte ermöglichen einen facettenreichen Zugang zu komplexen Entwicklungen.

Die hochwertige Gestaltung unterstreicht den Anspruch, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern auch erlebbar zu machen. So entsteht ein Werk, das historische Tiefe mit einer klaren, verständlichen Struktur verbindet und einen eindrucksvollen Überblick über die kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen der Menschheit bietet.

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Kunst

Gerardus Mercator: Maestro de la Cartografía

Gedenk-Edition | Reproduktion21. Jahrhundert

Gerardus Mercator: Maestro de la Cartografía

Dieses kunstvoll gestaltete Bronze-Relief ist dem flämischen Geografen und Kartografen Gerardus Mercator (1512–1594) gewidmet, einem der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Kartografie. Mit seiner berühmten Mercator-Projektion schuf er eine neue Grundlage für die Navigation und prägte das geografische Verständnis seiner Zeit nachhaltig.

Das vom Künstler Federico Lozoya Monleón geschaffene Relief zeigt Mercator als Gelehrten der Renaissance und würdigt seine außergewöhnlichen Leistungen für Wissenschaft und Entdeckungsgeschichte. Die Fertigung erfolgt im traditionellen Wachsausschmelzverfahren, wodurch jedes Exemplar durch hohe handwerkliche Qualität überzeugt.

Mit seiner Verbindung aus historischer Bedeutung, künstlerischer Ausführung und streng limitierter Auflage stellt dieses Werk eine besondere Hommage an einen Mann dar, dessen Einfluss auf die Darstellung unserer Welt bis heute spürbar ist.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)

Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.

Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

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Godescalc-Evangelistar

Liturgische Handschriften8. Jahrhundert

Godescalc-Evangelistar

Das Godescalc-Evangelistar, zwischen 781 und 783 im Skriptorium der Aachener Hofschule entstanden, gehört zu den erlesensten Handschriften der karolingischen Renaissance. Karl der Große und seine Gemahlin Hildegard gaben das Werk persönlich in Auftrag. Geschrieben von dem Mönch Godescalc, dem das Evangelistar seinen Namen verdankt, markiert es den Beginn der höfischen Buchkunst unter dem karolingischen Herrscher.

Der Text der Evangelienlesungen ist in Gold- und Silbertinte auf purpurfarbenem Pergament ausgeführt und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen begleitet, die Christus, die vier Evangelisten und den Lebensbrunnen zeigen. Akanthusornamente, Flechtwerk und leuchtende Initialen verbinden insulare und antikisierende Formen zu einem neuen, monumentalen Stil.

Das Godescalc-Evangelistar symbolisiert die Verbindung von geistlicher Erneuerung und kaiserlicher Repräsentation. Es gilt als Gründungswerk der karolingischen Buchmalerei und als Zeugnis einer Epoche, in der Schrift und Bild göttliche Ordnung sichtbar machten.

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Originale

Bertelsmann | Märchen der Welt

Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. Jahrhundert

Bertelsmann | Märchen der Welt

Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.

Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.

Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

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Bertelsmann | Lexikothek Medica

Medizin | Botanik | Alchemie20. Jahrhundert

Bertelsmann | Lexikothek Medica

Die Bertelsmann Lexikothek Medica ist ein umfassendes Nachschlagewerk zur modernen Medizin und Gesundheitskunde. In klarer, verständlicher Sprache erklärt es Krankheitsbilder, Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten aus allen Bereichen der Medizin – von der allgemeinen und inneren Medizin über Psychologie bis zur alternativen Heilkunde. Zahlreiche farbige Abbildungen, anatomische Tafeln und Schaubilder verdeutlichen komplexe Zusammenhänge und machen das Werk zu einem anschaulichen Begleiter für medizinisch Interessierte und Laien gleichermaßen. Ergänzt wird das Lexikon durch Hinweise zu Prävention, gesunder Lebensweise und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Lexikothek Medica steht exemplarisch für die wissenschaftliche Genauigkeit und redaktionelle Qualität des Hauses Bertelsmann und bietet ein eindrucksvolles Panorama des medizinischen Wissens ihrer Zeit.

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Bertelsmann Lexikothek | Weltatlas

Abhandlungen | Weltliche Werke21. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Weltatlas

Der Weltatlas der Bertelsmann Lexikothek bietet eine umfassende kartografische Darstellung der Erde und verbindet klassische Kartenwerke mit modernen Bildquellen. Zahlreiche Abbildungen, detaillierte Karten und eindrucksvolle Satellitenaufnahmen eröffnen einen vielschichtigen Blick auf geografische, politische und infrastrukturelle Zusammenhänge. Das Werk umfasst rund 600 Seiten und ist in vier Bereiche gegliedert: einen thematischen Teil zur Vermittlung globaler Strukturen, einen klassischen Kartenteil, einen Routenteil zur Orientierung sowie einen Satellitenbildteil mit anschaulichen Perspektiven aus dem All. Die klare Gliederung und die visuelle Präzision ermöglichen eine systematische Erschließung der Welt und machen den Atlas zu einem vielseitigen Nachschlagewerk innerhalb der Bertelsmann Lexikothek.

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Liber scivias von Hildegard von Bingen

Sonstige religiöse Werke12. Jahrhundert

Liber scivias von Hildegard von Bingen

Das Liber Scivias („Wisse die Wege“) ist das erste große Visionswerk der Hildegard von Bingen, entstanden zwischen 1141 und 1151. In 26 Offenbarungen entfaltet die Benediktinerin ein umfassendes theologisches Weltbild, in dem Schöpfung, Mensch und Gott als untrennbare Einheit erscheinen. Der Text beschreibt den Weg der Seele von der göttlichen Ordnung bis zur Vollendung am Ende der Zeiten und verbindet prophetische Schau mit präziser theologischer Reflexion.

Die prachtvoll illuminierte Handschrift, der sogenannte Rupertsberger Codex, entstand um 1175 und enthält 35 Miniaturen mit intensiver Farb- und Symbolsprache, die Hildegards Visionen in eindrucksvolle Bilder übersetzen. Gold und Silber betonen das Überirdische, während Figuren, Formen und Farben kosmische und geistige Zusammenhänge sichtbar machen.

Das Werk gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse weiblicher Mystik und mittelalterlicher Theologie. Die Originalhandschrift ist verschollen, doch eine zwischen 1927 und 1933 angefertigte Kopie bewahrt ihr Vermächtnis.

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Perikopenbuch von St. Peter

Liturgische Handschriften12. Jahrhundert

Perikopenbuch von St. Peter

Das um die Mitte des 12. Jahrhunderts im Skriptorium von St. Peter in Salzburg entstandene Perikopenbuch von St. Peter zählt zu den reichsten Evangelienhandschriften des Hochmittelalters. Auf 106 Pergamentseiten vereint es 55 prächtig kolorierte Miniaturen auf Goldgrund und 81 goldene Rankeninitialen – ein Höhepunkt romanischer Buchkunst.

Die leuchtenden, oft ganzseitigen Szenen zu den Hochfesten des Kirchenjahres zeigen das Leben und Wirken Christi in eindrucksvoller Monumentalität. Byzantinische Formprinzipien verschmelzen mit westlicher Ikonografie zu harmonischen, erzählerisch dichten Kompositionen.

Die kunstvollen Initialen, vielfach mit Tierfiguren und Blüten verziert, verleihen der Handschrift spielerische Eleganz. Durch ihre meisterhafte Ausführung und ihr tiefes theologisches Bildkonzept gilt das Werk als eines der bedeutendsten Zeugnisse der Salzburger Buchmalerei und als strahlendes Beispiel romanischer Kunst im Dienst der Liturgie.

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Das Gebetbuch der Hochfeste

Liturgische Handschriften13. Jahrhundert

Das Gebetbuch der Hochfeste

Das Gebetbuch der Hochfeste, auch Missale aus Reims genannt, zählt zu den prachtvollsten liturgischen Handschriften der französischen Hochgotik. Zwischen 1285 und 1297 für die Kirche Saint Nacasio in Reims geschaffen, enthält der Codex die Gebete und Texte der Hochfeste des Kirchenjahres und diente als Messbuch für die gemeinschaftliche Feier der Eucharistie.

Die Handschrift ist in sorgfältiger Textualis Formata geschrieben und mit außergewöhnlicher Fülle ausgestattet: über 100 Miniaturen, davon 20 ganzseitig, leuchtende Farbfassungen, goldgehöhte Szenen, 32 historisierte Initialen und 24 reich ornamentierte Medaillons. Schlanke Figuren, klare Farbmodulationen und kostbare Goldgründe spiegeln die charakteristische Eleganz der französischen Gotik am Ende des 13. Jahrhunderts.

Heute wird der Codex in der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg aufbewahrt und gilt als ein Höhepunkt mittelalterlicher Liturgie- und Buchkunst.

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Pariser Splendor Solis

Medizin | Botanik | Alchemie16. Jahrhundert

Pariser Splendor Solis

Der „Pariser Splendor Solis“ zählt zu den bedeutendsten alchemistischen Handschriften des 16. Jahrhunderts und verbindet geheimnisvolle Symbolik mit außergewöhnlicher Buchkunst. Das Werk steht in der Tradition der spätmittelalterlichen Prachthandschrift und entfaltet auf reich ausgestatteten Seiten eine Bildwelt von bemerkenswerter künstlerischer Vielfalt.

Im Mittelpunkt stehen 22 ganzseitige Miniaturen, die alchemistische Prozesse, Planetensymbole sowie figürliche und ornamentale Darstellungen miteinander verbinden. Architekturformen, Landschaften, Tiere und florale Elemente verschmelzen zu komplexen Kompositionen, die sowohl symbolischen als auch dekorativen Charakter besitzen. Goldgehöhte Initialen und aufwendig gestaltete Rahmungen verleihen dem Manuskript eine besondere Leuchtkraft.

Die Handschrift entstand im Umfeld der Nürnberger Kunst des 16. Jahrhunderts und zeigt deutliche Einflüsse der Nachfolge Albrecht Dürers. Inhaltlich steht sie im Zusammenhang mit der alchemistischen Suche nach dem Stein der Weisen und spiegelt die intensive Beschäftigung der Renaissance mit Naturphilosophie und Geheimwissen wider.

Als Verbindung von wissenschaftlicher Vorstellung, symbolischer Bildsprache und höchster künstlerischer Ausführung gilt der „Splendor Solis“ heute als eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der europäischen Alchemietradition.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Cloisters-Apokalypse

Sonstige religiöse Werke14. Jahrhundert

Cloisters-Apokalypse

Die um 1330 in der Normandie entstandene Cloisters-Apokalypse gehört zu den bedeutendsten illuminierten Apokalypse-Handschriften der gotischen Buchkunst. Ihr außergewöhnlicher Bildzyklus umfasst 72 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold, Blattsilber und leuchtenden Temperafarben ausgeführt wurden.

Besonders bemerkenswert ist ihre ungewöhnliche Bildsprache: Während andere Apokalypse-Handschriften Schrecken und Untergang eindringlich inszenieren, verbindet die Cloisters-Apokalypse die Visionen der Offenbarung des Johannes mit einer ruhigen, beinahe höfischen Atmosphäre. Szenen aus der Kindheit Christi eröffnen das Werk und verleihen selbst den dramatischsten Ereignissen eine überraschend milde, fast märchenhafte Wirkung.

Vermutlich gelangte die Handschrift bereits im 14. Jahrhundert in die Schweiz und beeinflusste dort die süddeutsche Buchmalerei. Heute zählt sie zu den kostbarsten mittelalterlichen Handschriften in The Cloisters, der auf europäische Kunst des Mittelalters spezialisierten Zweigstelle des Metropolitan Museum of Art in New York.

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Alchemistisches Lehrgedicht von 1556

Medizin | Botanik | Alchemie16. Jahrhundert

Alchemistisches Lehrgedicht von 1556

Das Alchemistische Lehrgedicht von 1556, auch als Buch Lambspring bekannt, gehört zu den eindrucksvollsten alchemistischen Texten der Frühen Neuzeit. Verfasst wurde es im 16. Jahrhundert von einer bis heute nicht eindeutig identifizierten Person, die sich im Prolog selbst „Lamspringkh“ nennt.

Die Handschrift vereint 15 allegorische Lehrgedichte mit 15 reich kolorierten Emblemen. Bild und Text stehen in enger Verbindung und erschließen gemeinsam die symbolische Welt der Alchemie. Im Mittelpunkt steht die Suche nach dem Stein der Weisen sowie die damit verbundene Vorstellung innerer und materieller Transformation.

Die ersten Gedichte behandeln die Entstehung dieses geheimnisvollen Stoffes, während die späteren Verse seine Wirkung in einer allegorischen Erzählung von einem alten König, seinem Sohn und einem spirituellen Führer schildern. Die älteste bekannte Handschrift wird heute in der Zentralbibliothek Zürich aufbewahrt.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Das in Bourges entstandene Stundenbuch des Prinzen von Frankreich gehört zu den herausragenden Schöpfungen des goldenen Zeitalters französischer Buchmalerei. Geschaffen wurde es um 1500 von Jean de Montluçon und seinem Sohn Jacquelin, die zu den angesehensten Illuminatoren ihrer Zeit zählten und im Auftrag des französischen Hochadels wirkten.

Für den Dauphin, den Thronfolger Frankreichs, bestimmt, entfaltet die Handschrift auf 128 Seiten eine verschwenderische Pracht. Jede Seite ist reich illuminiert: architektonisch gerahmte Szenen, leuchtende Farben, ausdrucksstarke Figuren und fein schimmerndes Gold zeugen von höchster Kunstfertigkeit.

Heute in der Bibliothèque municipale von Grenoble aufbewahrt, gilt das Werk als ein Inbegriff der französischen Stundenbuchkunst: eine meisterhafte Verbindung von höfischer Repräsentation, religiöser Andacht und malerischem Raffinement, geschaffen von einem Vater-Sohn-Team, das die Tradition der großen Bourgeser Werkstätten fortführte.

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Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.

Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

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Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.

Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

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Brockhaus | Faszination Natur

Nachschlagewerk21. Jahrhundert

Brockhaus | Faszination Natur

Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.

Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

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Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik

Die Bände „Naturwissenschaften und Technik“ aus der Enzyklopädischen Bibliothek bieten einen systematischen Überblick über zentrale Grundlagen und Entwicklungen der Naturwissenschaften. Als Lizenzausgabe nach Bertelsmann folgen sie dem Anspruch, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu ordnen und in größere Kontexte einzuordnen.

Behandelt werden unter anderem Physik, Chemie, Biologie sowie technische Verfahren und industrielle Prozesse. Die Darstellung verbindet erklärende Texte mit schematischen Zeichnungen, Diagrammen und fotografischen Abbildungen, die wissenschaftliche Prinzipien anschaulich vermitteln.

Die inhaltliche Anlage führt von grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu deren Anwendung in Technik und Forschung. Auf diese Weise entsteht ein strukturierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Denkweisen und deren Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften innerhalb einer enzyklopädisch geordneten Wissensdarstellung.

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Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann | Naturwissenschaften und Technik

Die Bände „Naturwissenschaften und Technik“ aus der Enzyklopädischen Bibliothek bieten einen systematischen Überblick über zentrale Grundlagen und Entwicklungen der Naturwissenschaften. Als Lizenzausgabe nach Bertelsmann folgen sie dem Anspruch, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu ordnen und in größere Kontexte einzuordnen.

Behandelt werden unter anderem Physik, Chemie, Biologie sowie technische Verfahren und industrielle Prozesse. Die Darstellung verbindet erklärende Texte mit schematischen Zeichnungen, Diagrammen und fotografischen Abbildungen, die wissenschaftliche Prinzipien anschaulich vermitteln.

Die inhaltliche Anlage führt von grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu deren Anwendung in Technik und Forschung. Auf diese Weise entsteht ein strukturierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Denkweisen und deren Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften innerhalb einer enzyklopädisch geordneten Wissensdarstellung.

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Bertelsmann | Atlas International

Geographie | Karten20. Jahrhundert

Bertelsmann | Atlas International

Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.

Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.

Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

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Coron | Nobelpreis für Literatur - grüne Taftseiden-Exklusivausgabe

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Nobelpreis für Literatur - grüne Taftseiden-Exklusivausgabe

Die grüne Taftseiden-Exklusivausgabe der Reihe „Nobelpreis für Literatur“ aus dem Coron/Kindler Verlag vereint herausragende Werke international bedeutender Literaturnobelpreisträger. In ihrer vollständigen Form umfasst die Sammlung 38 Bände und dokumentiert die Nobelpreisjahrgänge von 1901 bis 2007. Ergänzt wird sie durch einen Einführungsband.

Jeder Band behandelt mehrere Jahrgänge und präsentiert ausgewählte Romane, Erzählungen, Gedichte oder Dramen verschiedener Preisträger. Hinzu kommen Beiträge zu Leben und Werk der Autoren, Hintergründe zur Preisverleihung, Laudationen, Dankesreden, Bibliografien und eigens geschaffene Illustrationen.

Die bibliophile Ausstattung zeichnet sich durch grüne Taftseideneinbände mit ornamentalen Goldprägungen, Rundrücken und Kopfgoldschnitt aus. Schützende Klarsichtfolien und überwiegend separate Schuber ergänzen die repräsentative Gestaltung. Die unter der Schirmherrschaft der Schwedischen Akademie und der Nobelstiftung Stockholm veröffentlichte Edition verbindet weltbekannte Literatur mit hochwertiger Buchkunst.

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Wundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit

Fotobuch-Edition21. Jahrhundert

Wundervolle Erde - Errungenschaften der Menschheit

Die „Errungenschaften der Menschheit“ widmen sich den bedeutendsten Entwicklungen der Zivilisationsgeschichte und vereinen Wissen aus Wissenschaft, Kultur, Technik und Gesellschaft in einer umfassenden Gesamtdarstellung. Das Werk zeichnet die großen Meilensteine menschlicher Innovation nach und macht sichtbar, wie Ideen, Entdeckungen und Erfindungen den Lauf der Geschichte geprägt haben.

In thematisch gegliederten Kapiteln werden zentrale Fortschritte von der Antike bis in die Moderne beleuchtet. Dabei stehen nicht nur einzelne Ereignisse im Fokus, sondern auch ihre Zusammenhänge und Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Anschauliche Darstellungen und sorgfältig aufbereitete Inhalte ermöglichen einen facettenreichen Zugang zu komplexen Entwicklungen.

Die hochwertige Gestaltung unterstreicht den Anspruch, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern auch erlebbar zu machen. So entsteht ein Werk, das historische Tiefe mit einer klaren, verständlichen Struktur verbindet und einen eindrucksvollen Überblick über die kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen der Menschheit bietet.

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Münzkollektion Wundervolle Erde – UNESCO Das Erbe der alten Welt

Geographie | Karten21. Jahrhundert

Münzkollektion Wundervolle Erde – UNESCO Das Erbe der alten Welt

Die Münzkollektion „Wundervolle Erde: Das Erbe der alten Welt“ widmet sich bedeutenden Kulturstätten und landschaftlichen Zeugnissen der Menschheitsgeschichte. Sie führt zu außergewöhnlichen Orten, die über Jahrhunderte hinweg ganze Kulturräume geprägt haben und bis heute für menschliche Gestaltungskraft, historische Entwicklung und kulturelle Identität stehen.

Die Sammlung vereint historische Münzen und weitere Zahlungsmittel aus unterschiedlichen Ländern und Epochen. Ergänzt wird sie durch einen reich bebilderten Begleitband, der ausgewählte Bauwerke, Kulturstätten und Landschaften in ihrem geschichtlichen und geografischen Zusammenhang vorstellt. Dabei werden Architektur, Kunst, Natur und Geschichte miteinander verbunden.

Informative Texte und eindrucksvolle Abbildungen vermitteln einen anschaulichen Zugang zum kulturellen Erbe der alten Welt. Die einzelnen Sammlungsstücke werden geschützt in Münzkapseln aufbewahrt und in einer hochwertigen Holzschatulle präsentiert. So verbindet die Kollektion historische Originale mit einer anschaulichen Dokumentation bedeutender Stätten und Kulturlandschaften.

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Apokalypse der Herzöge von Savoyen

Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. Jahrhundert

Apokalypse der Herzöge von Savoyen

Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen gehört zu den strahlendsten Bilderhandschriften des 15. Jahrhunderts. Das monumentale Werk entstand in zwei Schaffensphasen zwischen 1428 und 1490 und vereint die Handschrift mehrerer großer Meister der französischen Buchmalerei, darunter Jean Bapteur, Péronet Lamy und Jean Colombe. Im Auftrag Herzog Amadeus’ VIII. begonnen und von dessen Urenkel Karl I. vollendet, entfaltet der Codex ein dichtes Zusammenspiel aus Bild und Text: 97 Miniaturen, jede in ein präzise organisiertes Seitenschema eingebettet, übersetzen die Visionen der Johannesoffenbarung in eine kraftvolle Bildsprache der französischen Gotik.

Feine Bordüren mit Blumenranken, Goldblatt, Vögeln und phantasievollen Tieren rahmen die Szenen und verleihen dem Werk seine einzigartige Eleganz. Als kommentierte Kurzfassung der Apokalypse gehört dieser Codex zu den eindrucksvollsten Zeugnissen höfischer Frömmigkeit und spätmittelalterlicher Buchkunst.

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Bibel der Barmherzigkeit

Bibeln | Evangeliare21. Jahrhundert

Bibel der Barmherzigkeit

Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.

Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.

Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

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Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg

Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.

Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.

Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

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Das Moskauer Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Moskauer Stundenbuch

In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.

Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.

Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Brockhaus | Horizonte

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Horizonte

Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.

Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

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Der Goldene Münchner Psalter

Psalterien13. Jahrhundert

Der Goldene Münchner Psalter

Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.

Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.

Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

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Stundenbuch der Jeanne d'Evreux

Stundenbücher | Gebetbücher14. Jahrhundert

Stundenbuch der Jeanne d'Evreux

Das zwischen 1324 und 1328 entstandene Stundenbuch der Jeanne d’Évreux gilt als eines der feinsten Meisterwerke der gotischen Buchmalerei. König Karl IV. von Frankreich ließ es für seine Gemahlin Jeanne d’Évreux anfertigen, vermutlich als Geschenk zur Hochzeit oder Krönung. Die Miniaturen stammen von Jean Pucelle (um 1300–1335), einem der bedeutendsten Buchmaler seiner Zeit.

Das kleinformatige Werk (ca. 9 × 6 cm) besticht durch 25 ganzseitige Grisaille-Miniaturen und über 700 Randfiguren, die in grauer Tonmalerei mit feinen Farbakzenten ausgeführt sind. Diese Technik verleiht den Szenen aus der Passion Christi und dem Leben des heiligen Ludwig IX. eine subtile Plastizität und außergewöhnliche Eleganz.

Nach Jeanne d’Évreux’ Tod gelangte das Stundenbuch in die Sammlung des Herzogs Jean de Berry und später in den Besitz der Familie Rothschild. Heute befindet sich das Werk im Metropolitan Museum of Art, New York, wo es als ein Höhepunkt französischer Buchkunst des 14. Jahrhunderts gilt.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Bestiarium aus St. Petersburg

Bestiarien12. Jahrhundert

Bestiarium aus St. Petersburg

Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.

Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

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Das Buch der geheimen Offenbarung

Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. Jahrhundert

Das Buch der geheimen Offenbarung

Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.

Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.

Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Bertelsmann | Märchen der Welt

Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. Jahrhundert

Bertelsmann | Märchen der Welt

Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.

Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.

Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

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Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann | Deutschland - Porträt einer Nation

Das Werk Deutschland – Porträt einer Nation aus dem Hause Bertelsmann bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Identität Deutschlands. Mit eindrucksvollen Fotografien, informativen Karten und kenntnisreichen Texten entsteht ein facettenreiches Bild der Nation – von ihren historischen Wurzeln über politische und gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Gegenwart. Es zeigt Deutschland als Land der Vielfalt, des Wandels und der Ideen, geprägt von großen Denkern, Künstlern und Erfindern. Die Verbindung aus fundiertem Wissen und ästhetischer Gestaltung macht dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis deutscher Geschichte und Gegenwart, das gleichermaßen informiert und inspiriert.

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Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. Jahrhundert

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica

Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.

Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.

Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

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Münzen

Die Geschichte der Seefahrt

Abhandlungen | Weltliche Werke5. Jahrhundert

Die Geschichte der Seefahrt

Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.

Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.

Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

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Münzen

Die Geschichte des Christentums

Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. Jahrhundert

Die Geschichte des Christentums

Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.

Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.

Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Bertelsmann | Atlas International

Geographie | Karten20. Jahrhundert

Bertelsmann | Atlas International

Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.

Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.

Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

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Originale

Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas

Die Natur-Enzyklopädie Europas aus der großen Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutendsten naturkundlichen Überblickswerken ihrer Zeit. Die Bände widmen sich der Pflanzen- und Tierwelt des europäischen Kontinents und verbinden wissenschaftliche Systematik mit einer klaren, bildstarken Darstellung.

Detailreiche Illustrationen, fotografische Tafeln und präzise Textbeiträge vermitteln ein umfassendes Verständnis der europäischen Lebensräume, ihrer Artenvielfalt und ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig dokumentiert das Werk das naturkundliche Wissensniveau seiner Entstehungszeit und bietet damit auch einen kulturhistorischen Blick auf die Entwicklung moderner Naturforschung.

Als sorgfältig aufgebautes Kompendium, das Erkenntnisreichtum und anschauliche Vermittlung miteinander verbindet, bleibt die Natur-Enzyklopädie Europas ein eindrucksvolles Zeugnis populärwissenschaftlicher Lexikographie und ein wertvolles Referenzwerk für Liebhaber naturkundlicher Themen.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Königsgebetbuch für Otto III.

Stundenbücher | Gebetbücher10. Jahrhundert

Königsgebetbuch für Otto III.

Das Gebetbuch Ottos III. (980–1002) gilt als das einzige erhaltene Königsgebetbuch der ottonischen Zeit und zählt zu den wertvollsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Buchkunst. Entstanden zwischen 983 und 991, wahrscheinlich im Auftrag seiner Mutter, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, vereint es höchste künstlerische und historische Bedeutung.

Die Handschrift beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Ausstattung: Purpur gefärbtes Pergament, mit Goldtinte geschriebene Gebete und 25 große Goldinitialen. Fünf Miniaturseiten zeigen biblische Szenen und stellen den jungen König selbst in den Zusammenhang göttlicher Heilsgeschichte – Sinnbild für das ottonische Herrscherideal, das weltliche Macht und christliche Frömmigkeit untrennbar verband.

Mit seinem kleinen, privaten Format von 15 × 12 cm diente es Otto nicht nur zur persönlichen Andacht, sondern auch zur Verinnerlichung des sakral begründeten Herrscherbildes. Heute wird der prachtvolle Codex in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt und gilt als einzigartiges Denkmal ottonischer Kultur.

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Schwarzes Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Schwarzes Stundenbuch

Das Schwarze Stundenbuch zählt zu den außergewöhnlichsten Meisterwerken der spätmittelalterlichen Buchkunst. Die um 1475 in Brügge im Umkreis des bedeutenden Buchmalers Willem Vrelant entstandene Handschrift gehört zu den weltweit seltenen auf schwarzem Pergament ausgeführten Codices und wurde vermutlich für ein Mitglied des burgundischen Hofes geschaffen.

Ihre 242 Seiten wurden zunächst tiefschwarz eingefärbt und anschließend mit Gold- und Silbertinte beschrieben. 14 ganzseitige Miniaturen, mehr als 30 prachtvolle Goldinitialen sowie kunstvolle Bordüren in Blau, Gold und Smaragdgrün verleihen dem Gebetbuch eine unvergleichliche Ausstrahlung. Die leuchtenden Farben heben sich eindrucksvoll vom dunklen Pergament ab und machen jede Seite zu einem Meisterwerk gotischer Buchmalerei.

Als eines der wenigen vollständig erhaltenen schwarzen Manuskripte der Welt vereint das Schwarze Stundenbuch höchste handwerkliche Perfektion, außergewöhnliche Seltenheit und die luxuriöse Buchkultur des burgundischen Hofes.

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Von wundersamen Begebenheiten

Heiligen-Legenden15. Jahrhundert

Von wundersamen Begebenheiten

Von wundersamen Begebenheiten ist eine theologische Schrift des Dominikaners Franz von Retz aus dem 15. Jahrhundert, die auf ungewöhnliche Weise Glaubenslehre und erzählerische Fantasie verbindet. In seinem Defensorium inviolatae virginitatis beatae Mariae versucht der Autor, das Dogma der unbefleckten Empfängnis Mariens durch die Sammlung wundersamer Ereignisse und kurioser Naturbeispiele zu untermauern. Antike Mythen, Naturwunder und außergewöhnliche Begebenheiten dienen als argumentative Parallelen und verleihen dem Text einen hohen Unterhaltungswert.

Die Handschrift wird von 38 reich ausgestatteten Miniaturen begleitet, die jeweils eine Textpassage bildlich interpretieren. In leuchtenden Farben, mit großzügigem Einsatz von Blattgold, entfaltet sich eine phantastische Bildwelt von großer erzählerischer Kraft. Stilistisch stehen die Illustrationen der Kölner Malschule nahe und erinnern an den Umkreis Stephan Lochners. Die luxuriöse Ausstattung und die kunstvolle Ausführung machen die Handschrift zu einem außergewöhnlichen Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit und Buchkunst.

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Stundenbuch der Katharina von Kleve

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Stundenbuch der Katharina von Kleve

Das Stundenbuch der Katharina von Kleve, um 1430 entstanden, gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke der niederländischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Geschaffen wurde es vermutlich für Katharina von Kleve (1417–1479), Herzogin von Geldern und Enkelin Johanns Ohnefurcht, in einer Zeit, in der die Kunst der Andachtsbücher ihren Höhepunkt erreichte.

Der anonyme Meister des Stundenbuchs der Katharina von Kleve schuf auf 714 Pergamentseiten eine überwältigende Bilderfülle von 157 Miniaturen, die in technischer Brillanz und erzählerischer Tiefe unübertroffen ist. Ganzseitige Szenen, halbseitige Miniaturen und detailreiche Randdarstellungen verbinden religiöse Andacht mit eindrücklichen Schilderungen des spätmittelalterlichen Alltags. Ornamentale Rahmen und leuchtende Farbigkeit verleihen dem Werk eine fast malerische Präsenz, die den Übergang zur niederländischen Genremalerei vorwegnimmt.

Das Stundenbuch diente nicht nur der privaten Frömmigkeit, sondern auch der Repräsentation höfischer Kultur. Nach wechselvoller Geschichte gelang es der Pierpont Morgan Library in New York, die im 19. Jahrhundert getrennten Teile wieder zu vereinen. Heute zählt es zu den kostbarsten Zeugnissen spätmittelalterlicher Kunst und Frömmigkeit.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament

Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

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Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Bibeln | Evangeliare17. Jahrhundert

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament

Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.

Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.

Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

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Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt

Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.

Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.

Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Der Cellarius Himmelsatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Cellarius Himmelsatlas

Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

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Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.

Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.

Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

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Stundenbuch der Isabella von Kastilien

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Stundenbuch der Isabella von Kastilien

Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.

Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.

Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

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Christine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden

Literatur | Dichtung15. Jahrhundert

Christine de Pizan - Ratschläge für einen jungen Helden

Mit den Ratschlägen für einen jungen Helden schuf Christine de Pizan zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein Werk, das höfische Ethik, politische Klugheit und moralische Unterweisung miteinander verbindet. Die Autorin, eine der ersten selbstständig schreibenden Frauen Europas, richtet sich darin an einen jungen Adligen und entfaltet ein Ideal ritterlicher Tugend, das Tapferkeit, Maß, Gerechtigkeitssinn und Verantwortungsbewusstsein vereint.

Der Text steht in der Tradition spätmittelalterlicher Fürstenspiegel und verbindet praktische Lebenslehre mit humanistisch geprägter Bildungsvorstellung. In illuminierten Handschriften überliefert, entfaltet das Werk seine Wirkung nicht nur im Wort, sondern auch in der bildlichen Darstellung höfischer Welt und symbolischer Ordnung.

Als Zeugnis weiblicher Autorschaft und politischer Reflexion im Spätmittelalter gehört Ratschläge für einen jungen Helden zu den bedeutenden literarischen Werken seiner Zeit.

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Das goldene Kalendarium

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das goldene Kalendarium

Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.

Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

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Originale

Brockhaus | Weltatlas

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Brockhaus | Weltatlas

Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

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Der Mercator Weltatlas

Geographie | Karten17. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas

Gerhard Mercator (1512–1594), einer der größten Gelehrten der Renaissance, gilt als Begründer der modernen Kartographie. Berühmt wurde er durch die nach ihm benannte Projektion, die eine winkeltreue Darstellung der Erde ermöglicht und die Navigation auf See revolutionierte. Sein „Atlas“ war das erste Kartenwerk, das diesen Namen trug, und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Weltbildes: weg von mittelalterlichen Vorstellungen, hin zu einer mathematisch fundierten Geographie.

Der Atlas erschien 1595, kurz nach Mercators Tod, herausgegeben von seinem Sohn Rumold. Die prachtvolle Salamanca-Ausgabe von 1607 umfasst 146 doppelseitige Karten, die alle damals bekannten Regionen der Welt in detailreicher und farbenprächtiger Gestaltung zeigen. Damit wurde das Werk nicht nur zu einem unersetzlichen Instrument für Wissenschaft und Navigation, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Monument, das Mercators Ruhm als „Ptolemäus seiner Zeit“ begründete.

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Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)

Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.

Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

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Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.

Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

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Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.

Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

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Geheimnisse der Medizin

Medizin | Botanik | Alchemie15. Jahrhundert

Geheimnisse der Medizin

Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.

Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.

Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.

Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

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Unsere Mission

Ihr Raum im Buch-Salon

Wir schaffen einen Rahmen, in dem Sammler ihre Werke gepflegt, strukturiert und sichtbar wissen – ohne sich um 
die Verwaltung kümmern zu müssen. Unser Team übernimmt die Erfassung, gestaltet die Präsentation mit 
Zurückhaltung und ermöglicht auf Wunsch den Zugang für Interessierte. Was gezeigt wird, bestimmen Sie.
Unser Anspruch: Sammlung nicht nur bewahren, sondern ihr Form geben.

Exklusiver Komfort für Ihre Werke

Unsere Mitarbeitenden erfassen Ihre Werke direkt bei Ihnen. 
Sie entscheiden welche Objekte dokumentiert werden sollen 
– sorgfältig, diskret und ohne Aufwand für Sie.

Ihre Sammlung, stilvoll präsentiert

Unser Team übernimmt die vollständige Erfassung. 
Jedes Werk wird strukturiert beschrieben,
kategorisiert und hochwertig präsentiert.

Alles auf einem Blick

Über Ihr Profil behalten Sie jederzeit den Überblick und 
können Änderungswünsche bequem per Knopfdruck 
anstoßen. 

Entdecken und Weitergeben

Interessierte können bei uns Werke anfragen, die Sie 
bereitstellen. Ebenso können Sie selbst neue Stücke 
finden, die Ihre Sammlung ergänzen.

Unsere Philosophie

Werke entfalten Wirkung,
wenn sie gesehen werden

Der Buch-Salon ist eine Plattform für Sammler, die ihre Werke nicht nur bewahren, sondern auch sichtbar machen möchten 
– sachlich, hochwertig und anonym. 

Handschriften, Faksimiles, Münzen oder Globen werden in ihrer Eigenart digital aufbereitet, thematisch geordnet und mit Sorgfalt dokumentiert. Die Darstellung erfolgt auf Wunsch zurückhaltend kuratiert – der Name des Sammlers bleibt dabei verborgen. 

So entsteht ein digitaler Ort, an dem Sammlungen Bestand haben – für Liebhaber, für Institutionen, für das kulturelle Gedächtnis.

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Das Moskauer Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Moskauer Stundenbuch

In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.

Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.

Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

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Bibel der Barmherzigkeit

Bibeln | Evangeliare21. Jahrhundert

Bibel der Barmherzigkeit

Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.

Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.

Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

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Königsgebetbuch für Otto III.

Stundenbücher | Gebetbücher10. Jahrhundert

Königsgebetbuch für Otto III.

Das Gebetbuch Ottos III. (980–1002) gilt als das einzige erhaltene Königsgebetbuch der ottonischen Zeit und zählt zu den wertvollsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Buchkunst. Entstanden zwischen 983 und 991, wahrscheinlich im Auftrag seiner Mutter, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, vereint es höchste künstlerische und historische Bedeutung.

Die Handschrift beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Ausstattung: Purpur gefärbtes Pergament, mit Goldtinte geschriebene Gebete und 25 große Goldinitialen. Fünf Miniaturseiten zeigen biblische Szenen und stellen den jungen König selbst in den Zusammenhang göttlicher Heilsgeschichte – Sinnbild für das ottonische Herrscherideal, das weltliche Macht und christliche Frömmigkeit untrennbar verband.

Mit seinem kleinen, privaten Format von 15 × 12 cm diente es Otto nicht nur zur persönlichen Andacht, sondern auch zur Verinnerlichung des sakral begründeten Herrscherbildes. Heute wird der prachtvolle Codex in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt und gilt als einzigartiges Denkmal ottonischer Kultur.

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Heilige Schriften

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. Jahrhundert

Heilige Schriften

Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.

Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.

Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

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Das Sobieski-Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Sobieski-Stundenbuch

Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

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Die Macht der Gestirne

Astronomie | Astrologie15. Jahrhundert

Die Macht der Gestirne

Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.

Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.

Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

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Evangeliar des Johann von Troppau

Bibeln | Evangeliare14. Jahrhundert

Evangeliar des Johann von Troppau

1368 ließ Herzog Albrecht III. von Österreich (1349–1395) ein prachtvolles Evangeliar anfertigen, das heute als Gründungsstück der Österreichischen Nationalbibliothek gilt. Der Priester und Kanonikus Johann von Troppau schrieb den Text mit einer eigens aus Gold hergestellten Tinte und stattete die 384 Seiten mit fünf Bildseiten, vier Zierseiten und 85 historisierten Initialen aus.

An der Ausstattung wirkten neben ihm ein Assistent und der Miniator des Missales von Johann von Neumarkt mit. Besonders eindrucksvoll sind die ganzseitigen Prunkseiten, die jeweils 12 Szenen aus dem Leben der Evangelisten zeigen und den Text mit farbenprächtigen Initialen und Bordüren rahmen.

Ein einzigartiges Merkmal sind die beiden erhaltenen Buchdeckel aus vergoldetem Silber, verziert mit filigranen Sonnenstrahlen und fünf plastischen Löwenköpfen. Dieses Evangeliar vereint höchste Schreibkunst, Miniaturmalerei und Goldschmiedekunst und zählt zu den bedeutendsten Prunkhandschriften des 14. Jahrhunderts.

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Das Moskauer Stundenbuch

Stundenbücher | Gebetbücher15. Jahrhundert

Das Moskauer Stundenbuch

In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.

Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.

Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

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Jenaer Martyrologium

Heiligen-Legenden13. Jahrhundert

Jenaer Martyrologium

Das um 1275 entstandene Jenaer Martyrologium gilt als das älteste in deutscher Sprache verfasste Werk seiner Art. Wahrscheinlich in Thüringen geschrieben, basiert es auf Vorlagen von Ado von Vienne, Notker und Usuard. In 366 Einträgen werden Heilige und ihre Todestage aufgeführt, oft mit kurzen Legenden. Jeder Tageseintrag wird von einer kolorierten, mit Gold und Silber geschmückten Federzeichnung begleitet – insgesamt 366 Miniaturen, die die Martyrien anschaulich vor Augen führen.

Neben dem Martyrologium enthält der Codex auch das geistliche Lehrgedicht Unterweisung zur Vollkommenheit, das ausschließlich in dieser Handschrift überliefert ist. Der Einband aus braunem Kalbsleder mit lilienförmigen Schließen wurde um 1500 vom Erfurter Buchbinder Nikolaus von Havelberg gefertigt.

Das Jenaer Martyrologium ist damit nicht nur ein einzigartiges Zeugnis mittelhochdeutscher Sprache und Frömmigkeit, sondern auch ein reich illustriertes Kleinod mittelalterlicher Buchkunst, das heute in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena bewahrt wird.

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Der Mercator Weltatlas 1595

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Der Mercator Weltatlas 1595

Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

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Das Geheimnis des Grals

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. Jahrhundert

Das Geheimnis des Grals

Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.

In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.

Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

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Schätze der Russischen Nationalbibliothek

Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. Jahrhundert

Schätze der Russischen Nationalbibliothek

Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, 1795 als Kaiserliche öffentliche Bibliothek gegründet, zählt heute zu den größten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie hat politische Umbrüche, Revolutionen und die Belagerung von Leningrad überstanden und beherbergt eine bedeutende Sammlung kostbarer Handschriften. Besonders hervorzuheben sind Werke byzantinischer, französischer und russischer Provenienz, die teils erstmals westlicher Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Zu den gezeigten Blättern gehören das Purpur-Evangelium aus Byzanz (9.–17. Jahrhundert), Miniaturen aus französischen Stundenbüchern und Missalien des 13.–15. Jahrhunderts, ein Blatt aus dem Stundenbuch der Maria Stuart, ein Briefwechsel zwischen Anna von Bretagne und Ludwig XII., eine persische Miniatur des 16. Jahrhunderts sowie eine Darstellung des Solowjetski-Klosters von 1623.

Die Vielfalt der Exponate spiegelt die kulturelle Breite der Sammlung und macht die Bibliothek zu einem einzigartigen Gedächtnisort, in dem sich Ost und West, byzantinische Tradition und westeuropäische Buchkunst begegnen.

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Der Gero-Codex

Liturgische Handschriften10. Jahrhundert

Der Gero-Codex

Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.

Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.

Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

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Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur

Fotobuch-Edition21. Jahrhundert

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur

Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.

Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.

Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

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Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton

Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Chronikbänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden bedeutende Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik ausführlich dargestellt.

Die einzelnen Bände verbinden sorgfältig aufbereitete Texte mit zahlreichen historischen Fotografien, Illustrationen und zeitgenössischen Dokumenten. Ergänzt wird die Reihe durch einen Generalindex sowie einen zusätzlichen Band zu den Jahren 2000 bis 2004.

Zum Gesamtwerk gehört außerdem ein aufwendig gestaltetes DVD-System. Es enthält zwei DVDs mit historischen Filmdokumenten. Die erste DVD behandelt den Zeitraum von 1900 bis 1949, die zweite DVD die Jahre von 1950 bis 1999. Historische Filmaufnahmen machen zentrale Ereignisse des 20. Jahrhunderts unmittelbar erlebbar und ergänzen die gedruckten Chronikbände um eine audiovisuelle Perspektive.

Die dunkel gebundenen Bände mit goldfarbenen Prägungen verleihen der Edition einen repräsentativen und geschlossenen Gesamteindruck. Durch die Verbindung von Text, Bild, Film und historischen Originaldokumenten entstand ein vielseitiges Zeitarchiv, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts anschaulich und umfassend vermittelt. Das DVD-System wird ebenfalls als Ergänzung mit zwei DVDs beschrieben.

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Civitates Orbis Terrarum

Geographie | Karten16. Jahrhundert

Civitates Orbis Terrarum

Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.

Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

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Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Nachschlagewerk20. Jahrhundert

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon

Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.

Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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