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Der Buch-Salon macht es möglich, bedeutende Werke aus privaten Sammlungen sichtbar zu machen – digital geordnet, diskret präsentiert und dauerhaft zugänglich.
Ob als thematische Bibliothek, kuratierter Nachlass oder kulturelle Dokumentation: Jede Sammlung wird von unserem Team mit Sorgfalt aufbereitet und bleibt dennoch anonym.
Im Fokus
Meisterwerke privater Sammlungen

Stundenbuch von Guyot Le Peley
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch von Guyot Le Peley
Das Stundenbuch von Guyot Le Peley ist eines der Hauptwerke des berühmten Buchmalers Jean Colombe, der gegen Ende des 15. Jahrhunderts als letzter großer Meister der französischen Gotik galt. Auf rund 300 reich geschmückten Seiten entfaltet sich ein prachtvolles Panorama der spätgotischen Buchmalerei. Ganzseitige und sogar doppelseitige Miniaturen, kunstvolle Rahmungen, Bas-de-page-Szenen und zahlreiche historisierte Initialen lassen die liturgischen Texte – von den Evangelien über das Marienoffizium bis hin zu Psalmen und Gebeten – in strahlender Schönheit erscheinen.
Jean Colombe fertigte die Handschrift um 1480 im Auftrag von Guyot Le Peley, einem angesehenen Bürger aus Troyes. Das kleinformatige Meisterwerk (13 x 9,5 cm) beeindruckt sowohl durch die künstlerische Qualität als auch durch seine außergewöhnliche Fülle an Bildschmuck. Nach wechselnden Besitzern verschwand es über Jahrhunderte aus dem Blickfeld, bis es 2005 bei einer spektakulären Auktion in London wiederentdeckt wurde. Heute befindet sich das wertvolle Manuskript in der Bibliothèque municipale von Troyes.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Johannes Hevelius: Firmamentum Sobiescianum sive Uranographia
Astronomie | Astrologie17. JahrhundertJohannes Hevelius: Firmamentum Sobiescianum sive Uranographia
Der bedeutende Danziger Astronom Johannes Hevelius (1611–1687) gilt als einer der großen Gelehrten der frühen Neuzeit. Neben seiner Tätigkeit als Ratsherr und Brauer widmete er sich mit außergewöhnlicher Leidenschaft der Himmelsforschung. In seinem selbst errichteten Observatorium in Danzig entwickelte und nutzte er zahlreiche Instrumente, wobei sein besonderes Interesse dem Mond galt. Mit seinem Werk Selenographia von 1647, einer Sammlung von 40 Mondkarten, wurde er zum Begründer der Mondkartografie.
Sein prachtvoller Sternenatlas Firmamentum Sobiescianum sive Uranographia erschien posthum 1690 und markiert einen Höhepunkt der Astronomiegeschichte. Auf 56 detailreichen Sternkarten führte Hevelius sieben neue Sternbilder ein, von denen einige in abgewandelter Form bis heute gültig sind. Das Werk gehört zu den bedeutendsten Himmelsatlanten der Neuzeit und zeugt von Hevelius’ einzigartigem Beitrag zur Erschließung des Firmaments.

Breviarium Grimani
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertBreviarium Grimani
Das Breviarium Grimani zählt zu den größten Meisterwerken der flämischen Buchmalerei der Renaissance. Um 1510–1520 in Brügge und Gent entstanden, waren zahlreiche bedeutende Künstler an seiner Ausstattung beteiligt, darunter Gerard David, Simon Bening und Gerard Horenbout. Der monumentale Codex umfasst 1.664 Seiten, die vollständig illuminiert sind. Neben 80 großformatigen Miniaturen und kunstvollen Kalenderdarstellungen zieren fein gearbeitete Bordüren mit Blumen, Früchten, Insekten, Tieren und Architekturen die liturgischen Texte.
Besonders eindrucksvoll sind die Monatsbilder im Kalenderteil, die bäuerliche Szenen mit großer Detailfülle zeigen und so einen lebendigen Einblick in das Alltagsleben des 16. Jahrhunderts geben. Der luxuriöse Einband aus rotem Samt mit vergoldeten Bronze-Medaillons bewahrt bis heute das Porträt des ersten Besitzers: Kardinal Domenico Grimani, Sohn eines Dogen und leidenschaftlicher Kunstsammler. Seit 1520 gehört der prachtvolle Codex zu den Schätzen Venedigs und wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana aufbewahrt.

Bestiarium aus St. Petersburg
Bestiarien12. JahrhundertBestiarium aus St. Petersburg
Das Bestiarium aus St. Petersburg gehört zu den prachtvollsten und kostbarsten Handschriften seiner Gattung. Um 1190 in einem englischen Kloster der nördlichen Midlands entstanden, verbindet es die mittelalterliche Faszination für Tiere und Fabelwesen mit einer tiefen moralisch-christlichen Deutung. Das Werk umfasst 114 Miniaturen, darunter vier ganzseitige Darstellungen, die mit Blattgold reich verziert sind. Ergänzt wird der Codex durch einen Bilderzyklus zur Schöpfungsgeschichte, der die theologische Dimension des Textes eindrucksvoll unterstreicht.
Die aufwendig gestalteten Illustrationen entstanden noch vor dem handschriftlichen Text und zeigen den Übergang von romanischer zu gotischer Buchmalerei in England. Zwei verschiedene Buchmaler schufen die fantasievollen Tierdarstellungen und die Szenen der Schöpfung. Die Geschichte des Codex führte ihn über Frankreich nach Russland, wo er seit 1805 Teil der Sammlung der Kaiserlichen Bibliothek von St. Petersburg, heute der Russischen Nationalbibliothek, ist.

De Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Medizin | Botanik | Alchemie16. JahrhundertDe Historia Stirpium di Leonhart Fuchs
Das 1542 in Basel erschienene Werk De Historia Stirpium Commentarii Insignes des Arztes und Botanikers Leonhart Fuchs gilt als eines der bedeutendsten Kräuterbücher der Renaissance. Auf über 500 reich illustrierten Seiten werden mehr als 500 Pflanzen beschrieben, darunter zahlreiche bis dahin wenig bekannte Arten.
Berühmt wurde das Werk insbesondere durch seine meisterhaften Holzschnitte, die eine neue Stufe botanischer Darstellungskunst erreichten. Sie verbinden wissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Eleganz und machten Fuchs’ Kräuterbuch zu einem Grundlagenwerk der frühen Botanik.
Für Sammler und Liebhaber ist De Historia Stirpium nicht nur ein medizinisch-botanisches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Kulturdenkmal des 16. Jahrhunderts, das den Geist humanistischer Gelehrsamkeit ebenso widerspiegelt wie die Kunstfertigkeit frühneuzeitlicher Druckgraphik.

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Bibeln | Evangeliare16. JahrhundertDas Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.
Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.
Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Chansonnier de Jean de Montchenu
Musik15. JahrhundertChansonnier de Jean de Montchenu
Das Chansonnier de Jean de Montchenu, auch Chansonnier cordiforme genannt, gehört zu den außergewöhnlichsten Handschriften des Mittelalters. Der herzförmige Codex wurde zwischen 1460 und 1477 für den französischen Adligen und späteren Bischof Jean de Montchenu angefertigt und enthält 44 mehrstimmige Liebeslieder in französischer und italienischer Sprache. Kompositionen von Guillaume Dufay, Johannes Ockeghem, Antoine Busnois und anderen bedeutenden Musikern des 15. Jahrhunderts machen das Werk zu einer kostbaren Quelle höfischer Musikkultur.
Neben der einzigartigen äußeren Form beeindruckt der Codex durch seine opulente Ausstattung: zwei ganzseitige Miniaturen, leuchtende Bordüren mit humorvollen Drôlerien, reiche Blumen- und Rankenornamente und goldgehöhte Initialen verleihen dem Gesangsbuch einen festlichen Charakter. Die herzförmige Doppelseite, die sich beim Öffnen wie ein Schmetterling entfaltet, symbolisiert zwei Liebende, deren Dialog in den Liedern weitergeführt wird.
Das Chansonnier wurde im späten Mittelalter von unbekannten, wohl in französisch-flämischen Werkstätten tätigen Buchmalern geschaffen und gelangte später in die Sammlung der Familie Rothschild. Heute zählt es zu den berühmtesten Manuskripten der französischen Nationalbibliothek.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Stundenbuch des Prinzen von Frankreich
Das in Bourges entstandene Stundenbuch des Prinzen von Frankreich gehört zu den herausragenden Schöpfungen des goldenen Zeitalters französischer Buchmalerei. Geschaffen wurde es um 1500 von Jean de Montluçon und seinem Sohn Jacquelin, die zu den angesehensten Illuminatoren ihrer Zeit zählten und im Auftrag des französischen Hochadels wirkten.
Für den Dauphin, den Thronfolger Frankreichs, bestimmt, entfaltet die Handschrift auf 128 Seiten eine verschwenderische Pracht. Jede Seite ist reich illuminiert: architektonisch gerahmte Szenen, leuchtende Farben, ausdrucksstarke Figuren und fein schimmerndes Gold zeugen von höchster Kunstfertigkeit.
Heute in der Bibliothèque municipale von Grenoble aufbewahrt, gilt das Werk als ein Inbegriff der französischen Stundenbuchkunst: eine meisterhafte Verbindung von höfischer Repräsentation, religiöser Andacht und malerischem Raffinement, geschaffen von einem Vater-Sohn-Team, das die Tradition der großen Bourgeser Werkstätten fortführte.

Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht21. JahrhundertDie grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Vaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Mythologie | Prophezeiungen15. JahrhundertVaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Die Vaticinia Pontificum, lange Zeit dem kalabrischen Abt Joachim von Fiore († 1202) zugeschrieben, gehören zu den geheimnisvollsten Schriften des Mittelalters. Tatsächlich stammt die Sammlung aus dem 13. und 14. Jahrhundert; ihr Verfasser bleibt unbekannt und wird in der Forschung als Pseudo-Joachim bezeichnet.
Das Werk vereint prophetische Weissagungen über die Päpste von Nikolaus III. bis Eugen IV. mit 46 prachtvollen Miniaturen. Diese zeigen die geistlichen Oberhäupter im Porträt, flankiert von allegorischen Tieren, Fabelwesen und apokalyptischen Symbolen. In kunstvoller Bildsprache werden ihre Rolle für die Kirche und ihr Einfluss auf die Geschicke der Christenheit gedeutet – von Visionen der Erneuerung bis hin zu dunklen Vorahnungen wie beim umstrittenen Papst Urban VI.
Die Handschrift, an italienischen Höfen von begabten Miniatoren geschaffen, verbindet politische Deutung, religiöse Symbolik und künstlerische Raffinesse. Heute wird das Werk in der Biblioteca dell’Archiginnasio in Bologna aufbewahrt.

Die göttliche Komödie
Sonstiges Genres13. JahrhundertDie göttliche Komödie
Dante Alighieris Die göttliche Komödie (Original Divina Commedia) gilt als eines der bedeutendsten poetischen Werke der Weltliteratur und als Gründungswerk der italienischen Literatur. Geschrieben im 14. Jahrhundert, vollendet etwa 1320.
Das Gedicht ist in drei Teile gegliedert: Inferno, Purgatorio und Paradiso. Jeder Teil besteht aus 33 Gesängen (Cantiche), dazu kommt ein Einleitungs-Gesang – insgesamt also 100 Gesänge. Die Gedichte nutzen das Reimschema terza rima – dreizeilige Strophen mit elf Silben pro Zeile.
Die dargestellte Ausgabe bei Domi Exclusiv ist eine Faksimile-Edition des Manuskripts von George Cochrane, fertiggestellt im Jahr 2020. Sie umfasst 384 ganzseitige, illustrierte Seiten, in einem goldgeprägten Ledereinband mit Schmuckkassette. Die Auflage ist limitiert auf 1000 handnummerierte Exemplare der deutschen Ausgabe.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Trinity-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertTrinity-Apokalypse
Die im Trinity College in Cambridge aufbewahrte Trinity-Apokalypse zählt zu den bedeutendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Sie entstand nach 1250 in England oder Nordfrankreich und vereint Elemente spätromanischer und frühgotischer Buchmalerei.
Vier Künstler, zwei noch im linearen englisch-romanischen Stil, zwei bereits im französisch-gotischen Stil arbeitend, schufen 71 Miniaturen mit über 100 Einzelbildern, reich verziert mit Gold, kräftigem Rot und tiefem Blau. Die Visionen der Offenbarung des Johannes – Katastrophen, Engel, apokalyptische Bestien – erscheinen in einer Bildsprache von überwältigender Eindringlichkeit.
Der Bibeltext liegt in französischer Übersetzung vor und wird teilweise von Kommentaren umrahmt, die das Leben und Wirken des Johannes von Patmos thematisieren. Immer wieder erscheint am Bildrand eine vornehme Dame – möglicherweise eine hochgestellte Auftraggeberin, vielleicht sogar Königin Eleonore von England.
Die Trinity-Apokalypse ist ein Meisterwerk der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik und ein Schlüsselwerk der angelsächsischen Buchkunst.

Lobgedicht auf König Robert von Anjou
Literatur | Dichtung14. JahrhundertLobgedicht auf König Robert von Anjou
Das um 1340 entstandene Lobgedicht auf König Robert von Anjou ist ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Herrschaftsinszenierung. Der monumentale Codex im Format 48,5 × 34,4 cm umfasst 72 Seiten mit 43 großformatigen Miniaturen, die mit Gold und Silber reich ausgestattet sind.
Der Text, mehrheitlich Convenevole da Prato (1270/75–1338) zugeschrieben, preist Robert von Anjou (1278–1343), König von Neapel, als idealen Herrscher, der Italien einen und die Kirche aus der Krise des Avignoner Exils retten könne. Neben allegorischen Darstellungen von Italia und den Tugenden enthält die Handschrift Zitate des heiligen Augustinus, die den König in die Tradition christlicher Weisheit stellen.
Mit seiner Fülle an Miniaturen, Fleuronnée- und Deckfarben-Initialen entfaltet das Werk ein farbenprächtiges Kaleidoskop des 14. Jahrhunderts. Es verbindet Politik, Dichtung und Kunst zu einem seltenen Zeugnis mittelalterlicher Repräsentation.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Mirandola Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertMirandola Stundenbuch
Das nach der Stadt Mirandola benannte Stundenbuch entstand zwischen 1496 und 1499 in Mantua oder Ferrara und gehört zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance-Buchmalerei. Auftraggeber war Galeotto Pico I. (1442–1499), Herr von Mirandola.
Auf 228 Seiten entfaltet sich eine reiche Bildausstattung: vier ganzseitige und sieben kleinere Miniaturen, ein Kalender mit Monats- und Tierkreiszeichen, über 120 kunstvoll gestaltete Initialen sowie ornamentale Bordüren mit Vögeln, Tieren und figürlichen Szenen. Besonders eindrucksvoll ist die ikonographische Spannweite von der Verkündigung bis hin zur eindringlichen Darstellung des Todes, die in detailreichen Innenräumen und mit üppigem Goldauftrag gestaltet sind.
Als Künstler gilt Giovanni Francesco Maineri, ein für die Familie Este tätiger Maler, dessen leuchtende Farben und fantasievolle Ornamentik das Werk prägen. Das Stundenbuch verbindet Frömmigkeit, Kunst und Renaissance-Pracht in einzigartiger Weise.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Sakramentar von Metz
Liturgische Handschriften9. JahrhundertSakramentar von Metz
Das Sakramentar von Metz gilt als eines der kostbarsten Zeugnisse spätkarolingischer Buchmalerei. Es entstand in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts für König Karl den Kahlen (823–877) und wurde in der Hofschule geschaffen, die eigens für den westfränkischen Herrscher tätig war.
Von dem ursprünglich geplanten Sakramentar ist nur ein Fragment von zehn Blättern erhalten, das jedoch den zentralen liturgischen Teil – den Canon Missae – umfasst. Die Handschrift beeindruckt durch ihre prachtvolle Ausstattung mit sieben ganzseitigen Miniaturen, reichem Ornamentdekor und einem in Goldschrift ausgeführten Text. Besonders berühmt ist die Darstellung der Hand Gottes, die Karl den Kahlen krönt – eine einzigartige Ikonographie in der karolingischen Kunst.
Die Mischung aus spätantiken Formen, Elementen der Schulen von Reims, Metz und Tours sowie der virtuosen Verbindung von Schrift und Ornament macht das Werk zu einem kalligraphischen und theologischen Meisterstück der karolingischen Hofkunst.

Atlas des Borso d'Este
Geographie | Karten15. JahrhundertAtlas des Borso d'Este
Der um 1466 entstandene Atlas des Borso d’Este zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften der Renaissance. Er wurde vom deutschen Humanisten Nikolaus Germanicus im Auftrag des Herzogs Borso d’Este von Modena geschaffen und orientiert sich an den geographischen Schriften des antiken Astronomen und Geographen Claudius Ptolemäus.
Das Werk vereint wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Vollendung: 27 großformatige Karten zeigen die bekannte Welt des 15. Jahrhunderts, ergänzt durch reich illuminierte Darstellungen, ornamentale Bordüren und erklärende lateinische Texte. Die Handschrift bezeugt das humanistische Bestreben, antikes Wissen mit den neuen Entdeckungen der Renaissance zu verbinden.
Heute wird der prachtvolle Codex in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt und gilt als ein Meisterwerk der frühen Kartographie – ein Symbol für den Geist der Forschung und die Kunst der Buchmalerei im 15. Jahrhundert.

Christine de Pizan: Erlanger Othea Briefe
Literatur | Dichtung15. JahrhundertChristine de Pizan: Erlanger Othea Briefe
Die Othea-Briefe der Christine de Pizan (1365–1430) gelten als eines der frühesten und einflussreichsten Werke weiblicher Autorschaft in Europa. Um 1400 verfasst, verbinden sie Dichtung, Moral und Mythologie zu einem allegorischen Lehrbuch ritterlicher Tugend. In 100 gereimten Briefen gibt die antike Göttin Othea dem jungen Hektor Ratschläge zu Weisheit, Maß und Tapferkeit – begleitet von erläuternden Kommentaren und Bibelzitaten.
Die prachtvolle Erlanger Handschrift entstand um 1460 in Brügge in der Werkstatt des Buchmalers Willem Vrelant im Auftrag des burgundischen Hofes, vermutlich für Isabella von Portugal oder Karl den Kühnen. 103 Miniaturen in feiner Demi-Grisaille-Malerei, reich mit Blattgold versehen, illustrieren die Texte mit mythologischen Szenen, architektonischen Kulissen und leuchtenden Himmeln in intensivem Blau.
Dieses Werk ist zugleich moralische Unterweisung, höfisches Lehrbuch und künstlerisches Meisterwerk der burgundischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts – und eines der frühesten Zeugnisse einer selbstbewussten weiblichen Stimme in der europäischen Literaturgeschichte.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Codex Gisle
Liturgische Handschriften14. JahrhundertCodex Gisle
Der Codex Gisle, auch Goldenes Graduale der Gisela von Kerssenbrock genannt, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Musikkultur und Buchmalerei in Deutschland. Entstanden um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Marienbrunn bei Osnabrück, wurde das monumentale Graduale von der Chorleiterin Gisela von Kerssenbrock eigenhändig niedergeschrieben und illuminiert.
Das Werk umfasst nahezu 1.500 gregorianische Gesänge – mehr als doppelt so viele wie gewöhnliche Gradualien – und diente über 500 Jahre als liturgisches Gesangsbuch des Klosters. Seine außergewöhnliche Ausstattung mit 53 historisierten Initialen, 15 blau-goldenen Zierbuchstaben und über 200 Goldinitialen macht es zu einem der prächtigsten Musikmanuskripte des Mittelalters.
Die kunstvollen Miniaturen auf poliertem Goldgrund verbinden tiefe Frömmigkeit mit einer beeindruckenden visuellen Ausdruckskraft. Als Meisterwerk weiblicher Schaffenskraft innerhalb der klösterlichen Kultur ist der Codex Gisle ein herausragendes Zeugnis der romanisch-gotischen Buchkunst Westfalens.

Portolan-Atlas des Battista Agnese
Geographie | Karten16. JahrhundertPortolan-Atlas des Battista Agnese
Der in Venedig entstandene Portolan-Atlas des Battista Agnese zählt zu den bedeutendsten kartographischen Handschriften des 16. Jahrhunderts. Der genuesische Gelehrte schuf ein Werk, das die neuesten geographischen Erkenntnisse seiner Zeit – darunter die Route der Weltumsegelung Magellans – in kunstvoll illuminierter Form vereinte.
Die dreißig Blätter des Atlas zeigen Welt- und Regionalkarten von außerordentlicher Präzision, begleitet von astronomischen Tafeln, einer Armillarsphäre und kosmographischen Texten. Goldverzierungen, fein abgestufte Farben und mythologische Szenen verleihen dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.
Der Portolan-Atlas diente nicht der Navigation, sondern der Betrachtung und dem Studium der geordneten Welt im Zeitalter der Entdeckungen – ein seltenes Zeugnis venezianischer Kartographie und künstlerischer Gelehrsamkeit der Renaissance.

Pariser Alexanderroman
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertPariser Alexanderroman
Der zwischen 1420 und 1425 entstandene Pariser Alexanderroman gehört zu den herausragenden Handschriften der französischen Spätgotik. In 86 Miniaturen und über hundert vergoldeten Initialen wird die Lebensgeschichte Alexanders des Großen in farbintensiven, detailreichen Szenen entfaltet. Der anonyme Buchmaler, bekannt als „Alexandermeister“, verband erzählerische Fantasie mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe: Landschaften, Städte, Tiere, höfische Feste und Kampfszenen erscheinen in leuchtender Farbigkeit und feiner Ausarbeitung.
Das Werk beruht auf volkstümlichen Überlieferungen des Alexanderstoffs, die im Mittelalter als Spiegel ritterlicher Tugend und königlicher Bildung galten. Wahrscheinlich war die Handschrift für einen jungen Adligen am französischen Hof bestimmt. Ein späterer Besitzvermerk mit dem Monogramm HR weist auf König Heinrich VIII. hin. Heute wird der Codex in der British Library in London aufbewahrt.

Briçonnet-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBriçonnet-Stundenbuch
Das um 1485 in Tours entstandene Briçonnet-Stundenbuch zählt zu den herausragenden Werken der französischen Renaissance-Buchmalerei. Die Handschrift enthält 25 ganzseitige Miniaturen, die Jean Poyer zugeschrieben werden, einem der führenden Maler am Hof der französischen Könige.
Poyer verband in seinen Darstellungen die Präzision niederländischer Malerei mit der Eleganz der französischen Hofkunst. Architektur, Landschaften und Figuren erscheinen in klarer Komposition und leuchtender Farbigkeit. Die Miniaturen sind von goldgerahmten Trompe-l’œil-Dekoren eingefasst und erinnern in ihrer Wirkung an zeitgenössische Tafelbilder.
Als Auftraggeber gilt vermutlich Guillaume Briçonnet, Finanzminister unter Karl VIII. und späterer Kardinal. Das Werk wurde nicht als Gebetshilfe, sondern als repräsentatives Schaustück geschaffen – ein Beispiel für die Verbindung von Andacht, Malerei und höfischer Kultur im Frankreich des späten 15. Jahrhunderts.

Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertFlämische Bilderchronik Philipps des Schönen
Die Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen entstand zwischen 1485 und 1490 im Umfeld der Genter-Brügger Schule. Sie gilt als eine der frühesten illustrierten Lehrhandschriften für ein fürstliches Kind. Der junge Philipp, Sohn Maximilians I. und Maria von Burgund, sollte anhand der Miniaturen die Geschichte und Größe seiner Dynastie kennenlernen.
Elf ganzseitige Bilder mit begleitenden Texten zeigen Szenen aus der Geschichte des burgundischen Herzogtums – von Karl dem Großen bis zu den mythischen Anfängen des Hauses. Die Darstellungen verbinden höfische Eleganz mit erzählerischer Anschaulichkeit: Krönungen, Schlachten und Andachtsszenen entfalten sich vor flämischen Stadtlandschaften.
Die Miniaturen stammen vom Meister der Trivialen Köpfe, einem Schüler des Meisters Edward IV. Die Handschrift spiegelt zugleich Glanz und Verklärung einer Epoche, die mit dem Niedergang des burgundischen Herzogtums bereits ihrem Ende entgegenging.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Legende des Heiligen Antlitz
Heiligen-Legenden15. JahrhundertLegende des Heiligen Antlitz
Die Legende des Heiligen Antlitz zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen französischer Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Das um 1410 in Paris entstandene Manuskript schildert die im Mittelalter weit verbreitete Legende vom wundersam vollendeten Antlitz Christi – einem von Nikodemus begonnenen Bildnis, das nach der Überlieferung durch die Hand eines Engels vollendet wurde.
Die Handschrift umfasst 27 leuchtend kolorierte Miniaturen, die in ihrer Komposition und Farbgebung zu den Meisterwerken der französischen Gotik zählen. Goldgrund, ornamentale Initialen und feinste Details verleihen den Szenen besondere Ausdruckskraft.
Der Codex gilt als Werk eines anonymen Pariser Buchmalers und wurde vermutlich für einen hochadeligen Auftraggeber geschaffen. Seine reiche Ausstattung und seine bewegte Überlieferung – unter anderem im Besitz eines Kaisers und eines Papstes – machen ihn zu einem der kostbarsten Zeugnisse spätmittelalterlicher Frömmigkeit.

Codex Seraphinianus
Abhandlungen | Weltliche Werke20. JahrhundertCodex Seraphinianus
Der Codex Seraphinianus ist eines der rätselhaftesten und zugleich faszinierendsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1976 und 1978 von dem italienischen Künstler und Architekten Luigi Serafini geschaffen, präsentiert das Werk eine imaginäre Welt voller hybrider Wesen, unerklärlicher Maschinen und surrealer Landschaften – beschrieben in einer eigens erfundenen Schrift, deren Bedeutung bis heute nicht entschlüsselt ist.
Das reich illustrierte Buch wird oft als modernes Pendant zu den mittelalterlichen Enzyklopädien betrachtet, jedoch mit ironischer Brechung und poetischer Fantasie. Die Zeichnungen verbinden naturwissenschaftliche Anmutung mit traumhaftem Unbewussten und bilden eine Enzyklopädie einer Welt, die nur in der Vorstellung existiert.
Die gezeigte Faksimile-Edition besticht durch ihre handwerkliche Ausführung mit vergoldetem Einband und Metallschließen – ein Werk zwischen Kunstobjekt, Buch und Rätsel. Der Codex Seraphinianus gilt heute als Kultbuch moderner Buchkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Sakramentar Heinrichs II.
Liturgische Handschriften10. JahrhundertSakramentar Heinrichs II.
Das Sakramentar Heinrichs II. zählt zu den herausragenden Werken der ottonischen Buchmalerei. Es entstand zwischen 1007 und 1014 im Skriptorium der Regensburger Abtei St. Emmeram und wurde vom späteren Kaiser Heinrich II. dem von ihm gegründeten Bistum Bamberg gestiftet. Dort diente die Handschrift über Jahrhunderte als liturgisches Prunkstück im Domschatz.
Das Sakramentar enthält die Hochgebete der Messe und erstrahlt in reichem Goldschmuck, ornamentalen Zierrahmen und über 350 Initialen. Vierzehn Miniaturen – darunter das berühmte Krönungsbild Heinrichs II. sowie die Darstellung Gregors des Großen – zählen zu den Höhepunkten ottonischer Malerei.
Der Einband ist mit einem Elfenbeinrelief und vergoldeten Silberbeschlägen versehen und unterstreicht den repräsentativen Charakter der königlichen Stiftung. Heute wird das Werk in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Meisterwerke der Welt I
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)20. JahrhundertMeisterwerke der Welt I
Die Edition Meisterwerke der Welt I versammelt in bibliophiler Ausstattung eine Auswahl bedeutender Kunstwerke aus verschiedenen Epochen der Weltkunst. Das aufwendig gestaltete Faksimile präsentiert in großformatigen Reproduktionen Meisterwerke von der Frührenaissance bis in die Moderne und ergänzt sie durch erläuternde Texte und Künstlerbiografien.
Die Ausgabe wurde in limitierter Form für Sammler und Kunstliebhaber geschaffen. Jedes Exemplar ist in einen feinen Stoffeinband mit goldgeprägtem Titel gefasst, mit Metallecken verstärkt und in einer eigens gefertigten Kassette aufbewahrt.
Als Gesamtdokumentation künstlerischer Höhepunkte westlicher Kultur vereint das Werk wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Präsentation – ein Beispiel moderner Faksimilekunst, das den Geist klassischer Meisterwerke in zeitgemäßer Form erfahrbar macht.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Nibelungenlied – Hundeshagener Codex
Literatur | Dichtung15. JahrhundertNibelungenlied – Hundeshagener Codex
Das Nibelungenlied, um 1200 entstanden, gilt als das deutsche Nationalepos. Es verbindet historische Ereignisse der Völkerwanderungszeit mit Sagenstoffen und erzählt die Geschichte von Siegfried, Kriemhild und den Burgunden, geprägt von Heldentum, Verrat und Untergang.
Die bedeutendste erhaltene Handschrift ist der sogenannte Hundeshagener Codex, entstanden um 1440 im ostschwäbischen Dialekt. Benannt nach dem Bibliothekar Helfrich Bernhard Hundeshagen, der ihn 1816 erwarb, ist er die einzige illustrierte Ausgabe des Epos. Auf 384 Pergamentseiten finden sich 37 farbige Federzeichnungen, die Turniere, Feste, Reisen und dramatische Szenen mit eindrucksvoller Anschaulichkeit wiedergeben.
Der Codex vereint zwei Fassungen des Werkes, die sowohl mit „daz ist der Nibelunge liet“ als auch mit „daz ist der Nibelunge not“ schließen. Damit ist er nicht nur ein literarisches, sondern auch ein kulturhistorisches Unikat, das uns das berühmteste Heldenepos des deutschen Mittelalters in Wort und Bild vor Augen führt.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Mirandola Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertMirandola Stundenbuch
Das nach der Stadt Mirandola benannte Stundenbuch entstand zwischen 1496 und 1499 in Mantua oder Ferrara und gehört zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance-Buchmalerei. Auftraggeber war Galeotto Pico I. (1442–1499), Herr von Mirandola.
Auf 228 Seiten entfaltet sich eine reiche Bildausstattung: vier ganzseitige und sieben kleinere Miniaturen, ein Kalender mit Monats- und Tierkreiszeichen, über 120 kunstvoll gestaltete Initialen sowie ornamentale Bordüren mit Vögeln, Tieren und figürlichen Szenen. Besonders eindrucksvoll ist die ikonographische Spannweite von der Verkündigung bis hin zur eindringlichen Darstellung des Todes, die in detailreichen Innenräumen und mit üppigem Goldauftrag gestaltet sind.
Als Künstler gilt Giovanni Francesco Maineri, ein für die Familie Este tätiger Maler, dessen leuchtende Farben und fantasievolle Ornamentik das Werk prägen. Das Stundenbuch verbindet Frömmigkeit, Kunst und Renaissance-Pracht in einzigartiger Weise.

Kreuzeslob
Literatur | Dichtung9. JahrhundertKreuzeslob
Der Liber de laudibus sanctae crucis – das Kreuzeslob – zählt zu den bedeutendsten Werken der karolingischen Renaissance. Verfasst wurde es um 810–814 von Hrabanus Maurus (ca. 780–856), Mönch der Abtei Fulda, Schüler Alkuins von Tours und später Erzbischof von Mainz.
Das Werk besteht aus 28 Figurengedichten (carmina figurata), die in kunstvoller Buchstabenarchitektur angelegt sind. Jedes Gedicht bildet ein Kreuzmotiv, in dem sich verschiedene Textebenen überlagern – eine Verbindung von Theologie, Poesie und visueller Symbolik. In seiner Verbindung von Schriftbild und Glaubensinhalt feiert das Werk die Verherrlichung des Kreuzes als zentrales Symbol des christlichen Glaubens.
Das prachtvollste erhaltene Exemplar entstand um 825 im Kloster Fulda, wurde Erzbischof Otgar von Mainz gewidmet und befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana (Reg. Lat. 124). Mit farbigen Seiten und geometrischer Präzision ist es ein Höhepunkt karolingischer Buchkunst und spiritueller Dichtung.

Apokalypse von Valenciennes
Apokalypsen | Beatus-Handschriften9. JahrhundertApokalypse von Valenciennes
Die Apokalypse von Valenciennes entstand im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts und zählt zu den ältesten illustrierten Handschriften der Offenbarung des Johannes. Vermutlich in einem Skriptorium zwischen Flandern und dem Rheinland geschaffen, vereint sie Einflüsse karolingischer Buchmalerei mit frühen westmitteleuropäischen Stilmerkmalen.
Das Werk umfasst 39 farbige Miniaturen, die als ältester erhaltener vollständiger Zyklus biblischer Szenen gelten. Mit eindrucksvoller Ausdruckskraft und symbolreicher Gestaltung zeigen sie die dramatischen Visionen der Apokalypse und gelten als Vorbild der späteren Beatus-Handschriften Spaniens.
Der Schreiber „Otoltus“ ist namentlich überliefert, doch bleibt die genaue Herkunft des Codex ungewiss. Die Handschrift, einst im Kloster Saint-Amand-les-Eaux, wird heute im Musée de Valenciennes aufbewahrt – ein Hauptwerk karolingischer Buchkunst und frühes Zeugnis europäischer Bibelillustration.

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Berry-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertBerry-Apokalypse
Die Berry-Apokalypse gilt als eines der eindrucksvollsten Apokalypse-Manuskripte des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde um 1410 in Paris im Auftrag des berühmten Bibliophilen Herzog Jean de Berry (1340–1416) geschaffen und enthält Auszüge aus der Offenbarung des Johannes sowie einen Kommentar des Benediktinermönchs Berengaudus.
85 halb- und ganzseitige Miniaturen begleiten den Text, meisterlich ausgeführt vom anonymen Meister der Berry-Apokalypse. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, sparsam eingesetzte, kühle Farben und eine skizzenhafte Eleganz aus, die den Szenen besondere Ausdruckskraft verleiht. Monochrome Hintergründe, dramatische Ikonographie und subtile Goldverzierungen verdichten die apokalyptischen Visionen zu einer einzigartigen Bildsprache.
Das Manuskript, das durch mehrere Sammlungen wanderte, wird heute in der Morgan Library in New York aufbewahrt und zählt zu den Meisterwerken der französischen Buchmalerei am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Das Buch der 1000 Bilder
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Buch der 1000 Bilder
Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1450 und 1460. Es handelt sich um ein prachtvoll illuminiertes Gebet- und Andachtsbuch, das mit über 1000 Miniaturen und dekorativen Elementen ausgestattet ist – mehr als jedes andere bekannte Stundenbuch seiner Zeit.
Das Werk vereint großformatige Szenen, kleine Vignetten und figurenreiche Bordüren zu einem überwältigenden Bilderzyklus von religiöser Tiefe und künstlerischer Vielfalt. Ausgeführt wurde der Codex von mehreren Meistern des sogenannten Jouvenel-Stils, darunter der Meister der Adelaide von Savoyen (Meister von Poitiers) und Maler aus dem Umfeld Jean Fouquets.
Die Handschrift war Teil der berühmten Sammlung Calouste Gulbenkian in Lissabon und gilt als eines der prachtvollsten Beispiele spätgotischer Buchkunst. Ihre leuchtenden Farben, feinen Goldhöhungen und fantasievollen Szenen machen sie zu einem unübertroffenen Höhepunkt der europäischen Miniaturmalerei.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Das Meisterwerk des Medicus
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertDas Meisterwerk des Medicus
Der persische Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, verfasste mit dem Canon Medicinae ein Werk, das über Jahrhunderte als medizinisches Standardwerk galt. In fünf Büchern systematisierte er das Wissen seiner Zeit über Anatomie, Krankheiten und Heilmittel und prägte damit die europäische wie arabische Medizin nachhaltig.
Die hier vorliegende Handschrift entstand um 1440 in Italien und überliefert die einzige vollständig erhaltene hebräische Übersetzung des Canon Medicinae von Natan ha-Meati. Der prachtvolle Codex aus der Schule von Ferrara umfasst über 1000 Seiten mit zehn ganzseitigen Miniaturen sowie hunderten Pflanzen- und Tierdarstellungen. Szenen aus Apotheke, Heilbädern und bäuerlichem Jahreslauf verbinden medizinisches Wissen mit reicher Bildwelt.
Für Sammler und Liebhaber ist dieses Werk ein einzigartiges Zeugnis der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Übersetzungskultur im 15. Jahrhundert.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Stundenbuch der Isabel la Catolica
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabel la Catolica
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den prachtvollsten Zeugnissen der flämischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Entstanden in der Werkstatt Willem Vrelants in Brügge, gelangte es vermutlich als Geschenk von Juana Enríquez oder von Ferdinand von Aragón anlässlich der Hochzeit 1469 in den Besitz der kastilischen Königin Isabella (1451–1504), genannt „La Catolica“.
Mit 730 Seiten, 72 ganzseitigen Miniaturen und insgesamt über 3.400 Illuminationen entfaltet das Werk eine überwältigende Fülle an Farben, Gold und Ornamenten. Szenen aus Bibel und Heiligenlegenden stehen neben fein ausgearbeiteten Bordüren, Initialen und kunstvoll gestalteten Hintergründen, die in Qualität und Detailreichtum der Tafelmalerei ebenbürtig sind.
Als Höhepunkt flämischer Miniaturkunst verkörpert das Stundenbuch sowohl höfische Prachtentfaltung als auch religiöse Andacht. Es gilt als ein Meisterwerk Vrelants und als einer der größten Schätze der spätmittelalterlichen Buchmalerei Spaniens.

Die Geschichte des Christentums
Sonstige religiöse WerkeVor dem 5. JahrhundertDie Geschichte des Christentums
Die Edition Geschichte des Christentums umfasst 66 historische Artefakte aus über 2000 Jahren christlicher Geschichte. Die Sammlung vereint 44 Münzen – davon 26 aus Silber –, vier Banknoten sowie neun Briefmarken, die jeweils bedeutende Etappen der christlichen Kultur- und Kirchengeschichte dokumentieren. Ergänzt wird sie durch die Sonderbroschüre Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts mit acht 0-Euro-Scheinen aus originalem Euro-Sicherheitspapier, die den Pontifikaten von Pius XI. bis Franziskus gewidmet sind.
Die Sammlung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen des Glaubens bis in die Gegenwart: vom „Scherflein der Witwe“ aus neutestamentlicher Zeit über römische und byzantinische Prägungen, Münzen der Kreuzfahrer und Templer, Zeugnisse der Reformation und Gegenreformation bis hin zu modernen Gedenkmünzen und Briefmarken des Vatikanstaates.
Jedes Exponat erzählt ein Stück der Geschichte des Christentums – von den ersten Gemeinden über mittelalterliche Glaubenskämpfe bis zur geistigen Erneuerung der Neuzeit. Diese luxuriös ausgestattete Sammlung ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert und stellt ein einzigartiges Zeugnis christlicher Kultur, Kunst und Numismatik dar.

Die Geschichte der Seefahrt
Abhandlungen | Weltliche Werke5. JahrhundertDie Geschichte der Seefahrt
Die Geschichte der Seefahrt ist eine exklusive numismatische Sammlung, die die Entwicklung der maritimen Weltgeschichte über mehr als 2.200 Jahre hinweg dokumentiert. Sie vereint 20 historische Münzen, darunter 13 aus Silber, sowie zwei seltene Banknoten, die den technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt der Seefahrt widerspiegeln.
Von einer antiken griechischen Delfinmünze über Prägungen aus dem Römischen Reich und dem Goldenen Zeitalter der Entdeckungen bis hin zu modernen Gedenkmünzen reicht die Spannweite dieser einzigartigen Kollektion. Begleitet wird sie von Stücken, die legendären Schiffen und Seefahrern gewidmet sind – etwa Vasco da Gama, Christoph Kolumbus, Francis Drake oder der Gorch Fock.
Die Edition ist auf 499 Exemplare weltweit limitiert und präsentiert sich als kulturhistorisches Panorama der Menschheitsgeschichte auf See – ein Tribut an Entdeckergeist, Handel und die maritime Kunst vergangener Jahrhunderte.

Bertelsmann | Märchen der Welt
Märchen | Volksliteratur | Weltliteratur20. JahrhundertBertelsmann | Märchen der Welt
Die Reihe Märchen der Welt gehört zu den repräsentativen Buchausgaben des Hauses Bertelsmann und erschien in verschiedenen Ausgaben mit 13 bzw. 24 Bänden. Sie versammelt die großen Erzähltraditionen unterschiedlicher Kulturen und Regionen und führt in die Vielfalt des weltweiten Märchenschatzes ein.
Jeder Band ist hochwertig ausgestattet, reich illustriert und typographisch sorgfältig gestaltet. Neben europäischen Klassikern finden sich Märchen aus Asien, Afrika und Amerika, ergänzt durch eine Hörbuch-Edition, die ausgewählte Geschichten in gesprochener Form wiedergibt und die mündliche Tradition lebendig werden lässt.
Als Gesamtkonzept steht die Reihe Märchen der Welt für eine kulturübergreifende Wertschätzung der Erzählkunst. Sie eröffnet Generationen von Lesern den Zugang zur poetischen Bildwelt der Märchen und dokumentiert zugleich das verlegerische Selbstverständnis des Hauses Bertelsmann, Literatur in edler Aufmachung für ein breites Publikum zu bewahren.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Bibel Koenig Ludwigs des Heiligen
Bibeln | Evangeliare13. JahrhundertBibel Koenig Ludwigs des Heiligen
Die sogenannte Biblia rica, geschaffen für König Ludwig IX. von Frankreich, gehört zu den kostbarsten Bilderbibeln des 13. Jahrhunderts. Sie entstand vermutlich in Paris und ist eng mit dem höfischen Kunstkreis um die Sainte-Chapelle verbunden, die der fromme König errichten ließ. Der Codex repräsentiert den Typus der Bible moralisée, jener reich illustrierten Bibelhandschriften, in denen Text und moralische Auslegung in kunstvoller Einheit erscheinen.
Die sieben erhaltenen Blätter zeigen 56 Szenen der Offenbarung des Johannes in leuchtenden Farben auf vergoldetem Grund. Jede Miniatur wird von erklärenden Texten umrahmt, die Bild und Bedeutung miteinander verknüpfen. Auf dem letzten Folio begegnen der junge König und seine Mutter, Blanche von Kastilien, als Auftraggeber des Werkes.
Die Biblia rica vereint gotische Eleganz, theologische Tiefe und höfische Repräsentation und zählt zu den Höhepunkten mittelalterlicher Buchmalerei.

Psalter Ludwigs des Deutschen
Psalterien9. JahrhundertPsalter Ludwigs des Deutschen
Der Psalter Ludwigs des Deutschen, entstanden um die Mitte des 9. Jahrhunderts, zählt zu den erlesensten Zeugnissen der franko-sächsischen Buchkunst. Der Codex wurde im Skriptorium der Abtei Saint-Bertin in Saint-Omer geschaffen und vereint die ornamentale Kraft der insularen Buchmalerei mit der Klarheit karolingischer Formen. Auftraggeber war Ludwig der Deutsche, Enkel Karls des Großen und erster König des Ostfrankenreichs.
Die Handschrift enthält die Psalmen in einer feinen karolingischen Minuskel, begleitet von über zweihundert Rahmen aus goldglänzendem Flechtwerk mit Tiermotiven, besonders Vögeln, sowie leuchtend farbigen Initialen. Trotz ihrer reichen Ausstattung bleibt sie auf den Text konzentriert.
Einzig figürlich hervorgehoben ist die berühmte Kreuzigungsszene, in der der kniende König als Stifter erscheint. Dieses Bild verleiht dem Psalter seinen einzigartigen Charakter und macht ihn zu einem Höhepunkt frühmittelalterlicher Buchmalerei.

Hainricus-Missale
Liturgische Handschriften13. JahrhundertHainricus-Missale
Das Hainricus-Missale, entstanden um 1217 im Benediktinerkloster Weingarten, gilt als eines der herausragenden Werke romanischer Buchkunst in Deutschland. Unter Abt Berthold entwickelte sich das dortige Skriptorium zu einem Zentrum kreativer Buchmalerei, aus dem diese prachtvolle Handschrift hervorging. Ihr Schöpfer, der Mönch Hainricus, verewigte sich selbst auf dem silbernen Einband und in mehreren Miniaturen – ein außergewöhnliches Zeugnis künstlerischer Selbstrepräsentation im Mittelalter.
Der Codex vereint fünf ganzseitige Miniaturen, zwei illuminierte Textseiten, 24 Kalendermedaillons und 35 historisierte Initialen in reicher Gold- und Silbermalerei. Farbige Ranken, Tierwesen und figurenreiche Szenen verbinden sich zu einer harmonischen Einheit aus liturgischer Bedeutung und künstlerischem Glanz.
Mit seiner original erhaltenen Bindung und der unversehrten Leuchtkraft seiner Farben vermittelt das Hainricus-Missale bis heute den Eindruck romanischer Pracht in vollendeter Form.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

100 Bilder der Weisheit
Literatur | Dichtung15. Jahrhundert100 Bilder der Weisheit
Die Handschrift zu den Othea Briefen der Christine de Pizan zählt zu den glanzvollsten Zeugnissen französischer Buchkunst des 15. Jahrhunderts. Das Werk entstand um 1400 und verbindet moralische Unterweisung mit mythologischen Erzählungen. In hundert fiktiven Briefen richtet die antike Göttin Othea ihre Ratschläge an den jungen trojanischen Helden Hektor und weist ihn in die Pflichten eines tugendhaften Ritters ein.
Die prachtvolle Ausstattung umfasst achtundneunzig Miniaturen von höchster Qualität. Feine Bordüren, vegetabile Ranken, goldene Initialen und leuchtende Farben bestimmen das Erscheinungsbild der Handschrift. Der anonyme Maler stand vermutlich in Verbindung mit Künstlern aus dem Umfeld von Barthelemy d Eyck und Jean Fouquet.
Christine de Pizan, die erste bekannte selbständige Schriftstellerin Europas, verbindet in diesem Werk Gelehrsamkeit, höfische Literatur und moralische Lehre zu einer eindrucksvollen Einheit. Die Handschrift zeigt die kulturelle Strahlkraft des französischen Hofes und die besondere Stellung der Autorin in einer Zeit des geistigen Aufbruchs.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Silius Italicus: De Secundo Bello Punico Poema
Chroniken | Geschichte | Recht15. JahrhundertSilius Italicus: De Secundo Bello Punico Poema
Die sieben erhaltenen Blätter aus der Punica bewahren den Eindruck eines außergewöhnlich reich ausgestatteten Codex des 15. Jahrhunderts. Das römische Epos des Silius Italicus über den Zweiten Punischen Krieg erlebte in der Renaissance eine neue Wertschätzung und fand in dieser florentinischen Ausgabe einen repräsentativen Ausdruck. Der Codex gehörte einst Papst Nikolaus V., der die Wiederentdeckung antiker Literatur nachdrücklich förderte.
Die Miniaturen stammen aus dem Umfeld Francesco Di Stefanos und zeigen allegorische Gestalten von Rom und Karthago sowie Porträts des Dichters, Hannibals, Scipio Africanus und des Papstes. Eine Darstellung des Gottes Mars erweitert das ikonografische Programm. Die Figuren erscheinen vor farbigen Nischen und sind von kunstvollen Architekturrahmen eingefasst.
Die Blätter vermitteln die Aura eines Werkes, das literarische Tradition und florentinische Kunst zu einem eindrucksvollen Renaissance Zeugnis vereint.

Illustrierte Bibel von Den Haag
Bibeln | Evangeliare13. JahrhundertIllustrierte Bibel von Den Haag
Die sogenannte Illustrierte Bibel von Den Haag entstand im späten 12. Jahrhundert in der Benediktinerabtei St. Bertin in Saint-Omer und gilt als eines der frühesten vollständig bebilderten biblischen Manuskripte Westeuropas. Der lateinisch-französische Text wird von 172 Miniaturen begleitet, darunter 45 ganzseitige Darstellungen, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Heiligenviten zeigen.
Die Malereien verbinden den französischen Stil um 1200 mit deutlichen Einflüssen der byzantinischen Kunst. Goldgründe, kräftige Farben und flächige Kompositionen verleihen den Figuren eine feierliche Strenge und ikonische Wirkung. Aufgrund kritischer Passagen über den Zweiten Kreuzzug und das Papsttum wird vermutet, dass das Werk im Auftrag des byzantinischen Kaisers Manuel I. Komnenos entstand.
Die Handschrift gelangte im 18. Jahrhundert in den Besitz König Wilhelm I. der Niederlande und wird heute in der Koninklijke Bibliotheek Den Haag aufbewahrt.

Die Cosmographia des Claudius Ptolemaeus
Geographie | Karten15. JahrhundertDie Cosmographia des Claudius Ptolemaeus
Die Cosmographia gilt als eines der bedeutendsten Werke der europäischen Kartographiegeschichte. Sie basiert auf der Geographike Hyphegesis des alexandrinischen Gelehrten Claudius Ptolemaeus, dessen Schriften im 15. Jahrhundert in Italien wiederentdeckt und mit den neuesten geografischen Erkenntnissen der Renaissance ergänzt wurden.
Die Handschriften und Frühdrucke der Cosmographia verbinden antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei: Welt- und Regionalkarten werden in aufwendiger Farbgebung dargestellt und zeigen erstmals ein wissenschaftlich begründetes Bild der Erde. Die Darstellung der Breiten- und Längengrade sowie die Verwendung der ptolemäischen Projektion machten das Werk zu einer Grundlage der neuzeitlichen Kartographie.
Entstanden in der Zeit des Humanismus, spiegelt die Cosmographia das wachsende Interesse an Naturwissenschaft, Geographie und Weltverständnis wider – ein Schlüsselwerk zwischen Antike und Renaissance.

Stundenbuch des Alfonso d'Este
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertStundenbuch des Alfonso d'Este
Das Stundenbuch des Alfonso d’Este entstand zwischen 1505 und 1510 am Hof des Herzogs von Ferrara und gilt als das letzte große Meisterwerk der italienischen Buchmalerei der Renaissance. Es wurde von dem Miniaturisten Matteo da Milano geschaffen, einem der bedeutendsten Buchkünstler seiner Zeit.
Das Werk umfasst 199 Blätter, darunter einen prachtvoll illuminierten Kalender und 29 ganzseitige Miniaturen von außergewöhnlicher malerischer Qualität. Die Seiten sind von goldenen Initialen, feinen Bordüren und kostbaren Ornamenten umgeben. Matteo da Milano verband klassische Formen mit flämischen und nordeuropäischen Einflüssen und schuf so eine neue, elegante Ausdrucksweise der Buchkunst.
Das Stundenbuch gehörte zur herzoglichen Bibliothek der Este und bildet mit der Bibel des Borso d’Este und dem Breviarium des Ercole d’Este die berühmte Trilogie der Ferrarer Buchmalerei. Heute wird der Hauptteil der Handschrift im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon aufbewahrt.

Der Welsche Gast
Abhandlungen | Weltliche Werke14. JahrhundertDer Welsche Gast
Mit dem Welschen Gast verfasste Thomasin von Zerklaere um 1215/16 die erste Verhaltenslehre in deutscher Sprache. In rund 15.000 Versen versucht der aus dem Friaul stammende Kleriker, die Gesellschaft seiner Zeit zu sittlicher Lebensführung, Bildung und Tugend anzuleiten. Das Werk gliedert sich in zehn Bücher, die Themen wie Treue, Mäßigung, Freigebigkeit und die Verantwortung des Herrschers behandeln und damit eine umfassende Ethik höfischer wie religiöser Lebensführung entwerfen.
Die prachtvoll illuminierte Ausgabe in der Forschungsbibliothek Gotha entstand um 1340 und enthält 120 Miniaturen, die den Text mit großer Anschaulichkeit begleiten. Gestikulierende Figuren, kämpfende Ritter, Tiere, Engel und Teufel verleihen dem Gedicht eine bildhafte Lebendigkeit.
Der Welsche Gast gilt als ein Schlüsselwerk mittelalterlicher Didaktik, das Moral und Bildung zu einer neuen Form geistiger Kultur vereint.

Der Goldene Münchner Psalter
Psalterien13. JahrhundertDer Goldene Münchner Psalter
Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.
Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.
Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Bedford-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBedford-Stundenbuch
Das Bedford-Stundenbuch zählt zu den prachtvollsten Meisterwerken der mittelalterlichen Buchmalerei. Um 1420 in Paris in der Werkstatt des berühmten Bedford-Meisters geschaffen, entstand es im Auftrag von Anne von Burgund, der Gemahlin des Herzogs von Bedford. Die Handschrift umfasst 587 Seiten, von denen jede reich mit Miniaturen, Bordüren und Initialen geschmückt ist. Über 1250 Miniaturen in leuchtenden Farben sowie mit Gold- und Silberschmuck machen den Codex zu einem Höhepunkt spätgotischer Buchkunst.
Die Darstellungen biblischer Szenen vereinen erzählerische Tiefe mit architektonischer Klarheit und landschaftlicher Weite. Im Jahr 1430 schenkte Anne von Burgund das Werk ihrem Neffen, König Heinrich VI. von England. Heute zählt das Bedford-Stundenbuch zu den größten Kostbarkeiten der British Library – ein Sinnbild für die vollendete Verbindung von Frömmigkeit, höfischer Kultur und Pariser Buchmalerei des 15. Jahrhunderts.

Codex Gisle
Liturgische Handschriften14. JahrhundertCodex Gisle
Der Codex Gisle, auch Goldenes Graduale der Gisela von Kerssenbrock genannt, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Musikkultur und Buchmalerei in Deutschland. Entstanden um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Marienbrunn bei Osnabrück, wurde das monumentale Graduale von der Chorleiterin Gisela von Kerssenbrock eigenhändig niedergeschrieben und illuminiert.
Das Werk umfasst nahezu 1.500 gregorianische Gesänge – mehr als doppelt so viele wie gewöhnliche Gradualien – und diente über 500 Jahre als liturgisches Gesangsbuch des Klosters. Seine außergewöhnliche Ausstattung mit 53 historisierten Initialen, 15 blau-goldenen Zierbuchstaben und über 200 Goldinitialen macht es zu einem der prächtigsten Musikmanuskripte des Mittelalters.
Die kunstvollen Miniaturen auf poliertem Goldgrund verbinden tiefe Frömmigkeit mit einer beeindruckenden visuellen Ausdruckskraft. Als Meisterwerk weiblicher Schaffenskraft innerhalb der klösterlichen Kultur ist der Codex Gisle ein herausragendes Zeugnis der romanisch-gotischen Buchkunst Westfalens.

Geschichte des Trojanischen Kriegs - Petersburg Codex
Literatur | Dichtung14. JahrhundertGeschichte des Trojanischen Kriegs - Petersburg Codex
Der Petersburg Codex der Geschichte des Trojanischen Kriegs entstand im 14. Jahrhundert im Umfeld der Stadt Bologna und zählt zu den eindrucksvollsten Bilderhandschriften des italienischen Trecento. Grundlage des Werkes ist der Roman de Troie des französischen Autors Benoît de Sainte-Maure, der um 1160 für den Hof Heinrichs II. Plantagenet und Eleonores von Aquitanien verfasst wurde.
Der italienische Codex, geschmückt mit 341 Miniaturen, überträgt den höfischen Erzählstoff in eine visuelle Sprache von außergewöhnlicher Lebendigkeit. Die Szenen entfalten sich in architektonischen Rahmungen, deren Formen bis in die Seitenränder hineinwachsen, und zeigen mit erzählerischer Fülle die Helden, Kämpfe und Liebesgeschichten des trojanischen Mythos.
In der Verbindung von antikem Stoff, französischer Dichtung und italienischer Bildkunst spiegelt der Petersburg Codex die kulturelle Weite des 14. Jahrhunderts. Er vereint dramatische Ausdruckskraft mit detailreicher Beobachtung des zeitgenössischen Lebens.

Die Enzyklopädie der Architektur
Abhandlungen | Weltliche Werke19. JahrhundertDie Enzyklopädie der Architektur
Das großformatige Werk enthält eine Auswahl präziser Darstellungen europäischer Architektur des späten neunzehnten Jahrhunderts. Die Tafeln zeigen Grundrisse, Ansichten und konstruktive Details öffentlicher Bauten, Wettbewerbsentwürfe und Sakralarchitektur. Die Revue dokumentierte das zeitgenössische Baugeschehen mit einer für diese Epoche charakteristischen Genauigkeit.
Das vorliegende Exemplar wurde in einen außergewöhnlich reich gestalteten Metallrelief-Einband eingebunden. Die aufwändig gearbeitete Deckelplatte zeigt idealisierte Architekturformen und eine lateinische Widmungsinschrift, die auf eine dreißigjährige Gemeinschaft hinweist. Die Gestaltung deutet auf eine individuelle Anfertigung zu einem Jubiläum oder zu einer Ehrung innerhalb eines architektonischen oder administrativen Umfelds.
Der Band verbindet die dokumentarische Präzision eines führenden Fachperiodikums mit einem seltenen Zeugnis repräsentativer Einbandkunst der Zeit um 1900.

Atlas des Diego Homen von 1561
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas des Diego Homen von 1561
Der Atlas des Diego Homen aus dem Jahr 1561 zählt zu den kunstvollsten kartografischen Werken der Renaissance. Der portugiesische Kartograf Diego Homem, einer der bedeutendsten Kartenmacher seiner Zeit, schuf nach seiner Verbannung aus Portugal in Venedig eine Reihe außerordentlich präziser und prachtvoll ausgestatteter Portolankarten. Der Atlas umfasst sieben reich illuminierte Kartenblätter, deren mit Gold gehöhte Küstenlinien, heraldische Embleme und fein ausgearbeitete Windrosen die mediterrane und atlantische Welt des 16. Jahrhunderts in beeindruckender Genauigkeit zeigen.
Die kalligrafische Beschriftung, die farbigen Stadtmarkierungen und die eleganten Wappen folgen der portugiesischen Tradition der nautischen Kartografie, verbinden diese jedoch mit der venezianischen Kunstlandschaft. Ergänzt wird die Sammlung durch ein dekoratives Kalenderdiagramm. Mit seiner Synthese aus wissenschaftlicher Präzision und repräsentativer Gestaltung ist Homens Atlas ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Kartografie in der Renaissance.

Bertelsmann | Atlas International
Geographie | Karten20. JahrhundertBertelsmann | Atlas International
Der Bertelsmann Atlas International ist ein großformatiges Kartenwerk aus dem Bertelsmann Lexikonverlag und zählt zu den bedeutendsten Atlanten der späten 20. Jahrhunderts. Er vereint aktuelle geografische, politische und thematische Karten mit erläuternden Texten und statistischen Übersichten.
Das Werk vermittelt ein umfassendes Bild der Erde in ihrer physischen und kulturellen Vielfalt. Präzise topografische Darstellungen, Farbtafeln und Register ermöglichen eine schnelle Orientierung und machen den Atlas zu einem anschaulichen Begleiter für Studium, Schule und allgemeine Bildung.
Mit seiner klaren Gestaltung, den detailreichen Karten und der soliden Verarbeitung steht der Bertelsmann Atlas International in der Tradition deutschsprachiger Weltatlanten, die wissenschaftliche Genauigkeit mit ästhetischem Anspruch verbinden.

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Bibeln | Evangeliare16. JahrhundertDas Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Im Jahr 1507 entstand im Auftrag des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1459–1519) ein außergewöhnlich prunkvolles Evangelistar, das heute als eines der bedeutendsten Werke deutscher Renaissance-Buchkunst gilt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi eindrucksvoll veranschaulichen, verbindet es noch gotische Traditionen mit den realistischen Zügen der italienischen Renaissance. Leuchtende Farben, feinste Pigmente und glänzendes Gold machen die Handschrift zu einem Gemälde-Zyklus in Buchform.
Angefertigt wurde das Werk vermutlich von dem Benediktinermönch Georg Lester in der Abtei Würzburg – eine Besonderheit, da die meisten vergleichbaren Handschriften jener Zeit aus professionellen Werkstätten stammten. Auftraggeber Lorenz von Bibra, Humanist, Kunstmäzen und Berater Kaiser Maximilians I., förderte in seiner Amtszeit nicht nur die Geistes- und Buchkunst, sondern auch die Werke Tilman Riemenschneiders.
Die bewegte Geschichte des Codex führte ihn nach der Säkularisation in den Besitz von Ferdinand III. von Toskana, der das Evangelistar 1823 der Bibliothek Laurenziana in Florenz schenkte. Dort wird diese kostbare Handschrift bis heute bewahrt.

Echternacher Evangelistar
Liturgische Handschriften11. JahrhundertEchternacher Evangelistar
Das Evangelistar aus der Abtei Echternach entstand um 1030 im Skriptorium des salischen Hausklosters, das im Mittelalter für seine außergewöhnliche Buchkunst bekannt war. Der Codex umfasst 155 Pergamentfolios mit liturgischen Lesungen aus den vier Evangelien in der Ordnung des Kirchenjahres.
Die Handschrift zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Ausstattung aus: Goldtinte, Purpurgründe und leuchtende Pigmente bestimmen das Erscheinungsbild. Zahlreiche ganzseitige Illuminationen – darunter die Majestas Domini, Evangelistenporträts und Szenen aus dem Leben Christi – veranschaulichen die stilistische Vielfalt des Skriptoriums. Spätantike, byzantinische und karolingische Einflüsse verschmelzen zu einer eigenständigen Bildsprache.
Besondere Bedeutung haben innovative Darstellungen wie die eigenständige Verkündigung an die Hirten oder der frühe Stephanuszyklus, die neue ikonographische Akzente setzen. Das Echternacher Evangelistar gilt als eines der herausragenden Zeugnisse ottonischer Buchmalerei und dokumentiert eindrucksvoll die künstlerische Kraft dieser Schreibwerkstatt.

Deutsches Gebetbuch der Markgräfin von Brandenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertDeutsches Gebetbuch der Markgräfin von Brandenburg
Das Deutsche Gebetbuch der Markgräfin Susanna von Bayern zählt zu den prachtvollsten Beispielen süddeutscher Buchkunst des frühen 16. Jahrhunderts. Der 1520 vollendete Codex entstand vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Kasimir, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, und wurde streng nach den persönlichen Vorstellungen der jungen Fürstin ausgestattet. Auf 47 großformatigen Miniaturen entfaltet sich ein farbintensives Bildprogramm, das von flämischen, italienischen und deutschen Vorbildern inspiriert ist. Ergänzt wird es von 214 reich ornamentierten Rahmen und zahlreichen Initialen, deren Goldglanz den repräsentativen Charakter des Werkes unterstreicht.
Der erst 18-jährige Augsburger Buchmaler Narziß Renner zeichnete für die künstlerische Ausführung verantwortlich. Seine Miniaturen verbinden fein beobachtete Alltagsszenen mit ikonographischen Motiven des Gebetsbuchs und enthalten mehrfach subtile Bezüge zu Susannas Lebenswelt, darunter Jagddarstellungen, höfische Figuren und spielerische Putten. Der Codex gilt heute als eines der eindrucksvollsten Zeugnisse deutscher Renaissancebuchmalerei.

Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Heilige Schriften
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. JahrhundertHeilige Schriften
Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.
Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.
Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Atlas Coelestis seu Harmonia Macrocosmica
Geographie | Karten17. JahrhundertAtlas Coelestis seu Harmonia Macrocosmica
Der Atlas Coelestis seu Harmonia Macrocosmica gehört zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des 17. Jahrhunderts. Andreas Cellarius veröffentlichte sein monumentales Werk 1661 in Amsterdam und schuf damit eines der bedeutendsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Himmelskartographie. Die ausgewählten Tafeln zeigen die ptolemäische Kosmologie, die Systeme von Kopernikus und Tycho Brahe sowie klassisch überlieferte Sternkonstellationen. Ihre prächtigen Kupferstiche vermitteln die wissenschaftliche Neugier und den ästhetischen Anspruch einer Epoche, die den Himmel mit neuer Präzision und poetischer Bildkraft betrachtete.
Gedruckt im Verlag von Johannes Janssonius und ausgeführt von herausragenden niederländischen Stechern wie Jan Saenredam und Jan van Loon, vereinen die Tafeln wissenschaftliche Darstellung und kunstvolle Ornamentik. Sie veranschaulichen nicht nur astronomische Modelle, sondern auch das Weltverständnis ihrer Zeit. Heute gilt Cellarius’ Atlas als eines der schönsten Beispiele barocker Kosmographie und als ein Schlüsselwerk im Übergang zwischen Tradition und wissenschaftlicher Erneuerung.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Les Belles Heures du Duc de Berry
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertLes Belles Heures du Duc de Berry
Die Belles Heures zählen zu den außergewöhnlichsten Andachtsbüchern des frühen 15. Jahrhunderts. Zwischen 1405 und 1409 für Jean de Valois, Herzog von Berry, geschaffen, vereinen sie die Meisterschaft der Brüder Limburg mit der luxuriösen Ausstattung einer fürstlichen Privatbibliothek. Der Codex umfasst 172 ganzseitige Miniaturen, deren leuchtende Farbigkeit und großzügiger Goldgebrauch die stilbildende Kraft der flämischen Buchmalerei eindrucksvoll vor Augen führen.
Sieben sorgfältig komponierte Bildzyklen begleiten die liturgischen Texte und eröffnen einen intimen Einblick in die persönliche Frömmigkeit des Herzogs. Feine Dornblattranken, strahlende Initialen und illusionistisch gemalte Rahmen verleihen jeder Seite eine eigene, kostbare Atmosphäre.
Als eines der frühesten Hauptwerke der Brüder Limburg markieren die Belles Heures einen Höhepunkt spätgotischer Illumination und gehören zu den prägenden Handschriften, die den Übergang zur altniederländischen Malerei vorbereiteten.

Brockhaus | Faszination Weltgeschichte
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Weltgeschichte
Das Werk Faszination Weltgeschichte aus dem Brockhaus Verlag bietet einen eindrucksvollen Überblick über die großen Epochen und Wendepunkte der Menschheitsgeschichte. Von den frühen Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zur Gegenwart entfaltet sich ein Panorama, das politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen gleichermaßen umfasst.
Besonderes Gewicht liegt auf der anschaulichen Darstellung: Zahlreiche Abbildungen, Karten und Illustrationen begleiten die Texte und machen historische Ereignisse lebendig. So entsteht ein Werk, das nicht nur informiert, sondern auch fasziniert.
Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Genauigkeit, didaktischer Klarheit und visueller Kraft gehört Faszination Weltgeschichte zu den wichtigsten Nachschlagewerken zur Weltgeschichte. Es lädt dazu ein, die Zusammenhänge und Dynamiken der Vergangenheit besser zu verstehen und den Blick für die historischen Wurzeln unserer Gegenwart zu schärfen.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Bertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die monumentale Edition Unser Jahrhundert in Wort, Bild und Ton ist eine einzigartige Chronik des 20. Jahrhunderts. In eindrucksvoller Weise verbinden sich hier historische Dokumentationen, großformatige Bildstrecken und Tonaufnahmen zu einem umfassenden Panorama der Zeitgeschichte. Jahr für Jahr werden die entscheidenden politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ereignisse dargestellt und mit zahlreichen Abbildungen sowie originalen Tonzeugnissen veranschaulicht.
Diese außergewöhnliche Sammlung bietet nicht nur eine klare Übersicht über die Geschehnisse des Jahrhunderts, sondern lässt durch die Kombination von Wort, Bild und Ton auch die Atmosphäre der jeweiligen Epoche lebendig werden. Damit ist sie zugleich Nachschlagewerk, Zeitdokument und kulturhistorisches Erinnerungsstück von besonderem Rang.

Brockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Biosphäre - Die Lebensräume der Erde
Das Werk Biosphäre. Die Lebensräume der Erde aus dem Brockhaus Verlag erschließt die Vielfalt der Ökosysteme unseres Planeten in anschaulichen Texten und eindrucksvollen Bildern. Von tropischen Regenwäldern über Savannen, Wüsten und Polarregionen bis hin zu den Tiefen der Ozeane werden die unterschiedlichen Lebensräume mit ihrer Flora und Fauna vorgestellt.
Besonderes Gewicht liegt auf der ökologischen Vernetzung: Jede Region wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Klima, geologischen Bedingungen und dem Einfluss des Menschen. Damit bietet das Werk eine zugleich wissenschaftlich fundierte und visuell eindrucksvolle Darstellung der Erde als komplexes, lebendiges System.
Mit seiner Kombination aus enzyklopädischer Präzision, großformatigen Illustrationen und aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zählt Biosphäre zu den bedeutendsten Nachschlagewerken über die Natur und vermittelt ein tiefes Verständnis für die Fragilität und Schönheit unseres Planeten.

Die grosse National Geographic Bibliothek
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie grosse National Geographic Bibliothek
Diese mehrbändige Ausgabe versammelt verschiedene Jahrgänge des Magazins National Geographic in einheitlich gestalteten, schwarz gebundenen Bänden mit Goldprägung. Die Edition entstand im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert und dokumentiert zentrale Entwicklungen naturkundlicher, geographischer und kulturwissenschaftlicher Berichterstattung. Jeder Band umfasst einen oder mehrere komplette Jahrgänge und bewahrt damit die fotografische und erzählerische Vielfalt des Originalmagazins in dauerhaft gebundener Form.
Die Reihe bietet einen kompakten Überblick über Themen wie Anthropologie, Naturforschung, globale Expeditionen und zeitgeschichtliche Beobachtungen. Durch die Zusammenführung der Jahrgänge entsteht ein zeitlich weit gespanntes Panorama, das die Arbeitsweise eines der einflussreichsten Reportagemagazine der Moderne nachvollziehbar macht.

Berry-Apokalypse
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertBerry-Apokalypse
Die Berry-Apokalypse gilt als eines der eindrucksvollsten Apokalypse-Manuskripte des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde um 1410 in Paris im Auftrag des berühmten Bibliophilen Herzog Jean de Berry (1340–1416) geschaffen und enthält Auszüge aus der Offenbarung des Johannes sowie einen Kommentar des Benediktinermönchs Berengaudus.
85 halb- und ganzseitige Miniaturen begleiten den Text, meisterlich ausgeführt vom anonymen Meister der Berry-Apokalypse. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, sparsam eingesetzte, kühle Farben und eine skizzenhafte Eleganz aus, die den Szenen besondere Ausdruckskraft verleiht. Monochrome Hintergründe, dramatische Ikonographie und subtile Goldverzierungen verdichten die apokalyptischen Visionen zu einer einzigartigen Bildsprache.
Das Manuskript, das durch mehrere Sammlungen wanderte, wird heute in der Morgan Library in New York aufbewahrt und zählt zu den Meisterwerken der französischen Buchmalerei am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Coron | Die Grossen - 20. Jahrhundert
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Die Grossen - 20. Jahrhundert
Die Reihe Die Großen. 20. Jahrhundert des Coron Verlags widmet sich den prägenden Persönlichkeiten der modernen Zeitgeschichte. In repräsentativer Ausstattung und lexikalischer Ordnung vereint sie biografische Essays über bedeutende Gestalten aus Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion und Gesellschaft, die den Verlauf des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflussten.
Jeder Band folgt einem chronologischen Aufbau und porträtiert herausragende Persönlichkeiten von Heinrich Mann und George Gershwin bis Albert Einstein, Martin Luther King und Johannes XXIII. Ergänzende Registerbände bieten Namensverzeichnisse, synoptische Zeittafeln und biografische Querverweise, wodurch die Reihe zugleich Nachschlagewerk und kulturhistorisches Panorama ist.
Die dunkelbraunen Ledereinbände mit goldgeprägter Krone verleihen der Edition einen repräsentativen Charakter, wie ihn der Coron Verlag für seine großformatigen Sammlungswerke charakteristisch pflegte.

Brockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie 20. Auflage
Die 20. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie bildet den krönenden Abschluss einer langen Tradition gedruckter Wissenssammlungen. In 24 Bänden erschienen, vereint sie auf über 32.000 Seiten rund 300.000 Stichwörter und spiegelt damit den Stand des Wissens an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.
Reich ausgestattet mit Abbildungen, Karten und Tabellen, zeigt sich hier die enzyklopädische Kultur in ihrer letzten großen gedruckten Form. Für Liebhaber und Sammler ist diese Ausgabe nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein Zeugnis editorischer Sorgfalt und der hohen Wertschätzung, die das Medium Buch bis in die späten 1990er Jahre hinein erfuhr.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Aratea Vaticana
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAratea Vaticana
Die Aratea Vaticana zählt zu den prachtvollsten astronomischen Handschriften der italienischen Frührenaissance. Entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde sie vermutlich für König Ferdinand I. von Neapel oder dessen Sohn Johannes geschaffen. Der Buchmaler Matteo Felice schmückte das Werk mit 40 goldverzierten Miniaturen und zahlreichen Initialen.
Grundlage bildet das Lehrgedicht Phainomena des Aratos von Soloi (ca. 310–245 v. Chr.), überliefert in der lateinischen Prosa-Fassung des Germanicus. Die Texte werden ergänzt durch Plinius’ Naturalis historia und Hyginus’ De Astronomia. In meisterlich illuminierter Form erscheinen Planeten, Sternbilder und Himmelsphänomene, die durch mythologische Figuren anschaulich erklärt werden. Besonders eindrucksvoll ist die Planisphäre mit der Gesamtdarstellung des Firmaments.
Im 17. Jahrhundert erhielt die Handschrift im Auftrag Maffeo Barberinis, des späteren Papstes Urban VIII., einen Samteinband mit Stickereien. Heute wird sie in der Biblioteca Apostolica Vaticana verwahrt.

Die göttliche Komödie
Sonstiges Genres13. JahrhundertDie göttliche Komödie
Dante Alighieris Die göttliche Komödie (Original Divina Commedia) gilt als eines der bedeutendsten poetischen Werke der Weltliteratur und als Gründungswerk der italienischen Literatur. Geschrieben im 14. Jahrhundert, vollendet etwa 1320.
Das Gedicht ist in drei Teile gegliedert: Inferno, Purgatorio und Paradiso. Jeder Teil besteht aus 33 Gesängen (Cantiche), dazu kommt ein Einleitungs-Gesang – insgesamt also 100 Gesänge. Die Gedichte nutzen das Reimschema terza rima – dreizeilige Strophen mit elf Silben pro Zeile.
Die dargestellte Ausgabe bei Domi Exclusiv ist eine Faksimile-Edition des Manuskripts von George Cochrane, fertiggestellt im Jahr 2020. Sie umfasst 384 ganzseitige, illustrierte Seiten, in einem goldgeprägten Ledereinband mit Schmuckkassette. Die Auflage ist limitiert auf 1000 handnummerierte Exemplare der deutschen Ausgabe.

Der goldene Atlas der Nautik
Geographie | Karten16. JahrhundertDer goldene Atlas der Nautik
1587 ließ König Philipp II. von Spanien bei seinem Kartographen Joan Martines einen prachtvollen Atlas anfertigen, der als einzigartiges Zeugnis der Verbindung zweier Schulen gilt: der dekorativen mallorquinischen Tradition und der wissenschaftlich orientierten niederländischen Kartographie.
Das Werk umfasst 19 doppelseitige Karten, darunter sechs Seekarten, elf Regionalkarten und zwei Weltkarten. Charakteristisch sind die großen Kompassrosen mit 16 oder 32 Richtungen, die kunstvoll ausgeführten Ortsnamen in roter und schwarzer Tinte sowie die feinen Schiffe, die über die Meere segeln. Gold- und Silberelemente verleihen den Miniaturen eine besondere Strahlkraft.
Joan Martines, tätig in Messina und später königlicher Kartograph in Neapel, schuf mit diesem Atlas ein Meisterwerk, das Kunst und Wissenschaft verbindet. Es spiegelt nicht nur den Stand der Nautik im späten 16. Jahrhundert wider, sondern auch den Anspruch der spanischen Krone, maritime Macht durch prachtvolle Repräsentationswerke sichtbar zu machen.

Faszination Heilpflanzen
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertFaszination Heilpflanzen
Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.
Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.
Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertGebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Das um 1569 entstandene Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der nordeuropäischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Der Herzog ließ kostbare Einzelblätter aus dem Besitz seines Onkels, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zu einem prachtvollen Band vereinen. Die Miniaturen stammen von herausragenden Künstlern ihrer Zeit, darunter Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon sowie Sebald Beham.
Mit seinen 44 meisterhaft ausgeführten Miniaturen, teils mit Blattgold und Silber verziert, stellt das Gebetbuch ein außergewöhnliches Kompendium religiöser Bildkunst der Renaissance dar. Szenen aus dem Leben Christi, Mariendarstellungen und Heiligengestalten verbinden sich zu einem farbgewaltigen biblischen Bilderzyklus.
Das Werk befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Kassel, wohin es nach einer bewegten Geschichte und wechselvollem Schicksal im 20. Jahrhundert zurückkehrte. Es gilt als ein herausragendes Zeugnis für die Kunstförderung und Sammelleidenschaft des „Renaissancefürsten“ Johann Albrecht von Mecklenburg (1525–1576).

Boccaccios vatikanischer Dekameron
Literatur | Dichtung15. JahrhundertBoccaccios vatikanischer Dekameron
Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.
Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.
Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

Evangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Bibeln | Evangeliare11. JahrhundertEvangeliar Heinrichs II. für Montecassino
Das sogenannte Evangeliar Heinrichs II. entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf der Reichenau, einem der führenden Zentren ottonischer Buchmalerei. Es wurde vermutlich im Auftrag des Kaisers für die Benediktinerabtei Montecassino geschaffen und zählt zu den herausragenden Handschriften dieser Epoche.
Die Handschrift enthält die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas sowie prächtige Widmungs- und Evangelistenbilder. Purpurgründe, goldene Schrift und feine Linienführung kennzeichnen die feierliche Bildsprache der Reichenauer Schule. In den Miniaturen erscheint Heinrich II. als von Gott legitimierter Herrscher – ein Bildprogramm, das die sakrale Dimension kaiserlicher Macht eindrucksvoll vermittelt.
Das Evangeliar gilt als ein Höhepunkt ottonischer Buchkunst und als Ausdruck der engen Verbindung zwischen Reichsidee und christlicher Theologie im frühen Mittelalter.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Libro di Preghiere di Renata di Francia
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertLibro di Preghiere di Renata di Francia
Um 1517 entstand in Frankreich ein außergewöhnliches Gebetbuch für Renée de France, die Tochter Ludwigs XII. und Anne de Bretagne. Die Handschrift gehört zu den kostbarsten Zeugnissen französischer Renaissance-Buchkunst. Ihren Charakter erhält sie durch einen nahezu botanischen Reichtum an Randdekor: fein kolorierte und vergoldete Blumenmotive überziehen die Seiten wie ein sorgfältig komponiertes Herbarium.
Zwölf ganzseitige Miniaturen, mit Gold akzentuiert, strukturieren den Bildzyklus. Mehrere Darstellungen zeigen die Besitzerin selbst und verankern das Werk in der höfischen Lebenswelt seiner Entstehungszeit. Stilistisch wird das Gebetbuch häufig dem Meister der Claude de France zugeschrieben.
Seine Überlieferung ist von Brüchen geprägt: Das Original verschwand über lange Zeiträume, tauchte wieder auf und wurde 1994 bei einer Ausstellung entwendet. Seitdem gilt die Handschrift als verschollen.

König David im Gebetbuch der Stunde
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertKönig David im Gebetbuch der Stunde
König David zählt zu den eindrucksvollsten Gestalten des Alten Testaments und erscheint in Stundenbüchern häufig als Leitfigur des Gebets. In der Tradition gilt er als „Mann nach Gottes Herzen“, nicht wegen makelloser Größe, sondern wegen seiner Fähigkeit zur Umkehr. Gerade diese Spannung aus Macht, Schuld und Reue macht ihn zu einem glaubwürdigen Vorbild innerer Sammlung.
Als Psalmendichter ist David zugleich Ursprung einer Sprache, die bis heute den Rhythmus des Betens prägt. Viele Psalmen werden ihm zugeschrieben und verbinden Klage, Dank und Vertrauen in einer außergewöhnlichen Dichte. In der Buchmalerei wird David daher oft nicht als Sieger oder Herrscher gezeigt, sondern als Betender: konzentriert, zurückgenommen, ganz auf das Wort gerichtet.
So wird die Miniatur zum stillen Auftakt der Andacht und verweist auf die Psalmen als Herzstück des Stundenbuches.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Schätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Literatur | Dichtung15. JahrhundertSchätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Diese vier ausgewählten Miniaturtafeln des 15. Jahrhunderts beleuchten unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Freundschaft in einer Epoche des kulturellen Übergangs. Jede Seite entstammt einem eigenständigen Werk und öffnet ein Fenster in die Denk- und Bildwelt ihrer Zeit.
Der Liebesvogel aus dem Codex Pal. lat. 1632 verbindet Rosenzweig und Falke zu einer symbolischen Meditation über höfische Liebe und leitet Vergils Werke ein.
Der Garten der Liebe aus Harley MS 4425 führt in den berühmten Rosenroman, in dem die Rose zur Allegorie weiblicher Anziehung wird.
Das Hochzeitsblatt aus Codex Ross. 555 markiert den Beginn des Eben Ha-Eser, eines zentralen Textes jüdischer Rechtsliteratur.
Die Szene der Freundschaft aus Codex Pal. lat. 1523 eröffnet Ciceros Betrachtungen über das Wesen menschlicher Verbundenheit.
Diese Auswahl vereint vier Stimmen, die auf unterschiedliche Weise Nähe, Bindung und menschliche Beziehungen reflektieren.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine der aufwendigsten multimedialen Gesamtdokumentationen zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Bänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden die bedeutendsten Ereignisse aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft eindrucksvoll präsentiert.
Jeder Band verbindet sorgfältig recherchierte Texte mit reichhaltigem Bildmaterial, historischen Originalaufnahmen und Tonsequenzen. Ergänzende Film- und Tondokumente auf Videokassetten und CD-ROMs machen die Edition zu einem umfassenden Zeitarchiv mit über 800 Stunden Originalmaterial.
Inhaltlich wie gestalterisch steht die Reihe für höchste editorische und technische Qualität. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel für die Verschmelzung von Geschichtsdokumentation, Medienkunst und Verlagsinnovation im späten 20. Jahrhundert.

Stundenbuch aus Besançon
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch aus Besançon
Das Stundenbuch aus Besançon zählt zu den herausragendsten Zeugnissen der französischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1480 und 1485 in Frankreich, vereint der prachtvolle Codex auf 386 reich verzierten Pergamentseiten eine Fülle von Miniaturen, figürlichen Randszenen und ornamentalen Initialen. Kein Blatt blieb ungeschmückt, was das Werk zu einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk der spätgotischen Buchkunst macht.
Der Stil und die meisterhafte Behandlung von Licht, Raum und Landschaft deuten auf den berühmten Miniaturisten Jean Colombe (1430–1493) hin, der zu den letzten großen Meistern der französischen Gotik zählt. Er arbeitete für hochrangige Auftraggeber wie Louis de Laval und Karl I. von Savoyen und vollendete die berühmten Très Riches Heures der Brüder Limburg. Auch im Stundenbuch von Besançon zeigt sich seine unverkennbare Handschrift: leuchtende Farben, fein modellierte Gesichter und eine atmosphärische Tiefenwirkung, die bereits den Übergang zur Renaissance spüren lässt.
Der reiche Zyklus von Miniaturen umfasst Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, Monatsbilder, Heiligendarstellungen und marianische Themen. Die Kompositionen vereinen spirituelle Andacht und künstlerische Virtuosität und spiegeln den geistig-kulturellen Höhepunkt französischer Buchmalerei wider.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Parma Ildefonso
Heiligen-Legenden11. JahrhundertParma Ildefonso
Der Parma Ildefonsus entstand zwischen 1090 und 1110 in der Abtei Cluny und zählt zu den prachtvollsten Werken der byzantinisch-romanischen Buchkunst. Die Handschrift überliefert den Traktat De Virginitate Sanctae Mariae des Ildefons von Toledo, ein Lobpreis der Jungfrau Maria, der im geistigen Klima der Reconquista besondere Bedeutung gewann.
Der Codex beeindruckt durch neun ganzseitige, sechzehn halbseitige und acht kleinere Miniaturen sowie durch zahllose vergoldete und historisierte Initialen. Gold, Silber und Purpur bestimmen die Ausstattung jeder Seite und verleihen dem Werk eine außergewöhnliche Strahlkraft.
Die Kompositionen verbinden ornamentale Strenge mit leuchtender Farbigkeit und zeigen Heilige, Propheten und Szenen der Marienverehrung in feierlicher Anordnung. Der Parma Ildefonsus gilt als einzig erhaltene vollständige Fassung des Traktats und als Höhepunkt kluniazensischer Buchmalerei des 12. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Illustrierte Apokalypse von Lyon
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertIllustrierte Apokalypse von Lyon
Die Illustrierte Apokalypse von Lyon entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts im Norden Frankreichs, vermutlich in der Picardie oder im Artois, und zählt zu den herausragenden Apokalypse-Handschriften des Spätmittelalters. Der Codex enthält 230 lateinische Verse zur Offenbarung des Johannes, deren Sinn auf jeder Seite durch eine begleitende Miniatur und erklärende Verse veranschaulicht wird – eine einzigartige Struktur in der Geschichte der Buchmalerei.
Die Handschrift umfasst 48 Miniaturen, reich gerahmt in Gold und leuchtenden Farben. Die zarten, fein modellierten Figuren, eingebettet in liebevoll gestaltete Landschaften, verleihen der Darstellung der Apokalypse eine überraschende Anmut. Schrecken und Hoffnung stehen hier in ausgewogener Harmonie.
Der Schöpfer, der sogenannte Meister des Missale des Paul Beye – vermutlich identisch mit Barthélemy Poignare – verband technische Meisterschaft mit poetischer Bildsprache. Heute wird die Handschrift in der Bibliothèque municipale von Lyon aufbewahrt.

Coron | Die Grossen
NachschlagewerkVor dem 5. JahrhundertCoron | Die Grossen
Die monumentale Reihe Die Großen vereint die Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, deren Ideen und Handlungen das kulturelle und geistige Fundament unserer Welt geprägt haben. In sorgfältig gestalteten Bänden entfaltet sich ein konziser Gang durch mehr als zwei Jahrtausende, beginnend bei den frühen Hochkulturen und endend im 20. Jahrhundert.
Jeder Band widmet sich einer Epoche und versammelt pointierte Biografien, die historische Entwicklungen in klarer Struktur sichtbar machen. Die Edition folgt einem klassischen Gestaltungsprinzip mit tiefroten Einbänden und goldgeprägten Akzenten, wodurch die Reihe einen geschlossenen, bibliophilen Charakter erhält.
Die Großen gilt als eines der repräsentativen biografischen Sammelwerke des Coron Verlags und vermittelt, jenseits wissenschaftlicher Detailfülle, eine elegante und zugängliche Annäherung an die prägenden Figuren der Weltgeschichte.
Buch der Jagd
Spiele | Jagd14. JahrhundertBuch der Jagd
Das von Gaston III., Graf von Foix (1331–1391), genannt Phoebus, verfasste Livre de la chasse ist das bedeutendste Traktat zur höfischen Jagd des Mittelalters. Zwischen 1387 und 1389 entstanden und Philipp dem Kühnen gewidmet, vereint es naturkundliche Beobachtungen zu jagdbarem Wild mit detaillierten Anleitungen zur Abrichtung, Pflege und medizinischen Versorgung von Jagdhunden sowie zur Durchführung verschiedenster Jagdtechniken.
Von besonderem Glanz ist die illuminierte Handschrift des Werkes, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen wurde und heute in der Eremitage in St. Petersburg verwahrt wird. Auf 224 Seiten illustrieren 78 großformatige Miniaturen das Jagdwesen in seiner ganzen Vielfalt – von Treibjagden mit Hunden über den Einsatz von Greifvögeln bis hin zu höfischen Szenen.
Mit ihren goldgeschmückten Miniaturen, eleganten Initialen und ornamentalen Bordüren ist die Handschrift ein Meisterwerk gotischer Buchmalerei und zugleich ein einzigartiges Spiegelbild der aristokratischen Kultur des 14. Jahrhunderts.
Apokalypse von Valenciennes
Apokalypsen | Beatus-Handschriften9. JahrhundertApokalypse von Valenciennes
Die Apokalypse von Valenciennes entstand im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts und zählt zu den ältesten illustrierten Handschriften der Offenbarung des Johannes. Vermutlich in einem Skriptorium zwischen Flandern und dem Rheinland geschaffen, vereint sie Einflüsse karolingischer Buchmalerei mit frühen westmitteleuropäischen Stilmerkmalen.
Das Werk umfasst 39 farbige Miniaturen, die als ältester erhaltener vollständiger Zyklus biblischer Szenen gelten. Mit eindrucksvoller Ausdruckskraft und symbolreicher Gestaltung zeigen sie die dramatischen Visionen der Apokalypse und gelten als Vorbild der späteren Beatus-Handschriften Spaniens.
Der Schreiber „Otoltus“ ist namentlich überliefert, doch bleibt die genaue Herkunft des Codex ungewiss. Die Handschrift, einst im Kloster Saint-Amand-les-Eaux, wird heute im Musée de Valenciennes aufbewahrt – ein Hauptwerk karolingischer Buchkunst und frühes Zeugnis europäischer Bibelillustration.
Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Spiele | Jagd16. JahrhundertSchicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri
Das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri entstand 1482 in Perugia und gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke der italienischen Renaissance. Es vereint astrologisches Wissen, religiöse Symbolik und spielerische Unterhaltung zu einem kunstvollen Gesellschaftsspiel, das Fragen nach Glück, Erfolg und Zukunft beantworten sollte.
Der prächtig illuminierte Codex zeigt das Rad der Fortuna, Propheten, Tierkreiszeichen und Himmelssphären, ausgeführt in leuchtenden Farben und reichem Gold. Die Miniaturen verbinden dramatische Szenen mit feinem Humor und spiegeln den Einfluss der großen Malerei des Quattrocento wider.
Lorenzo Spirito Gualtieri, ein Gelehrter am Hof von Perugia, schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mischung aus Aberglaube, Philosophie und Kunst. Das Schicksalsbuch wurde zu einem der ersten Bestseller Italiens und bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Renaissance-Kultur. Es wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig aufbewahrt.
Napoleon I. Bonaparte
Sonstiges Genres21. JahrhundertNapoleon I. Bonaparte
Der vorliegende Band widmet sich dem Leben Napoleons I. in einer aufwendig inszenierten, historisierenden Gestaltung. In chronologisch angelegten Textpassagen werden zentrale Stationen seines Wirkens nachgezeichnet, von den militärischen Erfolgen der Revolutionszeit bis zu den politischen Umbrüchen seiner Herrschaft. Die typografische Ausführung orientiert sich an historischen Vorbildern und wird durch ornamental gerahmte Seiten sowie ausgewählte Bildzitate ergänzt.
Das Werk entstand als moderne Sammleredition in limitierter Auflage von 500 Exemplaren und verbindet erzählerische Geschichtsdarstellung mit einer bewusst antiquarisierenden Buchgestaltung. Es steht exemplarisch für zeitgenössische Editionen, die historische Persönlichkeiten nicht dokumentarisch, sondern in ästhetisch inszenierter Form erfahrbar machen.
Die grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Nachschlagewerk20. JahrhundertDie grosse Bertelsmann Lexikothek - Natur-Enzyklopädie Europas
Die Natur-Enzyklopädie Europas aus der großen Bertelsmann Lexikothek zählt zu den bedeutendsten naturkundlichen Überblickswerken ihrer Zeit. Die Bände widmen sich der Pflanzen- und Tierwelt des europäischen Kontinents und verbinden wissenschaftliche Systematik mit einer klaren, bildstarken Darstellung.
Detailreiche Illustrationen, fotografische Tafeln und präzise Textbeiträge vermitteln ein umfassendes Verständnis der europäischen Lebensräume, ihrer Artenvielfalt und ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig dokumentiert das Werk das naturkundliche Wissensniveau seiner Entstehungszeit und bietet damit auch einen kulturhistorischen Blick auf die Entwicklung moderner Naturforschung.
Als sorgfältig aufgebautes Kompendium, das Erkenntnisreichtum und anschauliche Vermittlung miteinander verbindet, bleibt die Natur-Enzyklopädie Europas ein eindrucksvolles Zeugnis populärwissenschaftlicher Lexikographie und ein wertvolles Referenzwerk für Liebhaber naturkundlicher Themen.

Lobgedicht auf König Robert von Anjou
Literatur | Dichtung14. JahrhundertLobgedicht auf König Robert von Anjou
Das um 1340 entstandene Lobgedicht auf König Robert von Anjou ist ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Herrschaftsinszenierung. Der monumentale Codex im Format 48,5 × 34,4 cm umfasst 72 Seiten mit 43 großformatigen Miniaturen, die mit Gold und Silber reich ausgestattet sind.
Der Text, mehrheitlich Convenevole da Prato (1270/75–1338) zugeschrieben, preist Robert von Anjou (1278–1343), König von Neapel, als idealen Herrscher, der Italien einen und die Kirche aus der Krise des Avignoner Exils retten könne. Neben allegorischen Darstellungen von Italia und den Tugenden enthält die Handschrift Zitate des heiligen Augustinus, die den König in die Tradition christlicher Weisheit stellen.
Mit seiner Fülle an Miniaturen, Fleuronnée- und Deckfarben-Initialen entfaltet das Werk ein farbenprächtiges Kaleidoskop des 14. Jahrhunderts. Es verbindet Politik, Dichtung und Kunst zu einem seltenen Zeugnis mittelalterlicher Repräsentation.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Bertelsmann Lexikothek Chronik des 20. Jahrhunderts ist ein umfassendes Standardwerk, das die Jahre 1900 bis 1999 in einer einzigartigen Jahr-für-Jahr-Darstellung dokumentiert. Sie bietet eine präzise Übersicht über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen eines Jahrhunderts, das von Umbrüchen, Katastrophen und Fortschritten gleichermaßen geprägt war.
Jeder Jahrgang wird in einem eigenen Kapitel behandelt und durch zahlreiche Abbildungen, Karten, Tabellen und Fotos illustriert. So entsteht ein lebendiges Bild der Epoche, das die großen historischen Ereignisse ebenso sichtbar macht wie kulturelle Strömungen, technische Innovationen oder prägende Persönlichkeiten. Die Chronik verbindet zuverlässige Informationen mit einer anschaulichen Darstellung, die Vergangenheit greifbar macht.
Damit ist sie nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein faszinierender Spiegel des 20. Jahrhunderts.

Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht21. JahrhundertDie grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Brockhaus | Faszination Weltgeschichte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Faszination Weltgeschichte
Die Edition Brockhaus – Weltgeschichte bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Menschheit von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart. In chronologisch und thematisch gegliederten Darstellungen vereint das Werk politische, kulturelle und wissenschaftliche Geschichte zu einem Gesamtbild menschlicher Zivilisation.
Fundierte Texte, ergänzt durch Karten, Abbildungen und Zeittafeln, beleuchten die großen Epochen – von der Antike über Mittelalter und Neuzeit bis zu den globalen Umbrüchen des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei legt das Werk besonderen Wert auf den Zusammenhang von Macht, Kultur und Ideen, die den Lauf der Geschichte prägten.
Brockhaus – Weltgeschichte steht in der Tradition enzyklopädischer Wissenswerke, die historische Erkenntnis mit anschaulicher Darstellung verbinden. Es ist ein kulturhistorisches Standardwerk, das Geschichte lebendig vermittelt und das Bewusstsein für ihre Bedeutung im Heute schärft.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Egbert-Codex
Bibeln | Evangeliare10. JahrhundertEgbert-Codex
Der zwischen 980 und 993 auf der Reichenau entstandene Egbert-Codex gilt als eines der bedeutendsten Werke der ottonischen Buchmalerei und als älteste bebilderte Darstellung des Lebens Christi. Im Auftrag des Trierer Erzbischofs Egbert geschaffen, vereint das prachtvolle Evangelistar 56 Miniaturen von erhabener Schönheit, ausgeführt unter der Leitung des berühmten Gregor-Meisters.
Die Szenen aus der Vita Christi erscheinen in sanften Pastelltönen, mit Blattgold und Silber gehöht, vor schimmernden, wolkigen Hintergründen. Purpurseiten und Zierinitialen eröffnen das Werk mit kaiserlicher Würde. Geschaffen von den Mönchen Kerald und Heribert, ist der Codex ein Höhepunkt frühmittelalterlicher Spiritualität und Malerei.
Heute wird das Werk, das seit 2004 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes ist, in der Stadtbibliothek Trier aufbewahrt – als strahlendes Zeugnis jener Epoche, in der Glaube, Kunst und Macht eine unvergleichliche Einheit bildeten.

Die Königliche Bibliothek
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDie Königliche Bibliothek
Die Königliche Bibliothek versammelt drei herausragende Zeugnisse europäischer Buchkunst und eröffnet einen Blick in die geistige Welt höfischer Andacht. Das Gebetbuch des gelehrten Papstes Benedikt XIV. entstand im 15. Jahrhundert in einem flämischen Atelier und begeistert mit einem außergewöhnlich reich ausgestatteten Kalender und feinsten Miniaturen. Ergänzt wird es durch das Marienoffizium der Barbara von Österreich, ein zart ausgeführtes Andachtsbuch, das die Erzherzogin und Herzogin von Ferrara in ihrem persönlichen Gebetsleben begleitete. Den Höhepunkt der Sammlung bildet das Marienoffizium des Kardinals Ippolito d’Este, ein glanzvolles Werk der Mailänder Buchmalerei um 1500. Zwölf prachtvolle Miniaturen und eine Fülle kostbarer Initialen zeugen von der Virtuosität Francesco Binasos und spiegeln zugleich die bewegte Geschichte des Este Hofes. Die Königliche Bibliothek vereint diese Meisterwerke zu einem eindrucksvollen Ensemble höfischer Frömmigkeit.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Brockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Chronik des 20. Jahrhunderts aus dem Hause Brockhaus zählt zu den bedeutendsten zeithistorischen Editionen des Verlags. In sorgfältig gestalteten Einzelbänden entfaltet sich ein umfassendes Panorama jener Epoche, die die moderne Welt wie keine andere geprägt hat. Jahr für Jahr werden politische Umbrüche, technische Innovationen, kulturelle Strömungen und prägende Persönlichkeiten präzise dokumentiert und durch aussagekräftiges Bildmaterial ergänzt.
Die Reihe überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich: Hochwertiges Ganzleder, Goldprägung, Fadenheftung und ein zeitlos klassisches Layout machen jedes Exemplar zu einem bibliophilen Objekt von bleibendem Wert. Die Brockhaus-Chronik verbindet historische Tiefenschärfe mit einer eleganten Präsentation und bietet damit eine Sammlung, die gleichermaßen für Liebhaber anspruchsvoller Nachschlagewerke wie für kulturhistorisch interessierte Leser von Bedeutung ist.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Der Goldene Münchner Psalter
Psalterien13. JahrhundertDer Goldene Münchner Psalter
Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.
Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.
Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

Die grossen Ereignisse
Chroniken | Geschichte | Recht21. JahrhundertDie grossen Ereignisse
Die exklusive Edition Die großen Ereignisse aus dem Haus Coron widmet sich den prägenden Momenten der Weltgeschichte in einer bibliophilen Form. In hochwertiger Ausstattung präsentiert sie historische Wendepunkte, bedeutende Persönlichkeiten und kulturelle Errungenschaften in sorgfältig ausgewählten Texten und eindrucksvoller Bildsprache.
Die Edition verbindet fundierte historische Darstellung mit kunstvoller Gestaltung. Edle Materialien, großzügige Illustrationen und eine sorgfältige typographische Ausführung verleihen den Bänden Sammlerwert. Sie stehen in der Tradition französischer Luxus-Editionen, die Wissen und Kunstgenuss gleichermaßen vermitteln.
Als Gesamtkonzept richtet sich die Reihe an Liebhaber außergewöhnlicher Buchkunst, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch in repräsentativer Form erleben möchten. Das Haus Coron, seit jeher für seine aufwendig produzierten Sonderausgaben bekannt, schuf mit dieser Edition ein Werk, das gleichermaßen Dokumentation und Kunstobjekt ist.

Die vier Evangelisten
Bibeln | Evangeliare15. JahrhundertDie vier Evangelisten
Um 1474 ließ Federico da Montefeltro, Herzog von Urbino, eines der kostbarsten Evangeliarien der Renaissance anfertigen. Aus diesem Werk stammen die vier prachtvollen Evangelistenporträts, die heute in der Vatikanischen Bibliothek unter der Signatur Urbinas Latinus 10 aufbewahrt werden.
Die Miniaturen zeigen Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in leuchtenden Farben, vor goldenen Ornamentrahmen und weiten Landschaften. Mit natürlicher Körperhaltung, fein modellierten Gewändern und subtilem Lichteinsatz verkörpern sie den Übergang von der mittelalterlichen Buchmalerei zur Kunst der italienischen Frührenaissance.
Entstanden im Umfeld des Hofes von Urbino oder Ferrara, zählen die vier Evangelisten zu den erlesensten Beispielen dieser künstlerischen Blütezeit. Sie vereinen Spiritualität und Humanismus in vollendeter Harmonie – ein Spiegel jener Ära, in der Glaube und Wissen, Kunst und Wissenschaft im Licht der Renaissance zusammentrafen.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Tierbuch des Petrus Candidus
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertTierbuch des Petrus Candidus
Das Tierbuch des Humanisten Petrus Candidus Decembrio (ca. 1399–1477) zählt zu den kostbarsten zoologischen Handschriften der Renaissance. Ursprünglich um 1460 im Auftrag Ludovico Gonzagas, Marquis von Mantua, verfasst, vereint es naturkundliche Beobachtungen mit mythologischen Erzählungen und moralischen Deutungen.
Um 1550 wurde der lateinische Text durch über 200 Miniaturen mit insgesamt 496 Tierdarstellungen bereichert. Neben realistisch wiedergegebenen Arten erscheinen auch Satyrn, Mischwesen und mythische Gestalten wie der Pegasus. Die Miniaturen sind in kräftigen Farben ausgeführt, vielfach mit Gold- und Silberelementen versehen und von kunstvollen Rändern eingefasst.
Das Werk bezeugt die Verbindung von humanistischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Meisterschaft im Italien des Cinquecento. Es verkörpert zugleich die Faszination für die Natur wie auch die phantasievolle Vielfalt der Renaissance-Buchmalerei. Heute zählt es zu den bedeutendsten Codices der Apostolischen Bibliothek im Vatikan.

Vaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Mythologie | Prophezeiungen15. JahrhundertVaticinia Pontificum, sive Prophetiae Abbatis Joachini
Die Vaticinia Pontificum, lange Zeit dem kalabrischen Abt Joachim von Fiore († 1202) zugeschrieben, gehören zu den geheimnisvollsten Schriften des Mittelalters. Tatsächlich stammt die Sammlung aus dem 13. und 14. Jahrhundert; ihr Verfasser bleibt unbekannt und wird in der Forschung als Pseudo-Joachim bezeichnet.
Das Werk vereint prophetische Weissagungen über die Päpste von Nikolaus III. bis Eugen IV. mit 46 prachtvollen Miniaturen. Diese zeigen die geistlichen Oberhäupter im Porträt, flankiert von allegorischen Tieren, Fabelwesen und apokalyptischen Symbolen. In kunstvoller Bildsprache werden ihre Rolle für die Kirche und ihr Einfluss auf die Geschicke der Christenheit gedeutet – von Visionen der Erneuerung bis hin zu dunklen Vorahnungen wie beim umstrittenen Papst Urban VI.
Die Handschrift, an italienischen Höfen von begabten Miniatoren geschaffen, verbindet politische Deutung, religiöse Symbolik und künstlerische Raffinesse. Heute wird das Werk in der Biblioteca dell’Archiginnasio in Bologna aufbewahrt.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Krönungsevangeliar des Heiligen Römischen Reiches
Bibeln | Evangeliare8. JahrhundertKrönungsevangeliar des Heiligen Römischen Reiches
Das Krönungsevangeliar zählt zu den erlesensten Zeugnissen karolingischer Buchkunst und gehört zu den zentralen Reichskleinodien des mittelalterlichen Kaisertums. Um 800 in Aachen entstanden, vereint der Codex auf purpurgefärbtem Pergament die vier Evangelien, geschrieben in Gold und Silber und eingeleitet von vier antikisierend gestalteten Evangelistenbildern. Die 16 Kanontafeln, mit feinen Arkaden und mediterraner Klarheit gestaltet, spiegeln die Nähe zur Aachener Palastschule wider, deren Meister byzantinische Traditionen mit karolingischer Repräsentationskunst verbanden.
Der spätere Einband von Hans von Reutlingen, um 1500 geschaffen, erhebt die Handschrift endgültig zum Insigne königlicher Autorität: ein goldener, reliefartig modellierter Buchdeckel, besetzt mit Edelsteinen und einem zentralen Gottvater-Bildnis. Über Jahrhunderte legten die römisch-deutschen Könige bei ihrer Krönung ihren Eid auf dieses Evangeliar ab, das heute als einer der kostbarsten Schätze der Wiener Schatzkammer gilt.

Apokalypse der Herzöge von Savoyen
Apokalypsen | Beatus-Handschriften15. JahrhundertApokalypse der Herzöge von Savoyen
Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen gehört zu den strahlendsten Bilderhandschriften des 15. Jahrhunderts. Das monumentale Werk entstand in zwei Schaffensphasen zwischen 1428 und 1490 und vereint die Handschrift mehrerer großer Meister der französischen Buchmalerei, darunter Jean Bapteur, Péronet Lamy und Jean Colombe. Im Auftrag Herzog Amadeus’ VIII. begonnen und von dessen Urenkel Karl I. vollendet, entfaltet der Codex ein dichtes Zusammenspiel aus Bild und Text: 97 Miniaturen, jede in ein präzise organisiertes Seitenschema eingebettet, übersetzen die Visionen der Johannesoffenbarung in eine kraftvolle Bildsprache der französischen Gotik.
Feine Bordüren mit Blumenranken, Goldblatt, Vögeln und phantasievollen Tieren rahmen die Szenen und verleihen dem Werk seine einzigartige Eleganz. Als kommentierte Kurzfassung der Apokalypse gehört dieser Codex zu den eindrucksvollsten Zeugnissen höfischer Frömmigkeit und spätmittelalterlicher Buchkunst.

Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertAstronomisch-astrologischer Codex König Wenzels
Der prachtvolle Astronomisch-astrologische Codex König Wenzels entstand um 1400 am Hof des böhmischen Königs Wenzel IV. von Luxemburg (1361–1419) in Prag, einem der bedeutendsten geistigen und künstlerischen Zentren des Spätmittelalters. Das Werk wurde von Wenzels Hofastronomen Terzysko verfasst und verbindet antikes, arabisches und hebräisches Wissen über die Himmelskunde in lateinischer Übersetzung.
Die großformatige Handschrift umfasst 106 Pergamentblätter mit 55 Miniaturen, 7 astrologischen Figuren, 3 Goldinitialen, 114 opaken Initialen und 19 historisierten Initialen. Die Miniaturen zeigen Planeten, Tierkreiszeichen und allegorische Darstellungen der Sternbilder in leuchtenden Farben, mit reicher Verwendung von Blatt- und Pinselgold.
Der Codex, der vermutlich zum persönlichen Gebrauch des Königs geschaffen wurde, gilt als ein Hauptwerk der Internationalen Gotik und als herausragendes Zeugnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Kultur des Prager Hofes um 1400.

Boccaccios vatikanischer Dekameron
Literatur | Dichtung15. JahrhundertBoccaccios vatikanischer Dekameron
Die prachtvolle Dekameron-Handschrift der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 1989) zählt zu den glanzvollsten Werken der französischen Buchmalerei des frühen 15. Jahrhunderts. Sie enthält die erste französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios (1313–1375) berühmtem Decamerone, angefertigt zwischen 1411 und 1414 von Laurent de Premierfait.
Entstanden am Hof der Herzöge von Burgund, vermutlich als Geschenk des kunstsinnigen Jean de Berry, illustriert der Codex jede der 100 Novellen mit einer eigenen Miniatur – ein Novum der Buchkunst. Der Meister der Cité des Dames, einer der bedeutendsten Pariser Illuminatoren seiner Zeit, schmückte das Werk mit leuchtenden Farben, reichem Gold und detailverliebten Architekturen.
Mit seinen 100 Miniaturen, prachtvollen Bordüren und kunstvoller Typografie ist der Vatikanische Dekameron ein Höhepunkt humanistischer Erzählkunst und ein Meisterwerk der französischen Gotik, das Literatur und Malerei in vollendeter Harmonie vereint.

Der Cellarius Himmelsatlas
Geographie | Karten17. JahrhundertDer Cellarius Himmelsatlas
Der 1661 veröffentlichte Atlas Harmonia Macrocosmica des Astronomen, Mathematikers und Kartografen Andreas Cellarius (um 1596–1665) zählt zu den eindrucksvollsten Himmelsatlanten des Barock. In 29 doppelseitigen, meisterhaft kolorierten Kupferstichen entfaltet sich ein umfassendes Bild des Kosmos, das die Weltsysteme von Ptolemäus, Kopernikus und Tycho Brahe vereint und zugleich die Entwicklung des astronomischen Weltbildes veranschaulicht. Die Tafeln, gestochen von Frederik Hendrik van den Hove, Jan van Loon und Jan Pieterszoon Saenredam, verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Pracht und gehören zu den schönsten Beispielen barocker Druckkunst.
Erstmals erschienen im Amsterdamer Verlag Johannes Janssonius, dokumentiert der Atlas den Höhepunkt der kartographischen und astronomischen Darstellungskunst des 17. Jahrhunderts.

Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville
Literatur | Dichtung15. JahrhundertDie Reisen des Ritters Jean de Mandeville
Die im frühen 15. Jahrhundert in Nordfrankreich entstandene Handschrift Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville zählt zu den bedeutendsten illustrierten Reiseberichten des Mittelalters. Auf 168 Pergamentseiten schildert der angebliche englische Ritter seine dreißigjährige Weltreise in das Heilige Land, nach Indien, China und in das legendäre Reich des Priesters Johannes.
Die Erzählung verbindet Pilgerbericht, Wunderchronik und höfische Dichtung. 74 Miniaturen begleiten den Text und stammen von drei herausragenden Pariser Buchmalern: dem Mazarin-Meister, dem Meister der Cité des Dames und dem Egerton-Meister. Ihre fein ausgeführten Darstellungen zeigen fantastische Wesen, exotische Landschaften und märchenhafte Architekturen in leuchtender Farbigkeit.
Als Schreiber gilt der Benediktinermönch Jean d’Ypres, der möglicherweise selbst hinter dem Namen „John Mandeville“ stand. Das Werk gilt als ein Höhepunkt spätgotischer Buchmalerei und mittelalterlicher Reiseliteratur.

Heidelberger Sachsenspiegel
Chroniken | Geschichte | Recht14. JahrhundertHeidelberger Sachsenspiegel
Der Heidelberger Sachsenspiegel gehört zu den bedeutendsten Rechtsquellen des Mittelalters und bewahrt eine der frühesten Fassungen des großen Rechtsbuchs Eike von Repgows. Entstanden zwischen 1295 und 1304 im nordöstlichen Harzgebiet, vereint der Codex eine außergewöhnlich enge Verzahnung von Text und Bild. Die lebendigen Illustrationen übersetzen die komplexen Rechtsnormen des Land- und Lehnrechts in eindrucksvolle Bildsequenzen, deren übergroße Gestik, präzise Gegenstände und klare Szenenfolge bis heute faszinieren.
Nur rund ein Drittel der ursprünglichen Handschrift blieb erhalten, doch gerade dieser fragmentarische Zustand macht ihren Quellenwert deutlich: Spuren intensiver Nutzung, Abreibungen und Fingerschlieren zeugen von ihrer realen Funktion als Rechtsbuch.
Im Dreißigjährigen Krieg nach Rom verbracht und 1816 nach Heidelberg zurückgeführt, zählt der Codex heute zu den zentralen Zeugnissen mittelalterlicher Rechtskultur und zur wichtigsten bebilderten Überlieferung des Sachsenspiegels.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertLeonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Die Sammlung Leonardo da Vinci – Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen vereint 83 Blätter des Universalgenies aus drei bedeutenden Beständen: dem berühmten Codex Atlanticus der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, den Skizzenbüchern des Institut de France und der einzigartigen Da-Vinci-Sammlung des Windsor Castle. Auf 80 Blättern, darunter fünf Faltzeichnungen, offenbaren sich architektonische Entwürfe, Konstruktionsdetails und visionäre Erfindungen, oft begleitet von den charakteristischen Notizen Leonardos.
Die Werke zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Genialität des Renaissance-Meisters, dessen Studien zwischen Kunst, Architektur und Technik neue Maßstäbe setzten. Mit dieser Sammlung wird der schöpferische Geist Leonardo da Vincis (1452–1519) in seiner ganzen Breite sichtbar und seine Rolle als Pionier der Ingenieurskunst und der wissenschaftlichen Beobachtung deutlich.

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida
Heiligen-Legenden14. JahrhundertBuch der Bilder von Pacino de Bonaguida
Pacino di Bonaguidas Buch der Bilder zählt zu den zentralen Werken der florentinischen Buchkunst des Trecento. Die um 1320 entstandene Handschrift überträgt die neuen malerischen Entwicklungen der Zeit in das Medium der Miniatur und entfaltet mit intensiven Farben und feinem Goldgrund eine eindringliche Bildfolge zu den Szenen des Lebens Christi. Das leuchtende Blau der Hintergründe prägt die Wirkung des Werkes und verleiht den Darstellungen eine besondere Strahlkraft.
Der Zyklus umfasst 38 ganzseitige Miniaturen, beginnend mit König David, gefolgt von Szenen aus Geburt, Wirken und Passion Christi sowie Darstellungen zum Leben des Heiligen Gerardo da Villamagna. Die Figuren bewegen sich in klar gegliederten Räumen, in denen erste perspektivische Ansätze sichtbar werden.
Pacino di Bonaguida gilt als einer der prägenden Buchmaler seiner Zeit. Sein Bilderbuch, heute in der Morgan Library in New York, zeigt die Trecento Kunst in konzentrierter und zugleich erzählerischer Form.

Liber Horarum von Gerard David
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertLiber Horarum von Gerard David
Der Liber Horarum des Gerard David gilt als einer der glanzvollen Höhepunkte der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Entstanden zwischen 1484 und 1486 in Brügge, vereint das Stundenbuch die künstlerische Meisterschaft der Gent-Brügger Schule in einer Handschrift von außergewöhnlicher Schönheit und Feinheit.
Der Brügger Maler Gerard David (um 1455–1523), Schüler von Hans Memling und letzter großer Meister seiner Epoche, schuf 15 der insgesamt 37 Miniaturen selbst. Seine detailreichen, farbintensiven Szenen – etwa die innige Darstellung der Madonna mit dem Kind – zeigen eine eindrucksvolle Synthese aus realistischer Beobachtung und spiritueller Tiefe.
Reiche Bordüren mit Blüten, Früchten, Tieren und grotesken Figuren, kunstvolle Initialen in Blau, Rot und Gold sowie ein edler Ledereinband mit silberner Schließe machen das Werk zu einem Gesamtkunstwerk spätgotischer Frömmigkeit und Ästhetik. Heute wird die Handschrift in der Biblioteca del Escorial bei Madrid aufbewahrt.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Chronik des Jahrhunderts
Abhandlungen | Weltliche WerkeVor dem 5. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Jahrhunderts
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Bertelsmann | Chronik Macht und Religion
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann | Chronik Macht und Religion
Die zweibändige Ausgabe Chronik Macht und Religion untersucht das historische Spannungsfeld zwischen geistlicher Autorität und weltlicher Herrschaft. Die Bände Kampf um die Seelen und Macht in der Moderne zeichnen nach, wie religiöse Vorstellungen politische Systeme geprägt haben und wie Machtstrukturen wiederum religiöse Praxis formten.
Mit einer Mischung aus wissenschaftlich fundierten Texten, Bildmaterial und kommentierenden Essays entfaltet das Werk eine dichte kulturgeschichtliche Perspektive. Es behandelt zentrale Themen wie religiöse Staatsbildung, Ehe und familiäre Ordnungen, gesellschaftliche Normen, innerreligiöse Reformbewegungen und die Auseinandersetzung verschiedener Traditionen mit Moderne und Globalisierung.
Die klar strukturierte Darstellung und die hochwertige Ausstattung im festen Einband machen die Chronik zu einem zeittypischen Beispiel populärwissenschaftlicher Geschichtsdokumentation. Sie eröffnet einen Zugang zu komplexen historischen Entwicklungen, indem sie religiöse Ideen als gestaltende Kräfte in Politik, Kultur und gesellschaftlichem Wandel sichtbar macht.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Brockhaus | Die Welt
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Welt
Brockhaus - Die Welt ist ein in 18 Bänden angelegtes Länderlexikon, das die Staaten und Kontinente der Erde in systematischer Form darstellt. Die Beiträge vereinen geographische, historische, politische und kulturelle Aspekte und werden durch Karten, Tabellen und Bildmaterial ergänzt. So entsteht ein vielschichtiges Panorama globaler Räume und ihrer Entwicklungen.
Die Ausgabe von 2013 steht in der Tradition der großen gedruckten Nachschlagewerke des Hauses Brockhaus. Ein multimedial konzipierter Audio-Pen war zur vertiefenden Erschließung ausgewählter Inhalte vorgesehen. Die Bände besitzen eine repräsentative Ausstattung mit Silberkopfschnitt und gestalteten Einbänden.
Als geschlossenes Werk vermittelt diese Lexikonreihe ein enzyklopädisches Weltbild ihrer Zeit und dokumentiert zugleich die späte Phase klassischer, großformatiger Wissenseditionen im Buchformat. Für Sammler und Liebhaber bildet sie ein anschauliches Zeugnis moderner Lexikonkultur.

Brockhaus | Spektrum
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Spektrum
Die Reihe Brockhaus Spektrum versammelt vierzehn opulent gestaltete Themenbände, die wie eigenständige Essays zur Kultur-, Natur- und Geistesgeschichte wirken. Jeder Band widmet sich einem großen Motiv, das das menschliche Denken bis heute prägt: Entdeckungen, Revolutionen, Naturgewalten, Mythos, Wissenschaft, Filmkunst, Religion oder Emotionen. Die Beiträge verbinden historisches Wissen mit zeitgenössischen Perspektiven und entfalten ein Panorama der Ideen, die unsere Welt formen.
Die großformatigen Bände präsentieren reich bebilderte Darstellungen und präzise, gut recherchierte Texte, die Wissensgebiete von Archäologie bis Genetik, von Geldgeschichte bis Kriminalwissenschaft, von Bionik bis Planetenkunde erschließen. Damit entsteht eine Bibliothek, die dem Leser weniger ein Lexikon bietet als eine kuratierte Sammlung kultureller Orientierungspunkte.
Brockhaus Spektrum gilt als eine der anspruchsvollsten modernen Themenreihen des Verlags und als eindrucksvolles Dokument für den Versuch, komplexes Weltwissen in erzählerischer Form zugänglich zu machen.
Die vollständige Bandreihe:
- Aufbruch ins Unbekannte
- Revolutionäre, Reformer und Geistesgrößen
- Weltwunder der Gegenwart
- Auf den Spuren der Bibel. Ereignisse Personen Schauplätze
- Entfesselte Elemente. Der Mensch und die Kräfte der Natur
- Wunder Mensch. Triumph der Evolution
- Unsere Erde. Schicksal eines Planeten
- Bionik. Vorbild Natur in Leben und Technik
- Faszination Film. 100 Jahre Kino
- Mythos Geld. Der Mensch und die Kräfte des Kapitals
- Der Heilige Gral. Die Macht der Symbole
- Die Anatomie des Verbrechens. Täter Opfer Ermittler
- Paare Partner Kontrahenten. Die Macht der Gefühle
- Sport bewegt. Wettkämpfe Sieger Schicksale

Brockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie Jahrbuch
Das Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch ist eine fortlaufende Ergänzungsreihe zur Brockhaus Enzyklopädie und erscheint seit dem frühen 20. Jahrhundert in jährlicher Folge. Jeder Band fasst die wichtigsten weltweiten Ereignisse und Entwicklungen des jeweiligen Jahres zusammen – aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft. Ziel der Reihe ist es, das bestehende enzyklopädische Wissen fortzuschreiben und auf den neuesten Stand zu bringen. Herausgegeben vom Verlag F. A. Brockhaus, verbindet das Jahrbuch die Präzision lexikalischer Darstellung mit der Dokumentation zeitgeschichtlicher Prozesse und dient damit als zuverlässige Quelle für Forschung, Bildung und historische Rückschau.

Enzyklopädische Bibliothek
Nachschlagewerk20. JahrhundertEnzyklopädische Bibliothek
Die Enzyklopädische Bibliothek ist ein umfassendes Nachschlagewerk in 15 Bänden, das in den 1980er Jahren als Teil einer modernen Lexikonreihe veröffentlicht wurde. Ziel dieser Ausgabe war es, die großen Wissensgebiete der Menschheit – von Naturwissenschaft und Technik über Kunst, Literatur, Philosophie und Geschichte bis hin zu Politik und Gesellschaft – in kompakter, verständlicher Form zu vereinen.
Die Reihe vereint wissenschaftliche Präzision mit einer klaren, systematischen Struktur. Jeder Band behandelt ein eigenes Themenfeld und ist mit erläuternden Tabellen, Karten und Abbildungen ausgestattet. Die elegante Ganzleinenausgabe in schwarz mit goldener Prägung und weinrotem Rückenschild macht das Werk auch bibliophil reizvoll.
Die Enzyklopädische Bibliothek gilt als typisches Beispiel der populärwissenschaftlichen Lexikonreihen des späten 20. Jahrhunderts und als stilvoll gestaltetes Nachschlagewerk für anspruchsvolle Leserinnen und Leser.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Brockhaus | Chronik des Automobils
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Chronik des Automobils
Die dreibändige Ausgabe Chronik des Automobils bietet einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Automobils vom frühen Nachkriegszeitalter bis in die Moderne. In klar gegliederten Kapiteln verbindet das Werk technische Fortschritte, gesellschaftliche Veränderungen und die Entstehung legendärer Fahrzeugtypen zu einer erzählerischen Gesamtgeschichte. Jedes Buch widmet sich einer eigenen Epoche und zeigt, wie Mobilität, industrielle Innovation und kulturelle Leitbilder einander beeinflusst haben. Die reich bebilderten Darstellungen und sorgfältig aufbereiteten Texte machen die Ausgabe zu einer fundierten Dokumentation der automobilen Kulturgeschichte. Besonders hervorzuheben ist die ausgewogene Darstellung sowohl ikonischer Klassiker als auch weniger bekannter Entwicklungen, die zusammen ein präzises Panorama der automobilen Evolution zeichnen.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.
Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Bertelsmann Lexikothek | Phonobox
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Phonobox
Die Phonobox der Großen Bertelsmann Lexikothek war ein innovativer Bestandteil einer der bekanntesten multimedialen Lexikonserien des späten 20. Jahrhunderts. Sie erschien in den 1980er Jahren als Ergänzung zu den umfangreichen Lexikothek-Bänden und diente der Wiedergabe von Audiokassetten, die begleitende Tonbeiträge zu ausgewählten Themen enthielten.
Das kompakte Abspielgerät war im Design an die Bücherreihe angepasst und ließ sich wie ein Band in das Regal einfügen. Die Tonkassetten boten Hörbeispiele, Musikaufnahmen, historische Reden und Sprachbeiträge, die das Nachschlagen im Lexikon um eine akustische Dimension erweiterten.
Mit der Kombination aus Text, Bild und Ton setzte die Bertelsmann Lexikothek Maßstäbe im Bereich der populären Wissensvermittlung. Die Phonobox gilt heute als markantes Zeugnis einer Übergangszeit zwischen klassischem Buchwissen und den multimedialen Formen digitaler Enzyklopädien.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Die Volksbibel
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertDie Volksbibel
Diese Volksbibel vereint Altes und Neues Testament in der deutschen Einheitsübersetzung und präsentiert sich in einem roten Einband mit goldgeprägten Ornamenten, der an klassische Bibelausgaben des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert. Der Band umfasst mehr als 1300 Seiten und zeichnet sich durch eine sorgfältig gesetzte Typografie aus, die den Text klar strukturiert und gut lesbar macht. Ganzseitige Farbtafeln mit Werken bedeutender Meister sowie ein umfangreiches Kartenmaterial vertiefen die biblischen Erzählräume und schaffen eine Verbindung zwischen Text, Kunst und historischer Geografie.
Die Ausgabe steht exemplarisch für moderne, reich ausgestattete Bibeldrucke, die den traditionellen Schrifttext in einen erweiterten kulturgeschichtlichen Kontext stellen. Durch ihre ausgewogene Gestaltung vermittelt sie ein würdiges und zugleich zugängliches Leseerlebnis.
Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.
Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie A-Z Wissen
Die Brockhaus Enzyklopädie A–Z Wissen in 12 Bänden ist eine kompakte Ausgabe des traditionsreichen Wissenswerks, das seit dem 18. Jahrhundert als Synonym für Bildung und Verlässlichkeit gilt. Sie bietet einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Themen aus Wissenschaft, Kultur, Geschichte, Politik und Technik – alphabetisch geordnet, klar strukturiert und allgemeinverständlich formuliert.
Jeder Band vereint die enzyklopädische Genauigkeit und redaktionelle Sorgfalt des Hauses Brockhaus mit einer modernen, anschaulichen Gestaltung. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Karten veranschaulichen das Wissen und machen die Edition zu einem gleichermaßen informativen wie ästhetisch ansprechenden Nachschlagewerk.
Brockhaus – A–Z Wissen steht in der Tradition der großen Enzyklopädie, bietet aber in kompakter Form den Zugang zu verlässlichem Wissen für den modernen Leser – ein Spiegelbild der Welt in 12 Bänden.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Bible moralisée
Bibeln | Evangeliare13. JahrhundertBible moralisée
Bible moralisée zählt zu den luxuriösesten und bekanntesten Bilderhandschriften der französischen Gotik des 13. Jahrhunderts. Das Werk verbindet biblische Erzählung und moralische Auslegung in einer streng durchkomponierten Bild Text Ordnung. Auf 136 Seiten entfalten sich über 1.000 Medaillonminiaturen, die Szenen aus dem Alten Testament jeweils mit einer moralisierenden Deutung verknüpfen. Bild und Kommentar stehen dabei gleichwertig nebeneinander und machen die Handschrift zu einem Buch der Erbauung.
Die Miniaturen sind auf vergoldetem Grund angelegt und zeichnen sich durch eine reduzierte, zugleich eindringliche Farbpalette aus Dunkelblau und Rotbraun aus. Dynamische Figuren, klare Kompositionen und eine hohe erzählerische Dichte verleihen den Darstellungen große Ausdruckskraft. Besonders berühmt ist das ganzseitige Frontispiz, das Gott als Architekten des Universums mit dem Zirkel zeigt und die mittelalterliche Vorstellung von göttlicher Ordnung und Maß veranschaulicht.
Die kostbare Ausstattung weist auf einen hochrangigen Auftraggeber hin. Die Bible moralisée ist ein herausragendes Zeugnis gotischer Buchkunst und theologischer Bilddidaktik.

Briçonnet-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertBriçonnet-Stundenbuch
Das um 1485 in Tours entstandene Briçonnet-Stundenbuch zählt zu den herausragenden Werken der französischen Renaissance-Buchmalerei. Die Handschrift enthält 25 ganzseitige Miniaturen, die Jean Poyer zugeschrieben werden, einem der führenden Maler am Hof der französischen Könige.
Poyer verband in seinen Darstellungen die Präzision niederländischer Malerei mit der Eleganz der französischen Hofkunst. Architektur, Landschaften und Figuren erscheinen in klarer Komposition und leuchtender Farbigkeit. Die Miniaturen sind von goldgerahmten Trompe-l’œil-Dekoren eingefasst und erinnern in ihrer Wirkung an zeitgenössische Tafelbilder.
Als Auftraggeber gilt vermutlich Guillaume Briçonnet, Finanzminister unter Karl VIII. und späterer Kardinal. Das Werk wurde nicht als Gebetshilfe, sondern als repräsentatives Schaustück geschaffen – ein Beispiel für die Verbindung von Andacht, Malerei und höfischer Kultur im Frankreich des späten 15. Jahrhunderts.

Brockhaus | Horizonte
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Horizonte
Die Reihe Brockhaus Horizonte ist eine thematisch aufgebaute Sachbuch-Edition des F. A. Brockhaus Verlags, die sich den zentralen Wissens- und Kulturbereichen der Moderne widmet. In essayistisch geschriebenen Beiträgen verbinden renommierte Autorinnen und Autoren wissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Die Bände zeichnen sich durch eine klare Sprache, hochwertige Ausstattung und reiches Bildmaterial aus. Sie vermitteln fundiertes Wissen jenseits reiner Lexikonartikel und richten sich an Leserinnen und Leser, die komplexe Themen in übergreifenden Zusammenhängen verstehen möchten. Damit steht die Reihe exemplarisch für das Bemühen des Hauses Brockhaus, Bildung, Wissenschaft und Kultur in anschaulicher Form zu vereinen.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial
Die Ausgabe Brockhaus | Die Enzyklopädie Multimedial vereint ein traditionelles dreibändiges Nachschlagewerk mit einer ergänzenden digitalen Komponente. Der klassische Buchsatz in hochwertiger Ausführung bildet den Kern der Edition. Die Bände folgen der langen Lexikontradition des Hauses Brockhaus und präsentieren ein breites Spektrum an Stichworten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ergänzt wird das gedruckte Werk durch ein multimediales Set aus CD-ROMs, das zusätzliche Inhalte, Bildmaterialien und Recherchemöglichkeiten erschließt. Das beiliegende Handbuch dokumentiert Aufbau und Nutzung der digitalen Sammlung. Insgesamt zeigt sich ein frühes Beispiel für die Verbindung gedruckter und elektronischer Wissensvermittlung, das den Übergang in das digitale Zeitalter deutlich markiert.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Codex Purpureus Rossanensis
Bibeln | Evangeliare6. JahrhundertCodex Purpureus Rossanensis
Codex Purpureus Rossanensis gehört zu den bedeutendsten Bilderhandschriften der Spätantike und entstand im 6. Jahrhundert. Berühmt ist der Codex als Träger des ältesten bekannten Evangelistenbildes der Buchmalerei, das den Evangelisten Markus erstmals als Autorenfigur zeigt. Erhalten sind heute 386 von ursprünglich über 800 Pergamentseiten mit dem vollständigen Matthäus Evangelium und dem nahezu vollständigen Markus Evangelium.
Die purpurgefärbten Pergamentblätter bilden einen königlichen Hintergrund für den griechischen Text, der in silbernen und goldenen Majuskeln geschrieben ist. 15 außergewöhnliche Miniaturen, teils ganzseitig, teils friesartig angeordnet, zählen zu den schönsten Beispielen frühbyzantinischer Kunst. In ihnen vollzieht sich der Übergang von der klassisch antiken Bildauffassung zu einer monumentalen, abstrahierenden Formensprache. Der Codex gilt als Schlüsselwerk der östlichen Buchmalerei.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Brockhaus | in Achtzehn Bänden
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | in Achtzehn Bänden
Die Brockhaus Enzyklopädie in 18 Bänden ist eine umfangreiche deutschsprachige Universal-Enzyklopädie, die als gedrucktes Nachschlagewerk Lexikonteil und ein dreibändiges deutsches Wörterbuch vereint. Sie vermittelt Allgemeinwissen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Alltag auf zahlreichen Seiten mit vielen Abbildungen, Tabellen und Karten. Neben dem klassischen Stichwortteil enthält die Ausgabe thematische Ergänzungen mit Sachartikeln zu aktuellen und grundlegenden Fragestellungen. Die 18 Bände spiegeln die hohe Tradition der Brockhaus-Lexika wider, die seit dem 18. Jahrhundert als zuverlässige Referenzwerke im deutschen Sprachraum gelten. Das Werk wurde in dieser Form über Direktvertrieb angeboten und genießt aufgrund seiner reichhaltigen Ausstattung und systematischen Erschließung des Wissens einen besonderen Stellenwert als repräsentatives Nachschlagewerk.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Stundenbuch der Isabella von Kastilien
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertStundenbuch der Isabella von Kastilien
Das Stundenbuch der Isabel la Catolica zählt zu den glanzvollsten Werken der flämischen Buchmalerei um 1500. Zwischen 1500 und 1504 entstand in den Werkstätten der Gent-Brügger Schule ein prachtvoll illuminiertes Andachtsbuch, geschaffen von einigen der bedeutendsten Künstler ihrer Zeit: Alexander Bening, Gerard David, der Meister des ersten Gebetbuchs Maximilians, der Meister von James IV. von Schottland sowie der Meister der Gebetbücher um 1500.
Die 558 Pergamentseiten sind reich ausgestattet mit 40 ganzseitigen und 10 halbseitigen Miniaturen, 24 Kalendermedaillons sowie mehr als 300 Randdekorationen. Die illusionistisch gemalten Blumen, Vögel und Insekten verleihen dem Werk eine nahezu lebendige Präsenz und zeigen jene Virtuosität, für die die flämische Renaissance berühmt ist.
Als Besitzerin dieser kostbaren Handschrift gilt Königin Isabella I. von Kastilien, deren Wappen und Devise das Stundenbuch eröffnet.

Der Goldene Münchner Psalter
Psalterien13. JahrhundertDer Goldene Münchner Psalter
Der Goldene Münchner Psalter, entstanden um 1200 vermutlich in Oxford, gilt als einer der kostbarsten Psalter des Mittelalters. Drei englische Buchmaler schufen einen Codex von außerordentlicher Pracht, der den Übergang von der Romanik zur Gotik in der Buchkunst eindrucksvoll dokumentiert.
Das Werk umfasst 166 Blätter mit 91 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund, 24 Kalendermedaillons, zehn historisierten Initialen und unzähligen ornamentalen Verzierungen in leuchtenden Farben. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, entfalten ein monumentales Bilderprogramm von seltener Fülle und erzählerischer Klarheit.
Die sorgfältige Modellierung der Figuren, die fließenden Gewänder und die feine Schattierung zeigen das Streben nach einer neuen Natürlichkeit. In seiner künstlerischen Vielfalt und in der opulenten Verwendung von Gold ist der Goldene Münchner Psalter ein Schlüsselwerk der englischen Buchmalerei um 1200.

Deutsche Währungsgeschichte
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertDeutsche Währungsgeschichte
Deutsche Währungsgeschichte dokumentiert die Entwicklung des deutschen Geldwesens vom Deutschen Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Das Programm umfasst 21 thematisch aufgebaute Folder, die jeweils eine abgeschlossene historische Epoche behandeln und Münzsätze sowie Briefmarken als zeittypische Zeugnisse vereinen.
Die Sammlung führt durch zentrale Abschnitte der deutschen Geschichte, darunter das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die DDR und die Bundesrepublik Deutschland. Ergänzt werden die Originalobjekte durch erläuternde Texte, historische Fotografien und Kartenmaterial, die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar machen.
Die einzelnen Folder sind übersichtlich gestaltet und lassen sich in drei Schubern zusammenfassen. Dadurch entsteht ein geschlossenes Archiv, das die Entwicklung von Währung, Staatlichkeit und Identität über mehr als ein Jahrhundert hinweg nachvollziehbar macht. Die Reihe verbindet numismatische und philatelistische Zeugnisse mit historischer Einordnung zu einem facettenreichen Gesamtbild.

Dioskurides Neapolitanus
Medizin | Botanik | Alchemie7. JahrhundertDioskurides Neapolitanus
Dioskurides Neapolitanus ist einer der ältesten und bedeutendsten Überlieferungsträger der Materia medica des griechischen Arztes Dioskurides Pedanios aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Der Codex entstand zu Beginn des 7. Jahrhunderts, vermutlich im byzantinischen Kulturraum oder im griechisch geprägten Süditalien, und diente über Jahrhunderte als maßgebliches pharmakologisches Nachschlagewerk.
Besonders hervorzuheben sind die 403 detailreichen Pflanzenminiaturen, die botanische Merkmale präzise veranschaulichen und auf antike Vorlagen zurückgehen. Text und Bild sind didaktisch klar angelegt, wobei jede Pflanze mit Beschreibung, Wirkung und Anwendung vorgestellt wird. Eine spätere alphabetische Ordnung erleichterte die Nutzung im medizinischen Alltag.
Der Codex wurde intensiv genutzt und ergänzt, was seine hohe Wertschätzung belegt. Heute zählt der Dioskurides Neapolitanus zu den wichtigsten Zeugnissen antiker Naturkunde, frühbyzantinischer Buchmalerei und der Geschichte der Medizin.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Civitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band VI (1618)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg sowie später von Simon van den Neuwel, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und -pläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – ein Weltbild im Zeitalter der Renaissance.
Der sechste Band (1618) bildet den Abschluss dieses einzigartigen kartographischen Großprojekts. Er dokumentiert die geographischen und künstlerischen Fortschritte der späten Renaissance und enthält zahlreiche neue Stadtansichten, darunter auch Darstellungen aus Nordeuropa und dem amerikanischen Kontinent. Die Kompositionen zeigen eine reifere Bildsprache und eine noch feinere Farbabstimmung als die früheren Bände. Damit schließt der Band das Lebenswerk Georg Brauns ab und markiert den Übergang von der Humanistischen Kartographie zur Frühaufklärung.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Nachschlagewerk21. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des Jahrhunderts 2000
Die Brockhaus Chronik des Jahrhunderts zählt zu den bedeutendsten Reihen der modernen Geschichtsdokumentation. Die Bände 28 bis 50 decken die Jahre 2000 bis 2022 ab und geben einen präzisen wie lebendigen Überblick über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
Jeder Band ist einem Jahr gewidmet und verbindet fundierte Texte mit eindrucksvollen Bildern, Karten und Statistiken. So entsteht ein facettenreiches Panorama der Ereignisse, das von weltpolitischen Umbrüchen über technische Innovationen bis hin zu kulturellen Höhepunkten reicht. Die Jahrgangschroniken sind zugleich Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, das die Transformationen und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar macht.
Damit sind die Chroniken ein unverzichtbares Kompendium für alle, die die jüngste Vergangenheit in ihrer ganzen Vielfalt verstehen wollen.

Bertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Chroniken | Geschichte | Recht20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Chronik des 20. Jahrhunderts
Die Bertelsmann Lexikothek Chronik des 20. Jahrhunderts ist ein umfassendes Standardwerk, das die Jahre 1900 bis 1999 in einer einzigartigen Jahr-für-Jahr-Darstellung dokumentiert. Sie bietet eine präzise Übersicht über die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen eines Jahrhunderts, das von Umbrüchen, Katastrophen und Fortschritten gleichermaßen geprägt war.
Jeder Jahrgang wird in einem eigenen Kapitel behandelt und durch zahlreiche Abbildungen, Karten, Tabellen und Fotos illustriert. So entsteht ein lebendiges Bild der Epoche, das die großen historischen Ereignisse ebenso sichtbar macht wie kulturelle Strömungen, technische Innovationen oder prägende Persönlichkeiten. Die Chronik verbindet zuverlässige Informationen mit einer anschaulichen Darstellung, die Vergangenheit greifbar macht.
Damit ist sie nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich ein faszinierender Spiegel des 20. Jahrhunderts.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica
Die Biblioteca Apostolica Vaticana ist weltberühmt für ihre außergewöhnliche Sammlung von Bibeln und Bibelhandschriften. In „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Biblica“ sind zwölf ausgewählte Blätter aus besonders bedeutenden Exemplaren zusammengeführt, die historische Tiefe und künstlerische Raffinesse verbinden.
Der Zeitraum reicht vom 3. bis zum 15. Jahrhundert: von einem frühchristlichen Papyrus mit einer der ältesten Überlieferungen der Petrusbriefe bis zu prachtvoll ausgestatteten Evangelienhandschriften aus karolingischer und ottonischer Zeit. Ein Höhepunkt ist die Renaissance-Bibel des Niccolò d’Este, deren Text in der Volkssprache verfasst wurde und damit eine seltene Besonderheit darstellt.
Die Auswahl umfasst unterschiedliche Kulturkreise und Sprachen, darunter byzantinische, koptische, arabische und hebräische Traditionen. So entsteht ein konzentrierter Einblick in die Geschichte der Heiligen Schrift und ihrer reichen Bildwelten.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)Vor dem 5. JahrhundertSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Die Biblioteca Apostolica Vaticana zählt zu den großen Gedächtnisorten Europas. In der Kassette „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“ vereinen sich zwölf ausgewählte Einzelblätter aus literarischen, wissenschaftlichen und künstlerisch herausragenden Handschriften der päpstlichen Bibliothek.
Der Bogen spannt sich über mehr als ein Jahrtausend: von frühchristlichen Vergil-Codices über karolingische Fachtexte und das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. bis zu prachtvollen Seiten aus Dantes Göttlicher Komödie und Boccaccios Decamerone. Maßgeblich sind dabei sowohl die Bedeutung der Texte für die Überlieferung als auch der Rang von Buchmalerei und Ornament.
Jedes Blatt ist in einem hochwertigen Passepartout präsentiert. Die Kassette selbst trägt als Zierstück eine echtvergoldete Messingscheibe nach dem Vorbild einer astrologischen Tafel aus dem Ptolemäus-Handtafel-Codex.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Enzyklopädie der Erde
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Enzyklopädie der Erde
Die Enzyklopädie der Erde aus dem Hause Brockhaus ist eine umfassende Hommage an die Vielfalt, Schönheit und Dynamik unseres Planeten. In präzise recherchierten Texten und eindrucksvoll bebilderten Darstellungen entfaltet das Werk ein Panorama der Erde – von ihrer Entstehung und geologischen Struktur über die Klimazonen und Ökosysteme bis zu den kulturellen und geographischen Lebensräumen des Menschen.
Die Edition verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit ästhetischer Gestaltung und vermittelt aktuelles Wissen aus Geologie, Geographie, Biologie und Umweltforschung in zugänglicher Form. Großformatige Fotografien, Karten und Grafiken veranschaulichen die komplexen Zusammenhänge der Natur und machen die Enzyklopädie der Erde zu einem zugleich lehrreichen und inspirierenden Werk.
Als modernes Nachschlagewerk steht sie in der Tradition des Brockhaus-Verlags, der Wissen, Bildung und die Bewahrung der Natur mit enzyklopädischer Leidenschaft vereint.

Brockhaus | Faszination Natur
Nachschlagewerk21. JahrhundertBrockhaus | Faszination Natur
Die Edition Faszination Natur aus dem Hause Brockhaus präsentiert die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der Natur in einer bibliophilen Form. Mit eindrucksvollen Fotografien, anschaulichen Grafiken und prägnanten Texten bietet das Werk einen umfassenden Einblick in die Lebensräume der Erde – von den Tiefen der Ozeane bis zu den höchsten Gebirgen.
Die Bände vereinen wissenschaftliche Präzision mit ästhetischem Anspruch. Sie stellen Tiere, Pflanzen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge in sorgfältig strukturierter Darstellung vor und verbinden aktuelles Wissen mit der Tradition des Brockhaus-Verlags, Bildung und Kultur auf höchstem Niveau zu vermitteln.
Faszination Natur ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein kunstvoll gestaltetes Sammlerstück, das die Neugier und das Staunen über die natürliche Welt weckt – eine moderne Hommage an die Entdeckerfreude und Wissbegierde der klassischen Enzyklopädie.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Civitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band V (1590)
Die Civitates Orbis Terrarum – das umfassendste Städtebuch der Frühen Neuzeit – verbindet kartographische Genauigkeit mit künstlerischer Meisterschaft. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, bietet sie ein einzigartiges Panorama der Weltstädte der Renaissance.
Der fünfte Band (1590) enthält neueste Darstellungen aus Mitteleuropa, der Iberischen Halbinsel und dem Orient. Die Tafeln spiegeln die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik der Zeit wider und zeigen die Erweiterung des geografischen Wissens am Ende des 16. Jahrhunderts. In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird das Werk zu einem Monument europäischer Kulturgeschichte.

Fest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen
Liturgische Handschriften16. JahrhundertFest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen
Das Fest-Epistolar Kurfürst Friedrichs des Weisen zählt zu den herausragenden Beispielen deutscher Renaissance-Buchkunst. Um 1507 im Auftrag von Friedrich III. der Weise geschaffen, entstand die Handschrift in der Nürnberger Werkstatt des Buchmalers Jakob Elsner. Seit 1547 wird sie in der Universitätsbibliothek Jena aufbewahrt.
Das liturgische Werk enthält Epistellesungen für 18 Festtage zwischen Weihnachten und einem Kirchweihfest. Drei ganzseitige Miniaturen, 17 historisierte Initialen sowie reich ausgestattete Rankenrahmen verleihen der Handschrift ihre außergewöhnliche Pracht. Besonders hervorzuheben ist die großformatige Darstellung der Grablegung und Beweinung Christi, die auf einem Holzschnitt von Albrecht Dürer basiert.
Als fürstliches Privatbuch vereint das Fest-Epistolar repräsentativen Anspruch, liturgische Funktion und die künstlerische Qualität der deutschen Renaissance in eindrucksvoller Weise.

Guido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Literatur | Dichtung15. JahrhundertGuido de Columnis: Der Trojanische Krieg
Der prachtvolle Codex Der Trojanische Krieg nach Guido de Columnis entstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Regensburg und gehört zu den kostbarsten Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Er enthält die umfangreichste deutschsprachige Fassung der berühmten Historia destructionis Troiae, des lateinischen Epos des sizilianischen Dichters Guido de Columnis aus dem 13. Jahrhundert.
Auf 478 Seiten entfaltet sich ein gewaltiger Bilderzyklus mit 334 Miniaturen, reich in Gold und Silber ausgeführt, geschaffen von dem Regensburger Buchmaler Martinus, der sich selbst als martinus opifex im Codex verewigte. Seine Darstellungen übertragen die antike Sage in die höfische Welt des 15. Jahrhunderts und verbinden mythologische Erzählung mit zeitgenössischem Leben.
Zwischen prächtigen Hofszenen, feierlichen Aufzügen und blutigen Schlachten spiegelt die Handschrift die ungebrochene Faszination des Mittelalters für den Mythos von Troja und steht zugleich als Meisterwerk süddeutscher Buchmalerei der Spätgotik.

Marco Polo - Das Buch der Wunder
Literatur | Dichtung15. JahrhundertMarco Polo - Das Buch der Wunder
Das im Frankreich des 15. Jahrhunderts entstandene Buch der Wunder zählt zu den prachtvollsten illustrierten Handschriften seiner Zeit. Auf 192 Seiten mit 84 großformatigen Miniaturen entfaltet sich die Reiseerzählung des venezianischen Kaufmanns Marco Polo, dessen Berichte über Asien im Mittelalter europaweit Faszination auslösten. Die Illustrationen verbinden leuchtende Farbigkeit mit reichem Goldeinsatz und verleihen den geschilderten Begegnungen mit fernen Ländern und Völkern eine eindrucksvolle visuelle Präsenz.
An der Ausstattung waren bedeutende Pariser Werkstätten beteiligt, darunter der Boucicaut-Meister sowie weitere herausragende Miniatoren der Zeit. Das Werk vereint geographische Beobachtung, ethnographisches Interesse und mittelalterliche Imagination zu einem vielschichtigen Panorama des Orients.
Als luxuriöse Prachthandschrift steht das Buch der Wunder exemplarisch für die hohe Kunst französischer Buchmalerei und für die anhaltende Wirkung von Marco Polos Reisebericht in der europäischen Vorstellungswelt.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Altes Testament
Die sogenannte Kupferbibel des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den herausragendsten Bibelausgaben der Barockzeit. Der 1630 in Straßburg erschienene Band des Alten Testaments verbindet den in eleganter Frakturschrift gedruckten deutschen Text mit einer außergewöhnlichen Folge von 157 meisterhaft kolorierten Kupferstichen. Diese Darstellungen biblischer Szenen zeigen Merians unvergleichliche Kunstfertigkeit, die Feinheit seiner Linienführung und seine Fähigkeit, Bewegung, Licht und Raum in Kupfer zu bannen.
Als Schüler der Zürcher und französischen Stecherschulen und späterer Frankfurter Verleger prägte Merian eine ganze Dynastie von Künstlern und Druckern. Die prachtvoll ausgestattete Kupferbibel, mit Goldschnitt, geprägtem Ledereinband und Metallschließen, gilt als ein Höhepunkt der religiösen Buchillustration des 17. Jahrhunderts und als eines der schönsten Zeugnisse frühneuzeitlicher Druckkunst.

Matthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Bibeln | Evangeliare17. JahrhundertMatthäus Merian: Kupferbibel Biblia 1630 - Neues Testament
Die berühmte „Kupferbibel“ des Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650) zählt zu den prachtvollsten Druckwerken des 17. Jahrhunderts. 1630 veröffentlicht, vereint sie den Text des Neuen Testaments in deutscher Sprache, gesetzt in eleganter Frakturschrift, mit 77 meisterhaften Kupferstichen. Diese kolorierten Illustrationen gelten als Höhepunkt barocker Druckgrafik und verbinden außerordentliche Detailgenauigkeit mit künstlerischer Lebendigkeit.
Merian, in Zürich ausgebildet und später in Frankfurt ansässig, begründete eine bedeutende Verleger- und Künstlerdynastie. Seine Darstellungen der biblischen Szenen zeigen eine eindrucksvolle Vielfalt an Kompositionen, die in Präzision und Ausdruckskraft mit den Werken Albrecht Dürers verglichen werden.
Das prachtvolle Werk erschien bei den Erben des Straßburger Druckers Lazarus Zetzner. Mit Goldschnitt, Lederband, Metallschließen und reicher Prägung ausgestattet, gehört die „Kupferbibel“ zu den begehrtesten Bibelausgaben der Frühen Neuzeit und ist ein Meilenstein barocker Buchkunst.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Musterbuch des Giovannino de Grassi
Abhandlungen | Weltliche Werke14. JahrhundertMusterbuch des Giovannino de Grassi
Das Musterbuch des Giovannino de Grassi zählt zu den bedeutendsten Künstlerhandbüchern der späten Gotik. Entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts im Umfeld des Mailänder Hofes der Visconti, diente es Generationen von Malern, Bildhauern und Architekten als visuelles Repertoire. Urheber ist Giovannino de Grassi, Baumeister des Mailänder Doms und eine der prägenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit.
Die Handschrift versammelt detailreiche Zeichnungen von exotischen Tieren, Menschengestalten und figürlichen Gruppen in charakteristischen Haltungen. Diese Studien boten praktikable Vorlagen für künstlerische Arbeiten unterschiedlichster Art.
Besondere Berühmtheit erlangte das Werk durch die Darstellung von 24 Buchstaben des Alphabets, die aus Menschen- und Tierfiguren gebildet sind. In dieser Verbindung von Naturbeobachtung, Ornament und Erfindungskraft verkörpert das Musterbuch einen Höhepunkt italienischer Zeichenkunst an der Schwelle zur Renaissance.

Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Sammlung Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek vereint herausragende Einzelblätter aus bedeutenden Handschriftenbeständen der Bayerische Staatsbibliothek. Als eine der führenden Forschungsbibliotheken Europas bewahrt sie seit Jahrhunderten kostbare Zeugnisse mittelalterlicher Buchkunst, die die kulturelle Geschichte des deutschen Sprachraums maßgeblich geprägt haben.
Die Auswahl umfasst Werke vom 9. bis zum 16. Jahrhundert, darunter das Evangeliar Ottos III., das Sakramentar Heinrichs II. oder das Brevier Kaiser Friedrichs III. Die Miniaturen reichen von ottonischer Monumentalität über romanische Strenge bis hin zu spätgotischer Farbigkeit. Szenen wie die Krönung Heinrichs II., der Schwanenritter oder die Flucht nach Ägypten spiegeln geistliche wie höfische Themenwelten.
Als kuratierte Zusammenstellung vermittelt die Sammlung ein eindrucksvolles Panorama der mittelalterlichen Buchmalerei zwischen Reichenau, Regensburg, Salzburg, Flandern und Wien.

Schätze der British Library
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)7. JahrhundertSchätze der British Library
Die Sammlung Schätze der British Library vereint herausragende Einzelblätter aus bedeutenden Handschriftenbeständen der British Library. Die Institution, hervorgegangen aus königlichen Sammlungen und bibliophilen Schenkungen, zählt zu den größten Nationalbibliotheken der Welt und bewahrt eine der reichsten Handschriftensammlungen Europas.
Die Auswahl umfasst Werke vom späten 7. bis zum beginnenden 16. Jahrhundert und spiegelt die Vielfalt mittelalterlicher Buchkunst wider. Vertreten sind unter anderem die Lindisfarne-Evangelien, das Benedictionale des Æthelwold, der Psalter Heinrichs des Löwen sowie prächtige Stundenbücher aus Paris, Savoyen und Bologna.
Die Miniaturen zeigen Evangelistenbilder, Szenen aus dem Marienleben und Darstellungen der Anbetung Christi. Gemeinsam eröffnen sie ein Panorama der Buchmalerei von insularer Frühkunst über ottonische und romanische Zentren bis hin zur internationalen Gotik.

Städteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Geographie | Karten16. JahrhundertStädteansichten – Contrafactur der Vornebster Stät der Welt
Die Contrafactur der vornebsten Stät der Welt vereint 90 Stadtansichten und Pläne aus dem monumentalen Werk Civitates Orbis Terrarum, das zwischen 1574 und 1618 in Köln entstand. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und gestochen von Franz Hogenberg (1535–1590), gilt es als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit.
Die aufwendig kolorierten Kupferstiche zeigen die wichtigsten Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas in beeindruckender Detailtreue. Architektur, Stadtstrukturen und kleine Genreszenen vermitteln ein lebendiges Bild urbanen Lebens vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges.
Mit ihren großformatigen Doppelseiten ist die Contrafactur nicht nur ein Meisterwerk kartographischer Kunst, sondern auch eine unschätzbare historische Quelle zur Entwicklung europäischer Stadtlandschaften.

Leonardo da Vinci | Prachtedition II | Anatomische Studien
Leonardo da Vinci15. JahrhundertLeonardo da Vinci | Prachtedition II | Anatomische Studien
Die Anatomischen Studien des Leonardo da Vinci (1452–1519) zählen zu den herausragenden Zeugnissen der Verbindung von Kunst und Wissenschaft in der Hochrenaissance. Zwischen 1483 und 1513 entstand ein umfassendes Konvolut von rund 400 Zeichnungen, in denen Leonardo die Struktur, Bewegung und innere Mechanik des menschlichen Körpers erforschte.
In präzisen Feder- und Silberstiftzeichnungen untersuchte er Muskeln, Knochen, Sehnen und Organe, erfasste den menschlichen Körper als komplexes System und verband naturwissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Sensibilität. Die Blätter zeigen Ganzkörperdarstellungen, anatomische Schnitte und Detailstudien – etwa zur Hand, zum Schädel oder zur Lage des ungeborenen Kindes im Mutterleib – und dokumentieren den Übergang von morphologischen zu physiologischen Fragestellungen.
Die Sammlung, heute in der Royal Library at Windsor Castle aufbewahrt, enthält auch Vorstudien zur Felsgrottenmadonna und zum Letzten Abendmahl. Sie gilt als ein Meilenstein des Renaissance-Humanismus und als Ausdruck von Leonardos Streben, Kunst und Wissen in vollkommener Harmonie zu vereinen.

Leonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Abhandlungen | Weltliche Werke15. JahrhundertLeonardo da Vinci | Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen
Die Sammlung Leonardo da Vinci – Zeichnungen III: Architektur und Erfindungen vereint 83 Blätter des Universalgenies aus drei bedeutenden Beständen: dem berühmten Codex Atlanticus der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, den Skizzenbüchern des Institut de France und der einzigartigen Da-Vinci-Sammlung des Windsor Castle. Auf 80 Blättern, darunter fünf Faltzeichnungen, offenbaren sich architektonische Entwürfe, Konstruktionsdetails und visionäre Erfindungen, oft begleitet von den charakteristischen Notizen Leonardos.
Die Werke zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Genialität des Renaissance-Meisters, dessen Studien zwischen Kunst, Architektur und Technik neue Maßstäbe setzten. Mit dieser Sammlung wird der schöpferische Geist Leonardo da Vincis (1452–1519) in seiner ganzen Breite sichtbar und seine Rolle als Pionier der Ingenieurskunst und der wissenschaftlichen Beobachtung deutlich.

Atlas Heinrichs VIII.
Geographie | Karten16. JahrhundertAtlas Heinrichs VIII.
Der genuesische Kartograph Battista Agnese (ca. 1500–1564) schuf in seiner venezianischen Werkstatt einige der prächtigsten Atlanten der Renaissance. Um 1542 fertigte er für König Heinrich VIII. von England ein Meisterwerk, das Kosmosdarstellungen, Portolankarten und eine berühmte Weltkarte in ovaler Projektion vereint.
Das Werk beginnt mit Wappen und Titulatur des Königs, gefolgt von Armillarsphäre, Tierkreisdarstellungen und astronomischen Tabellen. Die Karten zeigen die drei Ozeane, das Mittelmeer, Europa und schließlich die Welt als Gesamtschau. Verzeichnet sind auch die Routen Magellans und Pizarros, kunstvoll hervorgehoben in Schwarz und Gold. Eine funktionsfähige Kompassrose ist in den Einband eingelassen – ein technisches wie künstlerisches Detail von seltener Faszination.
Später gelangte der Atlas in die Bibliothek der römischen Familie Barberini, deren Wappen den Einband ziert. Heute gilt er als ein herausragendes Zeugnis kartographischer Kunst und höfischer Repräsentation der Renaissance.

Der beichtende Christ 1910
Bibeln | EvangeliareUnbekanntDer beichtende Christ 1910
Das seltene Faksimile Der beichtende Christ basiert auf einem Manuskript aus dem Jahr 1910, das in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen aufbewahrt wird (Signatur Ms. A12.321). Die limitierte Edition erschien 2007 im Auftrag von Harb Co., Lebanon, in einer Auflage von 999 nummerierten Exemplaren und wurde durch den Amsterdamer Notar Robert W. Scheller beglaubigt. Das Werk gehört zu den kaum bekannten religiösen Handschriften des frühen 20. Jahrhunderts und steht im Kontext der expressiven christlichen Kunst dieser Zeit.

Faszination Heilpflanzen
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertFaszination Heilpflanzen
Das Herbolaire, auch bekannt als Grant Herbier, ist eine der prachtvollsten illustrierten Ausgaben des medizinisch-botanischen Standardwerks De simplicibus medicinis von Matthaeus Platearius. Das um 1500 in Frankreich entstandene Manuskript basiert auf der französischen Übersetzung des lateinischen Originals und zählt zu den bedeutendsten medizinischen Handschriften des Spätmittelalters.
Das Werk führt rund 500 Pflanzen, Kräuter und Heilmittel auf und beschreibt deren Gewinnung, Anwendung und Wirkung. Jede Seite ist reich bebildert – mit naturalistischen Darstellungen von Pflanzen, Früchten, Mineralien und Tieren sowie Szenen bäuerlicher Arbeit. Vergoldete Initialen und kunstvoll ausgeführte Miniaturen machen den Codex zu einem herausragenden Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst.
Das Herbolaire wurde vermutlich im Auftrag eines hochrangigen Gönners geschaffen und gilt als glänzendes Zeugnis der Verbindung von medizinischem Wissen, Naturbeobachtung und künstlerischer Raffinesse.

König David im Gebetbuch der Stunde
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertKönig David im Gebetbuch der Stunde
König David zählt zu den eindrucksvollsten Gestalten des Alten Testaments und erscheint in Stundenbüchern häufig als Leitfigur des Gebets. In der Tradition gilt er als „Mann nach Gottes Herzen“, nicht wegen makelloser Größe, sondern wegen seiner Fähigkeit zur Umkehr. Gerade diese Spannung aus Macht, Schuld und Reue macht ihn zu einem glaubwürdigen Vorbild innerer Sammlung.
Als Psalmendichter ist David zugleich Ursprung einer Sprache, die bis heute den Rhythmus des Betens prägt. Viele Psalmen werden ihm zugeschrieben und verbinden Klage, Dank und Vertrauen in einer außergewöhnlichen Dichte. In der Buchmalerei wird David daher oft nicht als Sieger oder Herrscher gezeigt, sondern als Betender: konzentriert, zurückgenommen, ganz auf das Wort gerichtet.
So wird die Miniatur zum stillen Auftakt der Andacht und verweist auf die Psalmen als Herzstück des Stundenbuches.

Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Stundenbücher | Gebetbücher16. JahrhundertGebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg
Das um 1569 entstandene Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der nordeuropäischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Der Herzog ließ kostbare Einzelblätter aus dem Besitz seines Onkels, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zu einem prachtvollen Band vereinen. Die Miniaturen stammen von herausragenden Künstlern ihrer Zeit, darunter Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon sowie Sebald Beham.
Mit seinen 44 meisterhaft ausgeführten Miniaturen, teils mit Blattgold und Silber verziert, stellt das Gebetbuch ein außergewöhnliches Kompendium religiöser Bildkunst der Renaissance dar. Szenen aus dem Leben Christi, Mariendarstellungen und Heiligengestalten verbinden sich zu einem farbgewaltigen biblischen Bilderzyklus.
Das Werk befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Kassel, wohin es nach einer bewegten Geschichte und wechselvollem Schicksal im 20. Jahrhundert zurückkehrte. Es gilt als ein herausragendes Zeugnis für die Kunstförderung und Sammelleidenschaft des „Renaissancefürsten“ Johann Albrecht von Mecklenburg (1525–1576).

Schätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Literatur | Dichtung15. JahrhundertSchätze der Buchmalerei - Von Liebe und Freundschaft
Diese vier ausgewählten Miniaturtafeln des 15. Jahrhunderts beleuchten unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Freundschaft in einer Epoche des kulturellen Übergangs. Jede Seite entstammt einem eigenständigen Werk und öffnet ein Fenster in die Denk- und Bildwelt ihrer Zeit.
Der Liebesvogel aus dem Codex Pal. lat. 1632 verbindet Rosenzweig und Falke zu einer symbolischen Meditation über höfische Liebe und leitet Vergils Werke ein.
Der Garten der Liebe aus Harley MS 4425 führt in den berühmten Rosenroman, in dem die Rose zur Allegorie weiblicher Anziehung wird.
Das Hochzeitsblatt aus Codex Ross. 555 markiert den Beginn des Eben Ha-Eser, eines zentralen Textes jüdischer Rechtsliteratur.
Die Szene der Freundschaft aus Codex Pal. lat. 1523 eröffnet Ciceros Betrachtungen über das Wesen menschlicher Verbundenheit.
Diese Auswahl vereint vier Stimmen, die auf unterschiedliche Weise Nähe, Bindung und menschliche Beziehungen reflektieren.

Vita des heiligen Georg
Liturgische Handschriften14. JahrhundertVita des heiligen Georg
Der sogenannte Georgscodex gehört zu den bedeutendsten illuminierten Handschriften des frühen 14. Jahrhunderts. Das in Avignon entstandene Missale enthält die liturgischen Texte der Heiligenfeste von März bis Juli und zeichnet sich durch einen umfangreichen Abschnitt zur Verehrung des heiligen Georg aus. Dem Messtext ist die von Kardinal Jacopo Caetani degli Stefaneschi verfasste Vita sancti Georgii vorangestellt, die die wundertätigen Episoden des Heiligen schildert.
Der anonyme Buchmaler, bekannt als Meister der Vita des heiligen Georg, schuf um 1320 eine Ausstattung von außergewöhnlicher Qualität: historisierte Initialen, ornamental ausgeführte Zierbuchstaben und Bas-de-page-Miniaturen, darunter zwei Darstellungen des berühmten Drachenkampfes. Sein Stil verweist auf die sienesische Malerei und gilt als prägend für die entstehende internationale Gotik am päpstlichen Hof in Avignon.
Das Werk, im Auftrag Kardinal Stefaneschis geschaffen, zählt heute zu den kostbarsten Handschriften der Apostolischen Bibliothek des Vatikans und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die höfische Buchmalerei des frühen 14. Jahrhunderts.

Jagdbuch des Königs Modus
Spiele | Jagd15. JahrhundertJagdbuch des Königs Modus
Das Jagdbuch des Königs Modus gehört zu den bekanntesten Traktaten über die höfische Jagdkultur des Mittelalters. Das Werk wurde um 1370 von Henri de Ferrières verfasst und gilt als eine der frühen Abhandlungen über die Jagd in französischer Sprache. In dialogischer Form unterweist die allegorische Figur des Königs Modus einen Schüler in den Regeln und Fertigkeiten der Jagd, insbesondere der Jagd mit Hunden sowie der Falknerei.
Eine besonders prächtige Handschrift entstand um 1455 vermutlich für Philipp der Gute, einen bedeutenden Förderer der flämischen Buchmalerei. Sie enthält 56 Miniaturen, die Jagdszenen, Tiere und höfische Lebensformen mit bemerkenswerter Lebendigkeit darstellen. Die Darstellungen verbinden genaue Naturbeobachtung mit der repräsentativen Bildsprache des burgundischen Hofes und geben zugleich Einblick in die Kultur und Lebenswelt des spätmittelalterlichen Adels.

De imitatione Christi – Die Nachfolge Christi
Sonstige religiöse Werke15. JahrhundertDe imitatione Christi – Die Nachfolge Christi
De imitatione Christi („Die Nachfolge Christi“) zählt zu den bedeutendsten spirituellen Schriften des christlichen Mittelalters. Das Werk wird dem Augustiner-Chorherren Thomas von Kempen zugeschrieben und entstand im frühen 15. Jahrhundert im Umfeld der Devotio moderna.
In kurzen, meditativ gehaltenen Kapiteln widmet sich der Text der inneren Hinwendung zu Christus und einer geistlichen Lebensführung, die Demut, Besinnung und Abkehr vom Weltlichen betont. Die klare Sprache und die persönliche Form der Betrachtungen machten das Werk über Jahrhunderte hinweg zu einer der meistgelesenen religiösen Schriften Europas.
Die vorliegende Edition folgt einer historischen Vorlage aus dem Jahr 1418 und vermittelt einen Eindruck der spätmittelalterlichen Frömmigkeitsliteratur. Für Sammler und Liebhaber religiöser Werke eröffnet sich damit ein Zugang zu einem Text, der die spirituelle Kultur Europas nachhaltig geprägt hat.

Caelum Coronam
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)UnbekanntCaelum Coronam
Das Werk Caelum Coronam vereint Bildtafeln aus der Tradition der christlichen Ikonographie und widmet sich der Darstellung der Gottesmutter Maria als zentraler Figur der sakralen Bildwelt. Der lateinische Titel, sinngemäß „Himmlische Krone“, verweist auf die Verehrung Mariens als Himmelskönigin und geistige Mittlerin zwischen Himmel und Erde.
Die Darstellungen greifen Motive der byzantinischen und orthodoxen Ikonenmalerei auf. Charakteristisch sind der goldene Bildgrund, die klare Frontalität der Figuren sowie eine symbolische Farbgestaltung, die weniger auf natürliche Wiedergabe als auf spirituelle Bedeutung abzielt. Häufig erscheint Maria mit dem Christuskind, umgeben von Heiligen oder kosmischen Kreisformen, die auf die Ordnung des himmlischen Kosmos verweisen.
Caelum Coronam steht damit in der langen Tradition der Marienikonographie und eröffnet einen eindrucksvollen Einblick in eine Bildsprache, in der Spiritualität, Symbolik und künstlerische Form eine besondere Einheit bilden.

Das Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Geographie | Karten15. JahrhundertDas Opus Magnum des Claudius Ptolemäus
Die Geographia des alexandrinischen Universalgelehrten Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) zählt zu den einflussreichsten Schriften der Antike. Sie enthält die mathematischen Grundlagen der Kartographie sowie die Koordinaten von über 8.000 Orten der bekannten Welt. Um 1400 in Italien wiederentdeckt und ins Lateinische übersetzt, wurde sie im 15. Jahrhundert mit prachtvollen Karten ergänzt und zu einem der bedeutendsten Atlanten der Renaissance.
Das für König Alfons V. von Aragon in Neapel entstandene Manuskript verbindet antikes Wissen mit der Kunst der Buchmalerei. Leuchtende Farben, reiches Blattgold, kunstvolle Initialen und symbolträchtige Darstellungen wie Engel mit Krone und Wappen machen es zu einem Meisterwerk höfischer Repräsentation.
Für Sammler und Liebhaber stellt dieser Atlas ein einzigartiges Dokument dar, das Wissenschaft, Kunst und Macht der Renaissance auf eindrucksvolle Weise vereint.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Das goldene Kalendarium
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas goldene Kalendarium
Das goldene Kalendarium ist ein prachtvolles Beispiel spätmittelalterlicher Buchkunst und verbindet astronomisches Wissen mit künstlerischer Strahlkraft. Entstanden im 15. Jahrhundert, präsentiert es die Monate des Jahres in aufwendig illuminierten Szenen, die bäuerliche Arbeiten, höfische Feste und die Zeichen des Tierkreises vereinen. Jede Seite ist reich mit Gold verziert und besticht durch detailreiche Miniaturen, die das Zusammenspiel von Natur, Kosmos und Glauben eindrucksvoll veranschaulichen.
Neben seiner Funktion als Kalender war das Werk auch ein Spiegel der Weltordnung, in dem die Menschen ihre Stellung im göttlichen Kosmos erkannten. Mit seiner kostbaren Ausstattung gehört das goldene Kalendarium zu den besonders eindrucksvollen Handschriften seiner Zeit und zählt heute zu den Höhepunkten spätgotischer Miniaturmalerei.

Geheimnisse der Medizin
Medizin | Botanik | Alchemie15. JahrhundertGeheimnisse der Medizin
Die Handschrift Geheimnisse der Medizin, heute in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt, entstand zwischen 1430 und 1449. Sie zählt zu den faszinierendsten medizinischen Codices der Renaissance, da sie praktisches Heilwissen mit allegorischen Bildwelten verbindet.
Der Codex umfasst rund 90 botanische Arten, jede mit detailreichen Aquarellen dargestellt. Auffällig sind die fantasievollen Begleitfiguren: Menschen, Tiere, Fabelwesen oder Dämonen, die die Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanzen versinnbildlichen. Damit öffnet sich ein einzigartiger Kosmos, in dem Wissenschaft, Mystik und Bildkunst verschmelzen.
Die in italienischer Sprache verfassten Texte enthalten Anweisungen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung der Heilpflanzen. Ergänzt durch astrologische Bezüge und Zuschreibungen von Tugenden, vermittelt die Handschrift ein lebendiges Bild mittelalterlicher Medizinlehre.
Für Sammler und Liebhaber stellt sie ein seltenes Zeugnis dar, das den praktischen Heilalltag mit der symbolischen Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts verbindet.

Das Buch der geheimen Offenbarung
Apokalypsen | Beatus-Handschriften13. JahrhundertDas Buch der geheimen Offenbarung
Das Buch der geheimen Offenbarung zählt zu den faszinierendsten Apokalypse-Handschriften des Mittelalters. Zwischen 1276 und 1300 in Metz entstanden, vereint es französische, englische und italienische Einflüsse zu einem stilistisch eigenständigen Werk, das der internationalen Gotik um Jahrzehnte vorausgreift.
Die Handschrift enthält 52 ganzseitige, leuchtend farbige und mit Blattgold verzierte Miniaturen, die Szenen aus der Offenbarung des Johannes darstellen. Einige orientieren sich an englischen Vorbildern wie der Lambeth-Apokalypse, andere zeigen den Einfluss der Bologneser Schule. Der lateinische Text wurde erst zwischen 1331 und 1334 hinzugefügt und ist mit filigranen Ranken, historisierten Initialen und figürlichen Verzierungen geschmückt.
Die prachtvolle Handschrift, deren ursprünglicher Auftraggeber unbekannt blieb, gelangte im 19. Jahrhundert über die Sammlungen der Familien Pucci und Ashburnham in den Besitz der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz, wo sie heute unter der Signatur Ashburnham 415 aufbewahrt wird.

Gebetbuch der Päpste
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertGebetbuch der Päpste
Das in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrte Gebetbuch der Päpste zählt zu den kostbarsten Handschriften der späten Renaissance. Es gehörte ursprünglich Papst Gregor XIII. (1502–1585), dem Reformpapst, der mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders (1582) ein bis heute gültiges Zeitmaß schuf.
Die reich vergoldete und fein illuminierte Handschrift vereint tief empfundene Frömmigkeit mit höchster Buchkunst. Nach Gregors Tod ging das Werk in den Besitz seiner Nachfolger über und erhielt so seinen Namen als Gebetbuch der Päpste.
Die aufwendig gefertigte Faksimile-Edition dieses goldstrahlenden Stundenbuchs ist weltweit auf 999 Exemplare limitiert und gibt die prachtvolle Originalhandschrift der Vatikanischen Bibliothek in beeindruckender Detailtreue wieder – ein herausragendes Zeugnis päpstlicher Frömmigkeit und römischer Renaissancekunst.

Das silberne Duett
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)15. JahrhundertDas silberne Duett
Das sogenannte Silberne Duett verbindet die Kunst der Buchmalerei der Renaissance mit der Rechenkunst des Florentiner Humanismus. Grundlage der Handschrift ist das Traktat der Arithmetik und Geometrie des Filippo Calandri, das Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, um 1490 als Lehrbuch für seinen Sohn Giovanni – den späteren Papst Leo X. – in Auftrag gab.
Die prachtvolle Handschrift umfasst rund 100 Seiten mit etwa 230 Miniaturen, reich verziert mit Gold, Rankenornamenten und dem Wappen der Medici. Ganzseitige Rechentafeln, auf farbigen Hintergründen in Goldschrift ausgeführt, verbinden didaktischen Zweck mit luxuriöser Darstellung.
Die Miniaturen stammen von Giovanni Boccardo, genannt Boccardino il Vecchio, einem der führenden florentinischen Buchmaler seiner Zeit. Das Werk ist in italienischer Sprache verfasst und gilt als kostbares Beispiel für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und humanistischer Bildung im Florenz des späten 15. Jahrhunderts.

Brockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Meilensteine - Geschichte, Kultur und Wissenschaft
Das Werk Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft aus dem Brockhaus Verlag präsentiert die entscheidenden Wendepunkte der Menschheitsgeschichte in konzentrierter Form. Von den ersten Hochkulturen über epochale Erfindungen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen und kulturellen Leistungen spannt sich der Bogen.
Jede Epoche wird durch prägnante Texte, anschauliche Abbildungen und sorgfältig ausgewählte Beispiele greifbar gemacht. Ob die Entwicklung der Schrift, die Entdeckung neuer Kontinente, die Erfindung des Buchdrucks oder die Entfaltung großer Kunst- und Musiktraditionen – das Werk zeigt, wie technische Innovationen, geistige Errungenschaften und kulturelle Blütezeiten das Gesicht der Welt geprägt haben.
Meilensteine Geschichte, Kultur und Wissenschaft ist damit nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es verdeutlicht, wie eng Fortschritt und Kultur miteinander verflochten sind, und lädt dazu ein, die großen Linien menschlicher Entwicklung in einem klaren, visuell eindrucksvollen Panorama nachzuvollziehen.

Brockhaus | Weltatlas
Nachschlagewerk20. JahrhundertBrockhaus | Weltatlas
Der Brockhaus Weltatlas vereint geografische Präzision mit cartographischer Ästhetik und bietet einen umfassenden Blick auf die Erde in ihrer gesamten Vielfalt. Das Werk präsentiert detaillierte physische und politische Karten sämtlicher Kontinente und Länder, ergänzt durch thematische Darstellungen zu Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Jede Karte wurde mit höchster Genauigkeit und Sorgfalt gestaltet und verbindet wissenschaftliche Information mit künstlerischer Klarheit. Ergänzende Texte, Register und Infografiken machen den Atlas zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für Geografie, Geschichte und globale Zusammenhänge interessieren. Der Brockhaus Weltatlas steht in der Tradition der großen kartographischen Werke des Hauses Brockhaus und gilt als klassisches Zeugnis deutscher Wissens- und Druckkultur.

Civitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band II (1574)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben von Georg Braun und gestochen von Frans Hogenberg, vereint sie mehr als 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus aller Welt und dokumentiert die Entfaltung des urbanen Lebens in der Renaissance.
Der zweite Band (1574) erweitert den geografischen Horizont des Werkes um neue Städte aus Mitteleuropa, Spanien, Italien und dem Osmanischen Reich. Die farbig gefassten Kupferstiche verbinden wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Georg Brauns begleitende Texte fügen historische und kulturelle Einblicke hinzu und machen diesen Band zu einem Spiegelbild humanistischer Weltneugier.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

Civitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band III (1576)
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Unter der Leitung von Georg Braun und Frans Hogenberg entstanden über 600 kolorierte Stadtansichten, die die geographische und kulturelle Vielfalt der bekannten Welt zeigen.
Der dritte Band (1576) setzt die ikonographische Erfassung bedeutender Handels- und Hafenstädte Europas fort. Besonders die detailreichen Darstellungen skandinavischer, englischer und osteuropäischer Städte bezeugen das wachsende geographische Wissen und die Entdeckerfreude der Renaissance. Präzision, Farbigkeit und Kompositionskunst machen diesen Band zu einem Höhepunkt frühneuzeitlicher Kartographie.

Civitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum – Band IV (1582)
Die Civitates Orbis Terrarum ist das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Zwischen 1572 und 1618 erschienen, umfasst das monumentale Werk über 600 Stadtansichten aus aller Welt und gilt als kartographisches Pendant zu Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum.
Der vierte Band (1582) erweitert das Werk um zahlreiche Städte aus Frankreich, den Niederlanden und dem östlichen Mittelmeerraum. In prachtvoll kolorierten Kupferstichen werden Stadtarchitektur und Landschaftsraum zu harmonischen Bildwelten verbunden. Die Kompositionen, reich an Figuren und Alltagsszenen, vermitteln ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Renaissance.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine der aufwendigsten multimedialen Gesamtdokumentationen zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Bänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden die bedeutendsten Ereignisse aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft eindrucksvoll präsentiert.
Jeder Band verbindet sorgfältig recherchierte Texte mit reichhaltigem Bildmaterial, historischen Originalaufnahmen und Tonsequenzen. Ergänzende Film- und Tondokumente auf Videokassetten und CD-ROMs machen die Edition zu einem umfassenden Zeitarchiv mit über 800 Stunden Originalmaterial.
Inhaltlich wie gestalterisch steht die Reihe für höchste editorische und technische Qualität. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel für die Verschmelzung von Geschichtsdokumentation, Medienkunst und Verlagsinnovation im späten 20. Jahrhundert.

Unsere Mission
Ihr Raum im Buch-Salon
Wir schaffen einen Rahmen, in dem Sammler ihre Werke gepflegt, strukturiert und sichtbar wissen – ohne sich um
die Verwaltung kümmern zu müssen. Unser Team übernimmt die Erfassung, gestaltet die Präsentation mit
Zurückhaltung und ermöglicht auf Wunsch den Zugang für Interessierte. Was gezeigt wird, bestimmen Sie.
Unser Anspruch: Sammlung nicht nur bewahren, sondern ihr Form geben.
Exklusiver Komfort für Ihre Werke
Unsere Mitarbeitenden erfassen Ihre Werke direkt bei Ihnen.
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– sorgfältig, diskret und ohne Aufwand für Sie.
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Jedes Werk wird strukturiert beschrieben,
kategorisiert und hochwertig präsentiert.
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Über Ihr Profil behalten Sie jederzeit den Überblick und
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Interessierte können bei uns Werke anfragen, die Sie
bereitstellen. Ebenso können Sie selbst neue Stücke
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Der Buch-Salon ist eine Plattform für Sammler, die ihre Werke nicht nur bewahren, sondern auch sichtbar machen möchten
– sachlich, hochwertig und anonym.
Handschriften, Faksimiles, Münzen oder Globen werden in ihrer Eigenart digital aufbereitet, thematisch geordnet und mit Sorgfalt dokumentiert. Die Darstellung erfolgt auf Wunsch zurückhaltend kuratiert – der Name des Sammlers bleibt dabei verborgen.
So entsteht ein digitaler Ort, an dem Sammlungen Bestand haben – für Liebhaber, für Institutionen, für das kulturelle Gedächtnis.

Seltene Sammlungen
Alle Werke im Überblick

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Bibel der Barmherzigkeit
Bibeln | Evangeliare21. JahrhundertBibel der Barmherzigkeit
Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 entstand eine außergewöhnliche Bilderbibel, die heute als eine der schönsten Bibelausgaben des 21. Jahrhunderts gilt. Auf 1024 Seiten vereint sie den vollständigen Text des Alten und Neuen Testaments in deutscher Sprache mit über 350 Miniaturen, von denen 270 mit echtem Blattgold versehen sind.
Die Illustrationen stammen aus mehr als 40 berühmten Handschriften aus zehn Jahrhunderten Buchmalerei – darunter das ottonische Strahov-Evangeliar, der romanische Albani-Psalter, die gotische Hamilton-Bibel oder die prachtvolle Renaissance-Bibel des Federico da Montefeltro. Durch diese Vielfalt bildet die Ausgabe ein beeindruckendes Panorama der christlichen Kunstgeschichte.
Die luxuriöse Ausstattung umfasst punzierten Goldschnitt, einen Ledereinband mit vergoldeten Schließen und ein abnehmbares Kreuz mit Rubin. Ein persönliches Vorwort von Papst Franziskus betont zudem die geistliche Dimension dieser einzigartigen Bibel.

Königsgebetbuch für Otto III.
Stundenbücher | Gebetbücher10. JahrhundertKönigsgebetbuch für Otto III.
Das Gebetbuch Ottos III. (980–1002) gilt als das einzige erhaltene Königsgebetbuch der ottonischen Zeit und zählt zu den wertvollsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Buchkunst. Entstanden zwischen 983 und 991, wahrscheinlich im Auftrag seiner Mutter, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, vereint es höchste künstlerische und historische Bedeutung.
Die Handschrift beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Ausstattung: Purpur gefärbtes Pergament, mit Goldtinte geschriebene Gebete und 25 große Goldinitialen. Fünf Miniaturseiten zeigen biblische Szenen und stellen den jungen König selbst in den Zusammenhang göttlicher Heilsgeschichte – Sinnbild für das ottonische Herrscherideal, das weltliche Macht und christliche Frömmigkeit untrennbar verband.
Mit seinem kleinen, privaten Format von 15 × 12 cm diente es Otto nicht nur zur persönlichen Andacht, sondern auch zur Verinnerlichung des sakral begründeten Herrscherbildes. Heute wird der prachtvolle Codex in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt und gilt als einzigartiges Denkmal ottonischer Kultur.

Heilige Schriften
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)21. JahrhundertHeilige Schriften
Diese dreibändige Edition führt in die faszinierende Welt ausgewählter Bilderhandschriften und Manuskripte des Christentums. Im Mittelpunkt stehen prachtvolle Codices und Chorbücher, deren kunstvolle Miniaturen und Initialen tief in die spirituelle Vorstellungswelt vergangener Jahrhunderte hineinführen. Die Werke zeigen nicht nur die Schönheit sakraler Kunst, sondern lassen auch die religiöse Bedeutung, Symbolik und Glaubenspraxis ihrer Zeit greifbar werden.
Jedes Bild wird von erläuternden Texten begleitet, die Entstehung, Herkunft und Hintergründe der Handschriften näher beleuchten. Dadurch erschließt sich der künstlerische und spirituelle Reichtum, den das Christentum in seinen heiligen Büchern über Jahrhunderte hervorgebracht hat.
Die Edition stellt damit weniger die Texte selbst in den Vordergrund, sondern vielmehr die visuelle Dimension der Überlieferung: prachtvolle Zeugnisse mittelalterlicher Buchmalerei, die die religiösen Erfahrungen und Offenbarungen ihrer Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Das Sobieski-Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Sobieski-Stundenbuch
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund in Auftrag gegeben, vermutlich anlässlich ihrer Hochzeit mit Arthur III., Herzog der Bretagne. Mit 468 Pergamentseiten, 60 ganzseitigen Miniaturen, über 400 Einzelszenen und unzähligen Prachtinitialen zählt es zu den bedeutendsten Handschriften der französischen Spätgotik. An der Ausstattung wirkten mehrere der großen Pariser Meister: der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Ihre Darstellungen verbinden erzählerische Fülle mit künstlerischer Harmonie. Die Miniaturen entfalten biblische Szenen wie eine Bildergeschichte, reich an Landschaftspanoramen und architektonischen Fantasien. Damit ist das Stundenbuch nicht nur ein Dokument höfischer Kultur des 15. Jahrhunderts, sondern zugleich ein herausragendes Zeugnis gemeinschaftlicher Buchkunst, das die Virtuosität gleich mehrerer führender Werkstätten seiner Zeit bündelt.

Die Macht der Gestirne
Astronomie | Astrologie15. JahrhundertDie Macht der Gestirne
Um 1491 entstand in Deutschland die Handschrift Die Macht der Gestirne, ein astrologisch-astronomischer Ratgeber in deutscher Sprache. Sie behandelt Fragen von Schicksal und Lebensführung im Lichte der Gestirne und gehört damit zu den bedeutendsten volkssprachlichen Texten ihrer Art.
Das Werk umfasst rund 50 Seiten mit 72 kostbaren Miniaturen, die in leuchtenden Farben und mit Gold ausgeführt sind. Szenen von Himmelskörpern, Tierkreiszeichen und allegorischen Figuren veranschaulichen die enge Verbindung von Kosmos und Mensch, wie sie in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt verankert war. Die Ausstattung stammt aus der Werkstatt des Regensburger Buchmalers Berthold Furtmeyr, einem der führenden Illuminatoren seiner Zeit.
Die Macht der Gestirne verbindet astrologisches Wissen mit kunstvoller Illustration und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Deutung der Himmelskörper das Weltbild der Spätgotik prägte. Heute wird die Handschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt.

Evangeliar des Johann von Troppau
Bibeln | Evangeliare14. JahrhundertEvangeliar des Johann von Troppau
1368 ließ Herzog Albrecht III. von Österreich (1349–1395) ein prachtvolles Evangeliar anfertigen, das heute als Gründungsstück der Österreichischen Nationalbibliothek gilt. Der Priester und Kanonikus Johann von Troppau schrieb den Text mit einer eigens aus Gold hergestellten Tinte und stattete die 384 Seiten mit fünf Bildseiten, vier Zierseiten und 85 historisierten Initialen aus.
An der Ausstattung wirkten neben ihm ein Assistent und der Miniator des Missales von Johann von Neumarkt mit. Besonders eindrucksvoll sind die ganzseitigen Prunkseiten, die jeweils 12 Szenen aus dem Leben der Evangelisten zeigen und den Text mit farbenprächtigen Initialen und Bordüren rahmen.
Ein einzigartiges Merkmal sind die beiden erhaltenen Buchdeckel aus vergoldetem Silber, verziert mit filigranen Sonnenstrahlen und fünf plastischen Löwenköpfen. Dieses Evangeliar vereint höchste Schreibkunst, Miniaturmalerei und Goldschmiedekunst und zählt zu den bedeutendsten Prunkhandschriften des 14. Jahrhunderts.

Das Moskauer Stundenbuch
Stundenbücher | Gebetbücher15. JahrhundertDas Moskauer Stundenbuch
In den 1470er Jahren entstand in Paris das Moskauer Stundenbuch, eine der prachtvollsten Handschriften spätmittelalterlicher Buchkunst. Auf 470 Seiten finden sich 17 großformatige Miniaturen, 24 Kalenderbilder, reiche Bordüren und unzählige Zierinitialen. Rund 200 Seiten sind mit Druckgold versehen, weitere 357 mit 23-karätigem Echtgold, was die Handschrift zu einem überaus kostbaren Zeugnis privater Andacht macht.
Mindestens zwei talentierte Buchmaler waren beteiligt, die stilistisch Einflüsse niederländischer Meister wie Rogier van der Weyden sowie des Pariser Meisters von Coëtivy aufnahmen. Ihre märchenhaften Landschaften, detailreichen Innenräume und figurenreichen Szenen verbinden französische Eleganz mit niederländischer Ausdruckskraft.
Der ursprüngliche Auftraggeber bleibt unbekannt: Hinweise auf ein Wappen und Symbole von Rang und Reichtum wurden später getilgt. Trotz des Verlustes einiger Miniaturen im 19. Jahrhundert gehört das Moskauer Stundenbuch zu den beeindruckendsten Beispielen spätmittelalterlicher Stundenbücher, das künstlerischen Glanz und spirituelle Tiefe vereint.

Jenaer Martyrologium
Heiligen-Legenden13. JahrhundertJenaer Martyrologium
Das um 1275 entstandene Jenaer Martyrologium gilt als das älteste in deutscher Sprache verfasste Werk seiner Art. Wahrscheinlich in Thüringen geschrieben, basiert es auf Vorlagen von Ado von Vienne, Notker und Usuard. In 366 Einträgen werden Heilige und ihre Todestage aufgeführt, oft mit kurzen Legenden. Jeder Tageseintrag wird von einer kolorierten, mit Gold und Silber geschmückten Federzeichnung begleitet – insgesamt 366 Miniaturen, die die Martyrien anschaulich vor Augen führen.
Neben dem Martyrologium enthält der Codex auch das geistliche Lehrgedicht Unterweisung zur Vollkommenheit, das ausschließlich in dieser Handschrift überliefert ist. Der Einband aus braunem Kalbsleder mit lilienförmigen Schließen wurde um 1500 vom Erfurter Buchbinder Nikolaus von Havelberg gefertigt.
Das Jenaer Martyrologium ist damit nicht nur ein einzigartiges Zeugnis mittelhochdeutscher Sprache und Frömmigkeit, sondern auch ein reich illustriertes Kleinod mittelalterlicher Buchkunst, das heute in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena bewahrt wird.

Der Mercator Weltatlas 1595
Geographie | Karten16. JahrhundertDer Mercator Weltatlas 1595
Gerardus Mercator (1512–1594), Universalgelehrter und „Ptolemäus seiner Zeit“, schuf mit seinem Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura das erste Kartenwerk, das den Namen „Atlas“ trug. Postum 1595 von seinem Sohn Rumold veröffentlicht, enthält es 57 doppelseitige Kupferstiche, die die Welt, Kontinente und Länder in bis dahin unerreichter Präzision darstellen. Mercators berühmte Projektion, 1569 erstmals eingeführt, revolutionierte die Navigation durch ihre winkeltreue Darstellung. Der Atlas verbindet wissenschaftliche Exaktheit mit Renaissance-Ästhetik: kolorierte Karten, kunstvolle Titelblätter sowie maritime und landschaftliche Details machen das Werk zu einem Meisterstück der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Zeitgenossen wie Nachwelt sahen in Mercator den Begründer der modernen Geographie. Sein Atlas veränderte das mittelalterliche Weltbild grundlegend und blieb über Jahrhunderte das Referenzwerk für Forscher, Entdecker und Herrscher in ganz Europa.

Das Geheimnis des Grals
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)13. JahrhundertDas Geheimnis des Grals
Die Suche nach dem Heiligen Gral gehört zu den zentralen Themen der Artusliteratur, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa erzählt und überliefert wurde. Erstmals tauchte der Gral um 1190 im unvollendeten Perceval von Chrétien de Troyes auf. Ob als Kelch, Schale oder Stein beschrieben, wurde er zum Sinnbild einer schwer erreichbaren, zugleich spirituell wie symbolisch bedeutsamen Wahrheit.
In zahlreichen Handschriften begegnen Artus und seine Ritter als ideale Verkörperung höfischer Kultur. Miniaturen zeigen Turniere, Feste, die Tafelrunde oder die Suche nach dem Gral, die zu einem der meistgelesenen Motive des Mittelalters wurde. Unter den Quellen ragen Werke von Geoffrey von Monmouth, Wolfram von Eschenbach (Parzival) und die französischen Lancelot- und Tristan-Romane hervor.
Die Legende lebte in prachtvollen Bildern der Handschriften weiter und fand in späteren Jahrhunderten neue Resonanz, bis hin zu modernen Adaptionen und Mythen um Tempelritter und Geheimbünde.

Schätze der Russischen Nationalbibliothek
Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)9. JahrhundertSchätze der Russischen Nationalbibliothek
Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, 1795 als Kaiserliche öffentliche Bibliothek gegründet, zählt heute zu den größten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie hat politische Umbrüche, Revolutionen und die Belagerung von Leningrad überstanden und beherbergt eine bedeutende Sammlung kostbarer Handschriften. Besonders hervorzuheben sind Werke byzantinischer, französischer und russischer Provenienz, die teils erstmals westlicher Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Zu den gezeigten Blättern gehören das Purpur-Evangelium aus Byzanz (9.–17. Jahrhundert), Miniaturen aus französischen Stundenbüchern und Missalien des 13.–15. Jahrhunderts, ein Blatt aus dem Stundenbuch der Maria Stuart, ein Briefwechsel zwischen Anna von Bretagne und Ludwig XII., eine persische Miniatur des 16. Jahrhunderts sowie eine Darstellung des Solowjetski-Klosters von 1623.
Die Vielfalt der Exponate spiegelt die kulturelle Breite der Sammlung und macht die Bibliothek zu einem einzigartigen Gedächtnisort, in dem sich Ost und West, byzantinische Tradition und westeuropäische Buchkunst begegnen.

Der Gero-Codex
Liturgische Handschriften10. JahrhundertDer Gero-Codex
Der um 969 auf der Insel Reichenau entstandene Gero-Codex gilt als das älteste und bedeutendste Werk der berühmten Reichenauer Buchmalerei. Geschaffen wurde er vom Schreiber Anno für den Kölner Bischof Gero (ca. 900–976), der sich in zwei Widmungsminiaturen verewigen ließ. Es handelt sich um ein prächtiges Evangelistar, reich ausgestattet mit Purpur- und Goldseiten, 24 ganzseitigen Miniaturen, kunstvollen Incipitseiten sowie unzähligen Initialen in Gold und Silber.
Der Codex verbindet karolingische Tradition mit ottonischer Strenge und zeigt den Übergang der Buchkunst zu einem monumentalen, byzantinisch inspirierten Stil. Besonders eindrucksvoll sind die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini, die den Anspruch der ottonischen Herrscher auf imperiale Gleichrangigkeit zum Ausdruck bringen.
Seine Bedeutung wurde 2003 von der UNESCO gewürdigt, die den Gero-Codex in das Weltdokumentenerbe aufnahm. Heute wird diese herausragende Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt verwahrt.

Wundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Fotobuch-Edition21. JahrhundertWundervolle Erde – Der Bio Planet Erde & Natur
Die zwölfbändige Buchreihe Wundervolle Erde ist eine auf 3000 Exemplare limitierte Edition, die über 10 000 Fotografien von Landschaften, Pflanzen und Tieren in eindrucksvoller Qualität vereint. Inspiriert von Alexander von Humboldt vermittelt sie ein Panorama von Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten.
Jeder Band widmet sich einer bestimmten Region: Südeuropa, Australien, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Afrika, Südamerika, Nordeuropa, der Nahe Osten, Arktis und Antarktis, die Inselwelten sowie die Ozeane. Zusammen entsteht eine visuelle Weltreise durch Natur- und Biosphärenreservate, von uralten Wäldern bis zu majestätischen Vulkanen, von tropischen Küsten bis zu ewigen Eislandschaften.
Die Edition ist zugleich ein Dokument der geographischen Vielfalt und eine ästhetische Hommage an die Erde – ein Werk, das die Faszination der Natur für Sammler und Bibliophile in einzigartiger Form einfängt.

Coron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Nachschlagewerk20. JahrhundertCoron | Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild und Ton
Die exklusive Edition Das 20. Jahrhundert in Wort, Bild, Film und Ton aus dem Hause Coron Exclusiv ist eine der aufwendigsten multimedialen Gesamtdokumentationen zur Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. In zehn Bänden, gegliedert nach Jahrzehnten von 1900 bis 1999, werden die bedeutendsten Ereignisse aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft eindrucksvoll präsentiert.
Jeder Band verbindet sorgfältig recherchierte Texte mit reichhaltigem Bildmaterial, historischen Originalaufnahmen und Tonsequenzen. Ergänzende Film- und Tondokumente auf Videokassetten und CD-ROMs machen die Edition zu einem umfassenden Zeitarchiv mit über 800 Stunden Originalmaterial.
Inhaltlich wie gestalterisch steht die Reihe für höchste editorische und technische Qualität. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel für die Verschmelzung von Geschichtsdokumentation, Medienkunst und Verlagsinnovation im späten 20. Jahrhundert.

Civitates Orbis Terrarum
Geographie | Karten16. JahrhundertCivitates Orbis Terrarum
Die Civitates Orbis Terrarum, zwischen 1572 und 1618 in sechs Bänden erschienen, gilt als das bedeutendste Städtebuch der Frühen Neuzeit. Herausgegeben vom Theologen Georg Braun (1541–1622) und mit Kupferstichen von Frans Hogenberg sowie später Simon van den Neuwel ausgestattet, vereint das monumentale Werk über 600 Stadtansichten und Stadtpläne aus Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Die meisterhaft kolorierten Kupferstiche beeindrucken durch ihre Detailfülle und Realitätsnähe: nicht nur Architektur und Stadtstrukturen sind erkennbar, sondern auch Szenen des Alltags mit Fuhrwerken, Schiffen, Trachten und lebendigen Genreszenen. Damit vermittelt die Civitates ein einzigartiges Bild der urbanen Welt an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit.
Zusammen mit Ortelius’ Theatrum Orbis Terrarum bildet das Werk einen Grundstein der modernen Kartografie und zugleich ein faszinierendes kulturhistorisches Panorama des „Goldenen Zeitalters“.

Bertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Nachschlagewerk20. JahrhundertBertelsmann Lexikothek | Bertelsmann Lexikon
Die Bertelsmann Lexikothek war eines der bekanntesten und beliebtesten Nachschlagewerke im deutschsprachigen Raum. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg in mehreren Auflagen und Ergänzungsbänden veröffentlicht und verstand sich als moderne Wissensbibliothek für zu Hause. Neben den klassischen Lexikonbänden bot sie thematische Zusatzwerke wie Chroniken, Bildbände und Speziallexika, die das Allgemeinwissen umfassend ergänzten.
Die Lexikothek zeichnete sich durch eine klare Sprache, verständliche Erklärungen und eine reichhaltige Bebilderung aus. Karten, Diagramme, Tabellen und Illustrationen machten komplexe Sachverhalte anschaulich und leicht zugänglich. Sie dokumentiert nicht nur den Stand des Wissens ihrer Entstehungszeit, sondern ist zugleich ein Stück deutscher Kulturgeschichte, das in vielen Haushalten einen festen Platz hatte.

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